News Archive

April 2011

Israel: Keine Friedensgespräche mit Fatah-Hamas-Regierung
Freitag, 29. April 2011
Israel wird mit der neuen palästinensischen Einheitsregierung aus Fatah und Hamas keine Friedensgespräche führen. Das hat am Donnerstag ein Regierungsausschuss beschlossen, dem sieben erfahrene Minister angehören. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas (Foto) hatte zuvor bekannt gegeben, die neue Regierung sei weiterhin an Friedensgesprächen interessiert. Ein Hamas-Sprecher hatte dagegen solche Verhandlungen noch am Tag zuvor strikt abgelehnt. Israels Präsident Shimon Peres zeigte sich besorgt wegen des Schulterschlusses zwischen Fatah und Hamas. Zwar wünsche er dem palästinensischen Volk Einigkeit, doch müsse dies eine Einigkeit im Frieden sein. Wenn die Palästinensische Autonomiebehörde nun mit einer Terrororganisation Hand in Hand gehe, sei damit ein Rückschritt im Friedensprozess und eine Verhinderung palästinensischer Staatlichkeit verbunden.
Schießerei an Gazagrenze – Ägypten will Grenzübergang öffnen
Freitag, 29. April 2011
Die Ruhe an der Grenze zum Gazastreifen war nur von kurzer Dauer: Bei einer Schießerei sind am Donnerstag offenbar sechs Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Armee hatten Soldaten das Feuer eröffnet, als Terroristen am Grenzzaun einen Sprengkörper anbringen wollten. Offenbar seien von dem Schusswechsel auch unbeteiligte Zivilisten betroffen worden. Nach Angaben von palästinensischen Rettungskräften waren darunter eine Mutter und zwei Kinder, die leicht verletzt wurden. Die israelische Armee warf den Terroristen vor, bewusst in Wohngebieten zu agieren und deren Bewohner als Schutzschilde zu benutzen. Währenddessen kündigte der ägyptische Außenminister Nabi Elaraby an, der Rafah-Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen werde in wenigen Tagen dauerhaft geöffnet, „um die Leiden des palästinensischen Volkes zu lindern.“
Israel verliert einen Freund: Pastor David Wilkerson bei Unfall getötet
Freitag, 29. April 2011
Israel hat einen populären Freund und Unterstützer verloren: Der bekannte US-Pastor und Buchautor David Wilkerson (79) ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Laut Polizei kollidierte sein Wagen in der Nähe von Dallas / Texas mit einem Sattelschlepper. Wilkersons Ehefrau Gwen wurde bei der Kollision lebensbedrohlich verletzt. Pastor Wilkerson wurde weltweit durch sein 1963 veröffentlichtes Buch „Das Kreuz und die Messerhelden“ bekannt. Darin schilderte er seine evangelistische Arbeit unter Straßenbanden, Drogensüchtigen, Alkoholikern und Prostituierten in New York. 1987 rief er in New York die Times-Square-Gemeinde ins Leben, die heute mehr als 8.000 Mitglieder hat. Wilkerson, der mehrere populäre Bücher zur Endzeit veröffentlichte, hatte sich konsequent für das Existenzrecht Israels eingesetzt und war dafür auch in christlichen Kreisen kritisiert worden.
Neue Webseite: Regierung fragt Bürger nach ihrer Meinung
Freitag, 29. April 2011
Auf der neuen Internetseite „shituf“ (deutsch „Teilnahme“) können Israelis virtuell bei vorgeschlagenen Gesetzesentwürfen und in der Politik mitentscheiden. Die Webseite wurde von Dienstleistungsminister Michael Eitan ins Leben gerufen. Auf der Plattform wird zunächst hauptsächlich die Frage diskutiert, ob Google mit seinem Programm Google Street View auch Israels Städte und Touristenattraktionen digitalisieren sollte. Mit diesem Service könnte man dann die Straßen und Plätze Israels vor dem Computer virtuell „durchlaufen“. Dies kann einerseits sehr nützlich sein, andererseits hat es auch zu Diskussionen im israelischen Verteidigungsministerium geführt, weil Terroristen den Dienst für ihre Zwecke missbrauchen könnten. Zu dieser Frage haben bis jetzt 4.500 Menschen ihre Meinung abgegeben.
Kurznachrichten
Freitag, 29. April 2011
+++ Unter den 15 Menschen, die bei einem Anschlag auf ein Touristencafe in Marrakesh / Marokko getötet wurden, waren auch zwei Israelis. Nach Angaben des Generalkonsulats handelt es sich um eine 30 Jahre alte Frau, die schwanger war, und ihren aus Marokko stammenden Ehemann. Sie hatten zum Pessach-Fest ihre Verwandten besucht. Das Ehepaar hinterlässt einen zweijährigen Sohn. Er war zur Zeit der Explosion bei der Großmutter gewesen. +++ Die Webseite des Abgeordneten der Kadima-Partei, Joel Hasson, ist von Hackern aus Kuwait verändert worden. Sie stellten muslimische Gebete hinein. Andere Hacker, die angeblich aus dem Gazastreifen zu stammen, knackten und veränderten die Webseite der Kadima-Partei. Dies sei moderne Kriegführung seitens des Feindes, so Hasson, und man dürfe sich davon nicht beeinflussen lassen. Israel müsse sich darauf vorbereiten, auch auf diesem „Schlachtfeld“ zu siegen.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 29. April 2011
Schabbat „Kedoschim –(seid) Heilige“
3. Mose 19,1 20,27; Amos 9,7 – 15
,br /> Kommentar: Die heutige Lesung ist wieder ein Teil der Lesung der üblichen Doppellesung. Angefangen im Kapitel 19 lesen wir in der „Kedoschim“-Parascha von sozialen und ethischen Geboten / Themen. Ja, von Heiligkeit wird gesprochen. Der Mensch ist zur Heiligkeit berufen. Das bedeutet, zu einem geheiligten und vom Geist dieser Welt abgesonderten Leben. „Ihr sollt heilig sein; denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.“
Das hebräische Wort für heilig ist „kadosch“, was ‚absondern / abtrennen’ bedeutet. Leider wird jedoch oft sogar unter Gläubigen die Meinung vertreten, man solle sich der Welt anpassen. Das ist falsch! Uns ist aufgetragen, uns zu „unterscheiden“! Die Menschen sollen an uns den Unterschied sehen.
Fatah und Hamas geben Versöhnung bekannt – „Keine Friedensgespräche mit Israel“
Donnerstag, 28. April 2011
Die seit Jahren zerstrittenen Palästinenserparteien Fatah und Hamas haben sich in Kairo darauf verständigt, eine Einheitsregierung für alle Palästinenser zu bilden. Diese soll dann den geplanten unabhängigen Staat „Palästina“ regieren und „die israelische Besatzung beenden“, so Fatah-Vertreter Azzam al-Ahmed bei einer Pressekonferenz in Kairo. Der Vertreter der im Gazastreifen regierenden Hamas-Terrororganisation, Mahmoud al-Zahar, machte die gefundene gemeinsame Linie deutlich: „Unser Programm sieht nicht vor, dass wir mit Israel verhandeln oder Israel anerkennen.“ Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte dazu, die Palästinensische Autonomiebehörde müsse sich entscheiden, ob sie Frieden mit Israel oder Frieden mit der Hamas wolle. Frieden mit beiden zu haben sei unmöglich, weil die Hamas nach wie vor das Ziel verfolge, Israel zu zerstören.
Kirche baut neue Häuser für Christen in Jerusalem
Donnerstag, 28. April 2011
Das zur römisch-katholischen Kirche zählende lateinische Patriarchat von Jerusalem und franziskanische Klöster haben sich zusammengeschlossen, um neue, erschwingliche Häuser und Wohnungen für Christen in der israelischen Hauptstadt zu errichten. Sie hoffen, dadurch den Exodus der Christen aus Israel und besonders aus Jerusalem zu verhindern. Die Stadt zieht zwar viele christliche Pilger an, besonders zu den Feiertagen, aber die Anzahl der christlichen Einwohner dezimiert sich stetig. Als religiöse Minderheit stehen besonders die arabischen Christen im Gerangel zwischen Muslimen und Juden. Eines der Hauptprobleme ist zudem der hohe Preis für Wohnraum.
Überflutet das Tote Meer das beliebte Touristenziel Ein Bokek?
