News Archive

Mai 2011

Lob für Israels Afrikahilfe
Dienstag, 31. Mai 2011
Auf einer Konferenz für Afrikahilfe in Herzlia am Sonntag hat der irische Musiker und Initiator der Live Aid – Konzerte, Bob Geldof, Israels Einsatz in Afrika gelobt. Seine Live Aid – Konzerte, die seit 1985 stattfinden, werden zu Gunsten der Hilfe für Afrika veranstaltet. Die Bemühungen Israels werden in der Welt nicht genügend anerkannt, so Geldof. „Es zeigt viel Stärke, wenn ein Land, welches selbst durch Leid und Schmerz geboren wurde, sich dafür einsetzt, Afrika zu helfen.“ In den letzten Jahrzehnten hat sich Israel bei zahlreichen Projekten in Afrika eingesetzt. Ärzteteams und Soldaten der israelischen Armee begeben sich regelmäßig auf den schwarzen Kontinent, um Krankheiten zu heilen, die die Afrikaner allein nicht bewältigen können.
Jerusalems Araber wollen unter Israels Führung leben
Dienstag, 31. Mai 2011
Ein Knessetkomittee für interne Angelegenheiten hat sich am Montag zusammengefunden, um über die Zukunft Jerusalems zu diskutieren. In den letzten Monaten wurde enorm viel Druck auf Israels Regierung ausgeübt, den östlichen Teil der Stadt aufzugeben. Es wurde außerdem bedauert, dass es in manchen Teilen Ostjerusalems schon jetzt kaum israelische Präsenz gebe. Es gab zahlreiche Araber, die sich an das Komitee gewendet haben, mit der Bitte, Israel solle die Kontrolle über Ostjerusalem nicht abgeben.
12 Terrorverdächtige des Islamischen Dschihad festgenommen
Dienstag, 31. Mai 2011
Vergangene Nacht nahmen die israelischen Sicherheitsdienste in der Gegend um Jenin zwölf Personen fest. Sie stehen im Verdacht, mit dem palästinensischen Islamischen Dschihad in Verbindung zu stehen. Alle Personen seien Aktivisten des Islamischen Dschihad in Judäa und Samaria und leiten wahrscheinlich andere Terroristen in der Planung von Terroraktivitäten an, überbringen Gelder und nehmen aktiv am Wiederaufbau von Terrornetzwerken in der Region teil.
Kommt zum 14. Mecklenburgischen
Israel-Seminar!
Dienstag, 31. Mai 2011
In Loiz (bei Sternberg) vom 3. - 10. Juli 2011

israel heute Referent Michael Schneider spricht in Norddeutschland über Israels aktuelle Lage im Nahen Osten, leitet eine Schabbatfeier, hebräische Bibelarbeit, Ausflüge und Workshops. Alles direkt am See und in wunderschöner Natur mit israelischem Flair.

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Kein türkischer Botschafter nach Israel
Montag, 30. Mai 2011
Die türkische Tageszeitung Hurriyet berichtete am Montag, dass Botschafter Kerim Uras (Bild) anstatt nach Israel, nach Österreich geschickt werden würde. In ein paar Wochen sollte er eigentlich planmäßig sein Amt in Tel Aviv antreten. Nach den Geschehnissen auf der Gaza-Flottille „Mavi Marmara“ im letzten Jahr wurde viel diskutiert, ob künftig ein Botschafter aus der Türkei nach Israel entsendet werden würde. Die Zeitung gab auch Vermutungen bekannt, dass der israelische Botschafter in Ankara wahrscheinlich ebenfalls zurückgezogen werde. Die Amtszeit von Gaby Levy läuft Ende des Jahres aus.
Gantz erhält Untersuchungsergebnisse
Montag, 30. Mai 2011
Generalstabschef Benni Gantz erhielt am Sonntag das Ergebnis der Untersuchung des Mordes an Ben-Josef Livnat am Josefsgrab in Nablus. Eine Kommission der Zentralkommandantur des Militärs führte die Untersuchung durch. Am 24. April waren Livnat und andere Beter zum Beten am Josefsgrab zusammen gekommen. Palästinensische Polizeioffiziere haben kurz darauf das Feuer eröffnet, bei dem Livnat tödlich verletzt wurde und kurz darauf verstarb. Fünf andere Beter wurden verletzt. Die palästinensischen Offiziere hätten das Feuer ohne jeglichen Grund eröffnet, da sie durch die Beter in keinerlei Lebensgefahr versetzt wurden.
Kurznews
Montag, 30. Mai 2011
+++ Präsident Peres traf sich in seiner Residenz in Jerusalem mit zwei russischen Kosmonauten und dem amerikanischen Astronauten Garrett Reisman. Einer der russischen Kosmonauten ist Alexey Leonov, der erste Mensch, der im All außerhalb der Raumkapsel „spazieren ging“. Sie nehmen an einem speziellen Bildungstreffen in Beer Sheva teil. +++ Tausende von Motorradfahrern haben sich am Sonntag in Washington, DC versammelt, um das Bewusstsein für Kriegsgefangene und aktuell vermisste Soldaten zu erwecken. Eine Gruppe von etwa 50 israelischen Fahrern hat sich dem Aufmarsch mit israelischen Fahnen mit Gilad Shalits Gesicht angeschlossen. Das Ganze fand nur Stunden vor der Vollendung des 1800sten Tages seiner Gefangenschaft statt. +++ Das Handelsministerium in Teheran hat am Sonntag die „Vorwürfe“ zurückgewiesen, es würden Früchte – hauptsächlich Äpfel und Orangen - aus Israel in den Iran importiert werden
Dank an Kanada
Sonntag, 29. Mai 2011
Israels Außenminister Lieberman bedankte sich beim kanadischen Außenminister, dass der kanadische Premierminister Harper auf dem G-8 Gipfeltreffen in Frankreich dafür gesorgt hat, dass dort keine Referenz über die von den Palästinensern geforderte Grenze von vor 1967 abgegeben wurde.
291,9 Millionen Schekel für Jerusalems Wirtschaft
Freitag, 27. Mai 2011
Netanjahus Kabinett hat am Donnerstag angekündigt, 291,9 Millionen Schekel für Jerusalems Wirtschaft und den Tourismus zu investieren. Kurz nach seiner Rückkehr aus Washington hatte der Premierminister angekündigt, „kreative“ Lösungen für Jerusalem anzubringen. Ein spezielles Treffen soll nächste Woche im Davids Zitadelle-Hotel gegenüber der Altstadt gelegen stattfinden. Die Finanzspritze ist dafür gedacht, Jerusalems Wirtschaft, besonders in der Tourismus-Branche, maßgeblich stärken. Allein 145.5 Millionen des Geldes sollen in die touristische Infrastruktur fließen. Davon gehen 75 Millionen an das Tourismusministerium für den Bau neuer Hotels.
Hymne der syrischen Opposition: Von einem israelischen Sänger!
Freitag, 27. Mai 2011
Auf Bitten der syrischen Oppositionsbewegung hin, schrieb der israelische Sänger Amir Benayun drei Lieder in arabischer Sprache. Er widmete sie den Aktivisten im Ausland, die gegen das Regime von Präsident Bashar Assad kämpfen. Eines der Lieder, „Zini“, wurde bereits zu einem Hit auf YouTube und ist auch der Soundtrack auf den Facebook-Seiten einiger Oppositionsführer. Diese drei Songs sind auch auf Benayuns CD „Zini“ mit dabei, die nur Lieder in arabischer Sprache enthält und Anfang des Monats auf den Markt kam. Alle Lieder enthalten Texte, die aus dem Buch Prediger stammen und von Benayuns Vaters, Maxim, ins Arabische übersetzt wurden. Benayun fügte die Lieder auf seiner CD hinzu, die Kara dann bei einem Treffen mit Führern der 15 syrischen Oppositionsgruppen in der Türkei übergab. Seither wurde der Song „Zini“ zu einer Art Aufruf gegen die Regierung.
Aufstände verschlechtern Friedensindex in Israel
Freitag, 27. Mai 2011
Israel wurde dem jährlichen Bericht des Global Peace Index vom Donnerstag zufolge an 145. Stelle eingeordnet. Der Index schätzt die Friedfertigkeit von 153 Nationen und Regionen ein. Das Land, in dem am meisten Frieden herrsche, sei Island und die gefährlichste Region ist Somalia. Die Resultate zeigen, dass die Vorfälle in der Nah-Ostregion zu dramatischen Veränderungen in der Friedfertigkeit der Region beigetragen haben.
Kurznews
Freitag, 27. Mai 2011
+++ Präsident Shimon Peres gratulierte telefonisch Brigadegeneral Orna Barbivai zum Erhalt des neuen Rangs eines Generalmajors. Barbivai ist die erste Frau mit diesem Rang in der Geschichte des israelischen Militärs. +++ Daniel Shapiro wird der nächste US-Botschafter in Israel warden, entschied der US-Senat am Donnerstag. Shapiro hatte vorher den Posten des Direktors für den Nahen Osten und Nordafrika im Nationalen Sicherheitsrat der USA inne.
Schabbatlesungen
Freitag, 27. Mai 2011
"Bamidbar – In der Wüste": 4. Mose 1,1-4,20.
Haftara-Prophetenlesung: Hosea 2

Jahwe redete zu Mose. Es geschah in der Wüste Sinai, im Zelt der Gottesbegegnung. Ein Jahr und ein Monat waren seit dem Auszug aus Ägypten vergangen. Er sagte: "Ermittelt die Gesamtzahl der Gemeinschaft der Israeliten, geordnet nach ihren Sippen und Familien, Name für Name, Kopf für Kopf, alle Männer, die zwanzig Jahre und älter sind, alle wehrfähigen Israeliten. Mustert sie für ihre Heeresverbände, du und Aaron. Und von jedem Stamm soll euch ein Mann dabei helfen, der ein Sippenoberhaupt ist.
Ashkenasi: „Wir wissen nicht, wo Gilad Shalit ist“
Donnerstag, 26. Mai 2011
Israels ehemaliger Generalstabschef Gabi Ashkenasi sagte am Mittwoch, dass das Militär den entführten Soldaten Gilad Shalit nicht aus dem Gazastreifen befreien kann. „Ich habe versagt. Wir müssen zugeben, dass wir Gilad nicht mit einer militärischen Aktion befreien können“, so Ashkenasi bei einer Ansprache vor einem Geschäftsforum an der Bar-Ilan-Universität. Dort wurde ihm auch die Ehrendoktorwürde verliehen. „Es ist mein Traum, einen Hubschrauber am Eres-Übergang nach Gaza landen zu sehen. Darin sitzt Gilad und ich rufe seine Eltern an, um ihnen mitzuteilen, dass wir ihn befreit haben."
Neue jüdische Häuser in Ostjerusalem eingeweiht
Donnerstag, 26. Mai 2011
Knesset-Sprecher Reuven Rivlin, Umweltschutzminister Gilad Erdan und Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat haben an der Eröffnungszeremonie für eine neue jüdische Nachbarschaft in Ostjerusalem teilgenommen. Die Häuser sollen künftig 100 jüdische Familien beheimaten und befinden sich in der Ortschaft Ras al-Amud in Ostjerusalem. „Israel kann ohne Jerusalem nicht existieren, es würde seine Seele verlieren. Deswegen müssen wir auch weiterhin in allen Teilen der Stadt bauen“, sagte Erdan in seiner Rede. Dutzende palästinensische und linkgerichtete Aktivisten wehrten sich mit Sprechchören und Plakaten gegen den Bau.
Jordanien wird Palästinensischer Staat?
Donnerstag, 26. Mai 2011
Eine Liste mit Unterschriften aus aller Welt wurde bei der jordanischen Botschaft in Israel eingereicht. Die Initiative hat Knessetmitglied Arieh Eldad im Internet gestartet und bis jetzt sind 6000 Unterschriften eingegangen. Der Brief an die Jordanische Botschaft in Israel ruft König Abdullah dazu auf, Jordanien als rechtmäßigen palästinensischen Staat auszurufen. Dort war zu lesen, dass die Aufstände in den arabischen Ländern beweisen, dass der israelisch-palästinensische Konflikt nicht das Hauptproblem im Nahen Osten sei. Die Frustration über die scheinbare Unlösbarkeit des Konflikts liegt daran, dass nie an der Wurzel der Problematik angefangen wurde, so heißt es weiter in dem Anschreiben. Der Grund des Konflikts wurde falsch diagnostiziert.
