News Archive

August 2011

Eine israelische Roboterarmee?
Mittwoch, 31. August 2011
Das israelische Verteidigungsministerium hat über Pläne berichtet, einen „Spähtrupp“ bestehend aus Robotern für die Armee zu entwickeln. Solche Robotersoldaten sollen dann künftig unbekanntes Gebiet auskundschaften und damit menschliche Verluste vermeiden. Das Journal Israel Defense (dt. „Israel Verteidigung“), das alle zwei Monate erscheint, hat bekannt gegeben, dass sich mehrere Unternehmen, zuständig für Israels Verteidigungsapparat, derzeit auf die Entwicklung der Roboter konzentrieren. Bei dem neuen Projekt sollen die Roboter auch tatsächlich in den Kampf ziehen oder wenigstens den ersten Schlag von verschanzten Gegnern abhalten können.
Schutz gegen Terror auch zu Wasser
Mittwoch, 31. August 2011
Die israelische Marine hat zwei Kriegsschiffe an die Seegrenze mit Ägypten geschickt, nachdem der Geheimdienst Informationen bezüglich eines drohenden Terrorangriffes erhalten hat. Zur gleichen Zeit hat der Iran seine 15. Flotte mit einem U-Boot und mehreren Kriegsschiffen in das Gebiet entsendet, „um die Botschaft des Friedens und der Freundschaft mit allen Ländern zu überbringen“, so berichtete der Marineführer des Irans, Konteradmiral Habibollah Sayyari. Dem iranischen Presse-TV zufolge wird neben dem Roten Meer auch eine Schiffsflotte aus dem Iran am Golf von Aden, zwischen dem Jemen und Somalia, platziert werden. (Im Bild: Irans Ahmedinedjad nach der Besichtigung eines U-Bootes)
Bürgermeister Barkat: Bildungsreformation für Ostjerusalem
Mittwoch, 31. August 2011
Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat (im Bild rechts) hat eine Reformation für den Bildungssektor in Ostjerusalem angekündigt. Nach 40-jähriger Vernachlässigung hat die Stadtleitung ein nie dagewesenes Projekt angepackt, um soziale Abgründe zu überbrücken. Wenn dieses Projekt abgeschlossen ist, soll eine spürbare Veränderung in der dortigen Bildung stattgefunden haben. Seit Barkat den Posten angetreten hat, sind in Ostjerusalem neue arabische Schulen mit insgesamt etwa 200 Klassenzimmern gebaut worden. Derzeit investiert die Stadt 57,4 Millionen Euro (300 Millionen Schekel) in die Planung und den Bau von weiteren Schulen mit 285 Klassenzimmern. Außerdem sind sechs Kindergärten in Planung, einschließlich einem für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
Hohe Alarmbereitschaft im Süden des Landes
Dienstag, 30. August 2011
Generalstabschef Benny Gantz hat am Montag angeordnet, dass die Truppenzahl in der Gegend um den südlichen Gazastreifen und an der israelisch-ägyptischen Grenze erhöht wird. Grund dafür sind Warnungen, der Islamische Jihad plane einen weiteren Angriff großen Ausmaßes auf Israel. Infolgedessen wurde die Schnellstraße Nummer 10 vollständig geschlossen und Route 12, die direkt an der Grenze entlang führt, weitgehend für den Verkehr gesperrt. Dem Militärgeheimdienst zufolge sei die Terrorzelle bereits aus dem Gazastreifen in Richtung der Sinai-Halbinsel unterwegs. Bei einer speziellen Sitzung des Komitees für staatliche Sicherheit am Samstagabend wurde die Sorge geäußert, die Terroristen werden versuchen, den Erfolg vom Anschlag am 18. August 2011 zu wiederholen. Verteidigungsminister Barak äußerte bei einem Besuch im Süden (Bild, vor dem Radar einer Iron Dome Batterie), dass höchste Alarmbereitschaft in diesem Teil des Landes herrsche und die Terrorzelle vor zwei Wochen nicht die einzige gewesen sei, die Angriffe auf Israel beabsichtige. In etwa zehn Tagen soll eine weitere Iron Dome-Abwehrbatterie bei Ashdod einsatzbereit sein.
Israelische Diplomaten trainieren ihre Wortwahl
Dienstag, 30. August 2011
Die Angestellten der israelischen Botschaften in Europa nehmen an einer Konferenz in Brüssel bezüglich der Nutzung des Internets und sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter teil. Damit soll Israels Botschaft und die Beweggründe hinter bestimmten Handlungen Europa und der ganzen Welt verständlicher gemacht werden. Besonders in Vorbereitung auf die UNO-Abstimmung im September ist es wichtig, Israel Standpunkt deutlich zu machen. Das kluge Zusammenspiel von öffentlicher Diplomatie und den Online-Medien soll den Teilnehmern nahe gebracht werden. Sie lernen, die Vorteile von sozialen Netzwerken richtig zu nutzen und in Suchmaschinen nach Israels Botschaften im Web zu fahnden.
Kurznachrichten
Dienstag, 30. August 2011
+++ Die israelische Flagge weht wieder an der israelischen Botschaft in Kairo. (Bild) Nachdem sie letzte Woche von ägyptischen Demonstranten von ihrem Platz heruntergerissen und geschändet wurde, hat man sie am Montag nochmals gehisst. Die ägyptische Tageszeitung Al-Youm al-Saba berichtete am Montag, dass die Ägypter von der Tatsache, dass die israelische Flagge wieder in ihrem Land wehe, ganz und gar nicht begeistert seien. +++ Der israelische Sicherheitsdienst hat Grund zur Annahme, dass militante Hamas-Terroristen in den letzten sechs Monaten Flug-und Panzerabwehr-Raketen aus Libyen bekommen haben. Über Ägypten sollen eine große Zahl von SA-7-Flugabwehrraketen und Raketen-angetriebenen Granaten in den Gazastreifen geschmuggelt worden sein. +++ Eine Reihe von prominenten muslimischen US-amerikanischen Akademikern, darunter zwei Mitglieder des Repräsentantenhauses, haben sich für die Freilassung Gilad Schalits ausgesprochen. In einem Brief an den Chef des Politbüros der Hamas, Khaled Mashaal, schrieben sie: „Wir wenden uns an Sie während des heiligen Monats Ramadan und rufen zu Nächstenliebe und Mitleid für den entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit auf. Wir halten die fünfjährige grausame Gefangenschaft für falsch.“
Palästinensischer Terrorist verletzt acht Menschen
Montag, 29. August 2011
Ein palästinensischer Terrorist hat in der Nacht zum Montag im Süden Tel Avivs ein Taxi gestohlen. Mit 100 Kilometer pro Stunde fuhr er in einen Kontrollpunkt der Grenzschutzpolizei in der Nähe eines Nachtclubs. Dann ist er aus dem Auto gestiegen, hat „Allahu Akbar“ (dt. „Gott ist groß“) geschrien und angefangen, auf die Menschen dort mit einem Messer einzustechen. Dabei wurden acht Israelis verletzt, einer davon schwer. Vier von den Verletzten sind Polizisten. Der 19-jährige Angreifer stammt aus der Stadt Nablus in den Palästinensischen Autonomiegebieten, so berichtete Ynet. Nach seiner Verhaftung gestand er der Polizei, dass er geplant hat, in den beliebten Nachtclub „HaOman 17“ zu stürmen und Menschen umzubringen. Dort feierten über 1.000 Nachtschwärmer das Ende der Sommerferien. Er habe sich das Messer zuvor gekauft und die Entführung des Taxis geplant, nur die Polizeipräsenz habe seine Pläne durchkreuzt. Zeugen haben ausgesagt, dass es zuerst wie ein Autounfall aussah bis der Mann anfing, auf die Menschen einzustechen. Bei dem Kampf mit der Polizei hat der Palästinenser leichte Schürfwunden davon getragen und wurde auch wie seine Opfer in das Wolfson-Krankenhaus in Holon gebracht.
Netanjahu trifft Außenminister von Norwegen
Montag, 29. August 2011
Ministerpräsident Netanjahu ist am Sonntag in Jerusalem mit dem norwegischen Außenminister Jonas Gahr Store zusammengetroffen. Netanjahu hat dem norwegischen Volk und dessen Regierung sein tiefstes Mitgefühl über den Terroranschlag vom 22. Juli ausgesprochen. Auf diplomatischer Ebene kritisierte Netanjahu die Absicht der Palästinenserführung, sich einseitig an die UNO zu wenden und die Verweigerung direkter Verhandlungen mit Israel. Store hat darüber hinaus auch Verteidigungsminister Ehud Barak getroffen (Bild).
Abkommen mit Ärztevereinigung geschlossen
Montag, 29. August 2011
Vergangene Woche ist es der Regierung gelungen, ein Abkommen mit der israelischen Ärztevereinigung zu schließen. So berichtete Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung am Sonntag. Es sei ein revolutionäres Abkommen für das Gesundheitswesen des Landes mit guten Nachrichten besonders für Ärzte in der Peripherie. 1000 neue Stellen sollen geschaffen werden, zusätzlich wurde der Kauf von 1000 Betten in Krankenhäusern, nach fast einem Jahrzehnt in dem es keine neuen Betten für Krankenhäuser gab, endlich gestattet. Außerdem sind Erhöhungen der Gehälter bis zu einer Höhe von 49 % geplant. Für Ärzte, die in die Peripherie ziehen, sollen spezielle Gelder bereit gestellt und die Zahl der Arbeitsschichten bzw. die Länge der Schichten reduziert werden.
Arbeitsgespräch zwischen Peres und Ashton
Montag, 29. August 2011
Präsident Schimon Peres hat am Sonntag ein Arbeitsgespräch mit der Europäischen Vertreterin für Auswärtige Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, abgehalten. Sie haben dabei Angelegenheiten in Bezug auf das Vorantreiben des Friedensprozesses in der Region, sowie die neuesten Geschehnisse im Nahen Osten und die Stärkung der Beziehungen zwischen Israel und der Europäischen Union diskutiert. Zu Beginn des Treffens sagte Peres, dass der Besuch Ashtons zur rechten Zeit komme und von äußerster Wichtigkeit sei.
Barak: Israel stimmt Stationierung von ägyptischen Truppen zu
Freitag, 26. August 2011
In einem Interview mit dem "The Economist" Magazin, das heute veröffentlicht wird, sagte Verteidigungsminister Ehud Barak, dass Israel zustimmt, dass das ägyptische Militär Tausende Soldaten im Sinai stationiert, obwohl dies entsprechend dem Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern strikt verboten ist. Er sagte, dass Ministerpräsident Netanjahu seine Zustimmung gab und dass die ägyptischen Truppen Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge nutzen dürfen, jedoch keine Panzer außer dem bereits dort stationierten Battalion. Barak spielte das Risiko und die Sorge auf längere Zeit hin wegen dieses Schritts nicht herunter.