Donnerstag, 28. April 2011
Im Jahr 2017 soll Forschern zufolge das Tote Meer bei der Ferienoase Ein Bokek über die Ufer treten. 1965 hat die Firma „Dead Sea Works“ ein gigantisches Salzverdunstungsbecken mit 80 Quadratkilometern Durchmesser zur Gewinnung von Kalisalz aus dem Toten Meer angelegt. Kalisalz wird zur Herstellung von Dünger genutzt. Bei diesem Prozess sinkt das Salz zum Boden und hebt dabei den Meeresspiegel am südlichen Teil des Toten Meeres. Trotz Warnungen, dass sich das Niveau des Wassers über die Jahre erhöhen würde, hat man dort 1970 die Touristenoase Ein Bokek gebaut. Über die Jahre gab es weitere Warnungen bezüglich der Flutgefahr, jedoch wurden diese von der israelischen Regierung und den Verantwortlichen in Ein Bokek bisher ignoriert. Das beklagen Umweltschützer.
Israel heute TV: Unternehmer fördert Windenergie in Bethlehem
Donnerstag, 28. April 2011
In den palästinensischen Autonomiegebieten ist regenerative Energie-Gewinnung noch die Ausnahme. Aber es gibt Visionäre, die das ändern wollen, zum Beispiel der Apotheker Mohammed Salem. Er verblüfft die ganze Stadt mit den von ihm entwickelten Windrädern, die er auf dem Dach seines Hauses installiert hat. Das israel heute-Fernsehteam hat ihn in Bethlehem besucht. Weitere Themen der aktuellen TV-Sendung: die „Zigeuner-Gemeinde“ in der Jerusalemer Altstadt; israelische Stammzellen-Forscher wollen die Medizin revolutionieren; Ludwig Schneiders biblischer Kommentar: „Wir sind alle Mittäter“.
Kurznachrichten
Donnerstag, 28. April 2011
Rund 1.500 Ärzte und Medizinstudenten haben im Rosengarten gegenüber der Knesset demonstriert. Sie trugen weiße Kittel mit dem Emblem der israelischen Medizinervereinigung und die Aufschrift „Rettet unser Gesundheitswesen“ auf dem Rücken. Dies war der größte Ärzteprotest in der Geschichte des Staates. Die Demonstranten beklagten mehrere Missstände: Ärzte arbeiten manchmal Schichten von 24 Stunden, Senior-Ärzte erwartet eine lächerliche Rente, weil die Schichtarbeit nicht angerechnet wird, und Gemeindeärzte behandeln pro Tag zwischen 60 und 80 Patienten. +++ Die Hebräische Universität Jerusalem hält heute ein Symposium zum Gedenken an den Völkermord an den Armeniern ab, der sich in diesem Monat zum 96. Mal jährt. Im Jahr 1915 ermordeten die osmanischen Machthaber rund 1,5 Millionen Armenier durch organisierte Tötungen und Gewaltmärsche aus ihrer angestammten Heimat in die syrische Wüste. Die große kulturelle Tradition Armeniens erlitt dadurch einen schweren Schlag. Sie lebt aber in den zahlreichen Exilgemeinden, darunter in Jerusalem, und in der heutigen Republik Armenien fort.
Erneuter Anschlag auf Gasleitung von Ägypten nach Israel
Mittwoch, 27. April 2011
Eine unbekannte Terrorgruppe hat am Mittwoch auf der Sinai-Halbinsel eine Gasleitung in die Luft gesprengt, die Erdgas aus Ägypten nach Israel und Jordanien befördert. Durch die Explosion brach ein Großbrand aus. Um ihn einzudämmen, wurde die Pipeline abgeschottet und die Gaslieferung gestoppt. Nach Angaben der ägyptischen Behörden gab es in der Nähe der Stadt Arish eine meterhohe Flammenwand. Es war bereits der zweite Anschlag auf die Gas-Pipeline: Am 5. Februar war sie nach einer Sprengstoff-Attacke bis zum 16. März außer Betrieb.
Orthodoxe: „Wir werden weiterhin am Josephgrab beten!“
Mittwoch, 27. April 2011
Benny Machlev, der Leiter der regelmäßigen heimlichen Gebetstreffen am Josephgrab gab bekannt, dass sich weiterhin jüdische Gläubige zu der heiligen Stätte begeben werden. Die Gruppe von Breslauer chassidischen Juden sehe sich besonders nach dem brutalen Tod von Ben-Yosef Livnat am vergangenen Samstag aufgefordert, den Ort auch weiterhin zu besuchen. Der Familienvater war von Unbekannten erschossen worden. Der neue Oberrabbiner von Samaria, Elyakim Levanon, rief seine Schützlinge dazu auf, das im Palästinensergebiet liegende Grab nicht mehr zu besuchen, ohne das zuvor mit der israelischen Armee abzusprechen. „Rabbiner, die ihre Studenten dorthin schicken, sind sich der Gefahr der Situation in Nablus nicht bewusst und gefährden die Leben ihrer Anhänger“, so der Rabbiner im Radio „Kol Hai“.
Experten warnen vor Artenschwund im Mittelmeer
Mittwoch, 27. April 2011
Die Fisch-Population im Mittelmeer ist rückläufig, besonders große Arten wie Haie und Blauflossen-Thunfische sind gefährdet. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die jetzt veröffentlicht wurde. Professor Menachem Green von der Universität Tel Aviv und andere Wissenschaftler haben dafür Daten über 519 Fischarten gesammelt, die im Mittelmeer vorkommen. Sie befürchten, dass etwa zehn Prozent vom Aussterben bedroht sind. Akut gefährdet sind demnach Haie und deren enge Verwandte. Als Hauptübel sehen die Fischexperten den Einsatz von großen Schleppnetzen, die alles Leben auf dem Meeresgrund leer räumen – obwohl ein Großteil des Fangs dann kommerziell überhaupt nicht genutzt werden kann, vernichten die Schleppnetze wichtige Teile der Nahrungskette im empfindlichen Ökosystem.
Royales Hochzeitsfieber in Modi’in: Großes Fest geplant
Mittwoch, 27. April 2011
Anlässlich der Hochzeit des englischen „Traumpaares“ Prinz William und Kate Middleton am kommenden Freitag werden sich britische Israelis nach der Hochzeit zu einem Straßenfest in der Stadt Modi’in versammeln. Über 200 Menschen haben sich schon angemeldet, um an den festlichen „Scheva Brachot“ (den sieben jüdischen Hochzeitssegen) teilzunehmen. Gleichzeitig soll es auch ein Schabbat-Essen auf den Straßen der Stadtteile Schvatim und Moriah in Modi’in geben. Jeder wurde eingeladen, etwas Gekochtes aus seiner eigenen Küche mitzubringen. Die Häuser und Straßen werden mit englischen Flaggen dekoriert.
Kurznachrichten
Mittwoch, 27. April 2011
+++ Die Eltern des entführten Soldaten Gilad Shalit , Noam und Aviva, haben sich israelischen Medienberichten zufolge mit dem mutmaßlichen neuen Unterhändler David Meidan getroffen. Er soll künftig mit der Hamas-Terrororganisation verhandeln, um eine Änderung zugunsten des Gefangenen zu erreichen. Meidan ist Senior-Offizier beim Geheimdienst Mossad und war schon an früheren Verhandlungen um Shalit beteiligt. Noam Shalit hatte sich nach dem Treffen geweigert, Informationen über das Treffen preiszugeben. Er betonte, dass die Entscheidung, Meidan als zukünftigen Unterhändler einzusetzen, noch nicht offiziell sei. +++ Amram Mitzna (66), der ehemalige Vorsitzende der israelische Arbeiterpartei, will erneut für den Vorsitz der Partei kandidieren. Der Bürgermeister der Wüstenstadt Jerocham ist der sechste Kandidat. Auch der ehemalige Minister Isaac Herzog, die Abgeordnete Shelly Jechimovitz sowie Amir Peretz und Shlomo Buchbut und neuerdings auch der Geschäftsmann Arel Margalit haben ihre Kandidatur angemeldet. Nächsten Monat soll die Wahl stattfinden. Die linksorientierte Partei hat derzeit nur acht Abgeordnete. Man versucht inzwischen, neue Mitglieder zu werben, um die bisherige Zahl von 30.000 Mitgliedern zu verdoppeln.