Rafah-Übergang soll geöffnet werden – Überraschung für Israel
Donnerstag, 26. Mai 2011
Am Mittwochabend gab die ägyptische Nachrichtenagentur MENA bekannt, dass ab kommenden Samstag der Rafah-Grenzübergang für den Verkehr zwischen dem Gazastreifen und Ägypten geöffnet werden wird. Das Ziel ist, die Trennung zu den Palästinensern aufzuheben und eine nationale Versöhnung herbeizuführen. Für die israelische Regierung kam dieser Schritt unerwartet, denn Anfang Mai hatte das Verteidigungswesen nach Durchsicht der Informationen angenommen, dass der Übergang weiterhin geschlossen bleibt. Die Öffnung der Grenze bedeutet eine Störung des Gleichgewichts der Kräfte in dieser Region, weil zum einen Waffen und Terrorinformationen ungehindert „offiziell“ in den Gazastreifen gelangen können.
Kurznews und Vorträge in Deutschland
Donnerstag, 26. Mai 2011
+++ Im Fußball gewann Hapoel Tel Aviv gestern Abend den Staatspokal im Spiel gegen den Favoriten Maccabi Haifa mit 1:0 im Nationalstadion Ramat Gan. Maccabi Haifa hatte gehofft, dieses Jahr wieder einmal einen doppelten Sieg davonzutragen, nachdem sie bereits zum Nationalmeister der Premierliga aufstiegen. +++ Verteidigungsminister Barak und Marine-Kommandeur Vizeadmiral Elieser Merom trafen sich mit dem Kommandeur der chinesischen Marine Wu Shengli im Generalstab Zahals in Tel Aviv. Der Besuch des chinesichen Kommandeurs wird als eine Seltenheit angesehen, denn Israel vermeidet eine aktive militärische Zusammenarbeit mit China aufgrund amerikanischem Einspruches dagegen. +++ Michael Schneider spricht heute Abend, Donnerstag, 26. Mai, um 19.00 Uhr in 83026 Rosenheim. Christengemeinde Neues Leben Inntal, Traberhofstr. 12, Tel.: 0172-8526034 zum Thema: „Juden und Christen – was sie vereint und trennt“ (plus Kurzbericht über die aktuelle Lage)
Weißes Haus zufrieden mit Bibis Rede
Mittwoch, 25. Mai 2011

Premierminister Netanjahu hat am Dienstag eine Rede vor dem amerikanischen Kongress gehalten. Darin sprach er sich für eine Zwei-Staaten-Lösung aus. Der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, verkündete die Zufriedenheit des Kongresses mit Netanjahus Rede, die seine Verpflichtung für Frieden ganz klar zum Ausdruck brachte. Senator John McCain schrieb im Internet bei Twitter: „Ich komme gerade von der kraftvollen Rede Netanjahus. Amerika steht an Israels Seite und wird es immer tun.“ Ben Rhodes vom Nationalen Sicherheitsrat gab zu, dass er Netanjahus Gleichstellung von Al-Qaida und der Hamas zustimme. Netanjahu gab auch bekannt, dass „Israel sehr großzügig sein werde, in Bezug auf die Größe des neuen palästinensischen Staates.“ Sollte es zu einem wahren Frieden kommen, werden einige jüdische Siedlungen möglicherweise außerhalb von Israels Grenzen liegen.

Palästinenser: „Netanjahu zerstört Friedensprozess“
Mittwoch, 25. Mai 2011
Die palästinensische Autonomieführung ist mit der Rede des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im amerikanischen Kongress unzufrieden. In den arabischen Medien in Israel wurde seine Rede als ein klarer „Non –Starter“, als etwas ohne Aussicht auf Erfolg, für neue Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern bezeichnet. „Ihr müsst endlich einsehen, dass Netanjahu Israel in eine Katastrophe hineinstürzen wird“, sagte einer der führenden Fatah-Führer Dschebril Radschub. „Wir werden nicht aufgeben und weiterhin für einen Palästinenserstaat innerhalb den Grenzen vom Juni 1967 kämpfen. Aber dabei werden wir Israel nicht mit einer weißen Fahne entgegenkommen.“
Schalit-Aktivisten stoppen Geldtransporter nach Gaza
Mittwoch, 25. Mai 2011

Dutzende Protestler blockierten gestern den Weg eines gepanzerten Geldtransporters der Firma Brink am Erez-Übergang zum Gaza-Streifen. Der von Israel genehmigte Transporter war mit Geldmitteln im Wert von ca. 9,2 Millionen Euro beladen. Die Aktivisten forderten die Regierung auf, diese Transfers zu unterbinden, bis Gilad Schalit freigelassen wird. Sie umzingelten das Fahrzeug und forderten die Repräsentanten der Firma Brink auf, nicht weiter an diesen Geldtransfers teilzunehmen. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift: „Gelder für die Hamas = andauernde Gefangenschaft von Gilad. Wann wird es enden?“ und „Fischer und Netanjahu, hört auf, Mord zu finanzieren“ (Stanley Fischer ist der Chef der Bank of Israel).

Lebensqualität in Israel
Mittwoch, 25. Mai 2011
Das Leben in Israel ist besser, als man meint. Laut der jüngsten Studie „Better-Life-Index“ der OECD Länder, steht Israels Lebensqualität unter den 34 Mitgliedstaaten auf dem 20. Platz. Diese Untersuchung soll feststellen, wie die Menschen in den verschiedenen Ländern ihre Lebensqualität einschätzen. Untersucht werden Lebensbereiche wie Wohnen, Einkommen, Arbeitsplatz, Erziehung, Sicherheit, Umwelt, Regierung, Gesundheit und vieles mehr. 72% der israelischen Bevölkerung sind mit ihrem Leben im Land zufrieden und dies stellt Israel auf Platz Nr. 9 in den OECD Ländern.
Vorträge in Deutschland
Mittwoch, 25. Mai 2011
Michael Schneider spricht heute Abend, am Mittwoch, 25. Mai, um 20.00 Uhr in 91154 Roth. Landeskirchliche Gemeinschaft, Kupferschmiedstr. 9b, Tel.: 09171-899995 zum Thema: „Aktuelle Lage in Israel im Licht der Bibel“. Am Donnerstag, 26. Mai, um 19.00 Uhr in 83026 Rosenheim. Christengemeinde Neues Leben Inntal, Traberhofstr. 12, Tel.: 0172-8526034 zum Thema: „Juden und Christen – was sie vereint und trennt“ (plus Kurzbericht über die aktuelle Lage)

Netanjahu: „Unterstützung für Israel hält Amerika zusammen“
Dienstag, 24. Mai 2011
Premierminister Benjamin Netanjahu sprach am Dienstag vor der AIPAC (dt. Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten) in den USA. Dabei hob er hervor, dass Israel nicht das Problem im Nahen Osten sei, sondern die Lösung. Vor dem zahlreichen Gästen der Gala hat er noch einmal verdeutlicht, es sei ihm zufolge falsch, Israel pausenlos für den Konflikt im Nahen Osten verantwortlich zu machen. Er erinnerte daran, dass die Wurzeln der neuesten Geschehnisse im Nahen Osten offensichtlich nicht in Israel liegen. Auch verwies er auf die starke Verbindung zwischen den USA und Israel, die hauptsächlich zwischen den Völkern und nicht den Regierungen bestehe. „Die Unterstützung für Israel ist das, was Amerika zusammenhält“, so der Premierminister.
Mugrabi-Tor zum Tempelberg soll abgerissen werden
Dienstag, 24. Mai 2011
Der Ingenieur des Jerusalemer Stadtrates sandte einen strengen Brief an den Western Wall Fonds, mit der Aufforderung, die temporäre Brücke zum Mugrabi-Tor auf dem Tempelberg abzureißen. Dies soll innerhalb von zwei Wochen vonstattengehen. Andernfalls würde dies von der Stadt durchgeführt werden. Der überdachte Aufgang wurde im Jahr 2004, nachdem die alte Brücke wetterbedingt teilweise eingestürzt war, erbaut. Er ist der Haupt-Zugang zum Tempelberg für nichtmoslemische Besucher. Auch die Sicherheitskräfte haben ihn bei Notfällen genutzt. „Die jetzige Brücke war von vornherein nicht als die permanente Lösung gedacht und ist für private Besucher und Sicherheitszwecke nicht ausreichend“, so die Stadtverwaltung gegenüber der Jerusalem Post.
Türkische Minister ignorieren israelische Feier in Ankara
Dienstag, 24. Mai 2011
Bei der traditionellen Feier zum Unabhängigkeitstag in der israelischen Botschaft in Ankara/Türkei, die diese Woche stattfand, waren die türkischen Minister nicht anwesend. Alle hätten der Botschaft zufolge Einladungen erhalten. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu (Bild) meinte, dass es keine Absprache in der Regierung gegeben habe, nicht an der Feier teilzunehmen. Die Minister hätten einfach kein Interesse daran gehabt. Einige Dutzend ausländische Diplomaten folgten der israelischen Einladung sowie auch vier Parlamentsmitglieder und zwei ehemalige Minister der türkischen Regierung. Außerdem erschien auch ein Vertreter des Außenministeriums und des türkischen Militärs. Gaby Levy, der Botschafter Israels in der Türkei, meinte zu der Abwesenheit der Minister, dass dies die Beziehungen zwischen den beiden Ländern wiederspiegelt.
Kurznews und Vorträge in Deutschland
Dienstag, 24. Mai 2011
+++ Die israelischen Kühe sind die Weltmeister in der Milchproduktion. Durchschnittlich gibt jede Kuh jährlich 11.667 Liter Milch, das gab am Montag das Landwirtschaftsministerium bekannt. Israelis haben im Jahr 2010 im Durchschnitt 900 Glas Milch oder 180 Liter getrunken. +++ Der Wein „Special Reserve 2008“ des Weinguts Recanati war der einzige israelische Wein unter mehreren anderen Weinen aus Israel, der beim Wettbewerb „Decanter 2011“ in London die Goldmedaille gewann. +++ Michael Schneider spricht heute Abend, Dienstag, 24. Mai, um 19.00 Uhr in 67657 Kaiserslautern. Evangeliums-Christen-Gemeinde, Adam-Hoffmann-Str. 11, Tel.: 06306-6052 zum Thema: „Aktuelle Lage in Israel im Licht der Bibel“.
Hamas: „Die USA werden uns nie überzeugen, Israel anzuerkennen“
Montag, 23. Mai 2011
Der Sprecher der Hamas, Sami Abu Zuhri (Bild), sagte, „die amerikanischen Regierung hat es nie geschafft und wird es auch nicht fertig bringen, dass wir Israel anerkennen.“ Damit reagierte die Hamas offiziell auf die Rede von Präsident Obama vor der AIPAC (dt. Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten) am Sonntag. „Die USA bevorzugen Israel ganz klar und das auf Kosten der Freiheit der Palästinenser und deren Recht auf Selbstbestimmung.“ In seiner Rede bezeichnete Obama das kürzlich geschlossene Bündnis von Fatah und Hamas als „enormes Hindernis zum Frieden. Kein Land kann mit einer Terrororganisation verhandeln, dass sich seine Zerstörung auf die Fahnen geschrieben hat.“ Hamas-Sprecher Abu Zuhri erklärte, dass „Obamas Rede beweist, dass es ein Fehler sei, der amerikanischen Regierung als fairem Vermittler zu vertrauen“. Al-Bardwil gab bekannt, dass sich die Hamas jetzt eher an europäische Führer für Unterstützung wenden werde.
Assad für Schaden durch syrische Aufständler verantwortlich
Montag, 23. Mai 2011
In einem speziellen Interview der israelischen Tageszeitung Israel Hayom sagte Scheich Abdallah Tamimi, dass der syrische Präsident für die Zerstörungen an Israels Grenzzaun am Nakba-Tag verantwortlich sei. Tamimi ist einer der Führer der syrischen Opposition. Außerdem sei, ihm zufolge, Assad auch für die Unruhen in dem Drusendorf Majd al Shams zur Verantwortung zu ziehen. Hunderte Syrier haben am vergangenen Freitag, dem Katastrophentag, die Grenzzäune zwischen Israel und Syrien zerstört. Die Regierung habe der palästinensischen Abteilung im syrischen Militär befohlen, diese Provokation zu organisieren.
