News Archive

Juli 2011

Eltern protestieren gegen hohe Kosten für Kinder
Freitag, 29. Juli 2011
Tausende Mütter und Väter haben in Tel Aviv gegen die hohen Preise für das Aufziehen von Kindern in Israel demonstriert. Mit ihrem Nachwuchs im Kinderwagen sind sie den Ben-Zion Boulevard entlang marschiert. Am HaBima-Theater trafen sie dann auf die anderen Demonstranten, die dort zelten. Auf ihren Plakaten stand geschrieben: „Wen kümmern Raketen, wenn man kein Geld für Windeln und Babynahrung hat.“ Und „Nationale Sicherheit nützt nichts, wenn man keinen Platz im Kindergarten findet.“ Der Protest wurde von sechs Müttern via dem sozialen Netzwerk Facebook initiiert. Diese Mütter haben sich gegen die explodierenden Preise für Immobilien sowie die steigenden Kosten für Kinderbetreuung ausgesprochen. Die tägliche Betreuung in Israel kostet im Durchschnitt 600 Euro pro Monat pro Kind. Auch kritisieren sie die überdurchschnittlich vielen Ferien-und Feiertage in denen eine Betreuung in Anspruch genommen werden muss. Außer in Tel Aviv sind auch in Rischon leZion, Petach Tikwa, Beer Schewa, Aschkelon und vielen anderen Orten Eltern auf die Straße gegangen.
Israel unter den 15 Top-Patentanmeldern
Freitag, 29. Juli 2011
Das israelische Patentamt hat in seinem Bericht vom Jahr 2010 am Mittwoch veröffentlicht, dass Israel unter den 15 Top-Ländern mit den meisten genehmigten Patenten der Welt ist. Dieser Bericht ist der erste seiner Art und darin wurde bekannt gegeben, dass 40 Prozent der 7.266 Patentanträge im israelischen Patentamt im Jahr 2010 der Computer-und Elektroindustrie zuzuordnen waren. 30 Prozent waren Patente aus der Chemieindustrie. Neben den israelischen Patenten, kamen ein Drittel der Patentanträge, die das israelische Patentamt bearbeitete, aus den USA.
Philister-Altar auf dem Gebiet der antiken Stadt Gat gefunden
Freitag, 29. Juli 2011
Bei einer archäologischen Ausgrabung in der Nähe der Stadt Kiriyat Mal’achi ist ein Steinaltar aus der Eisenzeit (9. Jahrhundert v.d.Z.) gefunden worden. Archäologen gehen davon aus, dass sich an dem Ort der Ausgrabungen die aus der Bibel bekannte Philister-Stadt Gat befunden hat. Der Altar weist Ähnlichkeiten mit jüdischen Altären aus dieser Epoche auf und wirft so ein neues Licht auf die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Völkern, die sich über Jahrhunderte bekriegt haben. Das auffälligste Merkmal sind die beiden Hörner, die an der Vorderseite des Altars emporragen sowie eine Art Sims in seiner Mitte. Damit entspricht er in etwa den Beschreibungen des Altars im Ersten Tempel in Jerusalem, mit dem größten Unterschied, dass der Tempel-Altar vier Hörner hatte.
Kurznachrichten
Freitag, 29. Juli 2011
+++ Rabbi Elazar Abuchatzeira, ein bekannter und geachteter Rabbiner sowie der Enkel des berühmten Wunderrabbis Rabbi Israel Abuchatzera (Baba Salli) wurde in der Nacht vom Donnerstag zu Freitag von einem Besucher in seinem Haus mehrfach in die Brust gestochen. Auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb der Rabbi. +++ 150 Universitätsstudenten und Aktivisten sind am Mittwoch zum Wohnsitz von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu in Jerusalem marschiert. Mit der Aktion wollten auch sie ein Zeichen gegen Israels hohe Wohnpreise setzen. Die Demonstranten haben in Sprechchören darauf hingewiesen, dass Netanjahus Wohnung in Jerusalem, sein dritter Wohnsitz in Israel, nie von ihm genutzt werde und somit „zum Verkauf“ freigegeben werden könne. +++ Der französische Außenminister Alain Juppe hat in einer öffentlichen Erklärung des Ministeriums geäußert, dass Israel als der Nationalstaat der Juden anerkannt werden müsse. Nur so könne Frieden im Nahen Osten jemals zustande kommen. +++ Die Konferenz der europäischen Rabbiner hat beschlossen, jüdische Kindergärten in ganz Europa zu finanzieren. Einerseits sollen die Kindergärten traditionelle jüdische Werte übermitteln und andererseits auch die Gemeinden enger zusammenrücken. Rabbiner aus Deutschland, Ungarn, Russland und der Ukraine sind unter den Spendern. +++
Schabbat-Lesungen
Freitag, 29. Juli 2011
„Massej – Wanderungen“ 4. Mose 33,1 bis 36,13; Jeremia 2,4-28; 3,4

Kommentar:
Der Wochenabschnitt ist normalerweise eine doppelte Lesung (Matot-Massaj). Da wir uns jedoch im Schaltjahr befinden, wurden sie geteilt, und wir lesen nur die Lesung „Massaj“.
Kapitel 33 rekapituliert die Stationen der Wüstenwanderung. Mose dokumentiert die ganze Wanderroute von Halteplatz zu Halteplatz (hätte er doch nur den Routenplaner von Google gehabt). Angefangen am 15. Nissan (Abib-Monat; Pessach), dem Tag des Auszuges aus Ramses, „während die Ägypter ihre Toten (Erstgeborenen) beerdigen“. Von Ramses, laut 2. Mose 12,37 am Ufer des Nils gelegen, ging es nach Sukkot am nördlichen Golf am Suez-Kanal. Wir lesen von bekannten Orten wie Jotvata – heute ein Kibbutz nördlich von Eilat, wo es die gute Milch gibt – und Etzion-Gever, das heutige Eilat. Übrigens wurden einige dieser Routen von Forschern nachgezeichnet und zahlreiche Thesen, die diese Wüstenstationen betreffen, geäussert.
US-Steuergelder finanzieren palästinensischen Terror
Donnerstag, 28. Juli 2011
Es existieren zwei Säulen die die Idee des Terrors unter den Palästinensern wachhalten und das Morden von Juden zu einer üblichen Tätigkeit machen anstatt nur eine Randerscheinung. Die erste Säule ist die Glorifizierung derjenigen Palästinenser, die Juden getötet haben oder die bei dem Versuch ums Leben kamen. Dies ist unter den palästinensischen Kindern besonders apürbar, denn sie sind es gewohnt, dass ihre Schulen, Fussballteams und Sommercamps sind nach diesen angeblichen Helden benannt sind. Die zweite Säule ist, dass Wissen, dass wenn eine Person einen Terrorangriff überlebt, es für sie fast keine ernsthaften Konsequenzen geben wird sondern viel mehr Belonhungen. Die am meisten übliche Belohnung ist die, dass der Mörder oder zukunftiger Mörder zu Helden seines oder ihres Volkes erhoben werden. Was jedoch am meisten verlockend ist, dass der Terrorist und dessen Familie plötzlich deshalb in den Besitz von viel Geld kommt. Die Instandhaltung dieser Säulen und der damit verbundenen palästinensischen Terrorindustrie wird zu einem großen Teil durch die Steuergelder der amerikanischen Staatsbürger getragen. Itamar Markus von der Palestinian Media Watch erklärte führenden Personen des US-Kongresses wie die finanzielle Unterstützung der USA – Israels größter Verbündeter – seitens der Palästinenser zynischerweise dazu genutzt werden, zum Mord an israelischen Juden aufzurufen. Markus verdeutlichte, dass die palästinensische Autonomiebehörde riesige Summen für die Ehrung von Terroristen offiziell ausgibt. Weiter machte er darauf aufmerksam, was die meisten Nachrichtenagenturen ignorieren, dass die PA großzügige monatliche Gehälter an fast alle in Isrel inhaftierten Terroristen zahlt und deren Familien finanziell unterstützt.
Hamas lässt zwei mutmaßliche Spione hängen
Mittwoch, 27. Juli 2011
Die Hamas hat im Gazastreifen zwei Todesurteile vollstrecken lassen: Mahmoud Abu Qenas (51) und sein Sohn Rami (22) wurden gehängt. Die radikalen Islamisten warfen ihnen vor, für Israel spioniert zu haben. Menschenrechtsgruppen kritisierten die Todesurteile. Demnach sei der Prozess juristisch mangelhaft geführt und die Schuld der Angeklagten nicht zweifelsfrei festgestellt worden. Ein Sprecher des Innenministeriums in Gaza erklärte, die beiden Verurteilten hätten Israel mit Informationen versorgt. Dadurch hätten die israelischen Streitkräfte einen Anführer der Hamas und mehrere islamistische Kämpfer umbringen können.
Polizei räumt Protest-Zeltstadt in Tel Aviv
Mittwoch, 27. Juli 2011
Die Polizei hat am Mittwoch den Protestierern, die im Stadtpark von Tel Aviv eine Zeltstadt errichtet haben, Räumungsbescheide zugestellt. Die Räumung wurde vom Bürgermeister der Mittelmeer-Metropole angeordnet, da die Zelte ohne Genehmigung aufgestellt wurden. Die Zeltstadt in Tel Aviv war der Ausgangspunkt für eine landesweite Protestbewegung gegen überhöhte Wohnungspreise. Obwohl die Regierung am Dienstag verschiedene Maßnahmen angekündigt hatte, um günstigen Wohnraum zu schaffen, gingen die Proteste weiter. Demonstriert wurde in Jerusalem, Haifa, Tel Aviv, Ashdod und Bersheva. Dabei forderten die Demonstranten erneut den Rücktritt von Regierungschef Netanjahu.