Glenn Beck in Israel
Freitag, 26. August 2011
Der amerikanische Kommentator Glenn Beck hielt in Israel einen mehrtägigen Event genannt "Restore Courage – Wiederherstellung des Mutes". Am Mittwoch fand an den Ausgrabungen der südlichen Tempelbergsmauer statt, an dem 1000 Menschen, hauptsächlich amerikanische Christen teilnahmen und wo Glenn verkündete eine Bewegung gründen zu wollen, deren Ziel es ist Israel gegen die Scheinheiligkeit der UNO und der Menschenrechtsorganisationen zu verteidigen. Seine Ansprache wurde auch auf einen großen Bildschirm im Jerusalemer Bürgermeisteramt übertragen und auch weltweit zu sehen. In der Hoffnung die Israelis dazu zu inspirieren, der zynischen und gefährlichen Agenda der internationalen Völkergemeinde zu widerstehen, deklarierte Beck, dass es iin Israel "auf einem Quadratkilometer mehr Mut zu finden sei, als in ganz Europa zusammen".
Drachenfliegen-Festival in Jerusalem
Freitag, 26. August 2011
In diesem Jahr hat das 26. jährliche Drachenfliegen-Festival im Billy Rose-Kunstgarten des Israel Museums in Jerusalem stattgefunden. Mehr als 6.500 Besucher haben versucht, ihre Drachen erfolgreich steigen zu lassen. Dazu gab es spezielle Kurse, in denen man sich auch am Bau eines Drachens versuchen konnte. Zu sehen gab es einige Bruchlandungen, aber auch sehr viele professionelle, leidenschaftliche Drachenflieger, die ihr Können unter Beweis stellten. „Diese Veranstaltung bietet etwas für die ganze Familie, für jedes Alter“, sagte Roni Teled, die Organisatorin für spezielle Events des Israel Museums. Die berühmteste und drachenverrückteste Familie ist die Familie Shavit.
Kurznachrichten
Freitag, 26. August 2011
+++ Palästinenser schossen vom Gazastreifen aus 15 Raketen auf Israel ab, die in der Nähe vom Kibbuz Jad Mordechai niedergingen. Israel beschoss daraufhin Terrorstützpunkte im Gazastreifen, dabei wurden 2 Terroristen getötet. +++ Während Deutschlands Außenminister Westerwelle vorhat, an der Antirassismus-Konferenz Durban III teilzunehmen, die Israel des Rassismus und der Apartheid verurteilen wird, fordern Bundestagsabgeordnete wie Philipp Mißfelder, CDU, die Regierung auf, Durban III zu boykottieren wie es auch Italien, Holland und Tschechien tun wollen. +++ Israels Finanzminister Yuval Steinitz lehnte den Antrag auf einen Upgrade der ministeriellen Fahrzeuge von den bisherigen Audi 6 auf gewünschte Audi 8 ab. +++ Israels Finanzministerium unterzeichnete mit der Ärztevereinigung ein neun Jahres-Abkommen. Die Ärzte und das medizinische Personal erhält 20 % mehr Gehalt. Das durchschnittliche Einkommen der Ärzte wird um 32 % erhöht. Der Staat gibt nun jährlich 500 Mio. Euro mehr für die medizinische Versorgung aus.
Schabbat-Lesungen
Freitag, 26. August 2011
„Re´eh – Siehe“ 5. Mose 11,26 bis 16,17;
Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 54,11 – 55,5

Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen so ihr gehorchet den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abweichet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, daß ihr andern Göttern nachwandelt, die ihr nicht kennt.
Raketenbeschuss dauert an
Donnerstag, 25. August 2011
20 Raketen sind seit dem gestrigen Mittwoch im Süden Israels eingeschlagen. Eine der Raketen aus Gaza ist auf einem Feld in der Nähe von Aschkelon explodiert. Weitere Raketen sind bei Ofakim und in der Eschkol-Region eingeschlagen. Im Kibbutz Yad Mordechai wurde ein leer stehendes Auto völlig zerstört. (siehe Bild) Bei einem Raketeneinschlag neben einem Wohnhaus in Aschkelon am Mittwochabend wurde ein neun Monate altes Baby von Glassplittern verletzt. Mitglieder des Islamischen Jihad haben die Ausführung der Anschläge als Racheaktion für einen Terroristen, der durch einen Luftangriff der israelischen Luftwaffe getötet wurde, bestätigt. Der Terrorist war an den Anschlägen in der Nähe von Eilat vergangenen Donnerstag beteiligt.
Millionen-Demonstration gegen Israel in Kairo
Donnerstag, 25. August 2011
Über das soziale Netzwerk Facebook rufen mehrere ägyptische Demonstranten zu einem Massenprotest vor der israelischen Botschaft in Kairo auf. Ziel der Proteste sind die Ausweisung des israelischen Botschafters und die Schließung der Botschaft. Die ägyptische Tageszeitung Al-Youm Al-Saba’a hat berichtet, dass die Seite dazu aufruft, dass sich mindestens eine Million Menschen am morgigen Freitag vor der Botschaft in Kairo versammeln sollen. Mittlerweile protestieren die anti-israelischen Demonstranten schon den fünften Tag in Folge in Kairo. Sie verbrennen israelische Flaggen auf offener Straße, haben Feuerwerkskörper auf das Botschaftsgebäude geworfen und die israelische Flagge vom Häuserdach entfernt.
Kurznachrichten
Donnerstag, 25. August 2011
Trotz der möglichen Eskalation in den Beziehungen zwischen Israel und Ägypten, arbeitet das israelische Verteidigungsministerium weiter an dem 230 Kilometer-langen Sicherheitszaun. (Bild) 45 Kilometer des Grenzzaunes wurden schon fertig gestellt. Das gesamte Projekt soll bis zu 250 Millionen Euro kosten und der Bau bis 2012 andauern.+++Ein schmerzstillendes, entzündungshemmendes Medikament, welches besonders bei den sogenannten „Ramadan-Kopfschmerzen“ eingesetzt werden soll, wurde in einem Gemeinschaftsprojekt der USA und Israel entwickelt. Einer von vier Menschen, die während des Ramadan einen Monat lang tagsüber auf Lebensmittel und Getränke verzichten, leidet unter starken Kopfschmerzen.
Hausbesetzer entfernt
Mittwoch, 24. August 2011
Die Demonstranten in Tel Aviv, die am Sonntag ein leer stehendes Haus besetzt haben, um es in ein Zentrum für das Volk umzugestalten, wurden von der Polizei entfernt. Am Dienstagmorgen hat die Polizei sie hinausgeworfen, da das Haus angeblich baufällig sei. Kurz zuvor hat das Bürgermeisteramt gemeldet, dass diese Besetzung illegal und ein krimineller Akt sei. Auch Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai hat gesagt, dass sie bisher die Zeltproteste in der Stadt voll unterstützt haben, aber die Demonstranten haben mit diesem Schritt die Grenze überschritten. Israel Godovitch war 1999 Stadtingenieur als das Gebäude aus dem Jahr 1938 mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern geräumt wurde.
Zwei Piloten aus Haft in Eritrea entlassen
Mittwoch, 24. August 2011
Aus dem Außenministerium wurde mitgeteilt, dass die Behörden in Eritrea zwei israelische Piloten aus der Haft entlassen haben. Sie dürfen nun nach Israel zurückkehren. Yehuda Maoz und Vered Aharonson wurden vor mehr als einem Monat unter dem Verdacht, Waffen zu schmuggeln am internationalen Flughafen in Asmara festgenommen. Man hat sie danach in einem Hotel in der Hauptstadt festgehalten. Weil Israel und Eritrea diplomatische Beziehungen pflegen und jeweils Botschafter ausgetauscht haben, konnte es dank der Diplomaten erreicht werden, dass die Piloten freigelassen wurden.
Glück im Unglück
Mittwoch, 24. August 2011
Am vergangenen Dienstag hatte Meir Dimri aus Beer Schewa einen Herzinfarkt und wurde ins Soroka-Krankenhaus in der Stadt eingeliefert. Am Samstagabend ist eine Rakete aus dem Gazastreifen auf dem Bürgersteig zwischen seinem und einem Nachbarhaus eingeschlagen. Die Rakete hat eine kleine improvisierte Garage vollständig zerstört, alle Fensterscheiben der Häuser zerbrochen, die Wände zerlöchert und seinen Hund getötet. Seine Frau war zu der Zeit mit ihm im Krankenhaus. Insgesamt haben sie fünf Kinder von denen nur noch zwei bei ihnen leben, aber zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus waren.
Israelische Beschwerde bei der UNO
Mittwoch, 24. August 2011
Im israelischen Radio wurde am Dienstag gemeldet, dass Israel eine Beschwerde beim UNO-Generalsekretär und dem Präsidenten des UN-Sicherheitsrates eingereicht hat. In der Kritik stehen einerseits die Eskalation im Süden Israels und der Mangel an Verurteilung der Terrorangriffe am vergangenen Donnerstag. Bei den Anschlägen sind acht Israelis ums Leben gekommen und 30 verletzt worden. Israels Botschafter bei der UNO, Ron Prosor (Bild), schrieb an die führenden Köpfe der Vereinten Nationen, dass der von der Hamas regierte Gazastreifen weiterhin eine Bastion der Terroraktivitäten ist. Er fügte hinzu, dass in den vergangenen Tagen mehr als 100 Raketen auf Israel abgefeuert wurden. „Jeder Raketenangriff unterstreicht aufs Neue, dass die angebliche Palästinensische Einheit zwischen der Hamas und der Fatah und den anderen Fraktionen eine Farce ist, die durch Terror, Hass und Gewalt manifestiert wird.“
Peres: Besuch in Ashdod
Dienstag, 23. August 2011
Präsident Shimon Peres besuchte die ebenfalls von Raketen heimgesuchte Küsten- und Hafenstadt Ashdod, um den Einwohnern seine Solidarität zu zeigen. Sein Besuch sollte die Moral der Bewohner stärken, die unter ständiger Raketenbedrohung leben muss und in den letzten Tagen zahlreiche Einschläge erlebte. Bürgermeister Jechiel Lasri erklärte dem Präsidenten die gegenwärtige Lage. Peres sagte: „Ich bin gekommen um den Bürgern der Stadt zu salutieren, die trotz der Terrordrohungen standfest bleiben. Ich bin stolz auf euch.“ Nach dem Treffen mit Lasri im Bürgermeisteramt begaben sich die beiden in das Einkaufszentrum der Stadt, um sich mit Kindern und Jugendlichen der Stadt zu treffen und ihre Ansichten über die Situation zu hören. Eines der Mädchen fragte Peres, ob er sich nicht persönlich für ein Iron Dome-System für die Stadt Ashdod einsetzen könne.