Hunderttausende feiern Lag Ba Omer in Meron
Montag, 23. Mai 2011
In Meron, am Grab des Rabbi Shimon Bar Juchai, der das „Buch des Sohar“ – die Kabbalah – niederschrieb, versammelten sich am Samstagabend, wie jedes Jahr, hunderttausende Juden, um den 33. Tag in der 49-tägigen Zählung des Omer vom Pessachfest bis zum Schawuot-Fest (Fest der Thoraübergabe am Berg Sinai) zu feiern. An diesem Tag verstarb Rabbi Shimon Bar Juchai und ordnete an, dass der Tag in jedem Jahr freudig begangen werden sollte. Dort und auch in ganz Israel werden deshalb Lagerfeuer angezündet. Dreijährigen Knaben wird an diesem Tag zum ersten Mal eine Locke, des seit der Geburt wachsenden Haares, abgeschnitten. Dies bedeutet, dass der Junge jetzt aus dem Babyalter heraus ist und beginnen kann, die ersten Mitzwot-Gebote zu beachten.
Kurznews und Vorträge in Deutschland
Montag, 23. Mai 2011
+++ Gestern wanderte die 103-jährige Jüdin Sylvia Lee aus London nach Israel ein. Damit wurde für sie ein lebenslanger Traum wahr. +++ Der israelische Regisseur Joseph Cedar und sein Film „Fußnote“ (hebr. „Hearat Shulaim“) erhielt beim internationalen Filmfestival in Cannes eine Auszeichnung für das beste Drehbuch. +++ Michael Schneider spricht heute Abend, Montag, 23. Mai, um 19.00 Uhr in 53919 Weilerswist. Christliche Batistengemeinde, Aula der Gesamtschule, Martin-Luther-Str., Tel.: 02251-8900999 zum Thema: „Juden und Christen – was sie vereint und trennt“. +++
Finanzhilfe für palästinensische Organisation gestoppt
Sonntag, 22. Mai 2011
Die Schweizer Regierung hat ihre Finanzhilfe an die pro-palästinensische BADIL Organisation gestoppt, weil dieser Verein mit dem Geld „schlimmste antisemitische Propaganda“ betrieb, u.a. Fernseh-Zeichentrickfilme finanzierte, in dem dargestellt wird, wie Israelis das Blut palästinensischer Kinder trinken.
Netanjahu: Kein Zurück zu ´67er Grenzen
Sonntag, 22. Mai 2011
Bei dem zweistündigen Treffen am Freitag zwischen Ministerpräsident Netanjahu und US-Präsident Barack Obama, sagte Netanjahu, dass Israel unter keinen Umständen auf die Grenzen von 1967 zurückgehen werde. Dies sei ein Risiko was man nicht eingehen kann. Heute wird Obama vor der AIPAC sprechen - die größte Pro-Israel-Lobby in den USA - eine Rede halten und wird hauptsächlich die Dinge erwähnen, die die beiden Staaten vereint. Es wird spekuliert ob Obama dabei die Absicht bekannt geben wird, Israel im Sommer zu besuchen.
Pferdewetten nun auch in Israel
Freitag, 20. Mai 2011
Das Finanzkomitee der Knesset hat dem Wetten bei Pferderennen in Europa zugestimmt. Israelis werden bald in der Lage sein, ein Wettformular an einer Lotteriestation in Israel für Pferderennen in Frankreich, Schweden, Großbritannien und andere Länder auszufüllen. Darüber hinaus können Wetten auch über das Internet oder das Telefon abgegeben werden. Die Liste der Rennen können auf den Webseiten und Standorten der Vermittler abgerufen werden. Dort ist es auch möglich, die Rennen auf großen Bildschirmen mit zu verfolgen. Die Gewinne können direkt nach dem Rennen an den Standorten abgeholt werden.
Filmemacher Coen-Brüder: „Es ist ein Fehler, Israel zu boykottieren“
Freitag, 20. Mai 2011
Die erfolgreichen Hollywood-Regisseure Ethan und Joel Cohen haben in Israel den Dan-David-Preis der Tel Aviv Universität entgegengenommen. Der Preis ist mit einer Million Euro prämiert. Er ehrt besondere kreative Leistungen, die einen außergewöhnlichen kulturellen, technologischen, wissenschaftlichen oder sozialen Einfluss haben. Ein Zehntel des Preises geht an die Studenten der Tel Aviv Universität, die in genau diesen Bereichen arbeiten. Bei Interviews in Israel wurden die Brüder auch nach ihrer Meinung über den Israel-Boykott vieler Musiker und Künstler gefragt. Ihnen zufolge bringe der Boykott von Israel keinen politischen Fortschritt und sei darüber hinaus schlichtweg falsch.
Widersprüchliche Angaben zur Wasserkrise
Freitag, 20. Mai 2011
Prof. Uri Shani, der ehemalige Vorsitzende der israelischen Wasserbehörde Mekorot sagte im TV-Kanal Zwei, dass Israel die Wasserkrise weitgehend überstanden hätte. Das sei dem Fortschritt in der Meerwasserentsalzung und den reichen Niederschlägen im vergangenen Winter zu verdanken. „Die Hauptgründe dafür sind natürlich nicht die Regenfälle sondern die Wasserentsalzungsanlagen. Diese wurden in Rekordtempo aufgebaut. Die existenzielle Gefahr von einem nie dagewesenen Wassermangel ist vorbei“, so Shani. Andererseits sagte die Wasserbehörde, dass wegen der unzureichenden Regenfälle in den letzten sechs Jahren eine Milliarde Kubikmeter Wasser fehlen würde. Außerdem liegen die Niederschläge noch immer unter dem jährlichen Durchschnitt, so der Sprecher von Mekorot, Uri Schor. Bis Ende April waren nur etwa 89% des durchschnittlichen Regens gefallen.
Am Freitag sollen Israels Grenzen gestürmt werden
Donnerstag, 19. Mai 2011
Eine neue pro-palästinensische Gruppe hat alle Araber über das soziale Netzwerk Facebook mit einem neuen Aufruf zu Aufständen am Freitag, den 20.5.2011, animiert. Nach dem Freitagsgebet soll mit einem Sturm auf Israels Grenzen begonnen werden. Die Gruppe nennt sich „Dritte Palästinensische Intifada“ und will die Geschehnisse und Opfer des vergangenen „Nakba-Tages“ vergangenen Sonntag rächen. Auch andere Gruppen im Facebook haben sich den Aufrufen angeschlossen und versuchen so viele Araber wie möglich zu bewegen. Die Hauptseite „Dritte Palästinensische Intifada“ haben bisher 100.000 Menschen mit dem „Gefällt mir“-Klick auf Facebook gelobt.
„Schmerzliche Kompromisse“ beim Treffen mit Obama?
Donnerstag, 19. Mai 2011
Premierminister Netanjahu hat auf einer Konferenz bezüglich des kommenden Treffens mit Obama angekündigt, wenn nötig, „schmerzliche Kompromisse“ einzugehen. Dabei könnten Juden in relativ isolierten Bereichen in Judäa und Samaria entwurzelt werden. In seiner Rede vor der Knesset sagte Netanjahu jedoch auch, dass die Wurzeln des arabisch-israelischen Konflikts nicht im Jahre 1967 liegen. Demnach werde er nicht auf die Forderungen der Palästinenser eingehen und die Hälfte von Jerusalem aufgeben, sowie das Rückkehrrecht für im Ausland lebende Araber gewähren.
In einem Interview mit der Los Angeles Times hat Verteidigungsminister Ehud Barak Premierminister Netanjahu vor dem Treffen mit Präsident Obama gewarnt. Netanjahu solle sich nicht „wagemutig“ auf eine Friedeninitiative einlassen, denn dadurch würde Israel mehr und mehr isoliert werden.
Mosche Katzavs Haftantritt erneut verschoben
Donnerstag, 19. Mai 2011
Israels ehemaliger Präsident Mosche Katzav, der wegen zweifacher Vergewaltigung und sexueller Belästigung zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, sollte diese bereits angetreten haben. Er legte jedoch Berufung ein. Am Mittwoch entschied Richter Danziger vom Obersten Gerichtshof, dass Katzav noch nicht ins Gefängnis muss. Dies steht entgegen der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, die festlegte, dass eine Berufung erst behandelt werden solle, wenn Katzav im Gefängnis sei. Die Anwälte Katzavs verwiesen darauf, dass Katzav Präsident war und sollte sich herausstellen, dass er diese Taten nicht begangen habe, wäre es eine Schande für den Staat Israel.
Spannung zwischen Russland und Israel
Donnerstag, 19. Mai 2011
Der israelische Militärattaché in Moskau, Oberst Vadim Leiderman, wurde wegen dem Verdacht der Spionage von den russischen Behörden verhört und dann des Landes verwiesen. Aufgrund seiner diplomatischen Immunität wurde er nicht verhaftet. Man wirft ihm vor, für Israel spioniert zu haben, was jedoch vom israelischen Verteidigungsministerium zurückgewiesen wurde. Man habe das Verhalten Leidermans überprüft und keinerlei Fehlverhalten entdeckt. Am Samstagabend kehrte Leiderman mit seiner Familie nach Israel zurück und wurde sofort er von Vertretern des Militärs, des Sicherheitsdienstes Schin-Beth und des Verteidigungsministeriums verhört. Von diesen Behörden wurde mitgeteilt, dass die russische Behauptung von allen Seiten untersucht wurde, jedoch keine Auffälligkeit im Verhalten des Attachés gefunden werden konnte.
Erster arabischer TV-Sender in Israel
Mittwoch, 18. Mai 2011
Der erste arabische Sender in Israel wird „Hala TV“ heißen und wurde von einer arabischen Organisation ins Leben gerufen. Das Kommunikations-ministerium hat erstmals der Etablierung einer unabhängigen arabischen Nachrichtenstation zugestimmt. In drei Monaten soll mit der Übertragung begonnen werden. Das israelische staatliche Fernsehen sendet bisher einige Stunden am Tag in Arabisch und auch Al-Jazeera kann in Israel empfangen werden. Jafar Farah des arabischen Solidaritätszentrum Mossawa sagte, es sei ein „wichtiger Schritt, um die arabischen Bewohner Israels zu unterstützen.“
Der Lügendetektor ergab: Uzi Arad war Informationslücke
Mittwoch, 18. Mai 2011
Der Leiter des Nationalen Sicherheitsrats, Uzi Arad, war derjenige, der den Medien geheime Informationen zukommen ließ. Dies berichtete Israels Kanal Zehn am Dienstagabend. Schon vor zwei Monaten ist er von seinem Amt zurückgetreten, aus Angst angeklagt zu werden. Durch Lügendetektortests, die vom israelischen Inlandsgeheimdienst Schin Bet durchgeführt wurden, kamen die Tatsachen ans Licht. Benjamin Netanjahu und Senior Schin Bet Beamte informierten den Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein, dass Arad für das Informationsleck verantwortlich sei. Weinstein hat entschieden, dass Arad die vertraulichen Informationen nicht absichtlich preisgab und so wurde er nicht verurteilt.
Philosophie-Festival in Jerusalem
Mittwoch, 18. Mai 2011
In Jerusalems Viertel Mishkenot Shaananim beginnt am Mittwoch das erste Philosophie-Festival seiner Art unter dem Slogan „Efschar Lachschov – Es darf gedacht werden“. An dem Event nehmen israelische und internationale Schriftsteller, Theoretiker, Musiker und andere Künstler teil. Das dreitätige Festival eröffnet die Jerusalemer Kultursaison. Die Präsidentin der Jerusalem Foundation, Ruth Cheschin, meinte, dass dieses Festival eine Weiterführung der Vision der Organisation seit der Renovierung des Viertels Mishkenot Shaananim im Jahr 1973 sei. Es soll ein internationales Kulturzentrum für Geistesmenschen aus allen Teilen der Welt und Bereichen der Wissenschaft werden, die aus Jerusalems speziellem Charakter Muse schöpfen wollen.