Pollard bittet um Hilfe „bevor es zu spät ist“
Mittwoch, 27. Juli 2011
Der in den USA inhaftierte Israeli Jonathan Pollard hat sich mit dem israelischen Botschafter Michael Oren getroffen. Dabei bat der schwer Erkrankte darum, seinen Fall vor Präsident Obama zu bringen, „bevor es zu spät ist“. Pollard, Jahrgang 1954, war 1985 verhaftet und 1987 wegen Spionage für den israelischen Geheimdienst zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Oren war der erste offizielle Vertreter der Regierung Netanjahu, der Pollard im Gefängnis besuchte. Netanjahu hatte in einem Brief an Obama appelliert, Pollard nach mittlerweile 26 Jahren Haft aus humanitären Gründen freizulassen. Dessen Frau Esther ist ebenfalls schwer krank.
Nasrallah warnt Israel: Finger weg von unserem Erdgas!
Mittwoch, 27. Juli 2011
Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah hat Israel vor jedem Versuch gewarnt, sich Teile des Mittelmeeres anzueignen, die der Libanon beansprucht. Die Hisbollah sei besser ausgerüstet als je zuvor und bereit, es mit jeder Form von israelischer „Aggression“ aufzunehmen. Das sagte Nasrallah in einer Videobotschaft zum fünften Jahrestag des Zweiten Libanonkrieges, der im Juli 2006 ausgebrochen war. Hintergrund der Drohung sind die neu entdeckten Erdgasfelder vor der Küste, die sowohl von Israel als auch vom Libanon beansprucht werden. „Wir warnen Israel ausdrücklich davor, uns dieses Gebiet zu stehlen“, unterstrich der Hisbollah-Führer.
Massendemos zeigen Wirkung: Regierung kündigt drastische Reformen an
Dienstag, 26. Juli 2011
Israels Regierung hat einschneidende Reformen auf dem Wohnungsmarkt angekündigt. Dadurch sollen die Preise von einfachen Wohnungen für Studenten und junge Ehepaare deutlich sinken. Ministerpräsident Netanjahu reagierte damit auf die Massenproteste der vergangenen Tage. Angesichts der angespannten Situation im Land sagte er eine geplante Polenreise ab. Eine aktuelle Umfrage hat ergeben, dass 87 Prozent der Israelis die Protestaktionen unterstützen. Die Regierung will nun Wohnungsbaugesellschaften finanzielle Anreize bieten, wenn sie im Zentrum Israels Häuser zu günstigen Preisen verkaufen. Für solche Projekte will der Staat zudem Baugrund zu Sonderpreisen zur Verfügung stellen.
Chefunterhändler Erekat droht mit Auflösung der Autonomiebehörde
Dienstag, 26. Juli 2011
Wenn es der Palästinensischen Autonomiebehörde nicht gelingt, einen eigenen Staat zu gründen, sollte sie sich auflösen. Das hat der palästinensische Chefunterhändler bei den Verhandlungen mit Israel, Saeb Erekat (Bild), in einer Rede in Istanbul unterstrichen. Seine Warnung ging an die Adresse des jüdischen Staates und der USA: Sollte sich die Autonomiebehörde auflösen, wäre der Weg frei für eine Machtübernahme des sogenannten Westjordanlandes durch islamistisch-fundamentalistische Gruppen. Israel und die USA hatten sich gegen eine einseitige Ausrufung eines Palästinenserstaates gewandt.
Israels Armee rüstet auf: Unruhen im September erwartet
Dienstag, 26. Juli 2011
Die israelischen Streitkräfte rüsten auf: Derzeit werden neue Waffen beschafft. Die Armeeführung befürchtet im September heftige Krawalle, falls die Palästinenser tatsächlich einseitig einen eigenen Staat ausrufen sollten. Wenn die Vereinten Nationen dem Antrag der Palästinenser folgen, erwarten Beobachter, das dieser Staat eigene Truppen aufstellen wird, um von „Palästina“ beanspruchtes, aber derzeit von Israel beherrschtes Territorium zu besetzen, darunter Ost-Jerusalem. Wenn die Vereinten Nationen den Antrag der Palästinenser ablehnen, wird erwartet, dass zu einer neuen Intifada (Aufstand) aufgerufen wird.
Angriffe gegen Beschäftige des Hadassah-Hospitals eskalieren
Dienstag, 26. Juli 2011
Die Attacken von arabischen Krawallmachern gegen Beschäftigte des Jerusalemer Hadassah-Hospitals haben eine neue Dimension erreicht. In der Nacht zum Montag haben sie das medizinische Personal völlig verängstigt. Das Krankenhaus liegt nördlich der Altstadt. In den dortigen arabischen Stadtvierteln kommt es immer wieder zu Unruhen. Häufig werfen arabische JugendlicheSteine auf Autos von Juden, die Patienten in die Klinik fahren. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 40 Zwischenfälle durch Steinewerfer und Brandbomben. Auch die Beschäftigten des Hadassah-Krankenhauses werden Opfer der Angriffe – obwohl in dem Hospital fast 40 Prozent der behandelten Patienten Araber sind.
Kurznachrichten
Dienstag, 26. Juli 2011
+++ Bei Ausgrabungen in Tel Tzafit (dem biblischen Gat) ist ein rund 3000 Jahre alter Altar der Philister entdeckt worden. Der rund einen Meter große Steinblock trägt zwei auffallende Hörner und ähnelt jüdischen Altären aus dieser Zeit. Nach Ansicht von Wissenschaftlern der israelischen Altertumsbehörde deutet dies auf einen intensiven kulturellen Austausch zwischen Juden und Philistern hin. +++ In Tel Aviv wurden Proteste angekündigt, weil das israelische Kammerorchester am heutigen Dienstag in Bayreuth Werke von Richard Wagner spielt. Israelische Musiker hatten Werke des Antisemiten und Nazi-Helden Wagner in den vergangenen 70 Jahren stillschweigend boykottiert.
Wohnungsnot in Israel: Großer Protestmarsch zum Parlament
Montag, 25. Juli 2011
Der Protest gegen die Wohnungsnot in Israel weitet sich aus. Rund 1000 Demonstranten marschierten am Sonntag durch Jerusalem zum Parlamentsgebäude, der Knesset. Auf ihren Plakaten waren Parolen zu lesen wie „Brot und Wohnungen sind kein Luxus“. Die Protestteilnehmer forderten den Rücktritt von Ministerpräsident Netanjahu und verlangten von der Regierung entschiedene Maßnahmen, um die Wohnungspreise zu senken. Regierungschef Netanjahu traf sich noch am Abend mit Finanzminister Steinitz. Medienberichten zufolge beschlossen sie finanzielle Erleichterungen für Ehepaare, die erstmals eine eigene Wohnung erwerben, sowie höhere Zuschüsse für Studentenunterkünfte.
Mutmaßliche Terroristen am Toten Meer festgenommen
Montag, 25. Juli 2011
Zwei Beduinen aus Jordanien sind in der Nacht zum Montag von den israelischen Sicherheitsbehörden festgenommen worden. Sie hätten versucht, mit einem Boot das Tote Meer zu überqueren und so nach Israel einzudringen, teilte das Militär mit. Bei ihnen habe man ein ganzes Waffenarsenal sichergestellt, darunter Kalaschnikow-Gewehre und größere Mengen an Munition. Was die mutmaßlichen Terroristen planten, ist bislang nicht bekannt. In Jordanien stellen die Beduinen – wie in Israel – eine Minderheit der Bevölkerung.
Siedlungs-Außenposten „Migron“ bekommt 30 Tage Aufschub
Montag, 25. Juli 2011
Drei Häuser sorgen in Israel für Schlagzeilen: Sie bilden einen Außenposten der Siedlung „Migron“ in Samaria. Weil sie angeblich illegal auf palästinensischem Boden errichtet wurden, hatte der Staat ihren Abriss angeordnet. Am Sonntag sollten die Bulldozer anrollen – doch nun gab es überraschend eine einmonatige Verschiebung. Der Staat selbst hatte beim Obersten Gerichtshof um diesen Aufschub gebeten. Die Bewohner von Migron hatten sich mit Unterstützung des Knesset-Abgeordneten Danny Danon (Likud-Partei) gegen den Abriss gewehrt. Sie argumentieren, der Staat Israel habe sie zum Bau der Siedlung ermutigt und für Zufahrtsstraßen, Strom, Wasser und Telefonanschluss gesorgt. Die Bewohner erklärten zudem, ihre Siedlung sei 1999 auf herrenlosem oder von Palästinensern gepachtetem Land erbaut worden.
Jüdische Organisationen helfen bei Hungerkatastrophe in Ostafrika
Montag, 25. Juli 2011
Mehrere jüdische Hilfsorganisationen organisieren derzeit Hilfsaktionen für die Hungernden in Ostafrika. Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden rund 11,3 Millionen Menschen in Äthiopien und Kenia unter den Folgen der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren. Koordiniert werden die jüdischen Hilfsmaßnahmen von der Dachorganisation IsraAid. Zunächst soll das völlig überfüllte Flüchtlingslager Dadaab im Osten Kenias versorgt werden. An der weltweiten Hilfe wirkt zudem die Organisation „World Jewish Relief“ aus Großbritannien mit. Diese hat bereits Sojaprodukte und proteinreiche Erdnuss-Paste nach Äthiopien geliefert. Jüdische Organisationen in den USA wollen sich ebenfalls engagieren.
Hamas besorgt sich Waffen aus Libyen
Freitag, 22. Juli 2011
Libyen wird offenbar zum Waffenlieferanten für die radikal-islamischen Hamas-Terroristen im Gazastreifen. Libyen ist derzeit geteilt, der Osten des Landes wird von Rebellen kontrolliert. Von dort würden neuerdings Waffen über Ägypten in den Gazastreifen geschmuggelt, erläuterte Vize-Regierungschef Moshe Yaalon von der Likud-Partei, der frühere israelische Armeechef. In Libyen seien Waffen aufgrund der instabilen Lage des Landes relativ einfach erhältlich. Israel beklagt schon lange, dass große Mengen an Waffen und Munition über Schmuggeltunnel in den Gazastreifen gelangen. Seit dem Sturz von Staatschef Mubarak zeigten die Ägypter wenig Interesse, gegen den Schmuggel vorzugehen.