Google Street View nun auch in Israel
Dienstag, 23. August 2011
Das israelische Justizministerium gab am Montag sein Einverständnis zum Google Street Service für Israel . Damit werden nun auch in Israel ganze Straßen mit einer speziellen Kamera fotografiert und diese Bilder dann ins Internet gestellt, so dass Orte virtuell besichtigt werden können. Bisher war dies aus Sicherheitsgründen nicht genehmigt worden. Nur nach langen Verhandlungen mit Google gab die Behörde für Gesetz, Information und Technologie (ILITA) – eine Abteilung des Justizministeriums – ihre Zustimmung. ILITA hatte Google in der Vergangenheit wegen des Mangels an Schutz der Privatsphäre stark kritisiert. Die Fotos und andere Daten der Orte werden auf einen Server in den USA gestellt, wo Israel keinen gesetzlichen Einspruch erheben kann.
Ägyptische Hacker verunstalten Netanjahus Webseite
Dienstag, 23. August 2011
Einem Bericht des Internationalen Nahost Medienzentrums (International Middle East Media Center) zufolge haben ägyptische Computerhacker die Webseite von Ministerpräsident Netanjahu gehackt. Dort luden sie ein Bild aus dem Jom-Kippur-Krieg hoch, auf dem ägyptische Soldaten beim Hissen ihrer Fahne zu sehen sind (siehe Bild). Weiterhin haben sie Schriftzüge wie „Anti-Zionismus“ und „Ägypten ist die größte Zivilisation, die vor mehr als 7000 Jahren gegründet wurde - aber der Terrorstaat Israel stiehlt palästinensischen Boden und tötet Kinder“ auf der Webseite veröffentlicht. Dazu stellten sie das Bild eines in Gaza bei einem israelischen Luftangriff getöteten Kindes online, mit der Drohung, sollte Ägypten angegriffen werden, werde Israel schwer darunter leiden.
Gaza-Hilfe geht trotz Beschuss weiter
Dienstag, 23. August 2011
Den Raketenangriffen zum Trotz geht die Übergabe von Hilfsgütern an die Palästinenser im Gazastreifen uneingeschränkt weiter. Seit Donnerstag haben 156 Personen den Erez-Übergang passiert: 100 Patienten und ihre Begleiter, die für ärztliche Behandlungen nach Israel kamen, sowie 56 Mitglieder internationaler Hilfsorganisationen, von denen 28 nach Israel eingereist und 19 nach Gaza gefahren sind. Der Kerem Schalom-Übergang ist trotz Beschuss geöffnet und es wurden in wenigen Stunden 80 Lastwagen mit 2554 Tonnen von Gütern sowie 46 Tonnen Kochgas eingeführt.
Waffenstillstand fragwürdig
Montag, 22. August 2011
Nach einer viertägigen Verschärfung der Situation zwischen den Palästinensern im Gazastreifen und Israel wurde am Montagabend aus Gaza eine Feuerpause mitgeteilt. Am Sonntagabend um 21.00 Uhr sollte sie in Kraft treten. Doch eine Stunde später sind wieder sechs Raketen auf offenem Gelände in Israel eingeschlagen. Die Hamas und Israel sind nicht an einer Krise interessiert, so schrieb die Zeitung Israel Hajom. Jedoch stellen sich verschiedene Fraktionen wie der Islamische Jihad gegen diesen Waffenstillstand. Nach fieberhaften Verhandlungen unter der Aufsicht des Gesandten der UNO für den Nahen Osten, Robert Serry, und den leitenden Personen des ägyptischen Geheimdienstes war die Waffenruhe durchgesetzt worden. Die Hamas und die anderen Terrororganisationen haben bekannt gegeben, dass diese Feuerpause sehr schwach sei.
Mofaz: „Man muss gegen Hamas-Führer vorgehen“
Montag, 22. August 2011
Das Komitee für Sicherheit und auswärtige Angelegenheiten hat am Sonntag Ashdod, Ashkelon und Beer Schewa besucht. Der Vorsitzende des Komitees, Shaul Mofaz, rief die israelische Regierung dazu auf, die führenden Köpfe der Hamas-Regierung im Gazastreifen zu überführen und auszuschalten, damit ihre Herrschaft dort endgültig zusammenbricht. „Israel muss entscheiden, ob es sich weiter mit der jetzigen unerträglichen Situation eines Zermürbungskrieges abfindet, oder zu einer eindeutigen Entscheidung gegenüber der Hamas bereit ist. Dabei muss die Führung und ihre Infrastruktur, wenn möglich, zerstört werden“, so Mofaz.
Neuer Held in Kairo: Ägypter tauscht Flagge an der israelischen Botschaft aus
Montag, 22. August 2011
In Kairo sind die Massen über den Tod einiger ägyptischer Soldaten empört, die angeblich von israelischen Soldaten getötet wurden. So wählten sie die israelische Botschaft, um dort lauthals zu protestieren. Tausende Menschen riefen „Tod für Israel“. Vor ihren Augen bestieg Ahmed Schet das Gebäude von außen bis zur 15. Etage, entfernte die israelische Flagge und ersetzte sie durch eine ägyptische Flagge. Polizisten und Soldaten schauten tatenlos zu. Unten angekommen wurde die Flagge unter Jubel zerrissen und verbrannt. Schet selbst wurde von den Massen auf den Händen getragen und bereits mit einem Comic geehrt, der ihn als den ägyptischen Spiderman darstellt und ihn zum „Amazing Flagman“ (dt. „Großartiger Flaggenmann“) ernennt.
Kurznachrichten
Montag, 22. August 2011
+++ Der amerikanische Schauspieler, Jon Voight (Vater von Angelina Jolie), ist ein treuer Israelfreund und überraschte gestern die verletzten Soldaten im Soroka-Krankenhaus von Beer Schewa mit einem Besuch. Er erkundigte sich über ihre Genesung und sagte: „Ich weiß, dass Israel besonders jetzt Freunde nötig hat, um das traurige Geschehene zu verarbeiten. Israel als Nation ist stark, weise und hart im Nehmen, aber man muss auch die einzelnen menschlichen Schicksale berücksichtigen. Das Land ist von Feinden umgeben.“ +++ Am Sonntag wurde für Jerusalem höchste Alarmbereitschaft infolge einer gezielten Warnung über einen geplantes Attentat ausgerufen. Infolgedessen wurde die Suche nach möglichen Terroristen aufgenommen. Polizisten sind durch die Altstadt, das Stadtzentrum und auch umliegende Stadtviertel, die an Schnittstellen zu arabischen Vierteln liegen, gestreift. Die Alarmbereitschaft wurde bis in die späten Abendstunden aufrecht erhalten. +++ Ein Grad-Rakete ist am Sonntagmorgen in die Sporthalle einer Schule in Beer Schewa eingeschlagen und richtete großen Schaden an. Glücklicherweise war niemand in der Schule, weil noch immer Ferien sind. Bürgermeister Rubik Danilovich sagte, dass man sich davon nicht in die Knie zwingen lassen würde und, dass diese Angriffe ja irgendwann aufhören müssen.
Raketenhagel im Süden fordert zahlreiche Opfer
Samstag, 20. August 2011
Am Wochenende kam es zu dem schlimmsten Raketenbeschuss auf Israels Süden seit dem Gazakrieg 2008/2009. Über 80 Raketen wurden aus dem Gazastreifen abgefeuert, so berichtete die Jerusalem Post am Sonntag. Das Iron-Dome System konnte einige der Raketen abfangen. Am Samstagabend ist in Ofakim, 24 km westlich von Beer Schewa, eine Grad-Rakete direkt in ein Wohnhaus eingeschlagen, dabei wurden drei Personen schwer verletzt: ein Kleinkind, ein neunjähriger Junge und ein 20-jähriger Mann. In Beer Schewa fielen drei Raketen, wobei eine Person getötet und sieben verletzt wurden. Der Tote, Stadtbeamter Jossi Shoshan (38), war gerade auf dem Weg seine Frau abzuholen, um sie ins Krankhaus zu bringen, als eine Rakete neben seinem PKW einschlug. Bilder auf Facebook
Das Ausmaß des Terrors: Acht Tote
Freitag, 19. August 2011
Die Zahl der Toten der gestrigen Terroranschläge im Süden Israels ist auf acht gestiegen. Sechs Zivilisten, ein Soldat und ein Polizei-Offizier sind am Donnerstag von Terroristen ermordet worden. 30 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schweben noch in Lebensgefahr. Oberfeldwebel Moshe Naftali (22) wurde während der ersten Bus-Attacke getötet. Senior-Unteroffizier Paskal Avrahami (49), ein hoch-dekorierter und anerkannter Scharfschütze in der Anti-Terror-Einheit der Polizei und Vater von drei Kindern kam beim Schusswechsel mit den Terroristen um. Der letzte Schusswechsel endete gestern Abend gegen 19:30 Uhr. Truppen durchkämmen das Gebiet noch immer auf der Suche nach verbliebenen Terroristen, die sich womöglich verstecken.
Militärische Reaktion auf Attacken und Raketenbeschuss
Freitag, 19. August 2011
Gestern Abend wurde eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete durch das Iron-Dome-System abgefangen. Als Reaktion auf die gestrigen Anschläge im Süden Israels hat die Luftwaffe sieben Ziele im Gazastreifen bombardiert: im nördlichen Teil eine Waffenfabrik sowie zwei Hamas-Terrorzentren und im südlichen Teil zwei Schmugglertunnel (Bild), einen Terrortunnel und ein Hamas-Terrorzentrum. Direkte Treffer wurden registriert und bei verschiedenen Zielen gab es auch Zweitexplosionen, die auf das Vorhandensein von Waffen und Sprengstoff hinweisen. Laut palästinensischen Angaben wurde ein Palästinenser getötet, außerdem ist ein 13-jähriger Junge in einem naheliegenden Gebäude durch Splitter getroffen worden und weitere siebzehn Personen haben Verletzungen davon getragen.
Kommentar: Welche Rolle spielt Ägypten?
Freitag, 19. August 2011
Der brutale Terrorangriff auf zivile Überlandbusse und Fahrzeuge im Süden Israels ist der blutigste Zwischenfall im Heiligen Land seit vielen Monaten. Die Touristenhochburg Eilat galt bisher als relativ sicher. Zuletzt hatte es dort vor dreieinhalb Jahren einen Anschlag gegeben, als sich ein palästinensischer Selbstmordattentäter in die Luft jagte und drei Israelis mit in den Tod riss. Seitdem machte die Stadt am Roten Meer vor allem Schlagzeilen, weil sie ihre Infrastruktur ausbauen will und mit enormem Aufwand einen neuen Flughafen in der Wüste errichtet. Terror und Krieg schienen weit weg, die Grenze zu Ägypten wurde kaum gesichert.