Jüdischer Familienvater beim Josephsgrab erschossen
Dienstag, 26. April 2011
Der gewaltsame Tod eines jüdischen Familienvaters sorgt in Israel für heftige Diskussionen. Eine Gruppe Israelis hatte sich am Sonntag am Jahrtausende alten Grab von Joseph in der Nähe von Nablus im sogenannten Westjordanland zum Beten versammelt, als die Schüsse fielen. Dabei wurde Ben-Yosef Livnat (24) aus Jerusalem getötet, fünf weitere Männer wurden schwer verletzt. Livnat war der Neffe des israelischen Knesset-Mitglieds Limor Livnat. Er hinterlässt vier Kinder. Die Gruppe von Breslauer chassidischen Juden war in mehreren Autos unterwegs und um 6 Uhr früh auf dem Heimweg von der heiligen Gebetsstätte, als sie von einem palästinensischen Jeep aus unter Beschuss kamen. Laut den Berichten konnten die verwundeten Männer zu einem nahegelegenen Militärstützpunkt fliehen, wo Livnat jedoch seinen Verletzungen erlag. Die restlichen Männer, darunter auch ein 17-Jähriger, wurden mit Hubschraubern in das Rabin-Medizinzentrum nach Petach Tikva gebracht.
Hamas plant Entführung von israelischen Soldaten
Dienstag, 26. April 2011
Eine der offiziellen Zeitungen der Terrororganisation Hamas, „Al-Risalah“, berichtet, dass die radikalen Islamisten weitere Entführungen von israelischen Soldaten planen. Demnach will die Hamas die verhältnismäßig ruhige Lage im Süden ausnutzen und wird versuchen, mehr Israelis im Austausch für palästinensische Gefangene in ihre Gewalt zu bekommen. Der Leitartikel der arabischen Zeitung gab auch bekannt, dass die Hamas davon ausgehe, dass eine weitere Entführung eines israelischen Soldaten zu einer Eskalation im Gazastreifen führen würde und somit auch zum Tode Gilad Shalits.
Ostern und Pessach: Jerusalem von Touristen „überschwemmt“
Dienstag, 26. April 2011
Mehrere Tausend Christen haben über Ostern Israel besucht. Vor allem die Hauptstadt Jerusalem wurde von Besuchern geradezu überschwemmt. Einheimische berichteten, so viele Pilger wie in diesem Jahr habe es seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben. Die Besucher verfolgten die traditionellen Fußwaschungen am Gründonnerstag sowie die Prozessionen in der Altstadt am Karfreitag. Am Karsamstag wurde das Heilige Feuer in der Grabeskirche bestaunt. Am Ostersonntag fanden mehrere Gottesdienste am Gartengrab statt, um der Auferstehung Jesu zu gedenken.
Syrer: Lieber von Israel erobert als von Assad regiert
Dienstag, 26. April 2011
„Es ist besser, wenn Israel Syrien erobert, als dass Baschar al Assad in Syrien herrscht“, meldet die israelische Tageszeitung „Jediot Achronot“, die syrische Bürger in den Krisenzonen zitiert. Laut ausländische Quellen schießen syrischen Scharfschützen und Panzer auf die Protestler in der Stadt Daraa. „Baschar ist ein Diktator und Terrorist wie alle anderen arabischen Staatsführer in dieser Gegend“, war im israelischen Rundfunk aus Syrien zu hören. „Wir wollen endlich Freiheit genießen und der Unterdrückung und dem Terror ein Ende machen.“
Kurznachrichten
Dienstag, 26. April 2011
+++ Mehr als die Hälfte der ägyptischen Bevölkerung will den Friedensvertrag mit Israel auflösen. 54 Prozent der Ägypter sind laut einer amerikanischen Umfrage dafür, den israelisch-ägyptischen Friedensvertrag für ungültig zu erklären. Nur 36 Prozent der Ägypter haben weiter Interesse an einem Frieden mit dem israelischen Nachbarstaat. Diese Umfrage wurde zwischen dem 24. März und 7. April in Ägypten durchgeführt. Das Ergebnis zeigt deutlich, dass der 30-Jährige Frieden in Ägypten nicht mehr populär ist und offenbar nur mit einem mächtigen Staatsführer wie Husni Mubarak möglich war. +++ Laut einer Umfrage der amerikanischen „Gallup Organisation“ unter 1000 Erwachsenen in 124 Ländern ist Israel das siebt-erfolgreichste Land der Welt. Dänemark steht auf Platz eins.
Clinton fordert sofortige Wiederaufnahme der Friedensgespräche
Donnerstag, 21. April 2011
Die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton hat Israelis und Palästinenser aufgefordert, sofort neue Friedensgespräche aufzunehmen. Gleichzeitig erteilte sie den Bestrebungen der Palästinenser, ihren Staat einseitig – ohne Zustimmung Israels – international anerkennen zu lassen, eine klare Absage. Präsident Obama werde nicht aufhören, auf beide Seiten Druck auszuüben. Verhandlungen seien der einzige Weg, um zu einem dauerhaften Frieden zu kommen, unterstrich die Außenministerin. Es sei im Interesse von Israelis und von den Palästinensern, sich der „schweren Arbeit“ solcher Verhandlungen zu stellen. Die USA favorisierten nach wie vor eine Zwei-Staaten-Lösung.
Netanjahu offenbar 2007 zu Militärschlag gegen den Iran bereit
Donnerstag, 21. April 2011
Benjamin Netanjahu war im Jahr 2007 bereit, seine damalige Rolle als Oppositionsführer aufzugeben und sich einer Regierung der nationalen Einheit unter Ehud Olmert (rechts im Bild) anzuschließen. Voraussetzung dafür wäre gewesen, dass Israel den Iran attackiert. Das geht aus Geheimdokumenten der Internet-Plattform Wikileaks hervor, die jetzt von der Tageszeitung „Haaretz“ veröffentlicht wurden. 2007 war Olmert Regierungschef und Vorsitzender der Kadima-Partei, Netanjahu führte damals in der Opposition die Likud-Partei. Einer der Berater Netanjahus, der in dem als vertraulich eingestuften Dokument nicht mit Namen genannt wird, erklärte demnach gegenüber US-amerikanischen Regierungsvertretern: „Falls Olmert Israel für eine Aktion gegen den Iran wachrüttelt, würde Netanjahu ein Angebot als Außenminister annehmen.“
Neue Siedlung „Regev“ gegründet – Baldige Räumung erwartet
Donnerstag, 21. April 2011
Rund 500 Menschen haben sich am Mittwoch in weißen T-Shirts versammelt, um eine neue Siedlung in der Nähe von Itamar (Samaria) zu gründen. 20 jüdische Familien wollen sich auf einem Hügel in der Nähe von Nablus niederlassen. Vorerst übernachten sie in Zelten zwischen Baumaschinen. Die neue Siedlung gilt als Antwort auf die Pläne der Palästinenser zur einseitigen Staatsgründung im kommenden September. Darüber hinaus wächst die Besorgnis, dass Premierminister Benjamin Netanjahu in naher Zukunft schwerwiegende Schritte gegen jüdische Siedlungen einleiten wird. Die neue Siedlung soll Regev heißen. Daniella Weiss, Rabbi Dov Lior und Rabbi Moshe Levinger sind die Initiatoren der Siedlung. „Das Schicksal von Regev wird sich wahrscheinlich nicht von dem der anderen Siedlungen unterscheiden.
„Ab in die Natur zu Pessach!“ –- Tausende Israelis unterwegs
Donnerstag, 21. April 2011
Trotz Raketenwarnungen haben sich allein 50.000 Menschen über die Pessach-Feiertage in die Negev-Wüste begeben. Am Mittwoch sind insgesamt 450.000 Israelis für Familienausflüge im ganzen Land herumgereist. Mehr als 300 Menschen haben sich dem Ausflug entlang des „Salat-Pfades“ angeschlossen, welcher von einer Reihe von Gewächshäusern in der Besor Region organisiert wurde. Andere haben das jährliche Festival „Erhelle die Negev-Wüste“ mit Live-Shows in Beersheva genossen. „Wir haben keine Angst vor Raketen. Dies ist solch eine wunderschöne Region. Wenn wir nicht regelmäßig hierher kommen und die Bewohner dieses Gebietes stärken – wer dann?“, sagte Raviv Amar, einer der Wanderer auf dem „Salat-Pfad“.