Formeller Protest gegen UNO-Untergeneralsekretärin
Mittwoch, 18. Mai 2011
Vize-Außenminister Danny Ayalon traf sich am Dienstag mit Valerie Amos (l.), der UNO-Untergeneralsekretärin für humanitäre Angelegenheiten und Koordinatorin für Notstandshilfe und Kristalina Georgieva, der Kommissarin der EU für internationale Zusammenarbeit. Bei dem Treffen kritisierte Ayalon Valerie Amos, die gewalttätige Personen, die am „Nakba-Tag“ illegal nach Israel eingedrungen sind und Unruhe gestiftet haben, als „Unschuldige“ einstufte. Diese Aussage beweise ihre Doppelzüngigkeit gegenüber Israel: „Ein hoher Beamter der UNO muss die provokative Gewalt gegen Israel, seine Bürger und seine Souveränität verurteilen. Und nicht mit dem Finger auf eine Demokratie zeigen, die versucht, sich zu verteidigen. Israel hat das Recht und die Pflicht, wie jede andere Nation auch, sich und seine Grenzen zu beschützen. Es ist enttäuschend, dass die Person die für humanitäre Affären in der UNO verantwortlich ist, Erklärungen fordert, warum die Grenzverteidigung ein fundamentales Recht der Bürger Israels ist."
Kurznachrichten
Mittwoch, 18. Mai 2011
+++ Michael Schneider spricht heute Abend um 19.30 Uhr in 90471 Nürnberg-Langwasser. Freie Christengemeinde, Annette-Kolb-Str. 63, Tel.: 0911-675922 zum Thema: „Juden und Christen – was sie vereint und trennt“. +++ Tourismusminister Stas Misezhnikov, der Knessetvorsitzende Reuben Rivlin und Motti Fein von der Abteilung für Münzen der Bank of Israel, weihten die neue Münze zu Ehren des Toten Meeres ein (Bild). Sie dankten Ministerpräsident Netanjahu für seinen Einsatz, das Tote Meer als eines der sieben neuen Weltwunder der Natur zu erklären. Die Wahl findet am 11. November 2011 statt. +++ Der Botschafter Japans in Israel, Haruhisa Takeuchi, hat die Mitglieder der Zaka-Hilfstruppe empfangen. Diese waren in Japan nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami im Einsatz. Der Botschafter dankte ihnen herzlichst für die hervorragende Arbeit, auch im Namen des gesamten Landes. „Wir schätzen die Hilfe von Zaka bei Katastrophen weltweit sehr, die ungeachtet von Religion oder Herkunft geleistet wird.“
Syrer gelangte bis nach Tel Aviv
Dienstag, 17. Mai 2011
Hassan Chidshasi (28), ein Beamter im syrischen Bildungsministerium, gelangte durch die „Nakba-Tag“- Unruhen am Sonntag bis nach Tel Aviv. Er drang über den Grenzzaun auf den Golanhöhen beim Drusendorf Majd al Shams nach Israel ein. In einem Interview mit dem Kanal Zehn des israelischen Fernsehens erklärte er, wie er es bis ins Zentrum des Landes geschafft hat. Israelische und europäische Friedensaktivisten halfen ihm, weil sie dachten, er sei Israeli. Er wollte seiner angeblichen Heimatstadt Jaffo einen Besuch abstatten. Obwohl er und seine Eltern in Syrien geboren sind, steht in seinem Personalausweis, dass er aus Jaffo stammt. Er habe das Durcheinander am arabischen „Katastrophentag“ ausgenutzt, um tiefer nach Israel einzudringen.
Bahnprojekt zwischen Deutschland und Israel gestrichen
Dienstag, 17. Mai 2011
Die Regierung in Deutschland und die Deutsche Bahn International haben sich gegen ein Gemeinschaftsprojekt mit der israelischen Bahn für einen Hochgeschwindigkeitszug entschieden. Ein kleiner Teil der geplanten Strecke würde durch das sogenannte Westjordanland führen. Der deutsche Verkehrsminister, Peter Ramsauer, der palästinensische Außenminister Malki und Mitglieder des deutschen Parlaments und der Presse haben sich gegen das Projekt der Deutschen Bahn International ausgesprochen. „Das israelische Eisenbahnprojekt ist aus außenpolitischer Sicht problematisch und auch in Bezug auf internationales Recht“, so Ramsauer.
Der Status des sogenannten Westjordanlands fällt unter die Rubrik „ungeklärt“ und ist ein untrennbarer Teil der Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern.
Hat der „Sohn der Hamas“ christliche Zionisten irregeführt?
Dienstag, 17. Mai 2011
Mosab Josef, der Autor des Buches „Sohn der Hamas“, wird angeklagt, pro-israelische Kirchen für seinen eigenen Profit irregeführt zu haben. Darüber hinaus soll er ihren Blick auf den jüdischen Staat negativ beeinflusst haben. Das behaupten ehemalige palästinensische Terroristen, die, wie er, zum Christentum konvertiert sind. Mosab ist der Sohn eines bekannten Führers der Hamas, der zum Christentum übertrat und seitdem von der Hamas verfolgt wird. Das Buch „Sohn der Hamas“, in dem er seine Erlebnisse verarbeitet, soll nun dem Ex-PLO-Mitglied, Walid Shoebat, zufolge gelogen sein. Shoebat ist auch zum Christentum konvertiert und behauptet, dass Mosab Israel hasst und in seiner neuen Heimat, den USA, Seminare hält, die zur Zerstörung Israels aufrufen.
Israel überwies die Gelder an die Palästinenser
Dienstag, 17. Mai 2011
Das Finanzministerium überwies am Montag 70,7 Millionen Euro (353 Millionen Schekel) an die Palästinensische Autonomiebehörde. Und das obwohl die Regierung entschieden hatte, den Geldfluss an die PA wegen dem Versöhnungsabkommen zwischen Fatah und Hamas einzufrieren. Minister Juval Steinitz wies die aufgekommene Kritik über diesen Kurswechsel scharf zurück und sagte, dass er von vorherein festgelegt hatte, die Einfrierung der Gelder sei nur temporär. „Ich habe deswegen den Ausdruck ´eine Gelbe Karte für die Palästinenser ziehen´ geprägt und jeder versteht, dass eine gelbe Karte keine rote Karte ist“, so Steinitz. „Ich bin keinen Zickzack-Kurs gefahren und die Palästinenser waren erstaunt, dass wir trotz dem Druck aus dem Ausland stand hielten. Sie haben verstanden, dass wir es ernst meinen und das nächste Mal nicht nachgeben werden.“
Kurznachrichten
Dienstag, 17. Mai 2011
+++ Präsident Shimon Peres traf mit Prinzessin Dr. Chulabhorn Mahidol von Thailand zusammen. Sie ist in ihrem Land Doktor der Wissenschaften und Präsidentin des Krebsforschungsinstitutes in Thailand. +++ Die israelische Fußballmannschaft Maccabi Haifa spielte gestern im Finale des Nationalmeisters Israels im Kiriat Elieser-Stadion von Haifa und besiegte Ironi Kiriat Schmona mit 2:0 und eroberte sich damit den Titel des Nationalmeisters zurück. +++ Die israelische Marine hat ein unter moldawischer Flagge fahrendes Schiff vor der Küste des Gaza-Streifens zum Abdrehen gezwungen. Das von einer malaysischen Organisation gecharterte Schiff war von Ägypten aus unterwegs. Angeblich war es mit Baumaterial für die Kanalisation von Gaza-Stadt beladen.
„Nakba-Tag“: Armee stoppt gewaltsam Syrer am Grenzzaun
Montag, 16. Mai 2011
Hunderte syrische Zivilisten haben am Sonntag den Grenzzaun zwischen Israel und Syrien auf den Golanhöhen durchbrochen. Damit eskalierten die Proteste zum Nakba-Tag, an dem die arabische Welt die Staatsgründung Israels als Katastrophe betrauert. Die Eindringlinge stießen mit israelischen Soldaten zusammen, die die Erlaubnis hatten, das Feuer zu eröffnen. Vier Syrer wurden dabei getötet und Dutzende weitere verletzt. Mindestens fünf israelische Soldaten wurden ebenfalls verletzt. Eine große Zahl Syrer sind tiefer auf israelisches Gebiet geflohen, werden jedoch vom Militär verfolgt. Auch versammelten sich arabische Demonstranten an der libanesisch-israelischen Grenze und drohten mit einem Durchbruch. Soldaten schossen über deren Köpfe hinweg, was die Massen vom weiteren Vorgehen abhielt. In Jerusalem (Bild) brach auch Gewalt aus, als Araber Steine auf die Polizei und israelische Fahrzeuge warfen sowie Molotov-Cocktails auf das Hadassah-Krankenhaus auf dem Skopus-Berg schleuderten.
Militärführung besorgt: Grenz-Proteste könnten zur Routine werden
Montag, 16. Mai 2011
„Das war erst der Anfang.“ So bewerten hochrangige israelische Militärs die gewalttätigen Demonstrationen an den israelischen Grenzen am Wochenende. Künftig könnten dann nicht nur 1.000 Syrer versuchen, die Grenze auf den Golanhöhen zu durchbrechen, sondern 10.000 Palästinenser könnten auf die Gaza-Grenze losstürmen, oder Palästinenser aus Jordanien könnten einen Massenaufmarsch durch das Jordantal initiieren. Im Vorfeld der Gründung eines Palästinenserstaates im September könnte dies ein durchaus realistisches Szenario sein, hieß es. Am Sonntag hatte die israelische Armee plötzlich an vier verschiedenen Fronten zu kämpfen: An der syrischen Grenze, der libanesischen, am Gazastreifen und im sogenannten Westjordanland.
Eukalyptus-Bäume gegen Raketen aus Gaza
Montag, 16. Mai 2011
Der jüdische Nationalfonds (KKL) verstärkt die Arbeit an dem Grenzschutzprojekt mit der Gaza-Division des israelischen Militärs. Der KKL plant eine zwölf Kilometer lange Strecke entlang der Grenze zum Gazastreifen mit Eukalyptus-Bäumen zu bepflanzen, um damit die Sicht von Gaza auf die israelischen Ortschaften zu blockieren. So soll es in Zukunft unmöglich gemacht werden, Anti-Panzerraketen auf diese Gebiete abzufeuern. Für deren Steuerung muss der Schütze das Ziel im Auge haben, um dann die Rakete abzuschießen.
„Wilde“ Müllablagerungen im Westjordanland bald beendet
Montag, 16. Mai 2011
Die israelische Ziviladministration des Militärs hat einen Bericht über den Status der zwei im sogenannten Westjordanland geplanten Festmüllverarbeitungsanlagen vorgelegt. Eine soll bei El-Minya neben Bethlehem errichtet werden, die Pläne dafür wurden schon genehmigt. Die zweite Anlage soll bei Ramun bei Ramallah gebaut werden, doch müssen die Pläne erst noch eingereicht werden. Diese Anlagen sind dringend notwendig, denn die Zahl der Bewohner steigt an und es gibt keine richtige geordnete Müllkippe, oder die existierenden Müllhalden sind nicht umweltfreundlich.
Kurznachrichten
Montag, 16. Mai 2011
+++ Wegen der Nakba-Proteste fand ein Vorfall in Tel Aviv nur wenig internationale Aufmerksamkeit: Dort hatte ein 22 Jahre alter arabischer Lastwagenfahrer mehrere Autos gerammt. Der 20-Tonner prallte auch noch gegen einen Bus. In einem überrollten Auto starb ein 29-jähriger Israeli, 17 Menschen wurden verletzt. Augenzeugen erklärten, es habe sich ganz offensichtlich um einen Terroranschlag gehandelt. +++ Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat die gewalttätigen Proteste am Nakba-Tag so kommentiert: „Das Blut der Nakba-Todesopfer wurde nicht vergeblich vergossen. Sie starben für die Rechte und die Freiheit des palästinensischen Volkes.“
Unruhen in Jerusalem – Palästinenser kündigen blutigen Kampf an
Samstag, 14. Mai 2011
Nach dem Tod eines 17-jährigen Palästinensers drohen die Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Israelis zu eskalieren. Es stünden Tage der Gewalt und des Blutes bevor, kündigte ein arabischer Einwohner des Stadtteils Silwan gegenüber der Nachrichtenagentur „Ynet“ an. Eine aufgebrachte Menschenmenge hatte am Samstag den Trauerzug des 17-jährigen Milad Ayache durch den Jerusalemer Stadtteil Silwan zum muslimischen Friedhof am Tempelberg begleitet. Wer am Freitag während eines gewalttätigen Araber-Protests den tödlichen Schuss auf den Teenager abgegeben hat, ist allerdings unklar. Die Polizei versicherte, sie habe nicht geschossen, sondern lediglich Tränengas eingesetzt. Die Behörden wollten die Leiche des Jungen obduzieren, was seine Familie jedoch ablehnte. Aufgebrachte Palästinenser warfen den Israelis vor, „ihre Polizei und die Siedler“ hätten vorsätzlich ein Kind ermordet.