Schabbat-Lesungen und Kommentar
Freitag, 19. August 2011
„Ekew – Sobald“ 5. Mose 7,12 bis 11,25;
Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 49,14 – 51,3
Kommentar:
Unsere Parascha (Wochenabschnitt) ist sehr reich an Inhalt, viele Kommentare und Erkenntnisse könnten darüber geschrieben werden. Wir befinden uns noch in der Abschiedsrede Moses. Mose kannte ‘seine Leute’ und bangte aufrichtig um ihren Glauben und ihre Treue zu Gott – und was wohl wird, wenn er nicht mehr ist? Daher eröffnete er seine Rede in diesem Abschnitt mit dem Hinweis auf ihre Belohnung, wenn sie durchhalten. „Und es ward sobald (ekew) ihr meine Rechtsstimmungen hört und sie tut...“ Wenn sie es nur täten!? Dann stünde ihnen unermesslich viel Segen zu.
30 verletzte und 7 tote Israelis bei blutigen Terrorangriffen im Süden
Donnerstag, 18. August 2011
Terroristen haben am Donnerstag gegen Mittag mehrere Ziele im Süden Israels, 30 km nördlich von Eilat, angegriffen. 30 Menschen wurden dabei schwer verletzt und sieben Israelis sind ums Leben gekommen. Die genaue Opferzahl steht noch nicht fest. Aber ein Großteil der Toten sind israelische Soldaten, die auf dem Weg nach Hause waren. Alle Angriffe kamen aus Richtung der Grenze zwischen Ägypten und Israel. Bei dem ersten Vorfall wurde ein Bus der Busgesellschaft Egged mit der Nummer 392, der in Richtung Eilat fuhr, mit Schüssen angegriffen. Dabei wurden fünf Menschen schwer getroffen, sind aber bei Bewusstsein, so meldete das israelische Notfallteam von Magen David Adom. Die Verletzten wurden umgehend in das Joseftal- Medizinzentrum in Eilat gebracht. Kurze Zeit später kam die Meldung eines zweiten Angriffs auf einen weiteren Bus und ein Privatfahrzeug.
Endlich: Jerusalems Straßenbahn startet am Freitag!
Donnerstag, 18. August 2011
Um 5:30 Uhr am Freitagmorgen soll die Jerusalemer „Light Rail“-Bahn zum ersten Mal seine Station mit richtigen Passagieren verlassen. Der Start der Bahn wurde wegen Streitigkeiten zwischen dem Verkehrsministerium und dem Wirtschaftskomitee der Knesset unzählige Male verschoben. Die Instanzen waren sich über die Länge der Testphasen, die Sicherheitsgenehmigungen und ein Gesetz für zukünftige Stadtbahnen in ganz Israel lange uneinig. In den ersten paar Monaten können die Passagiere umsonst mit der Bahn fahren. Der Betreiber CityPass hat dafür eine Vereinbarung mit dem Staat geschlossen, der die ersten Fahrten subventioniert, so wurde Mitte der Woche bekannt gegeben.
Demonstranten suchen Rat in Madrid
Donnerstag, 18. August 2011
Die Zeltstadt-Aktivisten auf der Rothschild-Straße in Tel Aviv haben per Internet Kontakt mit den Anti-Regierungs-Demonstranten in Madrid, Spanien aufgenommen. Seit dem 15. Mai sind in Madrid schon hunderttausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen ungerechte gesellschaftliche Zustände anzukämpfen. Am Mittwochabend haben sich die Führer der beiden Protestbewegungen in Tel Aviv und Madrid online zusammengefunden, um Erfahrungen, Methoden und Ideen für zukünftige Demonstrationen auszutauschen. Am 17. September sollen internationale Proteste anlässlich des „Tages der Wut“ auf die Banken stattfinden. Die beiden Protestgruppen haben sich gegenseitig angefeuert und beglückwünscht.
Botschafter Reality-Show
Donnerstag, 18. August 2011
Das israelische Außenministerium hat der Bitte einer Fernsehproduktionsfirma nachgegeben, die eine TV-Reality-Show über das Leben der israelischen Botschafter im Ausland (Bild: Yoram Ben Zeev, Botschafter in Deutschland) drehen will. Am Dienstag haben die Diplomaten des jüdischen Staates im Ausland eine diskrete Mitteilung vom Außenministerium über die Teilnahme an diesem Projekt erhalten. Die geplante Produktion sorgte unter den Diplomaten jedoch für gemischte Gefühle. „Dies ist eine Falle. Da werden wir dann eventuell als eine Gruppe von dekadenten Diplomaten dargestellt, die nur bei Cocktail-Partys die Gläser klirren lassen“, so die Sorge einiger der Botschafter. Diese Dokumentation, bei der dem öffentlichen und privaten Leben der Botschafter, ihrer Familien und Botschaftsangestellten gefolgt werden soll, wird fünf Episoden lang sein. Sie soll zur besten Sendezeit des Kanals 10 ausgestrahlt werden.
Kurznachrichten
Donnerstag, 18. August 2011
+++ Kürzlich wurde bekanntgegeben, dass die Unterhaltungsindustrie in Israel Kontakte zur kriminellen Unterwelt pflegt. Die bekannte Sängerin mediterraner Musik, Margalit Zanani (Bild), wurde aus diesem Grunde von der Polizei verhört. Innerhalb der letzten Monate hat die Polizei eine geheime Untersuchung gegen sie ausgeführt, die einen „Koffer voller Beweise“ erbracht haben soll. Sie wird angeklagt, ihren Manager Assaf Atgadi mit Gewaltandrohung erpresst zu haben und wurde für neun Tage Untersuchungshaft in das Frauengefängnis Newe Tirza gebracht. Zanani sei eine Gefahr für ihre Mitmenschen und die Gesellschaft. +++ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte US-Außenministerin Hillary Clinton mit, dass Israel sich vorerst nicht bei der Türkei offiziell entschuldigen werde. Israel will, wie die Türkei, auch erst die Veröffentlichung des Palmer-Berichts über die Geschehnisse auf der „Mavi Marmara“-Flottille im Mai 2010 abwarten.
USA droht: Israel muss sich bei der Türkei entschuldigen
Mittwoch, 17. August 2011
Die Regierung der USA setzt Israel aufs Schärfste unter Druck, sich für die Vorfälle auf der „Mavi Marmara“ im Mai 2010 bei der türkischen Regierung zu entschuldigen. Dies soll den Beziehungen zwischen Israel und der Türkei förderlich sein, besonders in Bezug auf den Antrag der Palästinenser in der UN auf einen eigenständigen Palästinenserstaat. Die USA sind außerdem wegen der Krise in Syrien besorgt und wollen stabile Beziehungen zu Ankara herstellen. In der Zeitung Yediot Ahronot wurde berichtet, dass das Außenministerium und Staatssekretärin Hillary Clinton der Meinung seien, dass die schlechten Beziehungen zwischen Jerusalem und Ankara die Möglichkeiten und den Einfluss der USA im Nahen Osten einschränken.
62.000 Palästinenser kommen nach Jerusalem wegen Ramadan
Mittwoch, 17. August 2011
Seit dem Beginn des Ramadan-Fastenmonats am 1. August sind schon 62.000 Palästinenser nach Jerusalem gekommen. „Jede Woche werden es mehr Menschen“, sagte der Chef der Abteilung für zivile Angelegenheiten, Alex Rosenzweig. Wie jedes Jahr zum Ramadan lockert die israelische Armee die Einreise-Beschränkungen für Palästinenser. Dies gilt besonders für den Besuch in Jerusalem. So können die Palästinenser sich frei mit ihren Familien dort aufhalten und beten. Außerdem wurde die Zahl der palästinensischen Verkäufer in Jerusalem in dieser Zeit erhöht. Die Höhle der Patriarchen in Jerusalem ist jeden Freitag im ganzen Ramadan-Monat für muslimische Beter reserviert.
Netanjahu verzichtet auf Luxus-Urlaub
Mittwoch, 17. August 2011
Familie Netanjahu wird ihren Sommerurlaub nicht in einem Luxushotel, sondern in ihrer Wohnung in Cäsarea verbringen. In einer Zeit, in der die öffentlichen Protestaktionen für soziale Gerechtigkeit und für günstigeres Wohnen weiter zunehmen, wollen die Netanjahus die Gemüter nicht mit einem teuren Urlaub aufheizen. Der Schwiegervater des Premierministers, Shmuel Ben-Arzi, ist darüber hinaus erkrankt, was auch zu der Entscheidung für einen Urlaub im kleinen Rahmen beigetragen haben könnte.
Kurznachrichten
Mittwoch, 17. August 2011
+++ Israels Präsident Shimon Peres feierte am Dienstag seinen 88. Geburtstag in seiner Jerusalemer Residenz. Diese war mit Ballons und Glückwunschplakaten geschmückt. Die Telefonzentrale war überbelastet, weil viele Bürger angerufen haben, um zu gratulieren. „Ich fühle mich nicht wie ein 88-jähriger Mann. Ich fühle mich wie ein Achtjähriger mit einer weiteren acht daran. Ich bin sehr beschäftigt, stehe gerne am Morgen auf und bin von meiner Arbeit begeistert. Ich wünsche mir noch viele Jahre fruchtbarer Tätigkeit.“ +++ Heute vor 33 Jahren ist die Familie Schneider, allen voran Ludwig Schneider, Gründer der Nachrichtenagentur „N.A.I. – Israel Heute“, nach Israel eingewandert. Mit Lob schaut die Familie zurück und dankt dem Allmächtigen Gott für all den Segen und den reichlichen Familienzuwachs.
Terrorziele in Gaza zerstört
Dienstag, 16. August 2011
Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht von Montag zu Dienstag eine Terrorzelle und vier weitere Ziele, darunter einen Schmuggeltunnel, im Gazastreifen bombardiert. Dies sei ein Vergeltungsschlag für den Raketenbeschuss der Hamas in Beer Schewa am Montagabend, so die israelische Armee. Eine neuere Version der russischen Katjuscharaketen ist auf freiem Feld in Beer Schewa eingeschlagen, dabei wurde niemand verletzt. Die Terrorzelle im Gazastreifen konnte zerstört werden, bevor weitere Raketen abgefeuert wurden. In einer offiziellen Mitteilung der israelischen Armee am Dienstagmorgen hieß es, dass keine Angriffe auf israelische Bürger und Soldaten geduldet und auch weiterhin Terrorzellen, die gegen den Staat Israel arbeiten, zerstört werden.
Fortschritt in den Verhandlungen um Shalit?