Ärzte weisen sich aus Protest in Notaufnahme ein
Freitag, 22. Juli 2011
Seit rund vier Monaten protestieren in Israel die Ärzte gegen ihre schlechte Bezahlung und überlange Arbeitszeiten. Nun droht die Auseinandersetzung zu eskalieren: Mehrere Demonstranten traten in den Hungerstreik. Einige Ärzte wiesen sich wegen angeblicher Erschöpfungssymptome selbst in die Notaufnahme ein. Damit umgingen sie ein Streikverbot, das der israelische Arbeitsgerichtshof verhängt hatte. Im Kfar Sava Meir-Hospital ließ der Klinikdirektor daraufhin die Notaufnahme schließen. Der Protest schlägt hohe Wellen: Ministerpräsident Netanjahu appellierte an die Konfliktparteien, rasch eine Lösung zu finden.
Haben Archäologen eine Glocke des Hohepriesters entdeckt?
Freitag, 22. Juli 2011
Bei Ausgrabungen in der Nähe der Jerusalemer Altstadtmauern haben Archäologen eine goldene Glocke entdeckt. Sie vermuten, dass sie einst an das Gewand eines hochrangigen Mannes genäht war, der gegen Ende der Zeit des Zweiten Tempels lebte. Die Glocke wurde in einem ehemaligen Abwasserkanal entdeckt, durch den einst das Regenwasser vom Tempelberg über den Siloah-Teich ins Kidrontal abgeleitet wurde, erläuterte Professor Ronny Reich von der Universität Haifa. Nach der jüdischen Überlieferung trugen die Hohepriester, die im Jerusalemer Tempel dienten, solche Glocken.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 22. Juli 2011
„Mattot / Stämme“
4. Mose 30,2 bis 32,42; Jeremia 1,1-2,3
Kommentar: Der Wochenabschnitt ist ein doppelte Lesung. Da wir uns jedoch im Schaltjahr befinden, lesen wir nur die Lesung „Matot“.
In Kapitel 31 befiehlt Gott den Israeliten, das Volk Midian zu bestrafen, und zwar alle. 1000 Männer von jedem Stamm – insgesamt 12.000 – zogen in den Krieg. Doch als sie die Frauen verschonten, zürnte Mose und sagte: „Wieso habt ihr die Frauen am Leben gelassen?“ (Verse 14 und 15). Waren sie doch die Ursache der Plage, weil sie auf den „Rat Bileams“ hörten. Darum ließ er alle Frauen „die einen Mann im Beischlaf kannten“, d.h. nicht mehr Jungfrau waren, töten. Wir erkennen hier, dass Bileam, auch wenn er anfangs das Volk Israel segnete, später seinem Herzen folgte. Er war es, der das Volk zum Essen von Götzenopfern und zur Hurerei anstiftete. Ja, der Rat, der Weg und die Lehre Bileams waren böse. Sogar das Neue Testament erinnert uns in 2. Petrus 2,15 daran. Wir lesen, dass Bileam am Ende „den Lohn der Ungerechtigkeit liebte“ (vgl. Offenbarung 2,14). Darum war Gottes Befehl auch so extrem, Er wollte „Seine Gemeinde reinigen“.
Hisbollah droht Israel mit Angriff auf Eilat
Donnerstag, 21. Juli 2011
Sollte Israel den Libanon attackieren, sei kein Quadratmeter israelischen Bodens mehr sicher. Dies gelte ausdrücklich auch für die Touristenhochburg des Südens, Eilat am Roten Meer. Das hat ein Vertreter der vom Iran unterstützten schiitischen Hisbollah gegenüber einer Tageszeitung in Beirut erklärt. Anlass der Drohung sind die wachsenden Spannungen zwischen Israel und dem Libanon, die beide Anspruch auf riesige Tiefsee-Erdgasfelder vor ihrer Küste erheben. Der Libanon hat angekündigt, er werde sich beim Weltsicherheitsrat beschweren, weil Israel die Seegrenze verändern wolle. Israel und der Libanon haben keine direkten diplomatischen Kontakte.
Parlament schmettert Gesetzesinitiative von Lieberman ab
Donnerstag, 21. Juli 2011
Die rechte Partei „Israel Beitenu“ (Unser Haus Israel) von Außenminister Avigdor Lieberman hat im Parlament eine heftige Niederlage erlitten. Sie hatte ein Gesetz beantragt, wonach regierungsunabhängige Organisationen ihre Finanzquellen offenlegen sollten. Nach sechsstündiger Debatte stimmten 57 Abgeordnete dagegen, es gab nur 28 Ja-Stimmen. Der Rest der 120 Knesset-Abgeordneten nahm an der Abstimmung nicht teil. Für Aufsehen sorgte Regierungschef Netanjahu, der gegen die Vorlagen seines Außenministers und Koalitionspartners votierte.
Armeeoffizier zielt auf Zivilisten – Militärpolizei ermittelt
Donnerstag, 21. Juli 2011
Die israelische Militärpolizei hat Ermittlungen gegen einen Offizier eingeleitet, der während eines Einsatzes im sogenannten Westjordanland sein M16-Gewehr an den Kopf eines unbewaffneten Palästinensers hält. Ein Video, das den Vorfall zeigt, wurde im Internet veröffentlicht und sorgt jetzt für kontroverse Diskussionen. Der Vorfall ereignete sich bereits am 18. Juni. Bei dem betroffenen Palästinenser handelt es sich um den Taxifahrer Abu Maria, dessen Cousin von israelischen Soldaten festgenommen wurde. Nach der Festnahme wurden die israelischen Soldaten von aufgebrachten Dorfbewohnern umringt, die nach dem Grund der Aktion fragten. In dem Video ist zu sehen, wie der Offizier die Palästinenser auffordert, sie sollten verschwinden, und schließlich zweimal demonstrativ die Waffe auf Abu Maria richtet.
Kurznachrichten
Donnerstag, 21. Juli 2011
+++ Israel schiebt die 15 pro-palästinensischen Aktivisten ab, die am Dienstag mit ihrem Boot die Seeblockade des Gaza-Streifens durchbrechen wollten. Sie werden per Flugzeug in ihre Heimat geschickt. Die israelische Marine hatte die französische Yacht "Dignité" auf offener See aufgebracht. Die Aktion war friedlich verlaufen. +++ Jerusalem soll zu einem internationalen Zentrum für Biotechnologie werden. Das erklärte Moty Hazan, Vorsitzender der Behörde für Stadtentwicklung. Zurzeit befindet sich die Forschung in der Biotechnologie zwar auf einem hohen akademischen Niveau, es fehlt jedoch an Firmen, die dieses Potential wirtschaftlich nutzen.
Palästinensischer Politiker: Staatsgründung um ein Jahr verschieben
Mittwoch, 20. Juli 2011
Der palästinensische Politiker Nabil Amr hat dazu aufgerufen, die für September geplante Gründung des Staates Palästina um ein Jahr zu verschieben. Er befürchtet, dass die einseitige Ausrufung dieses Staates die Beziehungen der Palästinenser zu den USA und zur Europäischen Union belasten wird. Amr ist der erste prominente Palästinenser, der öffentlich auf Distanz zu den Plänen der Palästinenserführung geht. Amr gehört der Fatah-Partei an. Auf ihn wurden schon zwei Anschläge verübt, vermutlich von radikalen Islamisten. Der frühere Informationsminister erklärte gegenüber Journalisten, die Palästinensische Autonomiebehörde habe mit ihrem Vorhaben, von der UNO die Anerkennung eines Palästinenserstaates in den Grenzen von 1967 zu verlangen, einen hohen Baum erklommen.
Zeltstadt-Proteste ausgeweitet: Auch im Norden wird jetzt demonstriert
Mittwoch, 20. Juli 2011
Die Protestaktionen gegen die rasant gestiegenen Wohnungspreise und Mieten weiten sich aus. Nachdem Studenten mitten in Tel Aviv eine Zeltstadt errichtet haben, wurden jetzt auch in Kyriat Shmona im Norden Protestzelte aufgestellt. Auch in anderen Städten und Gemeinden im Norden demonstrieren junge Leute, meist unterstützt von der älteren Bevölkerung. Mittlerweile protestieren auch junge israelische Araber gegen die Wohnungsnot. Sie erklärten, sie benötigten dringend Wohnraum, der aber für Durchschnittsverdiener mittlerweile kaum noch bezahlbar sei.
Niedrigere Sterberate in Israel als in den USA
Mittwoch, 20. Juli 2011
Im Heiligen Land lebt man vergleichsweise gesund. Die jährliche Sterberate in Israel ist geringer als in Europa und den USA. Im jüdischen Staat kommen 533,4 Sterbefälle auf 100.000 Einwohner, in den USA sind es 642, in Belgien 635 und 549 in Norwegen. Die niedrigste Sterberate hat Italien mit 511,6. Die neue Studie des israelischen Gesundheitsministeriums gibt auch Auskunft über die Todesursachen. 2008 litten rund 18 Prozent der später Verstorbenen an Herz-Kreislauf- Erkrankungen. Krebs war in der jüngsten Vergangenheit verantwortlich für ungefähr ein Drittel aller Todesfälle.