Kindesmördern drohen künftig schärfere Strafen
Mittwoch, 20. April 2011
Arabische Terroristen, die Kinder auf dem Gewissen haben, sollen künftig generell nicht mehr durch einen Gefangenenaustausch freikommen. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den Abgeordnete der Kadima-, Likud- und Arbeiterpartei eingebracht haben. Damit würde beispielsweise verhindert, dass die beiden Palästinenser, die den Mord an den Kindern der Siedlerfamilie Fogel zugegeben haben, vorzeitig auf freien Fuß kommen. Der Gesetzentwurf findet offenbar sowohl bei der Regierung als auch bei der Opposition breite Zustimmung. „Dieses Gesetz hat eine klare Botschaft: Terrorismus ist übel, Terrorismus gegen Kinder ist unverzeihlich“, erklärte der Initiator der Initiative, Yoel Hasson (Kadima, Bild).
„Die Armee ist für religiöse Juden kein Problem“
Mittwoch, 20. April 2011
In der israelischen Armee ist es problemlos möglich, die strengen Vorschriften der jüdischen Religionsgesetze einzuhalten. Das erklärte der stellvertretende israelische Militärchef Yair Naveh (54) in einem Interview mit dem Nachrichtendienst „Ynet“. Er ist selbst religiös und zeigt das durch das Tragen einer Kippa – im Gegensatz zu all seinen Vorgängern. Israel könnte auch einen religiösen Armeechef haben, meint Naveh, allerdings hätte der mit Akzeptanz-Problemen zu kämpfen: „Die israelische Öffentlichkeit ist noch nicht bereit für einen religiösen Armeechef.“
Abbas: Weltweit große Akzeptanz für einen Staat „Palästina“
Mittwoch, 20. April 2011
Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas ist zuversichtlich, dass ein souveräner Palästinenserstaat im September weltweit anerkannt wird. Auch Staaten, die bisher skeptisch seien wie Frankreich oder Großbritannien, würden „Palästina“ akzeptieren, sagte Abbas in einem Interview mit der palästinensischen Tageszeitung Al-Ayam. Die Palästinenser hätten alle nötigen Voraussetzungen geschaffen. Nicht einverstanden sei man mit dem israelischen Vorschlag von „vorläufigen Grenzen“. Abbas unterstrich, die Palästinensische Autonomiebehörde werde den Wunsch von US-Präsident Barack Obama erfüllen.
„Anti-Raketen-Bäume“ sorgen für Sicherheit an der Grenze
Mittwoch, 20. April 2011
Die israelische Armee hat an der Grenze zum Gazastreifen Bäume gepflanzt. Sie sollen Terroristen daran hindern, mit Panzerabwehr-Raketen Ziele in Israel zu beschießen. Allerdings wird es mehrere Jahre dauern, bis die Bäume groß genug sind, um einen wirkungsvollen Sichtschutz zu bieten. Das „Projekt Wald-Sicherheit“ wurde ins Leben gerufen, nachdem klar war, dass die Hamas-Terroristen über moderne Kornet-Panzerabwehrraketen verfügen.
Kurznachrichten
Mittwoch, 20. April 2011
+++ Die Israelis lassen sich von den scharfen offiziellen Terrorwarnungen nicht abhalten, den Pessach-Urlaub im Sinai zu verbringen. Etwa 15.000 Menschen passierten den Taba-Grenzübergang, südlich von Eilat gelegen, der 24 Stunden am Tag geöffnet ist. Das dortige Personal wurde wegen des Andrangs erhöht, und auch die ägyptischen Sicherheitskräfte auf der Halbinsel verstärkten ihre Anwesenheit, um eventuelle Anschläge zu unterbinden. Trotz dieser relativ großen Zahl an israelischen Touristen auf der Sinai-Halbinsel zu diesem Fest beinhaltet das einen Rückgang um 50 Prozent gegenüber dem vorigen Jahrzehnt. +++ Ein neuer europäischer Vermittler soll versuchen, die Verhandlungen zur Freilassung des entführten Israelis Gilad Shalit voranzutreiben. Das berichtet die ägyptische Tageszeitung Al Ahram. Sie bezieht sich auf Aussagen des Vizevorsitzenden des staatlichen Büros der Hamas, Mussa Abu Marsuk. Bisher war der Deutsche Gerhard Conrad als Vermittler tätig gewesen. Wer ihm nachfolgt, wurde nicht gesagt.
Mörder der Familie Fogel gefasst: Beide zeigen keine Reue
Montag, 18. April 2011
Der grausame Mord an den fünf Mitgliedern der Familie Fogel in der Siedlung Itamar scheint aufgeklärt. Die israelischen Sicherheitsbehörden haben zwei Palästinenser festgenommen, 18 und 19 Jahre alt (Fotos). Sie haben die Bluttat gestanden. Als Motiv gaben sie an, sie hätten vorgehabt, Juden zu töten. Nach Angaben der Armee zeigen die beiden keinerlei Reue. Vielmehr gaben sie an, sie hätten zwei weitere Kinder der Siedlerfamilie ebenfalls umgebracht, wenn sie gewusst hätten, dass sie im Haus waren. Beide Tatverdächtigen stammen aus dem Dorf Awarta und haben Beziehungen zur Terroristengruppe „Volksfront“.
Angehörige der Opfer: Für die Kinder ist es am schwersten
Montag, 18. April 2011
„Es ist gut, dass die Täter noch vor dem Pessachfest gefasst wurden. Wir möchten mit diesem Kapitel so schnell wie möglich abschließen und müssen das alles jetzt mit den Kindern aufarbeiten. Das ist jetzt das Wichtigste.“ Das erklärte Haim Fogel, der Vater des ermordeten Familienvaters Udi Fogel, nach der Festnahme der beiden Terroristen gegenüber der Nachrichtenagentur „Ynetnews“ (im Bild mit seiner Frau Tzila). Während der Trauerzeit habe er noch überlegt, ob der grausame Mord vielleicht von einer geistesgestörten Person begangen wurde. Nun zeige sich, dass es ein Akt des Hasses gewesen sei. „Auch wenn die Palästinensische Autonomiebehörde den Mord offiziell verurteilt – ich mache sie dafür verantwortlich“, so Haim Fogel. Die Angehörigen der Opfer befürchten, dass die Täter von den Palästinensern als Helden gefeiert werden, wie das bei früheren Attentaten der Fall war.
Nach Angriff auf Schulbus: 16-jähriger erliegt Verletzungen
Montag, 18. April 2011
Hunderte haben am Sonntag an der Beisetzung des 16-jährigen Daniel Viflic in teilgenommen. Er war seinen schweren Verletzungen erlegen, die er beim Angriff auf seinen Schulbus durch eine Panzerabwehrrakete erlitten hatte. Zehn Tage lang hatte er in der Universitätsklinik von Beersheva um sein Leben gekämpft, aber sein Zustand hatte sich immer weiter verschlechtert. Daniels Vater Yitzhak saß während der letzten Stunden seines Sohnes an dessen Bett. „Ich danke allen, die für uns gebetet und uns unterstützt haben, Menschen aus aller Welt“, erklärte er gegenüber israelischen Medien. Er dankte auch dem Klinikpersonal: „Wir sind nicht die Herren über Leben und Tod. Ich bin sicher, dass Daniel jetzt an einem besseren Ort ist.“ Der behandelnde Arzt, Professor Shaul Sofer, erläuterte, Daniel sei aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen nicht zu retten gewesen.
Tausende Touristen feiern Pessach und Ostern in Jerusalem
Montag, 18. April 2011
Jerusalem ist voll mit Touristen. Am Palmsonntag begannen in der Heiligen Stadt die Feierlichkeiten zur Osterwoche. Tausende von Besuchern aus aller Welt nahmen an den traditionellen Palmsonntag-Prozessionen teil. Sie hatten grüne Palmwedel dabei und marschierten zu Trommelklängen durch die Stadt. Die Umzüge erinnern an den Einzug Jesu nach Jerusalem vor rund 2000 Jahren. Die kommenden Tage sind geprägt von Festgottesdiensten und Feierlichkeiten, die an das Leiden und Sterben Jesu erinnern. In diesem Jahr feiern orthodoxe, katholische und evangelische Christen das Osterfest zum selben Datum. Gleichzeitig werden hohe jüdische Feiertage begangen.
Islamisten ermorden entführten Friedensaktivisten aus Italien
Freitag, 15. April 2011
Der pro-palästinensische Friedensaktivist Vittorio Arrigoni (36) aus Italien ist im Gazastreifen entführt und hingerichtet worden. Seine Leiche wurde in einem Haus in Gaza-Stadt von Sicherheitskräften der Hamas entdeckt. Arrigoni ist offenbar erhängt worden. Die Tat wurde vermutlich von radikalen Islamisten verübt, die der Terrororganisation Al-Kaida nahe stehen. Die für den Gazastreifen verantwortliche Hamas-Regierung verurteilte den Mord. Er widerspreche ihrer Religion und ihren Werten und schade den Zielen des palästinensischen Volkes, hieß es. Die Hamas-Polizei untersuche den Fall und habe bereits zwei Verdächtige festgenommen.