Dienstag, 16. August 2011
Am Dienstag wurden weitere Details über das Treffen israelischer und palästinensischer Teams bezüglich der Freilassung Gilad Shalits in Kairo bekannt. Das israelische Team wird von David Midan angeführt. Die Hamas hat den Leiter des Politbüros, Khaled Mashaal, und den militärischen Führer, Ahmad Jabari, geschickt, um die Verhandlungen zu überwachen. Palästinensischen Quellen zufolge sei Israel „flexibler“ geworden und ist willig, israelische Araber freizulassen. Darüber hinaus soll Israel bei dem Verbot für die Gefangenen, nach ihrer Freilassung Israel zu betreten, nachgegeben haben. Nichtsdestotrotz behauptet ein Beamter der Hamas, Osama Hamda, dass Premierminister Netanjahu nicht bereit dazu wäre, den geforderten vollen Preis für Shalit zu zahlen.
Terroristen erhalten Gehälter
Dienstag, 16. August 2011
Am Montag wurde in einem Forum der israelischen Regierung diskutiert, dass Terroristen in israelischen Gefängnissen ein monatliches Gehalt von der Palästinensischen Autonomiebehörde erhalten. Dieses Geld wird an deren Familien ausgezahlt. Die Höhe des Gehalts wird entsprechend der Länge der Haftstrafe berechnet. Abir Kopti vom Regierungszentrum für Kommunikation der Palästinensischen Autonomiebehörde hat dies zugegeben. Jedoch würden nur die Familien ein Gehalt bekommen, die es aus finanziellen Gründen nötig haben. Das Geld sei sozusagen als „Entgelt für die Heroischen Taten“ des Terroristen anzusehen.
Kurznachrichten
Dienstag, 16. August 2011
+++ Vorträge in der Schweiz: Ludwig Schneider spricht heute, am Dienstag, den 16. August 2011, um 20.00 Uhr in CH-4900 Langenthal, Bösinger Langenthal, Lotzwilstr. 66, P. Bonsack, Tel.: 032-3925165/079-6071207. Thema: „Was verbindet Israel und die Schweiz?“ (15 Min.) & „Was wird aus dem neuen Nahen Osten und Israel?“ (Teil 3) +++ Bei einer Protestaktion direkt vor den Türen der NAI-Redaktion auf der Ben-Yehuda-Straße haben sich einige Hundert Menschen versammelt, um gegen die ungerechte wirtschaftliche Situation in Israel zu demonstrieren. Auf den Schildern war zu lesen: „Das Volk fordert gesellschaftliche Gerechtigkeit!“
Geheime Treffen zwischen Abbas und Peres
Montag, 15. August 2011
Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat sich viermal im Geheimen mit Präsident Schimon Peres getroffen. Es sollte auch noch ein fünftes Treffen stattfinden, welches aber von Peres abgesagt wurde, so behauptet Abbas. Bei den Treffen sollten die eingefrorenen Friedensverhandlungen wiederbelebt werden, berichtete ein Beamter der Palästinensischen Autonomiebehörde am Wochenende auf Ynet. Abbas wurde zitiert, als er bei einem Treffen der Fatah verkündete: „Ich habe Schimon Peres viermal in Amman und in London getroffen, um die Verhandlungen wiederaufzunehmen und dem Friedensprozess endlich ein richtiges Fundament zu geben.“
Seltener Sommerregen in Tel Aviv
Montag, 15. August 2011
Im Zentrum Israels konnten die Menschen am frühen Sonntagmorgen einen leichten Regenschauer erleben. In und um Tel Aviv war der Regen zu spüren. Der Niederschlag dauerte jedoch nicht lange an und die paar Tropfen wurden schnell von der völlig ausgetrockneten Erde aufgesogen. Israelis hoffen nun, dass dies ein Zeichen dafür war, dass der kommende Winter viel Regen bringen wird. Israel hat eine sieben Jahre-lange Dürre hinter sich, die den jüdischen Staat gezwungen hat, im Sommer schon das Wasser zu rationieren. Die Dürre hat unwiderrufliche Schäden im See Genezareth angerichtet, wo Israels Hauptquelle für frisches Wasser liegt.
Israelische Software schützt Kinder vor Missbrauch im Internet
Montag, 15. August 2011
Die „United Parents“ – Software (dt. „Vereinte Eltern“) einer israelischen Firma hilft Eltern dabei, ihre Kinder vor Internetmissbrauch und kriminellen Elementen zu bewahren. Die Software kann umsonst auf den Computer des Kindes heruntergeladen werden und sendet automatisch eine Email an die Eltern, sollte Kontakt zu verdächtigen Menschen oder Aktivitäten hergestellt worden sein. Auch der Internet-Chat kann von der Software überwacht werden. Auf der Webseite von „United Parents“ werden die Eltern darüber hinaus auch beraten, wie sie sich in einem Fall von Internetmissbrauch verhalten können.
Kurznachrichten
Montag, 15. August 2011
+++ Der chinesische Armeechef, General Chen Bingde (im Bild links), hat Israel auf persönliche Einladung seines israelischen Amtskollegen Generalleutnant Benny Gantz hin besucht. Bingde traf am Sonntagabend ein und ihm zu Ehren wurde ein Abendessen veranstaltet. Der General wird mit hohen Generälen des israelischen Militärs zusammentreffen sowie das Trainingsgelände für den Häuserkampf im Süden des Landes besuchen. Des Weiteren steht eine Besichtigung der Klagemauer und der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem an.+++ Am Dienstag wird eine weitere Maschine mit 360 Neueinwanderern aus Nordamerika auf dem Ben-Gurion-Flughafen landen. An Bord des Jumbojets werden um die 400 junge Menschen sein, die nach Israel einwandern wollen, um hier ihren Militärdienst zu leisten.
Vorträge von Ludwig Schneider in der Schweiz
Montag, 15. August 2011
Ludwig Schneider spricht heute, am Mo. 15. August 2011, um 20.00 Uhr in CH-3250 Lyss,
Hotel Weisses Kreuz, Marktplatz 15, P. Bonsack, Tel.: 032-3925165/079-6071207.
Thema: "Was verbindet Israel und die Schweiz?" (15 Min.)
"Was wird aus dem neuen Nahen Osten und Israel?" (Teil 2)

Unbemannte Dronen bewachen die Gasförderplattformen
Freitag, 12. August 2011
Um Angriffen der Hisbollah auf die Gasförderplattformen vor der Küste vorzubeugen, hat die israelische Luftwaffe unbemannte Dronen eingesetzt. Diese sollen Aufklärungsflüge durchführen und somit Bedrohungen aufspüren. Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit dem Libanon über den Verlauf der Seegrenze zwischen Israel und dem nördlichen Nachbarland. Bei der Marine wurde bereits ein Einsatzplan zum Schutz der Gasfelder vor der Küste ausgearbeitet und die Entscheidung, Dronen einzusetzen, wurde getroffen, um diese rund um die Uhr zu überwachen. Die Hisbollah hatte Israel gedroht, alle ihr zu Verfügung stehenden Mittel zur Verteidigung der libanesischen Hoheitsgewässer einsetzen zu wollen.
Drogenschmuggel am Ben-Gurion-Flughafen aufgedeckt
Freitag, 12. August 2011
Eine Röntgenaufnahme am Ben-Gurion-Flughafen hat 2,5 Kilogramm flüssiges Kokain in den Mägen von zwei bolivianischen Touristen offenbart. Die Drogen haben einen Wert von etwa 140.000 Euro und wurden von dem Pärchen, das aus Bolivien in Tel Aviv landete, in 85 Kondomen im Magen geschmuggelt. Der 43-jährige Mann und seine 25-jährige Komplizin haben die Aufmerksamkeit der Sicherheitskräfte geweckt und wurden von den Flughafen-Detektiven befragt. Dann wurden sie in die Drogenabteilung der Tel Aviver Polizei gebracht und dort vernommen.
Kurznachrichten
Freitag, 12. August 2011
+++ Im Zentrum der „Zeltstadt“ auf dem Rothschild-Boulevard in Tel Aviv wurde eine antike Guillotine (Bild) aufgestellt. Dieses besondere Symbol der französischen Revolution bildet derzeit neben den Massen an Zelten die Hauptattraktion in dem Protest für soziale Gerechtigkeit. Dazu versammelten sich die Menschen mit weißen Masken und riefen Sprechgesänge wie „Bauunternehmer sind Teil des organisierten Verbrechens!“. +++ Jüdische Freiwillige der Organisation „Schomrim“ (dt. Beschützer) haben sich dem Scotland Yard in London angeschlossen und einige der Übergriffe der Aufständischen in der englischen Hauptstadt vereitelt. Die Helfer passen dort auf, wo die Polizei nicht stationiert ist. „Uns ist aufgefallen, dass Aufstände immer dort beginnen, wo keine Polizeipräsenz ist. Wir wollen die Angriffe im den Anfängen stoppen“, so Gary Ost, Präsident der Schomrim in Nord-West-London. Im Durchschnitt sind die freiwilligen Helfer bei täglich 300 Fällen von Einbruch, Diebstahl bis hin zu vermissten Kindern zur Stelle. Die Organisation ruft darüber hinaus auch Mitglieder der dortigen jüdischen Gemeinde zur Hilfe auf. Die meisten der Freiwilligen gehen tagsüber normalen Jobs nach und in der Nacht streifen sie durch die Straßen. „Seit dem Wochenende habe ich kaum geschlafen, aber ich trage eine Verantwortung gegenüber meiner Gemeinde und sie muss sicher sein“, sagte Ost.
Schabbat-Lesungen und Kommentar
Freitag, 12. August 2011
"WaEtchanan – Und ich flehte“ 5. Mose 3,23 bis 7,11; Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 40,1-26


Kommentar:
Nachdem wir jetzt die drei Trauerwochen hatten, beginnen nun die „Sieben Trostwochen“ bis zu Rosch HaSchana, dem Neujahr! (angefangen mit unserem Schabbat „Nachamu – Tröstet!“ aus Jesaja 40,1)
. Unsere Schabbatlesung „Wa’Etchanan“ beginnt mit einem bewegenden Flehgebet Moses mit der Bitte, ihn doch – trotz seiner Sünde mit dem Felsenschlag - ins gelobte Land hineinzulassen. Er habe doch so auf diesen Moment gehofft. „Ich möchte doch hinüberziehen und das gute Land sehen, das jenseits des Jordan (liegt), dieses gute Bergland...“
Vorträge von Ludwig Schneider in der Schweiz
Freitag, 12. August 2011
Sa. 13. August 2011, um 20.00 Uhr in CH-3534 Signau
, Christliches Begegnungszentrum, Im Hasli, E. Batzli, Tel.: 034-4971073.