Millionen Koreaner studieren täglich den Talmud
Freitag, 13. Mai 2011
Fast 40 Millionen Koreaner studieren in der Schule täglich den Talmud, „um solche Genies, wie die Juden zu werden.“ Das hat der südkoreanische Botschafter Young Sam Ma (Foto) im israelischen Fernsehen berichtet. Fast jedes Haus in Südkorea besitze eine übersetzte Version des Talmuds. Eine Sammlung antiker Schriften bezüglich des jüdischen Zivil- und Religionsrechts wurde als Pflichtliteratur in den Lehrplan der Schulen integriert. In einem Land mit fast 49 Millionen Menschen, von denen die meisten Christen oder Buddhisten sind, lesen mehr Menschen den Talmud als im jüdischen Staat – oder besitzen mindestens eine Kopie davon. Südkoreanische Mütter lesen ihren Kindern sogar daraus vor. „Wir waren schon immer von den Fähigkeiten der Juden fasziniert und wollen wissen, wie sie unter allen Völkern der Welt so großartige Leistungen vollbringen konnten“, so der Botschafter.
Orthodoxe Juden wollen weiter auf dem Tempelberg beten
Freitag, 13. Mai 2011
Eine Gruppe orthodoxer Juden hat am Unabhängigkeitstag den Jerusalemer Tempelberg besucht. Die Männer beteten dort das aus verschiedenen Psalmen bestehende Hallel-Gebet, das immer an Festtagen gebetet wird. Sie taten dies gegenüber dem Platz, wo der Tempel einst stand, und baten um „die baldige Befreiung des Berges aus den Händen der Judenhasser“ und dankten, dass sie diesen heiligen Boden betreten konnten. Auf dem Tempelberg stehen der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee, das Gelände wird von Muslimen beansprucht. Sie betrachten die jüdischen Gebete als Provokation. Einer der Rabbiner hielt dennoch eine Ansprache über die Wichtigkeit, den Tempelberg zu besuchen. „Der Tempelberg ist die heiligste Stätte für das Volk Israel. Wir durften den Berg in ritueller Reinheit und in heiliger Andacht betreten. Auf solch einen Augenblick warteten unsere Vorväter hunderte von Jahren und beteten für eine Heimkehr nach Zion.“
„Amnesty“: Palästinenser lassen „Kollaborateure“ umbringen
Freitag, 13. Mai 2011
„Amnesty international“ hat im neuesten Jahresbericht der Palästinensischen Autonomiebehörde, der Hamas und Israel Menschenrechts-verletzungen vorgeworfen. Der Bericht kritisiert insbesondere, dass im Gazastreifen Palästinenser hingerichtet werden, weil sie angeblich mit Israel zusammenarbeiten. Im sogenannten Westjordanland, dem biblischen Judäa und Samaria, würden „Kollaborateure“ gefoltert, kritisiert die Menschenrechtsorganisation. Dem Bericht zufolge wurden im Gazastreifen 2011 mindestens elf Menschen zum Tode verurteilt. Fünf seien von der regierenden Hamas hingerichtet worden, wobei ihre Prozesse nicht die internationalen Standards erfüllt hätten. Was Folterungen und Misshandlungen angehe, gebe es über 150 Beschwerden aus dem Westjordanland und über 200 aus dem Gazastreifen.
Weinkellerei Bar Giyora bereitet sich auf neue Rotweine vor
Freitag, 13. Mai 2011
In der kommenden Woche wird die Weinkellerei Bar Giyora ihre neuen Rotweine des Jahrgangs 2009 in Flaschen abfüllen. Dabei werden alle Angehörigen der Familien Schneider und Aviton sowie Freunde teilnehmen, ein jährliches Wein- und Arbeitsfest zwischen den jüdischen Feiertagen Pessach und Schwuot. Die Rotweine Caberent Sauvignon, Merlot und Petit Verdot haben für 18 Monate in Eichenfässer geruht. Im Herbst, nachdem die Rotweine für mehrere Monate in den Flaschen lagerten, wird die Weinkellerei dann den Verkauf des 2009er-Jahrgangs angehen.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 13. Mai 2011

Schabbat „BeHar – Auf dem Berg“ 3. Mose 25,1 26,2; Jeremia 32,6 27
Kommentar: Hauptthema unserer Lesung ist das Schemitta-Jahr, das Erlassjahr, in dem keine Feldarbeit erlaubt ist, weder Säen noch Ernten. Jedes siebte Jahr soll dieses Gebot des Glaubens in Eretz Israel eingehalten werden. Vers 4: „Aber im siebten Jahr soll ein ganz feierlicher Sabbat für das Land sein; ein Sabbat dem HERRN. Dein Feld sollst du nicht besäen und deinen Weinberg nicht beschneiden, den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht einernten… “
Es ist ein geistliches Innehalten für die Nation, so wie der siebte Tag, der Schabbat, eine geistliche Pause für den Einzelnen ist.

Mörder am Josephsgrab war ein früherer Terrorist
Donnerstag, 12. Mai 2011
Einer der Soldaten der Palästinensischen Autonomiebehörde, der im vergangenen Monat am Josephsgrab das Feuer auf Juden eröffnet hatte, ist ein früherer Terrorist. Das hat eine Untersuchung der israelischen Armee ergeben. Bei dem Angriff auf die orthodoxe Gruppe von Betern war der Familienvater Ben Josef Livnat ums Leben gekommen. Nach israelischen Angaben haben palästinensische Terroristen, die von Israel inhaftiert und dann wieder freigelassen wurden, nach ihrer Haftentlassung insgesamt rund 150 Juden umgebracht. Auch die Schüsse am Josephsgrab hatten nur den Zweck, Juden zu töten, so der Untersuchungsbericht der Armee.
Hamas droht Israel: „Ein eigener Staat in einem Jahr“
Donnerstag, 12. Mai 2011
Hamas-Führer Khaled Mashaal hat Israel gewarnt, dass es noch ein Jahr Zeit habe, um einen unabhängigen palästinensischen Staat anzuerkennen. Wenn Israel dies nicht tue, werden Hamas neue Schritte des Widerstands einleiten. Die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma’an“ zitierte Mashaal weiter und schrieb, dass er nicht weniger als 100 Prozent von Judäa und Samaria fordere sowie ganz Ostjerusalem. Nur so könne es einen palästinensischen Staat geben. Israel müsse sich den Arabern unterwerfen, sonst drohten katastrophale Folgen. Diese Aussagen kamen kurz nach dem neuen Einheitsabkommen von Fatah und Hamas, die sich offenbar auch künftig weigern, mit Israel zu kooperieren.
„Better Place“ will mit Elektroauto-Verkauf beginnen
Donnerstag, 12. Mai 2011
Die Start-Up-Firma „Better Place“, die von dem israelischen Geschäftsmann Shai Agassi gegründet wurde, will bereits diesen Sommer mit dem Verkauf von elektrisch angetriebenen Autos beginnen. Die Firma hat ihr Besucherzentrum geschlossen und baut dieses jetzt in einen Autosalon um, in dem der Renault Fluence ZE angeboten werden soll, der elektrisch angetrieben ist. Vor einem Monat stellte „Better Place“ seine Lösung zum Batteriewechsel vor. Nun hat die Firma ein Abkommen mit der Dor-Alon-Tankstellenkette unterzeichnet, um an diesen Batteriewechsel-Stationen für ihre elektrischen Wagen zu installieren.
Israel heute TV: Aufregung um die „Jesus-Bäckerei“
Donnerstag, 12. Mai 2011
„Israel heute TV“ berichtet aus der Mittelmeer-Stadt Ashdod. Dort betreibt Pnina Conforty eine Bäckerei. Ihr Café ist beliebt – doch nicht bei allen. Die Rabbiner verweigern ihr das Koscher-Zertifikat, obwohl die Bäckerin alle Forderungen des jüdischen Religionsgesetzes erfüllt. Aber sie glaubt, dass Jesus Christus der versprochene Messias ist. Deshalb wird sie schikaniert. Weitere Themen der Sendung: Biblische Musikinstrumente werden nachgebaut; ein Besuch im biblischen Zoo Jerusalem; unterwegs mit der Roller-Skates Polizei in Tel Aviv; Ludwig Schneiders Kommentar: „Der Neid“. Die Sendung wird von Bibel TV europaweit über Satellit und Kabel ausgestrahlt. Sendezeiten: Heute, Donnerstag, 12. Mai, 22:00 Uhr; Samstag, 14. Mai, 11:00 Uhr; Sonntag, 15. Mai, 19:30 Uhr; Donnerstag, 19. Mai, 9:30 Uhr.
Kurznachrichten
Donnerstag, 12. Mai 2011
+++ Wie das israelische Exportinstitut mitteilt, ist der Export Israels seit 1948 um das 13400-fache gewachsen. Das Gesamtvolumen stieg von umgerechnet rund 4.2 Millionen Euro auf rund 56.1 Milliarden Euro an. Waren einst Zitrusfrüchte und Diamanten das Hauptexportgut, zeichnet sich das Land nun durch die Ausfuhr von Hochtechnologie-Produkten aus. +++ Der türkische Regierungschef Erdogan hat in einem Fernseh-Interview erklärt, er betrachte die radikal-islamistische Hamas nicht als Terror-Organisation. Vielmehr sei es eine politische Partei, die im Gazastreifen die Wahlen gewonnen habe.
Israel bereitet sich auf den Tag der „Nakba“ vor
Mittwoch, 11. Mai 2011
Nach dem israelischen Unabhängigkeitstag am Dienstag bereitet sich die Polizei nun auf den „Nakba-Tag“ vor. Die Palästinenser sehen den Tag, an dem Israel gegründet wurde, als Tragödie an. Sie gedenken der „Nakba“ immer am 15. Mai jeden Jahres, dem Tag nach der israelischen Unabhängigkeitserklärung, die am 14. Mai 1948 unterzeichnet wurde. Israels befürchtet Gewaltausbrüche entlang der grünen Linie zwischen dem sogenannten „Westjordanland“ und den von Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 annektierten Gebieten. Die Sicherheitsüberwachung der Armee in Judäa und Samaria sind für das Aufkommen palästinensischer Aufstände und Spannungen mit den jüdischen Siedlern gerüstet. „Wir wollen auf keinen Fall von den Vorfällen überrascht werden und improvisieren müssen“, so ein Militäroffizier. Im Bild: Arabische Männer halten die angeblichen Schlüssel zu ihren Häusern in Jaffo, Haifa und anderen Städten anläßlich des Nakba-Tages in den Händen.
Sah ein israelischer Rabbi Bin Ladens Tod voraus?
Mittwoch, 11. Mai 2011
Viele religiöse Israelis glauben, dass eines ihrer Oberhäupter den Tod Bin Ladens durch die Militäraktion der Amerikaner vorhergesehen hat. Rabbi Mordechai Ganot ist ein Führer der Kabbala-Bewegung (dem jüdischen Mystizismus), der auch unter den orthodoxen Kreisen angesehen ist. Er ist darüber hinaus berühmt für sein Verständnis von Astronomie und hat den jährlichen Kalender „Alles zu seiner Zeit“ (engl. „Everything in its time“) publiziert, der Geschehnisse, die im kommenden Jahr passieren werden, beinhaltet. In der diesjährigen Ausgabe schrieb Ganot, dass „hasserfüllte Menschen und Diebe (Mahmoud Ahmadinedschad; der venezuelanische Staatspräsident Hugo Chavez und Bin Laden) von der Welt verschwinden werden“.