Kurznachrichten
Mittwoch, 20. Juli 2011
+++ Nachdem in den vergangenen Tagen wieder zahlreiche Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert wurden, hat die israelische Luftwaffe nun geantwortet: Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum Mittwoch Ziele im Gazastreifen. Nach Armeeangaben handelte es sich um militärische Ziele, die von Terroristen benutzt wurden. +++ Die israelische Regierung plant den Neubau eines Flughafens in Eilat. Der bisherige Flughafen liegt mitten in der Touristenhochburg am Roten Meer. +++ Mehr als 5000 überwiegend evangelikale Christen haben sich in der amerikanischen Hauptstadt Washington getroffen. Die christlichen Zionisten der Organisation „Christians United for Israel“ unterstrichen das Recht Israels auf das Land, das ihnen Gott gegeben habe. +++
Französisches Flottillenschiff gestoppt
Dienstag, 19. Juli 2011
Die „Al Karama“ (dt. „Würde“) ist mit 16 Passagieren unterwegs und will noch heute Nachmittag den Gazastreifen erreichen. Einer Meldung von Ynet zufolge hat die israelische Marine das Schiff um 11 Uhr mit vier israelischen Schiffen umzingelt und gestoppt. Die Marine hat Kontakt mit dem Schiff aufgenommen und darauf hingewiesen, dass es sich der israelischen Seeblockade nähere. Der parisische Sprecher der Aktivisten, Julien Rivore, sagte, dass der Kontakt zu der „Al Kamara“ derzeit nicht bestehe und in Paris wird angenommen, dass die Israelis die Funkverbindung gekappt haben.
Arabische Knessetabgeordnete erhält „Rote Karte“
Dienstag, 19. Juli 2011
Die Ethik-Kommission der Knesset hat entschieden, dass die Knessetabgeordnete der arabischen Balad-Partei, Hanin Zoabi, für die nächsten drei Wochen von den Knesset-Plenarsitzungen ausgeschlossen wird. Infolge ihrer Teilnahme an der Gaza-Flottille im Mai 2010, wo sie sich auf dem Hauptschiff – der Mavi Marmara – befand, wurde dieser Entschluss getroffen. Die Kommission unter dem Vorsitz des Abgeordneten Jitzhak Vaknin (Schass) und den Mitgliedern Arieh Eldad (Nationale Einheit), Zippi Hotoveli (Likud) und Rachel Adato (Kadima), begründete die Entscheidung damit, dass der Anschluss eines Knessetabgeordneten an eine Organisation, die vom Verteidigungsminister als ‚unerlaubte Vereinigung‘ eingestuft ist, den Rahmen einer legitimen Protestaktion übersteigt. Die Aktion hatte zum Ziel, die See-Blockade zu durchbrechen, die aus Sicherheitsgründen für den Staat eingesetzt wurde. Zoabi habe die Ehre der Knesset auf schwere Art und Weise beschmutzt und das Vertrauen der Bevölkerung missbraucht.
Mustafa Dirani kann Israel weiterhin verklagen
Dienstag, 19. Juli 2011
Laut der Richter des Obersten Gerichtshofes, Ayala Procaccia und Salim Jubran, kann der libanesische Terrorist Mustafa Dirani Israel weiterhin wegen Schäden, die ihm während seiner Haft in Israel zugefügt wurden, verklagen. Selbst, wenn er in einem Feindesland lebe und terroristischen Aktivitäten nachgehe. Zwischen den Jahren 1994 bis 2004 war Dirani in israelischer Haft, mit dem Ziel, von ihm Informationen über den Verbleib des israelischen Navigatoren Ron Arad zu erhalten. Außerdem sollte er seine eigenen Terroraktivitäten preisgeben. Im Jahr 2000 hat Dirani eine Klage eingereicht und forderte sechs Millionen Schekel (1,2 Mio. Euro) Entschädigung für den Schaden, den er bei Verhören und Folterungen erlitten habe.
Feuer im Jerusalemer Wald
Montag, 18. Juli 2011
Etwa sieben Monate nach dem schlimmen Waldbrand auf dem Karmelberg im Norden tobte gestern im Wald um Jerusalem ein Brand. Es hat sechs Stunden gedauert, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Es bestand höchste Alarmbereitschaft, um zu verhindern, dass sich der Brand auf verschiedene Ortschaften in der Umgebung ausweitet. Viele der Einwohner der umliegenden Regionen sind geflüchtet, um der Gefahr zu entgehen. Die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem wurde geräumt. Das Feuer drohte auch, auf die Stadtviertel Ein Karem, Beit Vegan und Har Nof überzuschlagen. An vier verschiedenen Stellen brach das Feuer aus und hunderte Dunam natürlichen Waldes wurden Opfer der Flammen. Bei der Polizei besteht die Vermutung, dass es sich um absichtliche Brandstiftung handele. Um 15:30 Uhr wurde der Feuerwehr der erste Brand gemeldet und die anrückenden Kräfte entdeckten drei weitere Brandherde in der Umgebung, einen sogar in der Nähe eines Lagers für Gasflaschen in Jerusalem. 37 Feuerwehrcrews aus dem ganzen Land und vier Flugzeuge der neuen Staffel zur Brandbekämpfung, sowie zwei zivile Löschflugzeuge waren im Einsatz. (Im Bild: Feuerwehrleute bekämpfen von der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem aus den Brand)
Zelten gegen hohe Miet- und Wohnungspreise
Montag, 18. Juli 2011
Bereits vier Nächte lang findet eine der bisher größten „Vorstellungen“ auf dem Platz vor dem Nationaltheater in Tel Aviv, der HaBimah, statt. Etwa 100 Zelte wurden dort von verdrossenen Studenten und Bürgern aufgestellt, die damit gegen die hohen Wohnungs- und Mietpreise protestieren. Heute sollen laut Eldad Janiv, dem Organisator des Protests und Vorsitzenden der neugeborenen Partei „die nationale Linke“, weitere 35 Zelte hinzukommen. „Wenn die Regierung nur wolle, könnte sie innerhalb einiger Monate die Preise um etwa 40 % herabsetzen, so dass wir alle in Ehre leben können, ohne das halbe Monatsgehalt für die Miete hinzublättern“, so steht es auf der Facebook-Seite der jungen Partei.
Israel muss eigenes Gas erschließen
Montag, 18. Juli 2011
Vergangene Woche wurde die Gas-Pipeline zwischen Ägypten und Israel sowie Jordanien zum vierten Mal dieses Jahr bombardiert. Alle Anschläge wurden durchgeführt nachdem Hosni Mubarak durch die Revolution seines Amtes enthoben wurde. Der Kauf des ägyptischen Naturgases durch Israel diente hauptsächlich dazu, die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die im Camp-David-Friedensabkommen ihren Ursprung haben, zu stärken. Damit kann Israel relativ billig und sauber eine alternative Energiequelle nutzen, die dem Nachbarland wiederum ein bedeutendes Einkommen einbringt. Energieexperten sind jetzt der Meinung, dass die jüngste Explosion schweren Schaden angerichtet hat und es eine geraume Zeit dauern wird, bis das Gas wieder nach Israel strömen kann. Und selbst dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis dort die nächste Bombe hochgeht.
Araber und Israelis marschieren für „Palästina“
Freitag, 15. Juli 2011
Pro-palästinensische Aktivisten planen, am Freitag entlang der Grenze zu marschieren, die bis 1967 Jerusalem teilte. „Dies ist eine Rallye, um die zukünftige Grenze zu markieren“, so der Organisator des Marsches. Er und andere Mitglieder der Scheich Jarrah Solidaritätsbewegung wollen sich um 13:00 deutscher Zeit am Freitag am Jaffator unter dem Motto „Unabhängigkeit für die Palästinenser“ treffen. Der Marsch wurde als gewaltfrei angekündigt. Es werden bis zu 2000 Teilnehmer erwartet. Den Protestlern zufolge wird die Grenze schon bald wieder gültig sein. Der Marsch soll vom Jaffator entlang zum Damaskustor bis hin in die Gegend von Scheich Jarrah führen, wo Reden gehalten werden sollen. Die israelische Polizei wird bereit stehen, um eventuelle Spannungen zwischen den Demonstranten und rechten Aktivisten zu verhindern. Hillel Ben Sasson, ein Sprecher der Solidaritätsbewegung sagte, dass dies der erste israelisch-palästinensische Aufmarsch sei, der die Unterstützung für den palästinensischen Staat zeige.
Zwei Holocaustüberlebende treten bei Makkabiade an
Freitag, 15. Juli 2011
Zwei 80 Jahre-alte jüdische Doktoren, die als Jungen vor den Nazis in Österreich geflohen waren, werden bei der Makkabiade in Wien beim Schwimmwettbewerb antreten. Die Makkabiade ist die größte jüdische Sportveranstaltung der Welt. 2.000 jüdische Athleten aus 37 Ländern treten bei den europäischen Makkabiade-Spielen an. John Benfield und Arthur Figur haben in den 30ern gemeinsam Schwimmen im jüdischen Hakoah-Athletenclub in Wien gelernt und sind zusammen 1938 in die USA geflohen. „Ich sehe es als eine symbolische Rückkehr in das Land an, welches mich umgebracht hätte, wäre ich nicht geflohen. Nun kann ich demonstrieren, dass Juden Kämpfer sind“, sagte Figur. Beide haben Österreich nach dem Krieg mehrmals besucht. Wohl werden sie sich dabei nie fühlen, meinen sie.
Palästinenser gegen Zwei-Staaten-Lösung
Freitag, 15. Juli 2011
In einer diese Woche durchgeführte Umfrage unter mehr als 1000 Palästinensern in der sogenannten Westbank und dem Gazastreifen ergab, dass nur einer von drei Palästinensern (34%) die Zwei-Staaten-Lösung als die Lösung des Konflikts ansieht. 66 % der Befragten sind der Meinung, dass man zuerst mit einer Zwei-Staatenlösung beginnen solle und dann dazu übergehen, dass das ganze Gebiet zu einem Palästinenserstaat wird. Über das Schicksal Jerusalems befragt meinten 92% dass sie die Hauptstadt eines Palästinenserstaates sein müsse, 1 % meinte dass sie die Hauptstadt Israels ist, 3 % die Hauptstadt beider Staaten und 4 % meinten dass die Satdt eine neutrale internationale Stadt sein müsse.