Ägyptische Demonstranten unterstützen Aufstand gegen Israel
Freitag, 15. April 2011
Mehrere hundert Ägypter haben am Donnerstagabend vor dem israelischen Konsulat in Alexandria demonstriert. Sie schwangen palästinensische Flaggen und zeigten Plakate mit Aufschriften wie „Gaza, meine einzige Liebe“, „Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem“ und „Wir kommen“, geschrieben auf Hebräisch. Die aufgebrachte Menge rief zur „Dritten Intifada“ auf, einem erneuten gewalttätigen Aufstand der Palästinenser, der am 15. Mai beginnen soll. Der 15. Mai wurde von arabischer Seite zum Gedenktag an die „Vertreibung durch die Juden“ erhoben – am 14. Mai 1948 hatte David Ben Gurion den Staat Israel proklamiert. Zu der neuen Intifada war auch auf einer populären Seite im Internet-Netzwerk „Facebook“ aufgerufen worden, was in Israel zu heftigen Diskussionen geführt hatte.
21.000 weibliche Fans verzückt von Justin Bieber
Freitag, 15. April 2011
Sie schreien, kreischen und fallen in Ohnmacht: Der 17-jährige kanadische Popstar Justin Bieber hat seine jungen weiblichen Fans in Tel Aviv verzückt. Die Musik war zweitrangig beim Auftritt des Jugendidols im Yarkon Park. 21.000 Fans – fast alle weiblich, viele deutlich jünger als ihr Star – waren bereits restlos begeistert, als Bieber seinen Fuß auf die Bühne setzte. Rund 100 Euro hatten sie für gute Plätze bezahlt, und sie sahen dann auch eine Show, die von den Kritikern recht gute Noten bekam. Bieber sei durchaus talentiert, hieß es, und könne nicht nur singen, sondern auch Gitarre, Klavier und Schlagzeug spielen. Und er wisse genau, was die Fans von ihm erwarten.
Gericht: Anti-israelisches Plakat in Zürich ist zulässig
Freitag, 15. April 2011
„61 Jahre Israel – 61 Jahre Unrecht an den Palästinensern“. Das war auf einem Plakat im Zürcher Hauptbahnhof zu lesen. Die anti-israelische Propaganda löste bei Juden und christlichen Israelfreunden Befremden aus. Doch ein Gericht erklärte das Plakat nun für zulässig, die Bundesbahn muss es dulden. Das umstrittene Plakat war von der Allgemeinen Plakatgesellschaft im März 2009 im Auftrag eines Mitglieds der Aktion Palästina-Solidarität zunächst an mehreren Stellen des Hauptbahnhofs ausgehängt worden. Nach drei Tagen sorgte die Bahn dafür, dass es entfernt wurde. Dagegen gab es eine Beschwerde, der nun stattgegeben wurde. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Bahn angewiesen, den umstrittenen Plakataushang zu bewilligen.
Kurznachrichten
Freitag, 15. April 2011
+++ 72 Falaschmura aus Äthiopien sind in Israel angekommen. Die christliche „Ebenezer Hilfsfonds Deutschland (EHD)“, Hamburg, sponserte die Reise der Neueinwanderer von Gondar nach Adis Ababa, rund 700 Kilometer, und die erforderlichen medizinischen Untersuchungen und Impfungen. Es handelt sich bei diesen Einwanderern hauptsächlich um Familien, die nun mit ihren bereits in Israel lebenden Verwandten zusammengeführt wurden. Derzeit leben noch zwischen 5000 bis 7000 Falaschmura in Äthiopien. Begleiter der Gruppe war Wilfried Pfeiffer vom EHD. Die Falaschmura sind christliche Äthiopier, die ursprünglich jüdischen Glaubens waren. +++ Der Knesset-Vorsitzende Reuben Rivlin ist zu einem offiziellen Besuch nach Tonga gereist.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 15. April 2011
Schabbat HaGadol „Acharej Mot – Nach dem Tod“
3. Mose 16,1 – 18,30; Hesekiel 22,1-16 (Sonderlesung: Maleachi 3,4-24)
Vorab: Wir befinden uns drei Tage vor dem Pessachfest (angefangen am Abend des 18.4. bis zum 25.4.). Es sind die Tage vom 10. bis zum 14. Nissan, an denen die Hebräer, kurz vor ihrem Auszug aus Ägypten, das fehlerfreie Lamm ins Haus nahmen, bis es geschlachtet wurde. Der Messias, das heutige/ewige Passahlamm, wurde auch am 14. Nissan gekreuzigt. Auch Er lebte dreieinhalb Jahre sündenfrei unter uns! Dann wurde das Lamm geschlachtet und sein Blut auf göttlichen Befehl hin an den Türpfosten (mesusoth) gestrichen, was den Hebräern zur Rettung wurde. Der Todesengel ging (hebr. passach) an diesen Häusern vorbei. So sind auch wir, dank des Blutes Jesu (Jeschuas) an unseren "Herzenspfosten", vom Tod gerettet und erlöst. Sein Tod wirkte uns zum Leben! Das erste Pessach wurde noch in Ägypten gefeiert. Lesen Sie dazu auch 2. Mose 12. Dort finden Sie die biblische Erklärung zu diesem "Fest des HERRN".
Kommentar: Unsere Lesung setzt die Regelungen und (Ver-)Ordnungen zum heiligen und reinen Leben vor dem HERRN fort. Kapitel 16 beginnt mit den zwei Ziegenböcken (se’irim) bzw. Sündenböcken – „ein Los für den HERRN und ein Los für Asasel“ (16,8).
Palästinenser wollen fünf Milliarden US-Dollar für ihren Staat sammeln
Donnerstag, 14. April 2011
Der palästinensische Regierungschef Salam Fayad sieht einen eigenen Staat immer näher rücken. Er hat westlichen Ländern versprochen, dass dieser Staat in drei Jahren existieren wird. Dafür benötigt er in den nächsten 36 Monaten fünf Milliarden US-Dollar (1,5 Mrd. für 2011, 1,75 Mrd. für 2012 und 1,6 Mrd. für 2013). Die Nachrichtenagentur Reuters meldet, dass Fayad dafür direkte Anträge an großzügige Spenderstaaten gestellt hat. Dieses palästinensische Entwicklungs- und Finanzprogramm dient nach israelischer Einschätzung vor allem dazu, die internationale Gemeinschaft für den zukünftigen Palästinenserstaat ohne Israels Einverständnis zu gewinnen.
Amerikanische Christen als Siedler nach Samaria
Donnerstag, 14. April 2011
Etwa 1000 amerikanische Christen wollen zum Judentum konvertieren und sich als Siedler in Samaria niederlassen. Das berichtet der israelische Nachrichtendienst „Ynetnews“. Die Mitglieder der Gruppe wollen demnach in Israel Militärdienst leisten und später in Gemeinden mit Gemeinschafteigentum leben, nach dem Vorbild der Kibbutz-Bewegung. Die Knesset-Abgeordnete Lia Shemtov (Israel Beiteinu-Partei) hat sich mit Vertretern der Gruppe getroffen und ihnen Unterstützung zugesagt. Sie lieben die jüdische Religion und Israel.
Jüdische und zionistische Werte im Unterricht
Donnerstag, 14. April 2011
Das israelische Bildungsministerium plant, den Lehrplan für das kommende Jahr weniger auf jüdisch-arabische Koexistenz und Gemeinschaftskunde zu konzentrieren, als vielmehr auf zionistische Werte und das Judentum. Professor Gavriel Solomon von der Universität Haifa kritisierte gegenüber den Medien, „dass ein solcher Lehrplan, der sich allein auf Zionismus und Judentum konzentriert, dabei jedoch Demokratie und Frieden außen vor lässt, nur Ultra-Nationalismus fördern wird.“ Das Bildungsministerium hat erklärt, dass der Plan nur vorläufig sei und die endgültige Version nach den Pessach-Feiertagen veröffentlicht werde. Teil des Plans ist ein Programm für die fünften bis achten Schulklassen mit dem Titel: „Die Kultur und das Erbe Israels“. Bild: Bildungsminister Gideon Saar
Israel heute TV: Raketenhagel an der Gaza-Grenze
Donnerstag, 14. April 2011
Die angespannte Situation an der Grenze zum Gazastreifen bildet den Schwerpunkt der aktuellen Sendung von „israel heute“-TV. Das Kamerateam war in Sderot unterwegs und hat Bürgermeister David Bouskila interviewt. Polizeisprecher Micky Rosenfeld erläutert die Sicherheitsmaßnahmen in den terrorgefährdeten Kommunen. Außerdem in der Sendung: Ein Porträt des Malers Elyasaf Miara, der triste Betonbunker in bunte Kunstwerke verwandelt.