Satellitenkommunikation soll für Krisenzeiten verbessert werden
Mittwoch, 11. Mai 2011
Das israelische Verteidigungsministerium plant, mehrere Millionen Euro in eine Erneuerung der Spionage- und Überwachungssatelliten zu investieren. So sollen künftig live Informationen übertragen werden. Derzeit können die Fotos nur jeweils alle 90 Minuten heruntergeladen werden, wenn sich die Satelliten direkt über Israel befinden. Im Falle eines Krieges wird durch diese deutliche Verzögerung der Erhalt bedeutender und überlebenswichtiger Informationen eingeschränkt. Die Satelliten Ofek 5, Ofek 7 und Ofek 9 sowie der fortgeschrittene Satellit TecStar – der hochentwickelte Radartechnologie anstelle von Kameras nutzt – liefern in den letzten Jahren diese Informationen und auch die kommerziellen Satelliten Eros A und B.
EU-Parlamentarier bei der nächsten Gaza-Flotille mit dabei
Mittwoch, 11. Mai 2011
Verschiedene Mitglieder des Europäischen Parlaments haben ihre Teilnahme an der für Mitte Juni geplanten erneuten „Gaza-Hilfsflotille“ angekündigt. Sie sollen als Schutzschild für die anderen Mitreisenden dienen. Die Organisatoren der neuen Flotille haben bestätigt, dass sie die israelische Blockade um den Gazastreifen brechen wollen, angeblich um Hilfsgüter dorthin zu bringen. Demgegenüber meinte der israelische Botschafter der EU in Straßburg, Ran Curiel (Bild), dass Israel das Recht auf Kontrolle der Güter in den Gazastreifen habe. Er rief die Organisatoren auf, ihre Hilfsgüter über den israelischen Landweg nach Gaza bringen zu lassen.
Israel: Eine Insel des Fortschritts und der Demokratie
Dienstag, 10. Mai 2011
Der Staat Israel ist 63 Jahre alt geworden. Höhepunkt des Unabhängigkeitstages war eine Feier auf dem Herzlberg in Jerusalem. In einer Grußbotschaft unterstrich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dass Israel ein besonderer Staat sei – die Heimat des jüdischen Volkes: „Es ist eine Insel des Fortschritts, eine Insel der Demokratie, eine Insel der Entwicklung, eine Insel der Freiheit.“ Man dürfe stolz sein auf das, was erreicht worden sei. Parlamentssprecher Reuven Rivlin hob hervor, dass die israelische Demokratie schwere Bewährungsproben hatte. Er nannte blutige Kriege, mörderische Anschläge, Affären, die Ermordung eines Regierungschefs, die Entwurzelung der Siedler im Gazastreifen – „und wir haben diese Bewährungsproben alle überstanden.“
„Ich schreie hier für meinen Bruder Gilad Shalit“
Dienstag, 10. Mai 2011
Yoal Shalit, der Bruder des entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit, hat die Feier zum israelischen Unabhängigkeitstag auf dem Herzlberg gestört. Zusammen mit seiner Freundin Yara Vinkler und mehreren Aktivisten rannte er auf das Festgelände. Yoal Schalit hatte ein Plakat dabei, auf dem zu lesen war: „Ich möchte kein Vater mit einem toten Bruder sein“ – eine Anspielung auf Ministerpräsident Netanjahu, dessen Bruder Yoni 1976 bei einem Militäreinsatz getötet wurde. Auf anderen Plakaten war zu lesen „Gilad lebt noch“. Die Aktivisten wurden von Sicherheitskräften festgenommen und abgeführt. Gegenüber israelischen Medien sagte Yoal Schalit: „Ich bin hier, weil es nach fünf Jahren Zeit für Gilads Rückkehr ist. Er sitzt in irgendeiner Grube in Gaza und sieht das Licht des Tages nicht. Er kann nicht schreien. Deshalb schreie ich hier für ihn.“
Palästinensische Schulbücher verfälschen die Geschichte
Dienstag, 10. Mai 2011
Palästinensische Schulbücher erweisen sich immer mehr als ein Hindernis für den Frieden. Darauf hat der Direktor der Organisation „Palestinian Media Watch“, Itamar Marcus, hingewiesen. In den Schulbüchern wird den Kindern suggeriert, dass Israel ein blutdurstiger und diebischer Feind ist. So heißt es in einem Schulbuch für die zwölfte Klasse: „Der palästinensische Krieg endete katastrophal. Die zionistischen Gruppierungen stahlen Palästina und vertrieben anschließend die Einwohner aus ihren Städten und Dörfern.“ Den Kindern und Jugendlichen werde suggeriert, dass es einst einen freien Staat Palästina gegeben habe, bevor die Juden kamen. Tatsächlich war das Land zwischen Jordan und Mittelmeer vor der Staatsgründung Israels keine unabhängige nationale Einheit.
Mehrheit für künstliche Befruchtung nach dem Tod des Partners
Dienstag, 10. Mai 2011
Eine Mehrheit der israelischen Bevölkerung befürwortet es, dass Eizellen oder Sperma tiefgefroren werden, damit sie nach dem Tod des Partners verwendet werden können. Das hat eine Umfrage ergeben, die zum Gedenktag für die Gefallenen und Terroropfer veröffentlicht wurde. Befragt wurden 500 jüdische Erwachsene. 54 Prozent von ihnen sprachen sich für die Möglichkeit aus, nach dem Tod des Partners noch ein gemeinsames Kind zu bekommen. Als einziges Land der Erde gibt es in Israel eine biologische Datenbank. Darin haben Menschen festgelegt, wie nach ihrem Tod mit dem von ihnen hinterlassenen Erbgut Nachwuchs gezeugt werden soll.
Israel ehrt seine Gefallenen und Terroropfer
Montag, 9. Mai 2011
Israel gedenkt am heutigen Montag seiner Gefallen und den Opfern des Terrors. Zum Auftakt des Gedenktages heulten am Sonntagabend eine Minute lang die Sirenen, und die Fahnen wurden auf Halbmast gesetzt. Heute gibt es einen zweiminütigen Sirenenanalarm (Bild). Auf zahlreichen Militärfriedhöfen finden Gedenkveranstaltungen statt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums beklagt Israel 22.867 Kriegs- und Terroropfer. Im vergangenen Jahr verloren 183 Israelis ihr Leben bei der Landesverteidigung oder durch Terroranschläge. Die Anzahl der Hinterbliebenen umfasst mittlerweile 2543 Waisen, 4999 Witwen und 10.819 Eltern. Die offizielle Zeremonie zum Gedenktag wurde in der Nacht zum Montag an der Klagemauer in Jerusalem abgehalten. „Israel ist stärker denn je“, betonte Staatspräsident Shimon Peres.
Umfrage: Ostjerusalemer Araber bevorzugen Israel
Montag, 9. Mai 2011
Die palästinensische Autonomiebehörde hat viele Staaten der Welt davon überzeugt, einen palästinensischen Staat in den Grenzen von vor 1967 anzuerkennen, dessen Hauptstadt Jerusalem sein soll. Unter der dort lebenden Bevölkerung waren sie jedoch noch nicht so erfolgreich: Eine neue Umfrage unter den arabischen Einwohnern von Ostjerusalem hat ergeben, dass ein Großteil es vorzieht, weiterhin unter israelischer Herrschaft zu leben, ihren blauen Personalausweis zu behalten und die damit verbundenen Vergünstigungen. Nur 30 Prozent der Befragten sprachen sich für eine palästinensische Staatsbürgerschaft aus, 35 Prozent für die israelische, der Rest konnte sich nicht entscheiden oder enthielt sich der Stimme.
Israels Bevölkerung seit 2010 um zwei Prozent gewachsen
Montag, 9. Mai 2011
Zum 63. Geburtstag des Staates Israel – der Unabhängigkeitstag wird am Dienstag gefeiert – hat das Nationale Statistikbüro neue Zahlen veröffentlicht. Demnach hat Israel jetzt 7,746 Millionen Einwohner, zwei Prozent mehr als im Vorjahr. 75,3 Prozent der israelischen Bevölkerung sind Juden. 20,5 Prozent sind Araber, die übrigen sind nicht-jüdische Einwohner ohne nähere Angaben. Seit dem Unabhängigkeitstag 2010 wurden in Israel 178.000 Babies geboren, 43.000 Menschen starben. 24.500 Neueinwanderer wurden begrüßt, während rund 12.000 Menschen Israel verließen. Über 70 Prozent der Einwohner Israels wurden im Heiligen Land geboren.
Jerusalemer Synagogen treten im Basketball an
Montag, 9. Mai 2011
Vom Jerusalemer Bürgermeisteramt wurde eine neue Initiative eingeleitet: eine Basketball-Liga der verschiedenen Synagogen Jerusalems. Sie werden jeweils am Samstag nach Schabbat-Ausgang gegeneinander spielen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Spieler feste Gemeindemitglieder in der von ihnen angegebenen Synagoge sind. Jedes Team muss mindestens zehn Spieler stellen, wie die Zahl der Beter, die für ein Gebetsquorum notwendig ist. Das Mindestalter beträgt 18 Jahre. Das Bürgermeisteramt hat bestimmt, dass die Spiele in Teams mit jeweils fünf Spielern auf dem Parkett ausgetragen werden und entsprechend den Vorschriften der FIBA, der weltweiten Basketballvereinigung. Der erste Jahreshaushalt beträgt 12.000 Euro.
Kurznachrichten
Montag, 9. Mai 2011
+++ Israels Top-Basketballteam Maccabi Tel Aviv hat den Kampf um den Europatitel verloren: Die Israelis unterlagen in Barcelona der Mannschaft von Panathinaikos Athen mit 78:70. Den Griechen konnten die Aufholjagd der am Ende starken Israelis erfolgreich abwehren. Mehr als 5000 Maccabi-Fans waren nach Spanien gereist, um ihr Team im Finale der Euro-Liga zu unterstützen. Sie verwandelten die Arena in ein Meer aus gelben Trikots und Fahnen. +++ Der Stoff, der das Kerosin am Ben-Gurion-Flughafen verschmutzt hat, ist noch nicht identifiziert. Der Flugbetrieb läuft mittlerweile wieder, es kommt jedoch noch zu Verspätungen, da Flugzeuge Zwischenstopps in Zypern einlegen, um dort aufzutanken. +++ Die Zivilverwaltung der israelischen Armee hilft bei den Vorbereitungen zum Bau einer von Deutschland finanzierten Klinik in der palästinensischen Stadt Jiftlik im Jordantal. Auf dem in der vollständig von Israel kontrollierten C-Zone gelegenen Baugelände waren archäologische Ruinen gefunden worden, die Ausgrabungsarbeiten nötig machten, bevor mit der Errichtung der Klinik begonnen werden kann.
Ben-Gurion-Flughafen nimmt Betrieb wieder auf
Freitag, 6. Mai 2011
Am internationalen Ben-Gurion-Flughafen bei Tel Aviv ist am Freitag schrittweise der normale Flugbetrieb wieder aufgenommen worden. Am Tag zuvor hatte verunreinigtes Kerosin zu einem der chaotischsten Tage in der Geschichte des Flughafens geführt. Dutzende Flüge fielen aus oder hatten Verspätung, Tausende Passagiere strandeten in den Terminals. Die Ursache der Verunreinigung ist weiterhin unklar. Am Donnerstagabend hatte das israelische Infrastrukturministerium eine Sondererlaubnis zur Nutzung der nationalen strategischen Kraftstoffvorräte erteilt, um die Situation zu entspannen. Dutzende von Tankwagen brachten daraufhin Kerosin von einem Tanklager zum Flughafen, wo sofort mit dem Auftanken der wartenden Passagierjets begonnen wurde.
Orthodoxe Schulen ignorieren Israels Unabhängigkeitstag
Freitag, 6. Mai 2011
Wenn Israel am nächsten Dienstag seinen 63. Unabhängigkeitstag feiert, wird ein Großteil der Israelis das traditionelle Bibelquiz im Fernsehen verfolgen, die Feiern der Armee besuchen oder Ausflüge in einen Park oder in die Naturreservate unternehmen. Sogar die arabischen Schulen sind am Unabhängigkeitstag geschlossen, der ein offizieller staatlicher Feiertag ist. Für viele Zehntausend orthodoxe Schüler wird es jedoch ein Tag wie jeder andere sein: Sie müssen den Unterricht besuchen. Damit bringen die Orthodoxen ihre ablehnende Haltung gegenüber dem israelischen Staat zum Ausdruck. Der finanziert jedoch zu einem großen Teil den Betrieb der orthodoxen Schulen. Entsprechend harsch fällt die Kritik an der Missachtung des Feiertags aus.