Luftwaffe bombardierte im Gazastreifen
Freitag, 15. Juli 2011
In der vergangenen Nacht hat die israelische Luftwaffe sechs Terrorziele im Gazastreifen bombardiert. Dies ist die Reaktion auf den Beschuss des Südens Israels mit fünf Kassam-Raketen am Donnerstagmorgen, die in den Gebieten der Regionalräte Shaar Hanegev und Hof Ashkelon eingeschlagen sind, jedoch ohne Schaden anzurichten. Die eingesetzten Waffen trafen die Ziele genau, zwei Schmuggeltunnel im südlichen Gazastreifen sowie vier Ausbildungsinstitutionen der Hamas im mittleren und nördlichen Gazastreifen.
Schabbat-Lesungen und Kommentar
Freitag, 15. Juli 2011
„Pinchas“ 4. Mose 25,10 - 30,1; 1. Könige 18,46 – 19,21

Kommentar:

In unserer Parascha, Wochenabschnitt, haben wir es mit einer besonderen Person zu tun: Pinchas, dem Enkelsohn des Hohenpriesters Aharon. Was war so besonders an ihm? Er „eiferte um Gott“, so dass der HErr nicht in Seinem Eifer die Söhne Israel vertilge, lesen wir. Ihr seht, Eifer (hebr. kina’ah) kann zum Tod führen – aber auch zur Errettung!! So eiferte der junge Priester Pinchas um Gott – das wird auch von uns verlangt!
Die Belohnung war enorm: ein „Brith Schalom“ (Friedensbund) zwischen Gott, ihm und seinen Nachkommen. Pinchas ist die einzige Person in der Bibel, mit der Gott einen persönlichen Bund schloss: Seine Nachkommen würden die Priesterschaft für ewig weitertragen.
Seine Tat jedoch würde heute wohl Menschenrechtler auf den Plan rufen und als „brutal“ bezeichnet werden... und damals entstand daraus noch eine besondere Beziehung mit dem allmächtigen Schöpfer!? Man übersieht jedoch oft, dass dieses Töten, bzw. geopferte Leben von Juden und Nichtjuden, das Volk vor einem ‚Plagen-Tod’ bewahrte.

Streit Kadima und Netanjahu
Donnerstag, 14. Juli 2011
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisierte die Kadima-Oppositionspartei, weil sie nicht für das Anti-Boykott-Gesetz gestimmt hat. Ursprünglich wurde eine schärfere Version des Gesetzes nämlich von Abgeordneten der Kadima-Partei ausgearbeitet und vorgelegt. Sie waren auch dafür verantwortlich, dass die Abstimmungen darüber vorangetrieben wurden. Jedoch am Tage der Abstimmung stimmten, außer den Abgeordneten Othniel Schneller und Julia Schmalov-Berkovitch, die beide nicht in der Versammlungshalle waren, alle Abgeordneten der Partei gegen das Gesetz. Nun wurden Schneller und Schmalov-Berkovitch vom Disziplinarkomitee ihrer Partei bestraft.
Jesus‘ Taufstätte eröffnet
Donnerstag, 14. Juli 2011
Israel hat den Ort an dem Jesus von Johannes, dem Täufer, getauft worden sein soll, für tägliche Besuche geöffnet. Dafür hat das israelische Militär ein nahegelegenes Minenfeld entlang der Grenze zu Jordanien beseitigt. Die Stätte im so genannten Westjordanland nennt sich Qasr al-Yahud und war für die letzten 44 Jahre seit dem Sechs-Tage-Krieg, außer an einigen christlichen Feiertagen, geschlossen. Von jetzt an wird der Ort ganzjährig geöffnet sein und Besuche müssen nicht vorher angekündigt werden. Der Minister für regionale Zusammenarbeit, Silvan Shalom, berichtete dem Nachrichtenportal Ynet, dass die Öffnung der Stätte, die für zehn Millionen Schekel (über zwei Millionen Euro) renoviert wurde, „ein Wunder“ sei.
Kurznachrichten
Donnerstag, 14. Juli 2011
+++ Der berühmte israelische Dirigent Daniel Barenboim hat einen neuen zehn-Jahresvertrag unterschrieben und wird somit der musikalische Direktor der Berliner Staatsoper bleiben. Seit 1992 hält der israelisch-argentinische Dirigent diese Stelle inne. +++ Über Nacht hat die israelische Luftwaffe zwei Schmugglertunnel im südlichen Gazastreifen und einen anderen Tunnel für den illegalen Waffenschmuggel im nördlichen Gazastreifen eliminiert. Die Tunnel wurden beschossen als Gegenantwort auf die Raketen, die am Vortag auf Israels südliche Regionen abgeschossen wurden. +++ Israels Clalit-Krankenkasse hat ihren Prozess gegen die Tabak-Industrie verloren. 1998 forderte sie per Gericht von in- und ausländischen Tabakfirmen, einen Schadensersatz in Höhe von umgerechnet 1,5 Milliarden Euro, um damit die durch das Rauchen entstandenen Gesundheitsschäden zu finanzieren.
Netanjahu gratuliert israelischen Sportlern der „Special Olympics“
Mittwoch, 13. Juli 2011
Ministerpräsident Netanjahu hat den israelischen Sportlern, die an den jüngsten Special Olympics in Athen teilgenommen haben, gratuliert. Zusammen mit Kultur-und Sportministerin Limor Livnat und Sozialminister Moshe Kahlon hat er die Sportler besucht. Sie sind aus Griechenland mit 25 Gold-, 25 Silber- und 15 Bronzemedaillen nach Hause zurückgekommen, nachdem sie gegen Kollegen aus 180 Ländern bei den Wettkämpfen angetreten waren. „Ihr habt dem Staat Israel große Ehre und Stolz gebracht, dank dem Triumph Eures Kampfgeistes. Mit Euren Errungenschaften habt Ihr das Herz der gesamten Nation berührt. Ihr müsst Euch jeden Tag durchschlagen und müsstet für jeden Tag eine Medaille erhalten“, sagte Netanjahu.
„USA verantwortlich für Israels Politik“
Mittwoch, 13. Juli 2011
Das Exekutivkomitee der PLO hat verkündet, dass die US-Regierung in Washington verantwortlich für die „rassistische Politik“ in Jerusalem sei. Die palästinensische Führung, die sich normalerweise in der Kritik an den USA zurückhält, behauptet, dass der Friedensprozess durch den schlechten Einfluss der amerikanischen Regierung sabotiert wurde. Die PLO müsse sich aufgrund der negativen Entwicklungen zwangsläufig an die UN-Generalversammlung wenden, um einen eigenen Staat in den 1967er Grenzen zu errichten. Die palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) hat sich im sogenannten Westjordanland getroffen und darauf beharrt, dass die Regierung von Benjamin Netanjahu alles daran lege, die Verhandlungen zu unterbinden und die Gründung eines unabhängigen palästinensischen Staates zu verhindern.
In Tel Aviv wird weniger geheiratet
Mittwoch, 13. Juli 2011
In Israels Küstenstadt Tel Aviv heiraten immer weniger Paare gemäß traditioneller jüdischer Hochzeit. Im letzten Jahr haben in der Großstadt Tel Aviv nur 3.149 jüdische Ehepaare geheiratet, 6% weniger als im Jahr 2009. Auch 2008 ist die jüdische Heiratsquote in Tel Aviv gesunken. Darüber hinaus ist die Metropole auch für seine hohe Scheidungsquote bekannt. Für 75% der im Jahr 2010 glücklich verheirateten Paare, war dies gemäß dem Stadtrabbinat von Tel Aviv die erste Hochzeit. Für 10% war es die Dritte. Doch Jahre zuvor, zwischen 2005 und 2007, wurde ein kontinuierlicher Anstieg in der Zahl jüdischer Hochzeiten in Tel Aviv registriert. 60% der in Tel Aviv verheirateten Ehepaare haben im Jahr 2010 ihre Hochzeiten bis zum 35. Lebensjahr abgehalten.
Treffen von Nahost-Quartett gescheitert
Dienstag, 12. Juli 2011
Die Versammlung des Nahost-Quartetts am Montag hat keinen Fortschritt in Richtung des Friedens zwischen Israel und den Palästinensern erwirkt. Die Gruppe bestehend aus der EU, Russland, den Vereinten Nationen und den USA ist nach zweieinhalb Stunden zu keinem Ergebnis gekommen. Das Quartett verkündete nur, dass es noch immer eine große Kluft zwischen beiden Seiten gebe. „Wir müssen härter daran arbeiten, diese Kluft zu verkleinern“, sagte ein offizieller Sprecher der Obama-Administration, der die Presse nach dem Treffen über das Ergebnis informierte. Er weigerte sich jedoch, die Gründe für diese große Kluft zu nennen. Das Quartett habe die Absicht, die Verhandlungen über den Friedensprozess wieder anzukurbeln und eine diplomatische Kraftprobe in der UN bezüglich der Anerkennung eines palästinensischen Staates zu verhindern.
Israel bietet Zypern Hilfe an
Dienstag, 12. Juli 2011
Außenminister Avigdor Lieberman sprach mit seinem zyprischen Amtskollegen Markos Kyprianou infolge der Explosion auf einem Marinestützpunkt in Zypern, bei der zwölf Menschen ums Leben kamen. Lieberman teilte Kyprianou mit, dass das Volk Israel die Trauer teilt und bot seine Hilfe an. Kyprianou dankte Lieberman für das Angebot. Nach dem Gespräch haben die Expertenteams beider Seiten begonnen, zu besprechen, was gebraucht wird und wie die Hilfe bestmöglich koordiniert werden kann. Das Außenministerium stellte den Kontakt zwischen den Stromgesellschaften beider Länder her und untersucht die Möglichkeit der Assistenz im Umgang mit Sprengstoff sowie medizinischer Hilfe. Das Personal der israelischen Botschaft in Nikosia soll erweitert werden, um die Hilfsaktion zu koordinieren.