Thema: "Der neue Nahe Osten und Israel"

Vorträge organisiert durch EDU+UDF Kanton Bern
So. 14. August 2011, um 20.00 Uhr in CH-4500 Solothurn,
Hotel Roter Turm, Hauptgasse 42, P. Bonsack, Tel.: 032-3925165/079-6071207.
Thema: "Was verbindet Israel und die Schweiz?" (15 Min.)
"Was wird aus dem neuen Nahen Osten und Israel?" (Teil 1)
Neue Terrorvereinigung in Gaza
Donnerstag, 11. August 2011
Eine terroristische Gruppe mit Verbindung zu einer Splitterpartei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Judäa und Samaria hat sich im Gazastreifen organisiert. Die Gruppe nennt sich Ansar Al-Mujahadeen und behauptet, tausende Anhänger zu haben. Der vorherige Name der Vereinigung war Kata’eb Al-Mujahadeen und unter diesem Namen hat die Gruppe die Verantwortung für zahlreiche Terrorattacken in Israel in den Jahren 2009 und 2010 übernommen. Israelischen Sicherheitskräften zufolge ist die Gruppe Teil der Salafi-Bewegung, die alle arabischen Regime mit einem islamischen Kalifat, einer religiösen Regierung, ersetzen wollen.
Neues Fünf-Sterne-Hotel in Gaza
Donnerstag, 11. August 2011
Diese Woche wurde das erste Fünf-Sterne-Hotel „Arcmed Al-Mashtal“ im Gazastreifen eröffnet. Die palästinensische Investmentgesellschaft Padico hat die Planung und den Bau durchgeführt. Die Firma wird von Milliardär Munib Al-Masri kontrolliert. „Es war riskant, aber wir brauchen Veränderung in Gaza“, so sein PR-Manager Shadi Agha. Das Problem derzeit sind die ausbleibenden Gäste. Nur 10 Bewohner residieren im Moment in dem Luxushotel, davon sind die meisten westliche Gesandte von Hilfsorganisationen oder Gaza-Bewohner in den Flitterwochen.
Neue Bauprojekte in Ostjerusalem
Donnerstag, 11. August 2011
Innenminister Eli Yishai (im Bild links) hat dem Bau von tausenden neuen Wohnungseinheiten in Jerusalem bestätigt, die Hälfte davon jenseits der grünen Linie. Ynethat am Donnerstag berichtet, dass 1.600 Einheiten in der Nachbarschaft Ramat Schlomo, 700 in Pisgat Zeev und 2.000 in Givat HaMatos errichtet werden sollen. Quellen aus dem Innenministerium haben verlauten lassen, dass Yishai die Projekte als Lösung für Jerusalems missliche Wohnungslage sieht. Darüber hinaus sind ähnliche Projekte mit 7.000 Wohnungseinheiten in Haifa geplant.
Kurznachrichten
Donnerstag, 11. August 2011
Einige 100 Protestler in Holon in der Nähe von Tel Aviv haben am Mittwoch Möbel und Autoreifen auf einer der Hauptstraßen in Brand gesteckt. In der „Zeltstadt“ in Holon leben zahlreiche Israelis aus der unteren Klasse, die nun Gerechtigkeit und die finanzielle Hilfe der Regierung fordern. „Wir werden uns keinen Schritt bewegen, bevor wir keine Hilfe bekommen“, war in Sprechchören zu hören.
Tausende Juden an der Klagemauer
Mittwoch, 10. August 2011
Am Trauer- und Fastentag – Tischa Be´Aw – am Dienstag zum Gedenken an die Zerstörung der beiden Tempel hat es wieder tausende Juden zu den Überresten des Tempels, der Klagemauer, hingezogen. Dieser Tag vereint alle jüdischen religiösen Strömungen und an der Mauer und auf dem Vorplatz wird die Tragödie der Tempelzerstörung betrauert. Französische Juden sitzen mit orthodoxen Juden zusammen und lesen gemeinsam die Klagelieder Jeremias und die Kinot-Trauergesänge. Sicherheitstruppen und Ordner an der Klagemauer haben gemeinsam für Ordnung und Sicherheit gesorgt. Der Klagemauer-Rabbiner Shmuel Rabinowitz meinte, dass die Truppen besonders wachsam seien, da diesmal der Tischa Be´Aw-Gedenktag mit dem moslemischen Ramadan-Fastenmonat zusammenfällt. Gilad Maayan, ein orthodoxer Mann aus Tel Aviv hat vorgeschlagen, dass dieser Fastentag auch in der „Protest-Zeltstadt“ der Metropole und in den anderen Städten eingehalten werden sollte. Dem haben sich viele der protestierenden Menschen angeschlossen. In den Gemeinschaftsküchen wurden die Messer und Gabeln für einen Tag niedergelegt. „Diese Protestaktion findet nicht ohne Grund gerade jetzt statt. Der jüdische Staat wurde einst aufgrund sozialer Ungerechtigkeit zerstört – genau dagegen protestieren wir heute hier“, so Maayan.
Handelsbeziehungen zwischen Israel und Jordanien verschlechtern sich
Mittwoch, 10. August 2011
In Israel besteht die Sorge, dass sich die Beziehungen zu Jordanien durch den Einfluss von Gegnern einer Normalisierung verschlechtern. Bestimmte Elemente sind seit Jahresbeginn 2011 aktiv in Israels Nachbarland geworden und versuchen, die Firmen, die mit Israel Handel betreiben, in die Knie zu zwingen. Seit dem Unterzeichnen des Friedensvertrages zwischen Israel und Jordanien gibt es Stimmen, die sich dagegen aussprechen. Aber in den letzten Monaten sind diese immer lauter geworden und stellen so eine Bedrohung für die Handelsbeziehungen der beiden Länder dar. Letzte Woche hat die Versicherungsgesellschaft, zuständig für die Fahrzeuge der israelischen Botschaft in Amman bestätigt, dass die Zusammenarbeit durch den Druck bestimmter Elemente abgebrochen werden müsse. Nun sucht die Botschaft fieberhaft nach einem Ersatz. Dazu kommt, dass seit Januar der Export landwirtschaftlicher Produkte nach Jordanien um 25-30 % gesunken ist.
Kurznachrichten
Mittwoch, 10. August 2011
+++ Der neue amerikanische Botschafter in Israel Dan Shapiro hat vergewissert, dass der derzeitige wirtschaftliche Zustand der USA die Beziehungen zu Israel nicht gefährden werden. Die USA fühlen sich weiterhin Israels Sicherheit verpflichtet, so sagte er auf einer Besichtigungstour der israelischen Iron Dome-Systeme in Aschkelon. Shapiro, ein enger Vertrauter von Präsident Barack Obama, sagte weiterhin, dass die Vereinigten Staaten alles daran legen werde, um Konfrontationen im September zu vermeiden beziehungsweise den Antrag der Palästinenser in der UN abzuweisen. Bild: Shapiro beim Besuch einer Stellung der "Eisernen Kuppel"-Raketenabwehr bei Ashkelon. +++ Präsident Peres sagte bei einem Treffen mit demokratischen Mitgliedern des Kongress der USA, dass er an einen Frieden mit den Palästinenser noch immer glaube. In seiner Residenz erzählte er seinen amerikanischen Besuchern, dass er in Kontakt mit palästinensischen Offiziellen stände. Peres fügte hinzu, dass sich die Palästinenser selbst nicht sicher seien, ob der Antrag auf einen eigenen Staat bei der UN im September der richtige Schritt sei. +++ Zehn Tage bevor die neue Jerusalemer Straßenbahn den Betrieb aufnehmen soll, hat die Firma City Pass, die die Bahnen betreibt, verkündet, dass 20 der 100 Ampeln auf dem Weg erneuert wurden. Die Straßenbahn hat an jeder dieser Kreuzungen Vorfahrt. Ohne die erneuerte Verkehrsbeleuchtung würde die Bahn in der Rushhour dreimal so lange unterwegs sein. +++
Erdbeben an der Küste Israels
Montag, 8. August 2011
Am Sonntag, gegen 11.55 Uhr, erschütterte ein Erdbeben die Küste Israels, dessen Auswirkungen bis nach Gaza hin gespürt werden konnten. Das als selten und ungewöhnlich eingestufte Erdbeben hatte eine Stärke von 4,3 auf der Richter-Skala. Niemand wurde verletzt und es richtete auch keinen Schaden an. Auf der unabhängigen Erbeben-Webseite (www.earthquake-report.com) wurde gemeldet, dass es sich bei dem Epizentrum des Bebens um ein bisher unbekanntes Gebiet für Erdbeben handele. Es lag in 10 km Tiefe und 71 km nordwestlich von Tel Aviv und 80 km südwestlich von Haifa. Aus Haifa meldete eine Person, dass sie ein leichtes Rütteln verspürt habe. In Petah Tikva soll sich ein Tisch für 10 Sekunden lang bewegt haben und auch in Netanja habe es leicht Erschütterungen gegeben.
Liebermann sieht beispiellose Gewalt im September voraus
Montag, 8. August 2011
Außenminister Avigdor Liebermann ist davon überzeugt, dass es im September zu Gewaltausbrüchen kommen werde, die der Nahe Osten noch nicht gesehen hat. Am Sonntag sagte er in einem Interview mit einem Reporter in der Knesset, dass die Palästinensische Autonomiebehörde Märsche, Gewalt und Blutvergießen einplant, wenn sie im September ihren Antrag auf einseitige Staatsgründung bei der UN einreichen wird. „Die Entscheidung der UN für einen palästinensischen Staat wird die Beziehungen mir der Autonomiebehörde durchtrennen. Man kann nicht mit einer Hand Kontakte halten und mit der anderen die Verteidigungsbeamten in Den Haag verurteilen. ‚Es get nischt‘ sagt man in Jiddisch“, so Liebermann. Obwohl Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas sich für einen gewaltlosen Kampf im September ausgesprochen hat, sagte Liebermann, dass die Palästinenser zwar über diplomatische Schritte sprechen, aber insgeheim viel Blutvergießen in Kauf nehmen.
Sind Fatah und Hamas sich einig?
Montag, 8. August 2011
Die Delegationen der Hamas und der Fatah haben sich am Sonntag in Kairo getroffen und die Realisierung des Versöhnungsabkommen, dass beide Seiten im April unterzeichnet haben, zu diskutieren. Die Fatah wurde dabei vom Mitglied des Zentralkomitees Azzam Al-Ahmad und die Hamas vom stellvertretenden Chef des Politbüros Dr. Mousa Abu Marzouk vertreten. Nach dem langen Treffen haben sich beide Parteien auf die Freilassung aller im Gazastreifen und im sogenannten Westjordanland inhaftierten politischen Gefangenen geeinigt. Dies wird von beiden Seiten als Freundschaftsgeste angesehen. Hamas und Fatah wollen dazu ein gemeinsames Komitee gründen, welches sich auf die Wiederinbetriebnahme von Institutionen, die geschlossen wurden, als die Hamas den Gazastreifen übernommen hat, konzentrieren wird. Dieses Komitee wird auch die Ausstellung und Erneuerung palästinensischer Pässe übernehmen. Die palästinensischen Fraktionen tun sich schwer, ihre historische Versöhnung im Westen verständlich zu machen, so schrieb Ynet am Montag. Laut dem Artikel hat die Versöhnung nur den Zweck der einseitigen Staatsausrufung im September.