„Fußball-Botschafter“ verbreitet palästinensische Propaganda
Freitag, 6. Mai 2011
Die Palästinenser und Israel fechten derzeit eine Art von „ideologischem Sportkrieg“ aus. Der hat damit begonnen, dass die Vereinten Nationen den französischen Fußballstar Lilian Thuram (Foto) zu einem „UN-Botschafter des guten Willens“ ernannten. Der besuchte daraufhin das Kalandia-Flüchtlingslager und sagte hinterher, er habe „mit eigenen Augen die Lebenswirklichkeit der palästinensischen Kinder unter der israelischen Besatzung erlebt.“ Auch bei der Eröffnung eines Fußballstadions in der Nähe von Ramallah äußerte sich der Fußballweltmeister von 1998 kritisch gegenüber Israel und lobte „Palästina“. Nachdem die Vereinten Nationen nichts gegen diese einseitige Sichtweise unternahmen, ergriff Israel die Initiative und ernannte Tal Brody zu seinem „Botschafter des guten Willens“.
Studie: Anteil der jüdischen Bevölkerung sinkt
Freitag, 6. Mai 2011
In gemeinsam von Juden und Arabern bewohnten Städten verschieben sich die Gewichte: der jüdische Bevölkerungsanteil sinkt, der arabische steigt. Das geht aus einer neuen Studie hervor. Betroffen sind unter anderen die Städte Lod, Nazareth Illit und Haifa. Nach Auskunft des staatlichen Statistikbüros gibt es ähnliche Entwicklungen in Akko, Ramla, Jaffa und Jerusalem. Besonders auffallend ist die Veränderung in der rund 70.000 Einwohner zählenden Stadt Lod östlich von Tel Aviv, die schon in der Bibel erwähnt wird: Zwischen 2003 und 2009 stieg die Zahl der arabischen Einwohner um 24 Prozent, während die der jüdischen Einwohner um rund 8 Prozent zurückging.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 6. Mai 2011
Schabbat „Emor – Sprich!“ 3. Mose 21,1 24,23; Hesekiel 44,15 31
Kommentar:
Die Kapitel 21 und 22 richten sich an den Hohenpriester (Aharon) und seine Söhne mit der Anrede ‘Sprich! – Emor!’. Die folgenden Kapitel 23 und 24 sind an das ganze Volk gerichtet, aber hier mit der Anrede ‘Befiehl! – Zaw!’
Den Priestern werden einige Besonderheiten für ihr Verhalten auferlegt. Ein Priester soll zum Beispiel keine Geschiedene, Hure oder Witwe zur Frau nehmen (21,14; Hes. 44,22). Ein Priester soll sich keiner Leiche nähern, um sich dadurch nicht zu „entheiligen“. Darum befinden sich bis heute auf jüdischen Friedhöfen für Cohanim (Priester) besondere Gebäude, abseits von den Gräbern. Auf Abstammung vom uralten Priestertum deuten heute jüdische Namen hin wie Cohen, Coen, Kohn, Katz (Akronym von Kohen Tzedek).
Verunreinigter Kraftstoff legt Ben-Gurion-Flughafen lahm
Donnerstag, 5. Mai 2011
Dutzende von Flügen am Ben-Gurion-Flughafen sind am heutigen Donnerstag ausgefallen. Der Grund ist verunreinigtes Kerosin. Ankommende Flugzeuge mussten nach Zypern oder Jordanien ausweichen, um dort betankt zu werden. Tausende von Passagieren sitzen am internationalen Flughafen in der Nähe von Tel Aviv fest. Verantwortliche der Fluggesellschaften befürchten ein riesiges Chaos, wenn der Flugbetrieb nicht umgehend wieder aufgenommen werden kann. Auch die kleineren Flughäfen in Israel wie Haifa und Eilat sind von dem verunreinigten Kraftstoff betroffen. Ursache ist möglicherweise eine defekte Filteranlage des Kraftstofflieferanten, es gebe keinerlei Hinweise auf Sabotage, gaben die Verantwortlichen bekannt.
Hamas-Führer: Unser einziger Feind ist Israel
Donnerstag, 5. Mai 2011
Die bislang verfeindeten Palästinenserparteien Fatah und Hamas haben in Kairo ihre Versöhnung vereinbart. Dabei unterstrich Khaled Mashaal, der Chef der radikalislamischen Hamas: „Unser einziger Feind sind die israelischen Besatzer, nicht andere palästinensische Gruppen.“ Ziel sei nun „die Errichtung eines freien und vollständig unabhängigen Palästinenserstaates mit der Hauptstadt Jerusalem, ohne irgendwelche Siedler, ohne einen Quadratmeter Land oder das Rückkehrrecht unserer Flüchtlinge aufzugeben.“ Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas sagte, die schwarze Seite der Teilung werde nun für immer zugeschlagen. Jedoch unterzeichneten Abbas und Mashaal entgegen den Erwartungen nicht gemeinsam das Einigungsdokument – warum, blieb unklar.
Shalit-Eltern wollen Steuergelder an Palästinenser einfrieren
Donnerstag, 5. Mai 2011
Aviva und Noam Shalit, die Eltern des entführten Soldaten Gilad Shalit, haben am Mittwoch einen Brief an Ministerpräsident Netanjahu geschickt. Darin drohen sie an, sich an den Obersten Gerichtshof zu wenden, falls Netanjahu kein Treffen mit dem Verteidigungs- und Finanzminister einberuft und Wege findet, Druck auf die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) auszuüben. Die Shalits weisen in ihrem Schreiben darauf hin, dass die PA nach der Versöhnung zwischen Fatah und Hamas auch für das Schicksal ihres Sohnes verantwortlich sei. „Im Lichte dieser neuen Situation bestehen wir darauf, dass der Transfer von Steuergeldern an die PA solange verzögert wird, bis Gilad freigelassen wird. Sein Schicksal liegt nun in den Händen der PA.“
„Der Schlüssel zur Zukunft liegt in Gaza“
Donnerstag, 5. Mai 2011
Der israelische Dirigent Daniel Barenboim hat erstmals ein Konzert im Gazastreifen gegeben. Aus Sicherheitsgründen wurde die Veranstaltung bis zum letzten Moment geheim gehalten. Auf einer behelfsmäßigen Bühne spielte ein internationales Orchester, auch mit deutschen Musikern, Stücke Mozarts vor einigen hundert Zuschauern. Die Hamas war zuerst gegen das Konzert, denn es könne als Zelebrieren des Todes Osama bin Ladens interpretiert werden. Doch nach Druck von Repräsentanten der UN haben sie sich aus der Veranstaltung herausgehalten. „Die Zukunft Israels ist eng verbunden mit der Zukunft des palästinensischen Volkes – das lässt sich nicht leugnen“, so Barenboim in einem Interview mit der linksorientierten Tageszeitung „Haaretz“.
Historische Fakten: Israel gehört den Juden
Donnerstag, 5. Mai 2011
In einem Brief an den UN-Generalsekretär Ban Ki-moon haben Führer der Yesha-Gemeinde darauf hingewiesen, dass die Bibel, der Koran und internationale Dokumente Israel als das Land des jüdischen Volkes beschrieben. Die Unterzeichner des Schriftstückes haben gedroht Ban zu verklagen, sollte er weiterhin „die historischen und rechtlichen Fakten ignorieren und die ungerechte und illegale Politik der Vereinten Nationen weiterführen“. In den Anlagen des Briefes liegt neben anderen Dokumenten auch die „Balfour Erklärung“ von 1917, in welcher die Führer des damaligen Britischen Mandats dem Volk Israel das Recht auf ein Heimatland in Palästina zusprechen. Der Brief wurde von Gerschon Mesika, dem Vorsitzenden der Regionalrates Schomron/Samaria (Bild); dem Bürgermeiste von Beit El, Moshe Rosenbaum, und dem Bürgermeister von Ariel, Ron Nachman, und anderen unterzeichnet.
Israel heute TV: Interview mit Professor Shinan
Donnerstag, 5. Mai 2011
Professor Avigdor Shinan (Foto) leitet zusammen mit einem Kollegen die jährlichen Bibelstunden im israelischen Parlament, der Knesset. In seinem Buch „Dieser Mann – Juden sprechen über Jesus“ behandelt er jüdische Texte, die sich mit der Messias-Figur auseinandersetzen. Als führender Professor für Literatur und Judaistik an der Hebräischen Universität in Jerusalem berichtet er in der neuen Ausgabe von „Israel heute TV“, wie Jesus und das Christentum aus jüdischer Sicht betrachtet werden. Weitere Themen der Sendung: Christliches Fernsehen Bethlehem – ein Sender kämpft ums Überleben; Verkehrssündern auf der Spur: Unterwegs mit der Polizei; Ludwig Schneiders biblischer Kommentar: „Der ägyptische Frieden“.
Kurznachrichten
Donnerstag, 5. Mai 2011
+++ Israel soll leiser werden: Ein Parlamentsausschuss hat deutlich höhere Strafen für Ruhestörer beschlossen. Wer zwischen 14 und 16 Uhr und ab 19 Uhr abends bis 7 Uhr früh ein Feuerwerk abbrennt oder laute Musik macht, erhält eine Strafe von umgerechnet 70 bis zu 180 Euro, die sich im Wiederholungsfall verdoppelt. Mit Strafe bedroht sind auch Lärm durch Auto-Alarmanlagen, Laubbläser und Gartenfeste. +++ Das israelische Tourismusministerium will in den nächsten vier Jahren rund 12 Millionen Schekel (2,4 Millionen Euro) in Nazareth investieren. Damit soll die touristische Infrastruktur der Stadt in Galiläa verbessert werden. Nazareth ist besonders bei christlichen Pilgern aus dem Ausland beliebt. Die Regierung möchte auch Kleinunternehmer fördern, die vom Tourismus profitieren. Das sind in Nazareth vor allem Araber.
Imam der Al-Aksa-Moschee schwört Rache für Bin Laden
Mittwoch, 4. Mai 2011
Ein Imam der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem hat angekündigt, man werde „an den westlichen Hunden“ Rache nehmen für den gewaltsamen Tod von Al Kaida-Führer Osama Bin Laden in Pakistan. In einem Video, das im Internet zu sehen ist, sagt der islamische Vorbeter: „Die westlichen Hunde feiern, nachdem sie einen unserer islamischen Löwen umgebracht haben. Aus der Al-Aksa-Moschee, wo mit Gottes Hilfe das künftige Kalifat entstehen wird, sagen wir zu ihnen: Die Hunde sollten sich nicht zu sehr darüber freuen, dass sie einen Löwen umgebracht haben. Die Hunde bleiben Hunde, und der Löwe bleibt auch im Tod ein Löwe.“ Der Imam griff zudem US-Präsident Obama an: „Du hast persönlich die Anweisung gegeben, Muslime umzubringen. Du sollst wissen, dass Du dafür bald aufgehängt wirst, zusammen mit Bush junior.“
Besorgnis in Israel – Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen erhöht
Mittwoch, 4. Mai 2011
Israelische Abgeordnete der politischen Rechten sorgen sich, dass der jüdische Staat für den Tod Bin Ladens früher oder später bezahlen müsse. Sie fragten zudem, warum Israel für die Niederstreckung eines jeden palästinensischen Terroristen verurteilt werde, während die westliche Welt den Tod Bin Ladens feiere. Die Parlamentarier befürchten, dass islamische Fundamentalisten den Tod ihres gelobten Führers an Israel rächen könnten. „Die Feierlichkeiten in den USA sind mit Vorsicht zu betrachten. Wir in Israel haben schon längst gelernt, dass es ein täglicher Kampf gegen den Terrorismus ist. Ein einzelner KO-Schlag reicht lange nicht aus“, so Likud-Mitglied Danny Danon. Die Politiker sehen in Präsident Obamas Politik eine viel größere Bedrohung für Israel, als Osama Bin Laden es jemals war. Aus Sorge über Vergeltungsschläge der Terroristen wurden die Sicherheitsvorkehrungen am Ben-Gurion Flughafen in Tel Aviv (Foto) verstärkt.