Kurznews
Donnerstag, 14. April 2011
+++ Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat etliche Waisenkinder zu ihrem 13. Geburtstag und der damit verbundenen Bar Mitzwa in sein Büro eingeladen. Die Kinder berichteten Netanjahu, dass einer der 13-Jährigen Jungen, Jonathan Amsaleg, nach dem Namen seines gefallenen Bruders Jonathan benannt wurde. Netanjahu war sogar vor 13 Jahren bei der Beschneidung der Pate des Kindes. Netanjahu begrüßte die Kinder mit einem Segen und sagte ihnen, dass es im Leben keine Freude ohne Schmerzen gibt. +++ Die jüdischen Musikstars Avraham Fried und Shloime Daskal haben ein Projekt „Das Japan-Lied“ gestartet. Es ist gedacht als Unterstützung für zwei junge orthodoxe Juden, die schon seit drei Jahren in Japan inhaftiert sind, weil sie als Drogenkuriere ausgenutzt worden waren. Damit sollten Spenden zu deren Unterstützung gesammelt werden. Dazu drehten sie auch ein Musikvideo in New York und in Japan. Nach dem Tsunami wurde das Video überarbeitet und Bilder von dem Unglück einbezogen, um auch für die Opfer der Katastrophe zu sammeln.
UNO will Palästinenser-Staat offenbar im September anerkennen
Mittwoch, 13. April 2011
Die Palästinenser erfüllen grundsätzlich die Voraussetzungen für einen unabhängigen Staat. Das hat der UN-Sonderbeauftragte Robert Sari in einem offiziellen Bericht bekannt gegeben. „In allen Bereichen wie Gesundheit, Erziehung, Energie, Justiz und Sicherheit funktioniert die palästinensische Autonomie wie ein Staat.“ Dieser UNO-Bericht bereitet die Legitimation eines Palästinenserstaates vor. Davon sind israelische Diplomaten überzeugt. Offenbar will die UNO im Herbst den Palästinenserstaat anerkennen. In dem Report ist auch von „Gefahren“ die Rede. Aber nicht in Zusammenhang mit Terrorismus, sondern im Blick auf die israelische Besatzung der Palästinensergebiete im biblischen Kernland Judäa und Samaria. Diese nehme den Palästinensern die Freiheit.
Umfrage: Verschärfen Rabbiner den Nahost-Konflikt?
Mittwoch, 13. April 2011
42 Prozent der jüdischen Bevölkerung Israels glauben, dass Rabbiner den israelisch-arabischen Konflikt in dieser Region verschärfen. Dies ergab eine neue Umfrage des jüdisch-arabischen Forschungszentrums Gal Hadash (Neue Welle) in Haifa. Innerhalb der säkularen Juden Israels meinen 63 Prozent, dass die Rabbiner eine Mitschuld tragen. 14 Prozent der Juden sind der Auffassung, dass die Rabbiner genau das Gegenteil machen und den Konflikt entschärfen.
Arabisches Knessetmitglied hofft auf dritte Intifada
Mittwoch, 13. April 2011
„Ich hoffe, dass Israels arabische Bevölkerung so bald wie möglich mit einer neuen Intifada beginnen wird“, sagte die arabische Knessetabgeordnete im israelischen Parlament, Hanin Soabi (42), der israelischen Zeitung Jediot Achronot. „Der arabische Aufstand in Ägypten soll für die arabische Jugend in Israel ein Vorbild sein!“ Es ist nicht das erste Mal, dass Soabi als israelischer Staatsbürger zu einer Revolution im Land aufrief. „Solange die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen wie in einem Gefängnis lebt, müssen Israels Araber auf den Straßen dagegen protestieren und die Belagerung der Zionisten durchbrechen.“ Soabi, wie auch andere arabische Parlamentarier zeigen immer häufiger größere Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf als mit dem Staat Israel.
Shalit-Video vor Pessach?
Mittwoch, 13. April 2011
Die Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes in Damaskus trafen sich mit dem dortigen Hamas-Führer, Khaled Mashaal. Sie überbrachten die Bitte der Eltern des entführten Soldaten, Gilad Shalit, aktuelles Videomaterial von ihrem Sohn noch vor dem Pessachfest zu erhalten. Die Hamas-Führung erwägt, dem Wunsch zuzustimmen. Auf jeden Fall würde Israel dafür einen hohen Preis zahlen müssen, wie bei dem letzten Video. Denn im Austausch dafür wurden 19 palästinensische Inhaftierte aus dem israelischen Gefängnis entlassen. In der Zeitung der Hamas, Al-Rasalah, hat man darüber berichtet. Außerdem wurden führende Köpfe der Hamas zitiert, die meinen, dass ein solches Video ein gutes Mittel wäre, um mehr Druck auf Ministerpräsident Netanjahu auszuüben.
Kurznews
Mittwoch, 13. April 2011
+++ In Israel bereitet sich das Volk auf das Befreiungs- und Frühlingsfest Pessach am kommenden Montagabend vor. Es gibt keine aggressivere Putzwoche wie diese vor Pessach: Alles wird gereinigt. Gemäß der Organisation Binat feiert 93 Prozent der jüdischen Bevölkerung Israels das biblische Fest mit der gesamten Familie zuhause, 6 Prozent feiern nicht. +++ Die Regierung in Belarus wandte sich an Israel, mit der Bitte um Hilfe bei der Aufklärung der Explosion in der Minsker U-Bahn. Gestern flog ein Team israelischer medizinischer und forensischer Experten nach Belarus, die heute ihre Arbeit dort aufnehmen werden. Die Delegation der drei Trauma-Spezialisten der Heimatfront und vier Forensikern der Polizei werden vom Leiter der Traumaabteilung des Sanitäterkorps des israelischen Militärs geleitet.
Rotes Kreuz kümmert sich endlich um Gilad Schalit
Dienstag, 12. April 2011
Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes haben sich in Damaskus mit Hamas-Chef Khaled Mashaal getroffen, um über den entführten israelischen Soldaten Gilad Schalit zu reden. Sie haben die Islamisten aufgefordert, noch vor dem Pessachfest ein Lebenszeichen des Entführten zu übermitteln. Das berichtet der israelische Fernsehkanal „Channel 10“. Das Rote Kreuz war zuletzt von israelischen Menschenrechtlern scharf kritisiert worden, weil es sich jahrelang nicht für den gekidnappten jungen Mann eingesetzt hatte. Stattdessen hatten sich die Rot-Kreuz-Vertreter intensiv mit den Haftbedingungen von Terroristen in israelischen Gefängnissen befasst, worauf israelische Aktivisten mit einer Blockade des Rot-Kreuz-Zentrums in Tel Aviv gedroht hatten.
Netanjahu trifft sich mit EU-Botschaftern
Dienstag, 12. April 2011
Noch steht nicht fest, wann Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Rede halten wird, durch die neue Verhandlungen mit den Palästinensern angekurbelt werden sollen. Bei einem Mittagessen mit den Botschaftern der EU-Länder wurde der Regierungschef nach der erwarteten neuen diplomatischen Initiative gefragt. Netanjahu meinte, dass er sich noch nicht entschieden habe, wann diese Rede gehalten werden soll. Auch deren Inhalt sei noch nicht ausgreift. Zunächst müssten zwei Fragen beantwortet werden: Erstens, ob Israel zu direkten Gesprächen mit den Palästinensern zurückkehren könne, was seiner Meinung nach sehr in Frage gestellt sei. Und zweitens: Was kann getan werden, wenn keine Verhandlungen stattfinden?