Wiederaufnahme des Knesset-Forums für internationale Beziehungen
Dienstag, 12. Juli 2011
Das israelische Parlament wird das Knesset-Forum für Internationale Beziehungen am Mittwoch erneut ins Leben rufen. Eine öffentliche Sitzung zum Thema „Demokratie und Frieden im Nahen Osten“ soll stattfinden, an der auch Repräsentanten der internationalen Völkergemeinde teilnehmen werden. Der Hauptsprecher wird der Vorsitzende der Jewish Agency, Nathan Sharansky (Bild), sein, der weltweit für seine Stellung zur Demokratie bekannt ist. Er spricht sich ausdrücklich dafür aus, der arabischen „Frühlingsbewegung“ die Arme zu öffnen. „Wir müssen jetzt sehen, ob die freie Welt klug genug ist, die demokratischen Elemente in der arabischen Gesellschaft zu ermutigen und sie zu Alliierten zu machen“, so Sharansky.
Noch ein Anschlag auf Gasleitung Ägypten-Israel
Dienstag, 12. Juli 2011
Vier bewaffnete Männer haben vor Sonnenaufgang am Dienstag eine Wachstation an der Gasleitung in El-Arish, die von Ägypten nach Israel und Jordanien führt, in die Luft gesprengt. Dies war die vierte Attacke auf die Gasleitung seit dem Sturz von Präsident Mubarak im Februar dieses Jahres. El-Arish liegt im nördlichen Teil der ägyptischen Sinai-Halbinsel, 50 Kilometer westlich der israelischen Grenze. Die Angreifer haben die Wachmänner an der Station bedroht und gezwungen, die Station zu verlassen. Danach haben sie ihre Sprengsätze explodieren lassen.
Tunesier gegen diplomatische Beziehungen mit Israel
Montag, 11. Juli 2011
Über 600 Tunesier haben am Sonntag gegen das Vorhaben der Regierung, die diplomatischen Beziehungen zu Israel wiederherzustellen, protestiert. „Tod allen Tunesiern, die die Normalisierung der Beziehungen mit Israel anstreben“, sagte Ahmed Kahlaoui, der Vorsitzende eines Komitees gegen die Wiederbelebung des Verhältnisses der beiden Länder. „Wir werden die Namen derjenigen, die dafür stimmen, veröffentlichen und sie anklagen“, verkündete er in einem Treffen von panarabischen nationalistischen politischen Gruppen in Tunis vor hunderten von Protestlern mit anti-Israel-Fahnen. Nach dem Sturz von Zine el-Abidine Ben Ali nach 23 Jahren tyrannischer Diktatur, haben die zuständigen Behörden ein „republikanisches Abkommen“ als Basis für eine neue Verfassung eingeführt.
Grenzstreit zwischen Libanon und Israel
Montag, 11. Juli 2011
Zwischen dem Libanon und Israel ist ein Streit über die territorialen Grenzen im Mittelmeer ausgebrochen. Die Regierung in Jerusalem gab dem Vorschlag über einen Grenzverlauf im Meer statt. Dies steht jedoch entgegen dem von der libanesischen Regierung veröffentlichten Standpunkt. Außenminister Lieberman ist dazu bevollmächtigt worden, der UNO die Landkarte mit dem Grenzverlauf vorzulegen. Die UNO soll diesen Fall mittels einer Untersuchungskommission entscheiden, sowie versuchen, die Verhandlungen zwischen den beiden Ländern anzukurbeln. 15 Kilometer sind es, die den Streit entfacht haben. Seitens der israelischen Regierung wird darauf hingewiesen, dass die bestehenden Bohrgebiete, einschließlich der Bohrungen nach natürlichem Gas „Tamar“ und „Leviathan“, in israelischen Territorialgewässern liegen. Dies wurde auch seitens der libanesischen Regierung ursprünglich bestätigt. Im Bild: Israel ist das rosafarbige Territorium, der Libanon ist schwarz. Die blaue Linie ist die Grenze zwischen den beiden Staaten. Die links davon liegende schwarze Linie zeigt die wirtschaftliche Wassergrenze zwischen Israel und Zypern.
„Israel ist nur zufällig hier!“
Montag, 11. Juli 2011
Eine Gruppe von 38 pro-palästinensischen Aktivisten, denen über das Wochenende die Einreise nach Israel verweigert wurde, sind gestern in ihre europäischen Herkunftsländer zurückgeschickt worden. Darunter waren sich 13 Deutsche und 22 Belgier. Sie wurden direkt bis zum Eingang der Lufthansa-Maschine begleitet, um sicherzugehen, dass sie wirklich nach Hause fliegen. Ein Spanier wurde nach Italien ausgeflogen und zwei Belgier zurück nach Belgien. Im Laufe des heutigen Tages sollen 82 weitere Personen, die zwischenzeitlich in einer Haftanstalt untergebracht waren, ihre Flüge nach Hause antreten. Entgegen dem angeblich humanitären Verhalten dieser Aktivisten, fielen einige aus der Rolle und haben begonnen, gewalttätig gegen die Beamten der Einreiseabteilung des Innenministeriums vorzugehen, die sie vom Gefängnis bis zum Flugzeug begleiten sollten. „Ihr seid nur zufällig hier, dieser Staat wird den Palästinensern zurückgegeben werden“, war eine der Parolen der Aktivisten. Im Bild israelische Aktivisten die ihre Kollegen aus dem Ausland am Flughafen mit Schildern "Willkommen in Palästina" empfangen wollten.
Kurznachrichten
Montag, 11. Juli 2011
+++ Eine südkoreanische Delegation von buddhistischen Mönchen und Mitgliedern der Koreana-Tanztruppe besuchten als Zeichen der Solidarität das Protestzelt der Familie Schalit in Jerusalem. Sie haben für die schnelle Rückkehr von Gilad gebetet. „Wir verwickeln uns nicht in Politik, aber unsere Herzen schlagen für die Familie Schalit. Als Buddhisten glauben wir, dass es nur einen Gott für alle Religionen gibt, was besonders hier in Jerusalem spürbar ist“, so einer der Mönche gegenüber Ynet. +++ Griechenlands Präsident, Dr. Karolos Popoulias, besucht derzeit Israel und wird sich heute mit seinem Amtskollegen Schimon Peres und Ministerpräsident Netanjahu treffen. Peres wird Popoulias zu einem offiziellen Abendessen einladen und plant, ihm für das Einschreiten seines Landes gegen die Gaza-Flottille zu danken. +++ Das Knessetmitglied Ze’ev Elkin gab am Montag bekannt, dass der Entwurf über ein Gesetz, der die Initiatoren von Anti-Israel-Boykotts bestrafen soll, nicht, wie in den Medien angekündigt, verschoben wird. Ein Knesset Plenum soll noch am selben Tag darüber entscheiden, ob ein solcher Gesetzesentwurf durchgesetzt werde.
Ruhe am Flughafen
Freitag, 8. Juli 2011
Das israelische Innenministerium hat eine "Schwarze Liste" mit Namen von Pro-Gaza-Aktivisten an die europäischen Staaten übergeben. So wurden 180 dieser Personen bereits an den dortigen Flughäfen vor ihrer Abreise abgefangen. Auch erhielten die Fluggesellschaften einen Warnbrief, indem mit Verzögerung der Flüge und Rücksendung der Aktivisten gedroht wurde. Der Brief wurde von Amnon Shmueli, dem Chef der Einreise-Abteilung des Innenministeriums, unterzeichnet. In Budapest wurde 20 Personen durch die ungarische Fluggesellschaft Malev der Abflug verweigert. So erlebte der Ben-Gurion-Flughafen eine ruhige Nacht und die Polizei konnte ihr Personal, das die Aktivisten noch vor der Einreise nach Israel abfangen sollte, sogar verringern. Zwei amerikanischen Aktivisten der sogenannten "Luft-Flottille" wurde nach der Ankunft aus Athen die Einreise verweigert und man hat sie wieder zurückgeschickt.
Deutscher Botschafter verlässt sein Amt
Freitag, 8. Juli 2011
Der scheidende deutsche Botschafter Dr. Harald Kindermann hat in einem Interview mit Jediot Aheronot über seine langjährige Tätigkeit als Vertreter des deutschen Staates in Israel erzählt. Kindermanns diplomatischer Posten endet diese Woche nach fünfeinhalb Jahren. In all dieser Zeit, so sagt er, habe er eine außerordentlich starke Liebe zu Israel entwickelt. Seine Mission für den jüdischen Staat beschreibt er als „sehr besonders“. „Israel und Deutschland teilen eine besondere Beziehung , die niemand nach dem Holocaust für möglich gehalten hätte“, so Kindermann. „Israel ist ein wichtiger finanzieller Partner… und ein Vorbild was die Absorption von Immigranten angeht.“ Schüchtern gibt er zu, dass er nur wenig Talent für Sprache hat und somit auch nur etwa drei Worte Hebräisch in seiner Zeit gelernt hat.
Steinewerfer vom Naksa-Tag verurteilt
Freitag, 8. Juli 2011
Nasser Shaer (37) ist die erste Person, die für das Werfen von Steinen auf Sicherheitskräfte am vergangenen Naksa-Tag verurteilt wurde. Der Gerichtshof in Nazareth hat dem Bewohner des Drusendorfs Madjal Shams eine achtmonatige Gefängnisstrafe auferlegt, nachdem er die Anschuldigungen zugegeben hat. Außerdem muss er eine Strafe von 500€ zahlen. Das Urteil lautet schlimme Körperverletzung eines Staatsbeamten und ungebührliches Benehmen. Am Naksa-Tag wurden zahlreiche Sicherheitsleute, die die syrischen Eindringlinge an der Grenze zu Israel aufhalten wollten, von Steinen getroffen.