Juli 2011: Stärkster Monat für Ben-Gurion-Flughafen
Montag, 8. August 2011
Der vergangene Monat Juli war der seit der Geschichte des Ben-Gurion-Flughafens der bisher geschäftigste Monat, so teilte die Israelische Flughafenbehörde (IAA) mit. Etwa 1,365 Millionen Passagiere haben den internationalen Flughafen passiert, einschließlich Landungen und Starts, Touristen und Israelis – so gab es einen Anstieg um 15% im Vergleich zum Juli 2010. Entsprechend den Angaben der IAA wird erwartet, dass dieser Sommer der Geschäftigste aller Zeiten sein wird, mit einer Abfertigung von insgesamt 2,83 Millionen Passagieren. Der Tag mit dem meisten Verkehr am Flughafen war Donnerstag, der 28. Juli, an dem 61.091 Passagiere und 373 Flüge abgefertigt wurden.
Kurznachrichten
Montag, 8. August 2011
+++ Heute Abend beginnt der Trauer- und Fastentag über die Zerstörung der beiden Tempel, der Tischa Be Aw, der bis morgen Abend andauert. Wir melden uns am Mittwoch wieder. +++ Vier Mörsergranaten aus dem Gazastreifen sind vergangene Nacht im westlichen Negev eingeschlagen. Eine von ihnen ist nahe einem Kibbuzzaun explodiert und hat ihn beschädigt, die anderen drei sind auf offenem Gelände eingeschlagen. +++ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat US-Präsident Barack Obama und dem amerikanischen Volk sein Beileid für die dreißig in Afghanistan getöteten US-Soldaten ausgesprochen. „Das israelische Volk neigt das Haupt im Gedenken an die Menschen, die für Freiheit und gegen globalen Terror gekämpft haben.“ +++ 81 US-Kongressmitglieder (etwa 20 % des Repräsentantenhauses) werden in den nächsten drei Wochen Israel besuchen. +++ Chen Bingde, der Generalstabschef der chinesischen Volksarmee, wird nächste Woche Israel als Gast seines israelischen Amtskollegen Benny Gantz besuchen. Dies ist der erste Aufenthalt eines chinesischen Armeechefs in Israel.
Gefängnisse zu voll
Freitag, 5. August 2011
Israels Strafanstalten sind überbelegt. Deshalb wurden am Donnerstag entsprechend den neuen Richtlinien über den Raum dem jeden Häftling zugeteilt ist, etwa 800 Häftlinge freigelassen, die wegen verschiedener Straftaten inhaftiert waren. Unter diesen 800 befanden sich auch 200 Sicherheitshäftlinge – hauptsächlich Araber – die wegen Terroraktivitäten bestraft wurden. Auch Scheich Hassan Yousef, ein Gründer der Hamas und einer der Top-Anführer in Judäa und Samaria derbei der Planung von vielen Anschlägen der Terrororganisation in der Region half, wurde entlassen, denn in zwei Monaten wäre seine sechsjährige Haftstrafe abgelaufen. Er ist der Vater von Mosab Hassan Yousef, der im Jahr 2010 als Undercover-Informant für den Shin-Beth Sicherheitsdienst im Gazastreifen tätig war. Die Höchstzahl von Straftätern die in den Haftanstalten zu jeder gegebener Zeit inhaftiert sein dürfen, darf die Zahl von 17.700 Personen nicht überschreiten.
Reaktion auf Raketen: Bomben auf Terrorziele
Freitag, 5. August 2011
Die Luftwaffe hat am frühen Freitag morgen fünf Terrorziele angegriffen. Dies gilt als Reaktion auf den unaufhörlichen Beschuss mit Raketen aus dem Gazastreifen. Vier Terrortunnel sowie ein Terroristenausbildungscamp im mitteleren Gazastreifen wurden mit Präzisionsbomben angegriffen und zerstört. Menschen wurden dabei nicht verletzt. Von den Palästinensern wurde mitgeteilt, dass einige Häuser in Khan Junis in Flammen stehen. Gestern sind zwei Grad-Raketen in Israel eingeschlagen, eine bei Kiriat Gat, dass 35 km vom Gazastreifen entfernt liegt, sowie eine bei Ashkelon.
Neue Wohnungen in Har Homa
Freitag, 5. August 2011
Das Innenministerium gab am Donnerstag bekannt, dem Verkauf und dem Bau von 930 Wohnungen im Har Homa-Stadtviertel Jerusalems zugestimmt zu haben. Schon vor zwei Jahren war das Projekt von der lokalen Behörde bestätigt worden, darf aber erst ab jetzt die Wohnungen anbieten. 20 % dieser Wohnungen sollen kleine Einheiten sein, die sich besonders für junge Familien eignen. Die Zimmeranzahl wurde jedoch nicht bekanntgegeben. Zu Journalisten sagte Minister Eli Ishai, dass in Jerusalem und im ganzen Land weiter Wohnungen gebaut werden würden. "Das Wohnungsproblem ist eine ernsthafte Angelegenheit und wir werden nicht aufhören neue Projekte zu bauen" so Ishai.
Kurznachrichten
Freitag, 5. August 2011
+++ Benjamin Ben Elieser, Minister für Industrie und Handel sagte gegenüber dem Militärradio, dass er dem ehemaligen Präsidenten Ägyptens angeboten hatte, Asyl in Eilat zu suchen. Mubarak habe dieses Angebot jedoch abgelehnt und gemeint, dass er seinen Lebensabend in Ägypten verbringen wolle. +++ Der Vizegeneraldirektor des Außenministeriums für Südamerika und die Karibik, Dorit Shavit, lud den Botschafter von Honduras zu einem Aufklärungsgespräch ins Außenministerium ein, nachdem bekannt wurde, dass auf der offiziellen Webseite des Präsidenten von Honduras steht, dass Präsident Porfirio Lobo dem palästinensischen Außenminister die Unterstützung seines Landes bei der UNO für die einseitige Staatsgründung zugesprochen hat.
Schabbat-Lesungen
Freitag, 5. August 2011
„Devarim – Die Worte“ 5. Mose 1,1 bis 3,22;
Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 1,1-27

Auszug:
Das sind die Worte die Mose redete zum ganzen Israel jenseit des Jordans in der Wüste, auf dem Gefilde gegen das Schilfmeer, zwischen Pharan und Tophel, Laban Hazeroth und Disahab. Elf Tagereisen von Horeb, durch den Weg des Gebirges Seir, bis gen Kades-Barnea. Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monats, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der HERR an sie geboten hatte, nachdem er Sihon, den König der Amoriter, geschlagen hatte, der zu Hesbon wohnte, dazu Og, den König von Basan, der zu Astharoth und zu Edrei wohnte.
Peres empfängt neuen deutschen Botschafter
Donnerstag, 4. August 2011
In einer offiziellen Zeremonie hat Präsident Shimon Peres am Mittwoch in den neuen Botschafter Deutschlands in Israel, Andreas Michaelis, seiner Jerusalemer Residenz empfangen. Peres sagte, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel sehr speziell, eng und bedeutungsvoll seien. Dabei handelt es sich nicht nur um die allgemeinen diplomatischen Beziehungen sondern um eine lange Geschichte, zahlreiche Gefühle und Hoffnungen, die sich darin vereinen. Michaelis seinerseits dankte Peres für den warmherzigen Empfang und überbrachte Grüße von Präsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel. „Es ist meine Absicht, die speziellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern weiterzuführen und auch zu einem Frieden in der Region beizutragen.“
Fortschritt in den Verhandlungen mit der Ärztekammer
Donnerstag, 4. August 2011
Der Vorsitzende der Ärztekammer, Dr. Leonid Eidelmann (l.), hat seinen Hungerstreik beendet. Nach 121 Tagen der längsten Gesundheitskrise, die Israel je gesehen hat, haben das israelische Schatzamt und die Repräsentanten der Ärzte, sowie die Krankenhäuser und Krankenkassen „einen signifikanten Fortschritt in den Verhandlungen“ erreicht, so berichtete Ynet am Mittwoch. Dr. Eidelmann gab bekannt, dass den meisten seiner Forderungen stattgegeben wurde. Es sollen neue 1000 Stellen für Ärzte in öffentlichen Krankenhäusern in ganz Israel geschaffen werden, um die Mediziner und das Krankenpersonal zu entlasten. Dies soll innerhalb der nächsten zwei Jahre geschehen.
Keine Gewaltausbrüche im September?
Donnerstag, 4. August 2011
Einem Bericht des Knessetkomitees für Äußere Angelegenheiten und Verteidigung vom Mittwoch zufolge erwartet Israel nicht, dass die Palästinenser im September Gewalt ausüben werden. Der interne Report aus der Knesset besagt, dass Israel nicht daran glaubt, es werde aufgrund der UN-Entscheidung bezüglich eines palästinensischen Staates zu Ausschreitungen seitens der PA kommen. Der israelische Geheimdienst hat in dem Bericht weiter bestätigt, dass den Palästinensern klar sei, dass sie mit Gewalt nicht den gewünschten Zweck erreichen werden.
Militärbericht resümiert Angriffe auf Israel im Juli
Mittwoch, 3. August 2011
Einem israelischen Militärbericht von Mittwoch zufolge gab es im Juli mehr als 20 Angriffe auf Israel aus dem Gazastreifen, viermal so viele wie im Juni dieses Jahres. Außerdem wurden 25 Terroranschläge auf Bürger in Judäa und Samaria im Juli verübt. Die Lieblingswaffe der Terroristen im sogenannten Westjordanland, angeführt vom Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, sind Brandbomben, auch bekannt als Molotowcocktails. Der Bericht der israelischen Armee hat jedoch die über 20 Fälle von Brandstiftung in den letzten Wochen durch Bewohner arabischer Dörfer nicht mit einbezogen.
Neues Radio für Palästinenserpolizei?