Lieberman muss mit baldiger Anklage rechnen
Dienstag, 12. April 2011
Generalstaatsanwalt Yehuda Weinstein wird voraussichtlich spätestens Ende dieser Woche Anklage gegen den israelischen Außenminister und Vorsitzenden der „Israel Beiteinu“-Partei Avigdor Lieberman erheben. Nach Medienberichten vom Dienstag wird dem Politiker Betrug, Vertrauensbruch, Geldwäsche und Irreführung der Justiz vorgeworfen. Gegen Lieberman wird bereits seit vielen Monaten ermittelt, die Polizei hatte angeblich bereits vor 18 Monaten eine Anklageerhebung gefordert. Die ersten Ermittlungen gab es bereits 2006. Unter anderem geht es um 10 Millionen Schekel (rund 2 Millionen Euro), die dem Politiker durch undurchsichtige Kanäle zugeflossen sein sollen, während er verschiedene Ministerämter inne hatte.
Palästinensische Aktivisten vergeben neue Straßennamen
Dienstag, 12. April 2011
Der „Straßenkampf“ zwischen arabischen und jüdischen Aktivisten in Jerusalem hat ein neues Betätigungsfeld gefunden: Eine Palästinenser-Gruppe hat neue Straßennamen vergeben. Im arabischen Stadtviertel Jabel Mukkaber wurden neun Straßen und Gassen, die bisher keine Bezeichnung hatten, mit provokativen Namen versehen. So gibt es jetzt eine Farouk Street, ein populärer Spitzname für Omar Ibn Al-Khattab. Der muslimische General hatte im Jahr 637 Jerusalem erobert. Hinter der Aktion steckt eine Gruppe von Palästinensern, die gegen die angebliche „Judaisierung“ Jerusalems protestiert und beabsichtigt, Straßen ihre angeblich historischen Namen zurückzugeben.
Kurznews
Dienstag, 12. April 2011
+++ Der spanische Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia sind zu einem 36-stündigen Blitzbesuch in Israel eingetroffen. Auf dem Programm: Ein Treffen mit Präsident Peres in Jerusalem, ein Besuch der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem, dere Universität Tel Aviv, des Rabin-Gedenkzentrums und ein Empfang von in Israel lebenden Spanienstämmigen Juden. +++ Die Anwälte des ehemaligen Präsidenten Moshe Katzav planen, Berufung gegen das Urteil wegen Vergewaltigung einzulegen. Das haben sie jetzt bekanntgegeben. Man wolle sich dabei auf die Aussagen der Zeugin A. vom Tourismusministerium konzentrieren, die ihre Angaben während des Polizeiverhörs im Laufe der Zeit geändert habe.
Nur kurzer Waffenstillstand an der Gaza-Grenze?
Montag, 11. April 2011
Die Feuerpause zwischen Israel und der radikalen Hamas-Regierung im Gazastreifen wird nicht lange anhalten. Das erwartet die israelische Armee. Seit dem Ende der Militäroperation „Gegossenes Blei“ im Januar 2009 ist der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen nicht abgebrochen. In den vergangenen Tagen schlugen rund 120 Projektile in Israel ein. Der Hamas kündigte nach israelischen Luftschlägen an, eine Feuerpause eingehen zu wollen. Wenige Stunden später wurde jedoch erneut eine Rakete in Richtung Aschkelon abgeschossen. „Seit zwei Jahren mobilisiert sich die Hamas für einen neuen Krieg mit Israel“, sagte ein hochrangiger Offizier im israelischen Rundfunk. „Israel steht eine neue Eskalation im Süden bevor.“ Aus anderen Quellen geht hervor, dass Israel bis zum bevorstehenden 63. Unabhängigkeitstag am 10. Mai jegliche Eskalation im Gazastreifen vermeiden möchte.
Israelischer Botschafter: Es ist eine echte Hölle
Montag, 11. April 2011
„Es ist ein blutiger Krieg, eine echte Hölle.“ So beschreibt der israelische Botschafter Daniel Saada die Lage in der Elfenbeinküste. Zusammen mit weiteren Diplomaten wurde der israelische Gesandte in einer dramatischen Aktion in der Hauptstadt Abidjan von UN-Truppen gerettet. Er ist jetzt aus dem westafrikanischen Bürgerkriegs-Staat in seine Heimat zurückgekehrt. „Ich bin immer froh, in Israel zu landen. Aber dieses Mal bin ich ganz besonders glücklich“, erklärte Sadda. Er ist Botschafter für mehrere afrikanische Staaten, die keine dauerhaft besetzte israelische Vertretung haben, darunter der Kongo und Madagaskar. Vor drei Wochen kam er nach Abidjan und wurde in die Unruhen verwickelt. Tagelang waren er und seine Kollegen in der Botschaft gefangen, die unter schweren Beschuss geriet.
Lieberman hält viele europäische Politiker für naiv
Montag, 11. April 2011
In einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) beklagt sich der israelische Außenminister Avigdor Lieberman über Europäer, die viel reden, aber wenig tun. „In den Gesprächen mit meinen europäischen Kollegen begegnen mir häufig naive und sehr romantische Vorstellungen“, erklärte der Gründer der rechtsgerichteten Partei „Israel Beiteinu“, die heute die drittstärkste politische Kraft im Heiligen Land ist. Dass die jüdischen Siedlungen ein Hindernis für den Frieden seien, bezeichnete der Außenminister als Unsinn. „Wir haben mit Ägypten und Jordanien Frieden geschlossen, obwohl es damals schon Siedlungen gab."
Milliardär will pro-israelischen TV-Sender gründen
Montag, 11. April 2011
Der kasachische Jude Alexander Maschkevitch plant, einen pro-israelischen Fernsehsender zu gründen. Dafür will der Milliardär mindestens 100 Millionen Dollar (69 Millionen Euro) investieren. Der TV-Sender soll dem arabischen Al Jazeera entgegenstehen. Schon seit zehn Jahren plant der New Yorker Bergbau-Magnat das Projekt. „Israel und die jüdische Welt verstehen schon lange, dass es weniger um einen Kampf mit richtigen Waffen und militärischen Truppen geht, sondern vielmehr um einen Kampf der Medien“, so Maschkevitch in der Tageszeitung „Jerusalem Post“.
Kurznachrichten
Montag, 11. April 2011
+++ 700 Teenager aus dem vielbeschossenen Süden Israels haben Freikarten für das Justin Bieber-Konzert am kommenden Donnerstag im Hayarkon Park in Tel Aviv bekommen. Die Karten sind ein Geschenk der Schusterman Foundation, der ROI, einer Vereinigung junger Führungskräfte, und der Morningstar Foundation. Scott Braun, Biebers Manager, brachte dem Teenager-Idol das „Schema Israel“ bei, das heiligste Gebet im Judentum, und vor jedem Auftritt betet das Team gemeinsam. +++ Hunderte Trauernde haben am Sonntag an einer Gedenkveranstaltung für die Opfer des Mordanschlags in Itamar teilgenommen. Das Ereignis fand nach genau 30 Tagen der Trauer nach dem Unglück statt. Die Trauergäste haben außerdem den Grundstein für eine neue Jeschiva-Schule, benannt nach dem Vater der ermordeten Familie Ehud Fogel, in Itamar gelegt.
Schwerer Beschuss am Wochenende
Sonntag, 10. April 2011
120 Raketen und Mörsergranaten wurden am letzten Wochenende aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen, davon konnte nur acht Raketen von dem Abwehrsystem "Eiserne Kuppel" abgewehrt werden. Etliche Israelis erlitten im Raum um den Gazastreifen Verletzungen.
Erneut Raketenhagel auf Israel – Hamas-Führer bei Luftangriff getötet
Samstag, 9. April 2011
Mehr als 70 Raketen und Mörsergranaten sind am Freitag und in der Nacht zum Samstag vom Gazastreifen aus auf Israel abgeschossen worden. Das teilte die Armee am Morgen mit. Das Raketenabwehrsystem „Eiserne Kuppel“ habe funktioniert und mehrere Raketen abgewehrt, die im Anflug auf die Städte Ashkelon und Beersheva waren. Israel setzte seine Luftangriffe fort. Dabei kamen ein Anführer der radikal-islamistischen Hamas und zwei weitere militante Islamisten in der Nähe von Rafah ums Leben. Sie waren gemeinsam in einem Auto unterwegs, das gezielt beschossen wurde. Die Luftwaffe griff zudem ein Hamas-Trainingszentrum in Gaza-Stadt an, im Süden des Gazastreifens nahm israelische Artellerie Ziele unter Feuer.