Kurznachrichten
Freitag, 8. Juli 2011
+++ Man vermutet, dass Israels Regierung dem Vorhaben Deutschlands, an Saudi-Arabien 200 Panzer im Wert von 1,7 Milliarden Euro zu liefern, zugestimmt habe. Saudi-Arabien ist ein stabiler Staat und daher für Israel von Wichtigkeit, denn alle bisherigen, durch Aufstände gestürzten, arabischen Regierungen wurden durch fanatische Moslembrüder ersetzt, die Israel von der Landkarte tilgen wollen. +++ Nach der erfolgreichen Werbung für neue Mitglieder in Israels Arbeiterpartei, durch die 55.000 neue Mitglieder registriert werden konnten, kam nun die Ernüchterung. 26.000 von ihnen wollen oder können die Mitgliedsgebühr nicht bezahlen. +++ Der Leiter des Krankenhauses in Naharia plant, in einem der Gebäude, die als Unterkünfte für das Personal dienen, einen moslemischen Gebetsraum einzurichten. Die Ärzte und Angestellten des Krankenhauses sind empört und meinen, selbst wenn dort eine Synagoge oder eine Kapelle eingerichtet werden sollte, würde man dagegen protestieren, denn diese Unterkünfte werden für die Ärzte benötigt, die entfernt vom Krankenhaus wohnen.
Schabbat-Lesungen
Freitag, 8. Juli 2011
„Balak“ 4. Mose 22,2 - 25,9; Micha 5,6 – 6,8
Ausschnitt aus der Lesung:
Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel getan hatte den Amoritern; 3 und die Moabiter fürchteten sich sehr vor dem Volk, das so groß war, und den Moabitern graute vor den Kindern Israel; 4 und sie sprachen zu den Ältesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffrißt. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu der Zeit König der Moabiter.
Netanjahu besucht Holocaustüberlebende
Donnerstag, 7. Juli 2011
Kurz vor seinem Abflug nach Osteuropa hat Premierminister Benjamin Netanjahu zusammen mit dem stellvertretenden Gesundheitsminister Yaakov Litzman und Minister Yossi Peled ein Altenheim für Holocaustüberlebende besucht. Ganz überraschend hat der Regierungschef beschlossen, bei den Senioren in Be’er Jaakov vorbeizuschauen und sich nach ihren Lebensumständen und die Qualität der Pflege zu erkundigen. Er hat sich mit ihnen zusammengesetzt, sich deren Ansichten und Sorgen angehört und sie aufgerufen, sich bei Problemen an die verantwortlichen Autoritäten und auch direkt an sein Büro zu wenden.
Danny Ayalon trifft Dr. Emily Haber
Donnerstag, 7. Juli 2011
Israels Vizeaußenminister Danny Ayalon traf sich am Mittwoch mit der deutschen Staatssekretärin Dr. Emily Haber in Deutschland. Er ist für politische Zusammenkünfte vor dem Quartett-Treffen, das nächste Woche stattfinden soll, nach Deutschland gekommen. Ayalon erklärte Dr. Haber die israelische Haltung gegenüber einseitigen Schritten der Palästinenser: „In diesen Schritten liegt auch die Gefahr einer Enttäuschung, die unkontrollierbar ist und dem Friedensprozess einen tödlichen Stoß versetzen könnte“, so Ayalon. Weiter meinte er, dass sich die Regierungen beider Länder über die Wichtigkeit der Weiterführung des Friedensprozesses einig seien, und gegen einseitige Schritte sind. Israels Position wird durch deutsche Vertreter bei dem Quartett-Treffen übermittelt werden, bei dem von den Mitgliedern erwartet wird, ihre Position vor dem UNO-Treffen im September bekanntzumachen.
35 Jahre israelische Entebbe-Befreiungsaktion
Donnerstag, 7. Juli 2011
Diese Woche jährt sich die erstaunliche Befreiungsaktion des israelischen Militärs, bei der von Terroristen nach Entebbe in Uganda entführte jüdische Flugzeugpassagiere gerettet wurden. Am 4. Juli vor 35 Jahren hatte man die waghalsige Aktion in einer Entfernung von 4.000 Kilometern unternommen. Dabei ist der Kommandeur Joni Netanjahu, der Bruder von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, ums Leben gekommen. Am 27. Juni 1976 hatten arabische und deutsche Terroristen den Air France-Flug von Tel Aviv nach Paris mit Zwischenlandung in Athen mit seinen 248 Passagieren und 12 Besatzungsmitgliedern entführt. Die Terroristen waren in Athen zugestiegen.
Netanjahu nach Rumänien und Bulgarien
Mittwoch, 6. Juli 2011
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fliegt am Mittwoch zu einem zweitägigen offiziellen Staatsbesuch nach Rumänien und Bulgarien. In Bukarest wird er sich mit seinem Amtskollegen Emil Boc sowie mit dem Präsidenten Traian Basescu treffen. Am Donnerstag soll es dann weiter nach Sofia/Bulgarien gehen, wo Treffen mit Ministerpräsident Boyko Borisov und Präsident Georgi Parvano geplant sind. Das Ziel dieser Besuche ist, die Regierungen der westlichen und osteuropäischen Länder auf den eventuellen einseitigen Ausruf eines Palästinenserstaates seitens der palästinensischen Autonomiebehörde mit Hilfe der UNO im kommenden September vorzubereiten. Netanjahu bittet darum, diesen Schritt nicht zu unterstützen.
Preise für Olivenöl „ungeheuerlich“!
Mittwoch, 6. Juli 2011
Die israelische Olivenölfirma „Zeita“ hat eine Klage beim Obersten Gerichtshof eingereicht, die die hohen Preise für Olivenöl im Land kritisiert. Die Preise gehören zu den höchsten weltweit. Die Petition richtet sich gegen das Finanz-, Landwirtschafts-, Industrie-, Handels- und Arbeitsministerium und erklärt, dass die Richtlinien für die Preise des Olivenöls schlichtweg „ungeheuerlich“ seien. „Zeita“ hat die Ministerien der Verletzung des Wettbewerbsrechts beschuldigt, weil die Preise grundlos in die Höhe getrieben wurden. Der Mitbegründer von „Zeita“, Amir Gur-Lavie, sagte in einem Interview mit Ynet, dass „die Entscheidungen der Ministerien den Konsumenten sowie den Produzenten von Olivenöl schaden. Fünf Millionen Kunden, die in Israel Olivenöl kaufen, sind gezwungen, den doppelten Preis im Vergleich zu Konsumenten im Ausland zu bezahlen.“ Um Qualitätsolivenöl erschwinglich für die Käufer zu machen, will „Zeita“ die Preise radikal senken.
Vortrag und Kurznachrichten
Mittwoch, 6. Juli 2011
+++ Michael Schneider spricht heute Abend, Mi., 6. Juli um 19.30 Uhr in 19370 Slate in der Kirche zu Slate, Kirchstr. 1, Tel.: 03871-44474, zum Thema: Juden und Christen - Was sie vereint und trennt. +++ Die Küstenwache in Athen hat ein weiteres Schiff der Flottille an der Abfahrt nach Gaza gehindert. Das schwedische Schiff „Juliano“ sollte am Dienstag den Hafen in Athen mit pro-palästinensischen Aktivisten aus Schweden, Griechenland und Norwegen verlassen. +++ Gestern Abend fand im Tel Aviver Park „Ganei Jehoschua“ eine große Veranstaltung für die neuen Rekruten der israelischen Armee statt, die im kommenden Monat zu ihrem Wehrdienst eingezogen werden. Etwa 80 % der neuen Rekruten wollen in Kampfeinheiten dienen. Im Abendprogramm standen Auftritte verschiedener israelischer Künstler. +++ Ein neues Gesetz, dass das Militär und den Gefängnisdienst dazu verpflichtet, israelische Textilprodukte zu kaufen, trat gestern in Kraft. Diese Waren sind bis zu 50 Prozent teurer als ausländische Produkte. Es sollen nun Kleidung, Zelte und Decken aus Blau-Weißer-Produktion erworben werden.
Übergabe von Terroristenleichen in der Kritik
Dienstag, 5. Juli 2011
Die Palästinensische Autonomiebehörde hat am Montag verkündet, dass sie sich mit Israel über die Herausgabe von 84 Leichen von Terroristen geeinigt habe. Die Liste der Terroristen beinhaltet die Leichen der berüchtigtsten Männer und Frauen, die für die schlimmsten Anschläge auf israelische Bürger seit 1967 verantwortlich waren. Auf der Liste steht auch Hanadi Jaradat, die palästinensische Frau, die sich 2003 in Haifas Maxim Restaurant in die Luft sprengte und 21 Menschen dabei mit in den Tod riss. Die Verwandten der Opfer der Terroristen sind außer sich über die Pläne der israelischen Regierung. Der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Dienstag bekannt gegeben, dass die Übergabe vorerst nicht stattfinden werde. Die Gründe liegen in der eventuellen Gefährdung und Bagatellisierung der Verhandlungen um Gilad Shalit.
Israelis per Yacht gegen Gaza-Flottille
Dienstag, 5. Juli 2011
Fünf Aktivisten der israelischen-zionistischen Organisation „Wenn Ihr es wollt“ haben den Teilnehmern der Gaza-Flottille in Griechenland Fahne gezeigt. Sie haben eine Yacht gemietet, daran israelische Flaggen und verschiedene Plakate befestigt, die unter anderem zur Freilassung von Gilad Shalit aufrufen. Außerdem verlangen sie, dass der Gazastreifen von der Herrschaft der Hamas befreit werde. Diese Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, gegen die weltweite Delegitimierung Israels vorzugehen und den Lügen, die über den jüdischen Staat verbreitet und bereitwillig geschluckt werden, ein Ende zu setzen. Auf den Plakaten am Schiff im Bild steht: „Befreit Gaza von der Hamas“, „Falsche Humanisten“, „Rettet das syrische Volk“, „Befreit Gilad Shalit“.
Lieberman verhindert Waffenverkauf an die Türkei
Dienstag, 5. Juli 2011
Außenminister Avigdor Lieberman hat den Verkauf von militärischer Ausrüstung an die Türkei verhindert. Das israelische Verteidigungsministerium will damit die Beziehungen zwischen Jerusalem und Ankara wieder ins rechte Lot rücken, so Beamte des Verteidigungsministeriums am Montag. Damit bestätigen sie einen Bericht im Fernsehkanal Zwei, in dem zur Sprache kam, dass Lieberman und Ehud Barak geteilter Meinung darüber sind, ob Israel den Waffenexport in die Türkei wieder aufnehmen solle. Der Export wurde eingestellt, nachdem die Beziehungen zwischen den beiden Ländern infolge des Gaza-Krieges 2009 problematisch wurden.