Jüdische Bauprojekte in Ostjerusalem erneut gestoppt
Mittwoch, 4. Mai 2011
Zwei große Bauprojekte für mehr als 900 Wohneinheiten in jüdischen Vierteln in Ostjerusalem werden am kommenden Donnerstag nicht vor dem zuständigen Baukomitee diskutiert. Das hat das Büro von Regierungschef Netanjahu bekannt gegeben. Dies ist schon das zweite Mal, dass der Premierminister die Baupläne auf ein späteres, nicht definiertes Datum verschoben hat. Es geht um 930 Projekte in Har Homa und ein paar Dutzend Häuser in Pisgat Ze’ev. Erst letzte Woche hatte das Büro des Premierministers auch Bauvorhaben in Gilo und Ramot abgelehnt. Ende des Monats wird Netanjahu eine USA-Reise antreten und es wird vermutet, dass er mit den Baustopps weiterem Druck von Seiten Präsident Obamas aus dem Weg gehen möchte.
Pilotprojekt: Schwimmende Solarzellen erzeugen Strom
Mittwoch, 4. Mai 2011
Im Moshav Balfouria werden demnächst schwimmende Solarzellen installiert. Er liegt in der Jesreel-Ebene in Nordisrael. Das Projekt zur Nutzung der Sonnenenergie ist eine Premiere, geplant und verwirklicht von der Firma Senergy. Die schwimmenden Solarzellen sollen nach Firmenangaben pro Stunde drei Megawatt Strom erzeugen. Die Technologie an sich ist nicht neu, wird aber erstmals in Israel angewandt. Einer der wesentlichen Vorteile der Installierung von Solarzellen auf dem Wasser ist, dass so erhebliche Bodenkapazitäten gespart werden.
Kurznachrichten
Mittwoch, 4. Mai 2011
+++ Israels Regierungschef Netanjahu (im Bild mit seiner Frau Sara) ist am Mittwoch in London eingetroffen. Er trifft dort mit Premierminister David Cameron zusammen. Danach steht in Frankreich ein Treffen mit Präsident Nikolas Sarkozy auf dem Programm. Netanjahu möchte die Europäer dazu bewegen, die Vereinigung der Fatah-Palästinenser mit den Hamas-Terroristen kritisch zu sehen. +++ „Die Hamas wird Israel nie anerkennen.“ Das erklärte das Fatah-Mitglied und Unterhändler der Palästinensischen Autonomiebehörde, Nabil Shaath, am Mittwoch in einem Interview mit „Israel Radio“. „Russland und viele andere stimmen uns zu, dass die alten Regeln des Nahostquartetts nicht mehr gültig sind in der heutigen Zeit.“ Das Nahostquartett (USA, Russland, Europäische Union, Vereinte Nationen) hat die Hamas bislang als Terrororganisation eingestuft.
Araber in Jerusalem ehren Osama Bin Laden
Dienstag, 3. Mai 2011
Mehrere Dutzend arabische Einwohner von Jerusalem haben im Stadtteil Silwan im Osten der Hauptstadt für den getöteten Al Kaida-Führer Osama Bin Laden demonstriert. Einige Teilnehmer warfen Steine auf israelische Polizisten, verletzt wurde niemand. Bin Laden hatte in den vergangenen Jahren verschiedene Stellungnahmen zugunsten der Palästinenser und gegen Israel abgegeben. So hatte er erklärt, dass sich die Muslime im Krieg mit Israel befänden. Im März 2010 hatte er den USA vorgeworfen, „Israel und die anhaltende Besetzung Palästinas“ zu unterstützen. Nach Einschätzung israelischer Terrorexperten hat der Tod von Bin Laden den muslimischen Extremismus nicht entscheidend geschwächt. Dr. Boaz Ganor vom Anti-Terror-Institut in Herzliya warnte, der Tod Bin Ladens motiviere Terroristen auf der ganzen Welt zu Racheakten. (Bild in Gaza: Das Bild Bin Ladens neben der Palästinenserflagge)
Israel dreht den Geldhahn zu: Keine Unterstützung von Terroristen!
Dienstag, 3. Mai 2011
Der Premierminister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Salam Fayyad (Fatah), hat sich beschwert, dass er die Gehälter der Angestellten der PA im sogenannten Westjordanland nicht zahlen könne. Der Grund dafür sei die Tatsache, dass Israel den Geldhahn für die PA zugedreht hat. Fayyad sagte, dass Israels Entscheidung zu einer Verschlimmerung der ohnehin schon schweren Zustände der Palästinenser führen würde. Israel hatte die PA am Sonntag informiert, dass es den monatlichen Transfer von Geldern aus Steuern und Zollgebühren für Güter, die von den Palästinensern importiert wurden, stoppen werde. Als Grund für die Entscheidung nannte Israel das Versöhnungsabkommen zwischen der Hamas und der Fatah.
Jeden Tag sterben in Israel 35 Holocaust-Überlebende
Dienstag, 3. Mai 2011
„Der jahrhundertealte Hass auf die Juden erwacht heute von Neuem und nimmt die Form des Hasses auf den jüdischen Staat an. Auch heute gibt es solche, die den jüdischen Staat für alle Übel auf der Welt verantwortlich machen – von gestiegenen Ölpreisen bis zur Instabilität in unserer Region. Es gibt solche, die sagen, dass diese Behauptungen, da fast die ganze Welt an sie glaubt, einen wahren Kern haben müssen.“ Das erklärte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in seiner Rede zum Holocaust-Gedenktag. Die Zahl der Augenzeugen, die aus erster Hand berichten können, wie aus Judenhass bei den Nazis eine systematische Judenvernichtung wurde, nimmt rapide ab.
Ex-Präsident Katzav will seine Haftstrafe verschieben
Dienstag, 3. Mai 2011
Das Verteidiger-Team des ehemaligen Staatspräsidenten Moshe Katzav hat am Montag Berufung gegen das Urteil beim Obersten Gerichtshof eingelegt. Der prominente Ex-Politiker will seine siebenjährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung, die er am 7. Mai antreten soll, verschieben. Katzavs Anwalt, Zion Amir, berichtete in der Tageszeitung „Jerusalem Post“, dass sich der 300-seitige Berufungsreport hauptsächlich gegen falsche Entscheidungen des Gerichts richte. Der Umgang mit den Beweisen sei ebenso unzureichend wie die Berücksichtigung des öffentlichen „Spießrutenlaufs“, dem Katzav ausgeliefert gewesen sei. Die Anwälte fordern, dass der Antritt der Haftstrafe auf ein Datum nach der Bearbeitung der Berufung verschoben wird.
Kurznachrichten
Dienstag, 3. Mai 2011
+++ Auf heftige Kritik stößt eine am kommenden Samstag geplante Palästinenser-Konferenz in Wuppertal. Dazu werden rund 5000 Besucher erwartet, darunter offenbar auch hochrangige Funktionäre der islamistischen Terror-Organisation Hamas. Die Wuppertaler Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft protestiert gegen die Vermietung der Uni-Halle und erinnert daran, dass Raketen der Hamas mehrfach in der Wuppertaler Schwesterstadt Beersheva eingeschlagen sind. Eine Sprecherin der Stadt entgegnete, es gebe keine rechtliche Handhabe, um die Veranstaltung zu verbieten. +++ Die Deutsche-Bahn-Tochter DBI steigt aus dem Schnellzugprojekt zum Bau einer Strecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem aus. Eine Bahn-Sprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel". Als Grund wurden völkerrechtliche Bedenken genannt, da die Hochgeschwindigkeits-Trasse sechs Kilometer durch Palästinensergebiet führe. Palästinenser hätten die Deutsche Bahn deshalb kritisiert.
Terroristenführer Bin Laden getötet – Israel gratuliert USA
Montag, 2. Mai 2011
Israelische Politiker aus allen Lagern haben den Vereinigten Staaten gratuliert, nachdem US-Präsident Obama den Tod des Al Kaida-Führers Osama Bin Laden bekanntgegeben hat. Regierungschef Benjamin Netanjahu sprach von einem „überwältigenden Erfolg“ für Washington und seine Verbündeten. Es sei ein „Triumph für die Gerechtigkeit, für die Freiheit und für die gemeinsamen Werte der demokratischen Staaten, die Schulter an Schulter entschlossen den Terrorismus bekämpfen.“ Außenminister Avigdor Lieberman hob den langen Atem der Amerikaner hervor, die während der elfjährigen Suche nach dem Terroristenführer niemals aufgegeben hätten. Lieberman sagte, er finde es bemerkenswert, dass die Suche nach Bin Laden am Holocaust-Erinnerungstag ein Ende gefunden habe.
Palästinenser: „Jerusalem gehört uns schon längst!“
Montag, 2. Mai 2011
In seiner wöchentlichen Radioansprache hat der Premierminister der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Salam Fayyad verkündet, dass seine Regierung schon bald die Verwaltung der Ostjerusalemer Bezirke übernehmen wird. Er wies darauf hin, dass die PA schon eine halbe Million Dollar (330.000 Euro) für die Änderung der Lehrpläne in den arabischen Schulen vor Ort investiert habe. Darüber hinaus plane die Autonomiebehörde, das Gesundheits- und Rechtswesen in Ostjerusalem zu stärken. Diese Pläne verletzen das palästinensische Abkommen mit Israel, das besagt, dass die Palästinenser keine administrativen Tätigkeiten in Ostjerusalem durchführen dürfen.
Neue Studie: Weniger antisemitische Vorfälle in Europa
Montag, 2. Mai 2011
Die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Europa ist 2010 – im Vergleich zum Vorjahr – um 46 Prozent zurückgegangen. Das geht aus einer neuen Studie der Universität Tel Aviv hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. Demnach sank die Zahl von Gewaltdelikten, Bedrohungen und Vandalismus gegen jüdische Einrichtungen von 1129 auf 614. Außerdem wurde in Europa ein enormer Zuwachs von Boykottaufrufen gegen israelische Waren registriert. Der Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses, Dr. Moshe Kantor (Bild), sagte zu den neuen Zahlen: „Sie zeigen, dass der Antisemitismus in Europa nicht nennenswert zurückgeht. Im Gegenteil, der Rückgang ist minimal im Vergleich zu dem massiven Anstieg, der in den vergangenen beiden Jahrzehnten zu verzeichnen war.“
Bewegende Feiern zum Holocaust-Gedenktag
Montag, 2. Mai 2011
Am Abend vor dem israelischen Holocaustgedenktag „Yom HaShoa“ am heutigen Montag haben sich Regierungsmitglieder zu einer nationalen Zeremonie in der Gedenkstätte Yad Vashem zusammengefunden. Holocaust-Überlebende haben dort sechs Fackeln angezündet, welche an die sechs Millionen ermordeten Juden erinnern sollen. „Die Shoa hat gezeigt, dass es keinen Ersatz für das eigene Heimatland gibt. Und es gibt auch keinen Ersatz für die israelische Verteidigungsarmee“, sagte Präsident Shimon Peres bei der Zeremonie, die auf jedem Fernsehkanal in Israel übertragen wurde. Auch Generalstabschef Benny Gantz nahm an der Zeremonie teil. Um 10.00 Uhr heulten landesweit die Sirenen im Gedenken an die Holocaustopfer und der Verkehr stand für zwei Minuten still (Bild).
Kurznachrichten
Montag, 2. Mai 2011
+++ Moshe Landoi (Bild Mitte), der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofes Israels und Vorsitzender des Gerichtsverfahrens gegen Adolf Eichmann, ist am Sonntag im Alter von 99 Jahren gestorben. Zwei Tage nach seinem Geburtstag erlag er einem Herzstillstand in seiner Wohnung in Jerusalem. Heute wird er in Jerusalem beigesetzt. Landoi wurde in Danzig geboren, studierte Jura in London und war 1933 nach Israel eingewandert. +++ Haruhisa Takeuchi, der Botschafter Japans in Israel, hat sich mit Verteidigungsminister Ehud Barak getroffen. Er überreichte einen Dankesbrief des japanischen Verteidigungsministers für den israelischen Einsatz im Katastrophengebiet. Israel war die einzige Nation, die eine komplette Klinik brachte und den Bürgern in der Not half. Japanische Diplomaten meinten, dass alle Bürger Japans von der israelischen Hilfsaktion gehört hätten und der jüdische Staat dort ein großes Ansehen habe.

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