Mittwoch, 3. August 2011
Die palästinensische Polizei im sogenannten Westjordanland will sich eine neue Radiostation einrichten. Dabei will sie sich am israelischen und jordanischen Militärradio orientieren. Die finanzielle Unterstützung dafür soll aus der Türkei kommen, so berichtete die Jerusalem Post. Ende des Jahres werde die Radiostation beginnen, direkt zu senden. Sie soll „Al-Hayat“ (dt. „Leben“) heißen, so sagte Brigadegeneral Yusef Ozriel, der Leiter für Medien der palästinensischen Polizei. Einige der Offiziere wurden schon nach Jordanien geschickt, um sich dort über die Abläufe und das Übertragen einer Radiosendung zu informieren. Auch am populären israelischen Militärradio „Galei Tzahal“ will man sich ein Beispiel nehmen.
Protestorganisatoren treffen Präsident Peres
Mittwoch, 3. August 2011
Die Leiter der Wohnungsprotestaktion sowie der Studentenvereinigung haben sich mit Präsident Shimon Peres in dessen Jerusalemer Residenz getroffen. Er wollte sich aus erster Hand über ihren Kampf und die Schwierigkeiten dabei informieren. Peres hat sich für ihr Kommen bedankt und gesagt, dass er in seiner Residenz für die Gefühle des Volkes immer ein offenes Ohr habe. „Eine echte und authentische Stimme steigt in dem Protest hervor, die soziale Gerechtigkeit, eine Änderung der Prioritäten und eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Mittelklasse, die den Großteil der Bürde der israelischen Wirtschaft trägt, fordert“, so Peres. Der Zelt-Protest im ganzen Land hat erstmals die tiefen Probleme der Mittelklasse aufgedeckt.
Kurznachrichten
Mittwoch, 3. August 2011
+++ Protestler haben am Mittwochmorgen die vielbefahrene Straße am Rothschildplatz im Jerusalemer Regierungsviertel blockiert. Die Polizei hat die Blockade durchbrochen und drei Demonstranten festgenommen. +++ Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich am Dienstag mit dem Vorsitzenden der Ärztekammer Dr. Leonid Eidelmann, der seit acht Tagen im Hungerstreik ist, getroffen. Das Treffen habe Quellen zufolge nicht zu einer Lösung der Gesundheitskrise beigetragen. +++ Am Dienstag wurde der in den USA inhaftierte israelische Spion Jonathan Pollard eilig zu einer Operation in einem zivilen Krankenhaus in der Nähe des Butner-Gefängnisses gebracht, nachdem sich sein Gesundheitszustand in den letzten Tagen deutlich verschlechtert hatte. Anscheinend haben sich Nierenprobleme gehäuft. Esther Pollard bittet die Bevölkerung in Israel und die Menschen weltweit, für Jonathans Genesung zu beten.
Militär vermutet neue Intifada mittels Brandstiftung
Dienstag, 2. August 2011
Gemäß einem Bericht der Yediot Achronot vom Dienstag kam es in den letzten Wochen im sogenannten Westjordanland zu 20 Vorfällen von Brandstiftung. Die Brände im Gebiet des biblischen Judäa und Samaria wurden laut der israelischen Polizei von Bewohnern der dortigen arabischen Dörfer gelegt. Sechs Verdächtige wurden in den letzten Wochen dort verhaftet, alle von ihnen stammen aus arabischen Dörfern. Experten der nationalen Sicherheit vermuten, dass die Palästinenser über Aufstände und das Werfen von Steinen hinweg seien und nun die Brandstiftung als neusten Weg gefunden haben, um Schaden anzurichten. Sie würden kleinere Feuer legen, die dann von der Hitze und dem Wind automatisch vergrößert werden.
Peres sagt Treffen mit Abbas ab
Dienstag, 2. August 2011
Präsident Schimon Peres hat am Montag ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas abgesagt. Dieser befand sich gerade auf dem Weg nach Amman, um sich dort mit Peres zu treffen, als er die Nachricht von einem seiner Unterhändler Nabil Shaath erhielt, so berichtete Shaath im Militärradio am Dienstag. Abbas und Peres seien langjährige Freunde, sagte Shaath, und Peres wollte zum Zeitpunkt der Vereinbarung des Termins etwas Wichtiges mitteilen, was die Verhandlungen wieder ins Rollen hätten bringen können. Peres wolle jedoch das Vertrauen zwischen sich und Abbas nicht trüben und könne keine neuen Nachrichten über Fortschritte seitens der Regierung von Ministerpräsident Netanjahu überbringen.
Rechte Aktivisten aus Samaria verbannt
Dienstag, 2. August 2011
In einer gemeinsamen Operation der israelischen Polizei und dem Sicherheitsdienst Schin Bet wurde zwölf rechten jüdischen Aktivisten aus der Ortschaft Jitzhar in Samaria ein Aufenthaltsverbot erteilt. Die Zeitspannen des Banns sind bei allen unterschiedlich. Sechs von ihnen dürfen bestimmte Siedlungen nicht betreten, drei wurden ihrem eigenen Wohnort Jitzhar verwiesen und drei dürfen sich nicht in Samaria aufhalten. „Diese Verbannungen wurden nach einer Informationssammlung des Geheimdienstes Schin Bet über die besagten Personen erteilt.
Kurznachrichten
Dienstag, 2. August 2011
+++ In Berlin haben sich am Montag 30 dort lebende Israelis vor der israelischen Botschaft versammelt. Sie protestieren gegen die hohen Wohnungspreise in Israel und zeigen somit Solidarität mit ihren Landsleuten. Dies ist die erste Gruppe von Israelis, die im Ausland aus Protest ein Zeltlager aufgebaut hat. Viele Israelis leben in Berlin, weil die Lebenskosten dort weitaus günstiger sind als in ihrem Heimatland. +++ Der Gouverneur der Bank of Israel, Stanley Fisher, der als weltweit bester Banker gilt, weil er Israel unbeschadet durch die internationale Finanzkrise brachte, sagte: „Es gibt keine Ideallösung des Problems der zu hohen Mieten und Lebenskosten. Würde man auf alle Forderungen der Demonstranten eingehen, hätte Israel ein Arbeitslosenproblem wie in den USA und Europa mit Hartz IV-Dramen. Israel importiert zu viele ausländische Produkte, das verteuert die Lebenskosten.“ +++ Der Militärsprecher hat am Dienstag mit mitgeteilt, dass die Luftwaffe in der Nacht verschiedene Terrorziele im Gazastreifen angegriffen hat, einschließlich einen Schmuggeltunnel im Süden und ein Terrorzentrum im Norden. Dieser Angriff wurde als Reaktion auf den Abschuss einer Kassamrakete auf den Süden Israels durchgeführt, die am Montagabend in offenem Gelände der Region Chof Aschkelon einschlug. Dabei wurde eine 50-jährige Beduinenfrau mittelschwer durch Splitter der Rakete verletzt.
Schusswechsel an der Libanesischen Grenze
Montag, 1. August 2011
Vergangene Nacht wurde eine israelische Patrouille entlang der libanesischen Grenze in der Nähe des Hazbani-Flusses von einem libanesischen Soldaten durch Gewehrfeuer angegriffen. Die Soldaten erwiderten das Feuer und verletzten den Soldaten, so libanesische Medien. Keiner der israelischen Soldaten wurde verletzt. Die Militärführung hat sich bei den im Südlibanon stationierten UNIFIL-Truppen beschwert und mitgeteilt, nicht an einer Eskalation zwischen den beiden Staaten an der Grenze interessiert zu sein.
Ayalon schlägt öffentliche Gespräche vor
Montag, 1. August 2011
In einer Pressemitteilung aus dem Büro des stellvertretenden Außenministers Danny Ayalon hieß es, dass „die Palästinenser nur einseitig verhandeln können“. Damit hat Danny Ayalon am Sonntag seine Verwunderung darüber ausgedrückt, dass der palästinensische Vermittler Saeb Erekat eine öffentliche Verhandlung ablehne. Zuvor hatte Ayalon vorgeschlagen, alle Gespräche bezüglich des Israelisch-Palästinensischen Konflikts in Zukunft öffentlich zu debattieren. Dies geschah nachdem Erekat das kürzlich veröffentlichte YouTube-Video: „Die Wahrheit über das Westjordanland“ des stellvertretenden Außenministers als „einen verfälschten Bericht über Geschichte und internationales Recht“ bezeichnet hat. Danny Ayalon YouTube Kanal „Erekat ist ja eigentlich daran gewöhnt, der Welt zu erzählen, dass Israels Politik illegal und entgegen dem internationalen Recht seien. Ich habe ihm die Chance gegeben, öffentlich zu debattieren und das lehnte er ab“, so Ayalon in der Mitteilung.
Die Linken geben zu: Säkularer Staat ist Hintergrund der Proteste
Montag, 1. August 2011
Yair Lapid, der eine neue Partei gegründet hat, hat den wahren Grund für die Proteste in ganz Israel bekannt gegeben - ein säkularer Staat. Seine neue Partei wird in den nächsten Knesset-Wahlen antreten. Am Sonntag sagte er Yediot Achronot, dass er Israels „größte Minderheit“ repräsentiere. „Israels säkulare Minderheit, schlägt jetzt zurück und verbündet sich mit den Ultra-Orthodoxen, die arbeiten wollen und mit denen, die nicht daran glauben, dass das Judentum nur auf einem Hügel in Samaria basiert“, sagte Lapid im Interview. Auch will er sich mit den Arabern zusammenschließen, die den Ersatzdienst zum Armeedienst leisten wollen. „Säkular“ sind für ihn alle, die sich nicht für streng religiös halten, aber eher traditionell eingestellt sind und einige der jüdischen Gesetze einhalten.
Kurznachrichten
Montag, 1. August 2011
+++ Die Frau des ehemaligen Ministerpräsident Israels, Jitzhak Shamir, Shulamit (r.), ist am Wochenende im Alter von 88 Jahren verstorben. Sie stammte aus Bulgarien und hat ihren Mann kennengelernt, als sie sich der Untergrundbewegung Lechi in den Jahren vor der Staatsgründung anschloss. +++ Militärexperten befürchten, dass Israel militärisch nicht ausreichend vorbereitet ist, sollte es im September zu Massenaufständen der Palästinenser kommen. Dies könnte passieren, wenn sie in der UNO ihren Antrag zur Anerkennung ihres Palästinenserstaates stellen. +++ Gestern Abend hat der Fastenmonat Ramadan begonnen, d.h. ab 4.30 Uhr morgens bis 19.45 Uhr abends müssen Moslems fasten. Die Kanone, die jeden Abend den Fastenabschluss mit einem lauten Knall ankündigt, steht in Jerusalem auf dem Hügel Golgatha neben dem Gartengrab. +++ 2.500 Ärzte forderten vor der Residenz von Ministerpräsident Netanjahu in Jerusalem, dass der seit 134 Tagen andauernde Kampf der Ärzte um bessere Arbeitsbedingungen endlich Gehör in der Regierung findet. Der Vorsitzende der Ärztekammer, Dr. Eidelman, ist schon sieben Tage im Hungerstreik.

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