Auch Sonntag als freien Tag?
Dienstag, 5. Juli 2011
Ministerpräsident Netanjahu erwägt, den Sonntag auch als arbeitsfreien Tag festzulegen. Zusätzlich zum Samstag – dem Schabbat – soll dieser Tag der Bevölkerung ermöglichen, weitere Zeit mit der Familie zu verbringen. Dazu setzte Netanjahu eine Untersuchungskommission unter Eugene Kendell ein, die alle Aspekte eines solchen Schrittes aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und religiöser Sicht überdenken soll. Initiator dieses Vorschlags ist Vizeministerpräsident Silwan Shalom, der der Meinung ist, dass Israel sich nun endlich dem Rest der Welt angleichen müsse, und den Menschen auch den Sonntag als freien Tag zur Verfügung stellen solle.
Gasleitung von Ägypten nach Israel explodiert
Montag, 4. Juli 2011
Ägyptische Sicherheitskräfte haben berichtet, dass unbekannte Männer am Montag wieder Sprengsätze an der Gasleitung zwischen Ägypten und Israel gezündet haben. Durch die Leitung wird Gas von Ägypten nach Israel und Jordanien geführt. In den frühen Morgenstunden explodierte die Leitung auf der nördlichen Sinai-Halbinsel in Bir Abd, 60 Kilometer östlich des Suez-Kanals. Es war die dritte Sabotage dieser Art seit Februar. Die Männer sollen mit Maschinengewehren bewaffnet gewesen sein und die Sicherheitskräfte gezwungen haben, ihre Station zu verlassen.
Kara trifft Brinkmann in Berlin
Montag, 4. Juli 2011
Am Wochenende traf sich der israelische Abgeordnete der Likud, Ayub Kara, bei einem privaten Besuch in Berlin mit Patrik Brinkmann. Brinkmann ist derzeit damit beschäftigt, eine Partei in Deutschland zu gründen, deren politische Linie eine anti-islamische Richtung einnimmt. Dieses Treffen steht entgegen der offiziellen Außenpolitik des Staates Israel. Die israelischen Botschaften in Berlin und Wien haben vor solchen Treffen aufs Schärfste gewarnt. „Selbst, wenn es sich angeblich darum handele, eine europäische anti-islamische Front zu bilden, versuchen solche Personen und Organisationen von israelischen Instanzen einen politischen ´Koscher-Stempel´ zu erhalten, ohne jedoch ihre antisemitischen Grundeinstellungen zu ändern“, so eine staatliche Quelle.
Diskussion über Gesetzesvorschlag von Tibi
Montag, 4. Juli 2011
Rechtsgerichtete Knessetabgeordnete planen, sich am Montag an den Knessetvorsitzenden Ruby Rivlin zu wenden. Sie wollen ihn dazu auffordern, den Gesetzesvorschlag des arabischen Knessetabgeordneten Ahmed Tibi (Bild, Partei: Vereinigte Arabische Liste) abzulehnen. Tibi will gesetzlich verankern, dass die staatliche Unterstützung für NROs (Nichtregierungsorganisationen) und Organisationen, die die Nakba-Katastrophe der Araber ablehnen, annulliert wird. Der Knessetvorsitzende Rivlin und sein Vize sind allein dazu berechtigt, einen Gesetzesvorschlag abzulehnen, wenn dieser rassistisch ist oder die Existenz des Staates Israel angreift. Der Justiziar der Knesset, Eyal Yinon, hat in einem ungewöhnlichen Schritt entschieden, keine Stellung gegen oder für dieses Gesetz einzunehmen und überließ die Entscheidung Rivlin.
Kirchen gegen Israel
Montag, 4. Juli 2011
Auf einer Konferenz des Ökumenischen Rates der Kirchen (World Council of Churches) in der griechischen Staat Volos wurde der jüdische Staat als „Sünde“ und „Besatzungsmacht“ bezeichnet. Ynet hat am Montag über eine viertägige Konferenz berichtet, bei der Lutheraner aus den USA, Katholiken und Protestanten aus Bethlehem und Nazareth, orthodoxe Christen aus Griechenland und Russland, sowie Prediger aus Beirut und Kopten aus Ägypten zusammengetroffen sind. Bei zahlreichen Vorträgen und Diskussionen wurde Israel der „Entmenschlichung der Palästinenser“ und der theologischen Verblendung durch den Begriff „auserwähltes Volk“ angeklagt. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass es die christliche Pflicht und das Recht sei, den Widerstand gegen die „boshafte Besetzung Israels“ zu praktizieren. Der Patriarch der Antiochia-Kirche, der katholische Melkit Gregory III. Laham (Bild)
Vortrag in Hamburg
Montag, 4. Juli 2011
Michael Schneider spricht heute Nachmittag, Montag, 4. Juli um 15.30 Uhr in 20095 Hamburg, Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e.V., Messberg, Tel.: 040-32527720, zum Thema: Aktuelle Lage in Israel im Lichte der Bibel - und ihre Wunder plus Kurzbericht über die aktuelle Lage
Jordanien ist gegen einen palästinensischen Staat
Freitag, 1. Juli 2011
Die Zeitung der Vereinigten Arabischen Emirate Al-Bayan hat am Donnerstag berichtet, dass die jordanische Regierung gegen die einseitige Etablierung eines palästinensischen Staates stimmen werde. „Jordaniens Staatsräson wäre in Gefahr, sollten die Palästinenser einen eigenen Staat erklären – besonders in Bezug auf das Thema Flüchtlinge, Wasser, Jerusalem, und die Grenzen“, sagte ein ranghoher Vertreter des jordanischen Regimes. Die palästinensischen Araber machen 60 Prozent der jordanischen Bevölkerung aus, so würde das von Beduinen geführte Königreich bald von einem palästinensischen Staat in Judäa und Samaria abhängen.
„Schlaflos in Tel Aviv“
Freitag, 1. Juli 2011
Nachteulen, Schlafwandler und Partyfreunde kamen am Donnerstag in Tel Aviv während der alljährlichen Laila Lavan (dt. „Weiße Nacht“) voll auf ihre Kosten. In der letzten Nacht konnte man in Tel Aviv Konzerte der verschiedensten israelischen Musiker, Ausstellungen in Museen, Präsentationen von Kunstgegenständen und Theateraufführungen im Freien besuchen, sowie die kulinarische Vielfalt, die Tel Aviv bietet, kennenlernen. Die Veranstaltung wurde erstmals 2003 gestartet, als die UNESCO, Tel Aviv aufgrund seiner Bauhaus-Gebäude zum Weltkulturerbe und zur „Weißen Stadt“ erklärt hat.
Minister für Wissenschaften besucht Deutschland
Freitag, 1. Juli 2011
Der israelische Minister für Wissenschaft und Technologie, Prof. Dr. Daniel Hershkovitz, kam diese Woche zu einem mehrtägigen Besuch nach Deutschland. Neben dem Wissenschaftsminister und seiner Gattin Shimona gehörten der Delegation Menachem Greenblum (Generaldirektor des Ministeriums für Wissenschaft), dessen Ehefrau, Ilana Löwi (Abt. Intern. Relations im Ministerium für Wissenschaft) und Liron Zaslansky (Erste Sekretärin für Energie, Umwelt und Wirtschaft an der Botschaft des Staates Israel) an. Stationen seines Besuches waren Lindau, Worms, Aachen, Köln und Jülich. Der Besuch in Worms war Minister Hershkovitz vor allem aus persönlichen Gründen ein Anliegen, da seine Familie aus dieser Stadt stammt.
Fußball für den Frieden
Freitag, 1. Juli 2011
Im Rahmen des internationalen Frauenfußballturniers „Discover Football“ hat am 30. Juni ein von der israelischen und der jordanischen Botschaft organisierter Empfang für das israelisch-jordanisch-palästinensische Team „Mifalot Hinuch“ stattgefunden. Der Gesandte der Botschaft des Staates Israel, Emmanuel Nahshon, begrüßte das Team und erklärte, dass er alle Initiativen für Begegnung und Dialog sehr begrüße, da diese das Verständnis für den jeweils anderen förderten. Auch Mifalot sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Frieden, nach dem sich alle sehnten, so Nahshon. „Es ist gar nicht so wichtig, wie das Fußball-Turnier ausgeht: Ihr habt durch eure Teilnahme alle einen großartigen Beitrag geleistet und seid somit alle ‚Champions of Peace‘“, sagte Nahshon und bedankte sich für die Teilnahme an diesem vorbildlichen Projekt.
Vortrag in Hamburg-Jenfeld
Freitag, 1. Juli 2011
Michael Schneider spricht am Sonntag, 3. Juli um 19.00 Uhr in 22045 Hamburg-Jenfeld, in der Evangelischen Friedenskirche, Gemeindezentrum, Görlitzer Str. 12, Tel.: 040-66858299 zum Thema: Aktuelle Lage in Israel im Lichte der Bibel
Schabbat-Lesungen
Freitag, 1. Juli 2011
„Chukat – Das ist das Gesetz“ 4. Mose 19,1 bis 22,1;
Prophetenlesung: Jesaja 66,1–24 wegen Neumond

Ausschnitt aus der Lesung:
1 Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach: 2 Diese Weise soll ein Gesetz sein, das der HERR geboten hat und gesagt: Sage den Kindern Israel, daß sie zu dir führen ein rötliche Kuh ohne Gebrechen, an der kein Fehl sei und auf die noch nie ein Joch gekommen ist. 3 Und gebt sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager führen und daselbst vor ihm schlachten lassen. 4 Und Eleasar, der Priester, soll von ihrem Blut mit seinem Finger nehmen und stracks gegen die Hütte des Stifts siebenmal sprengen 5 und die Kuh vor ihm verbrennen lassen, beides, ihr Fell und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist.

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