Gazastreifen unter Beschuss -– Hamas ruft zu Waffenstillstand auf
Freitag, 8. April 2011
Die israelische Armee hat am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag 13 Ziele im Gazastreifen angegriffen, darunter mehrere Gebäude und Schmuggeltunnel. Neben Kampfflugzeugen waren Helikopter im Einsatz, auch Panzer waren beteiligt. Nach palästinensischen Angaben gab es fünf Tote und 33 Verletzte. Terroristen hatten zuvor einen israelischen Schulbus mit einer Panzerabwehr-Rakete beschossen, danach waren innerhalb von drei Stunden 45 Projektile (Raketen und Mörsergranaten) in Israel eingeschlagen. Verteidigungsminister Ehud Barak sprach von einem „ernsten Vorfall, den Israel nicht hinnehmen kann.“ Die Hamas-Terroristen riefen noch am Donnerstagabend zu einem Waffenstillstand auf, um die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen. Die israelische Luftwaffe setzte ihre Angriffe dennoch fort.
Nach Angriff auf Schulbus: 16-jähriger weiter in Lebensgefahr
Freitag, 8. April 2011
Der Zustand des 16-jährigen Daniel W., der am Donnerstag beim Beschuss seines Schulbusses lebensgefährlich verletzt wurde, ist weiter kritisch. Die Ärzte des Krankenhauses in Beersheva gaben bekannt, der Teenager habe schwere Kopfverletzungen erlitten, er sei bewusstlos und müsse künstlich beatmet werden. Der Junge war auf dem Heimweg von einem Besuch bei seiner Großmutter. Außer ihm hatte sich nur noch der Busfahrer in dem Fahrzeug befunden, die anderen Passagiere waren kurz vor dem Einschlag der Panzerabwehr-Rakete ausgestiegen. Der Busfahrer erlitt Wunden am Bein. Der offenbar gezielte Angriff auf den Schulbus (im Bild der zertrümmerte Innenraum) erfolgte in der Nähe des Kibbutz Saad, nur rund 2,5 Kilometer von Gaza entfernt.
Merkel: Keine Unterstützung für einseitig erklärten Palästinenser-Staat
Freitag, 8. April 2011
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Berlin haben Bundeskanzlerin Merkel und Ministerpräsident Netanjahu die freundschaftlichen und vertrauten Beziehungen zwischen Deutschland und Israel unterstrichen. Im Mittelpunkt ihrer Gespräche standen die Entwicklungen im arabischen Raum. Merkel erklärte, dass angesichts der Umbrüche ein Fortschritt im israelisch-palästinensischen Friedensprozess dringender denn je sei. Beide waren einig darüber, dass die Wiederaufnahme von Verhandlungen der einzige Weg zu einer Lösung des Konflikts sei: „Israel sehnt sich nach Frieden“, sagte Netanjahu. „Wir wollen Verhandlungen anstoßen, um endlich Frieden, Sicherheit und Stabilität zu erreichen.“ Auch beim Thema Iran herrschte Einigkeit, dass alles daran gesetzt werden müsse, um den Mullah-Staat daran zu hindern, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen. Im Zuge dessen wiesen Merkel und Netanjahu auf die katastrophale Situation der iranischen Opposition hin. Angesprochen auf die Ankündigung der Palästinenser, im September bei den UN die Anerkennung eines eigenen Staates zu beantragen, antwortete die Bundeskanzlerin, dass sie keine einseitigen Schritte unterstützen werde. „Wir sind einig darüber, dass nur durch Verhandlungen Frieden und Sicherheit erreicht werden können“, sagte Merkel.
Kurznachrichten
Freitag, 8. April 2011
+++ Einer Studie von israelischen und palästinensischen Meinungsforschern zufolge verurteilen 63 Prozent der Palästinenser die Tragödie in Itamar und 32 Prozent befürworten sie. Somit sind ein Drittel der Palästinenser der Meinung, dass es richtig war, dass die fünf Mitglieder der Siedlerfamilie Fogel vergangenen Monat brutal erstochen wurden. Befragt wurden 1.270 Palästinensern im sogenannten Westjordanland, dem Gazastreifen und Jerusalem. Der Fehlertoleranzbereich lag bei drei Prozent. +++ Das israelische Busunternehmen Egged hat nach einem achtjährigen Ausschreibungsverfahren den Auftrag erhalten, in Amsterdam den Öffentlichen Personen-Nahverkehr zu übernehmen. Von Mitte Dezember an werden 250 Egged-Busse die Vorstädte Amsterdams mit dem Zentrum verbinden. Egged Europa betreibt bereits mit 1400 Bussen einen Teil des Nahverkehrs in verschiedenen Städten Polens.
Schabbat-Lesung und Kommentar: „"Mezora –- Den Aussätzigen"“
Freitag, 8. April 2011
3. Mose 14,1 bis 15,33; 2. Könige 7,3-20

Kommentar:

Unsere Parascha, der Bibeltext für diese Woche ab Kapitel 14, spricht von der „Thora (Weisung, nicht Gesetz!!) des Aussätzigen am Tag seiner Reinigung bzw. Heilung“. Das Wort „Tahara“, dass hier benutzt wird, weist auf körperliche aber auch geistliche Heilung hin, die nur durch die Gnade Gottes vervollständigt werden kann, wie wir später in dem Prophetenabschnitt aus 2. Könige 5 lesen.
Rabbi Israel Salanter, ein berühmter Gelehrter auf dem Feld der Ethik aus dem 19. Jahrhundert (Gründer der Musar-Bewegung), sagte: „Wer zwar peinlich darauf achtet, auch nicht das kleinste Insekt zu essen (vorige Parascha), jedoch andere komplett mit seiner bösartigen Zunge verschluckt (hebr. laschon hara), indem er böses Gerede erzählt, kann zur Strafe Aussatz bekommen...“
Israel reagiert mit Angriff auf Attacke gegen Schulbus - Mindestens drei Tote
Donnerstag, 7. April 2011
Die israelische Armee hat umgehend auf den Beschuss eines Schulbusses in der Negev-Wüste reagiert. Panzer feuerten am Donnerstag Nachmittag auf Ziele östlich von Gaza-Stadt. Offenbar wurden zudem von Helikoptern aus weitere Ziele in Gaza beschossen. Später griffen auch israelische Kampfjets ein und bombardierten Quartiere der Hamas in Gaza-Stadt. Nach palästinensischen Angaben kamen mindestens drei Menschen ums Leben, acht wurden verletzt.
Zugunfall fordert rund 50 Verletzte
Donnerstag, 7. April 2011
Zwei Züge der israelischen Eisenbahn sind heute am Bahnhof Bet Jehoshua im Norden des Landes zusammengestoßen. Glücklicherweise gab es bei der heftigen Kollission keine Toten. Etwa 50 Menschen wurden verletzt. Beide Züge waren mit niedriger Geschwindigkeit unterwegs. Warum die Züge auf demselben Gleis fuhren ist noch nicht klar, vermutet wird menschliches Versagen.
Mörsergranate trifft Schulbus im westlichen Negev
Donnerstag, 7. April 2011
Nach etwa zwei ruhigen Wochen ist am Nachmittag eine Mörsergranate in einen Schulbus in der Nähe einer Ortschaft im westlichen Negev eingeschlagen. Nach ersten Meldungen wurden zwei Menschen verletzt, ein 16-jähriger Junge sowie der Busfahrer. Der Junge schwebt in akuter Lebensgefahr, der Busfahrer erlitt Beinverletzungen. Sie waren die einzigen Insassen. Die beiden Verletzten wurden mit einem Hubschrauber in eine Klinik nach Beersheva geflogen. Ein Polizeibeamter vor Ort teilte mit, dass man von Glück reden könne, dass der Bus fast leer war. Ansonsten wäre es zu einem Blutbad gekommen. Normalerweise sei der Bus um diese Uhrzeit recht voll. Es wird angenommen, dass die Mörsergranate gezielt auf den Bus abgefeuert wurde.
Gaza-Palästinenser planen Aufstand gegen Hamas-Regime
Donnerstag, 7. April 2011
Offenbar wächst der Widerstand gegen das islamistische Hamas-Regime im Gazastreifen. Zwei Drittel der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen befürwortet eine Demonstration gegen ihre radikale Hamas-Regierung. Das hat eine Umfrage ergeben, die gemeinsam vom israelischen Harry S. Truman-Forschungsinstitut an der Hebräischen Universität in Jerusalem und vom palästinensischen Forschungszentrum für Politik in Ramallah durchgeführt wurde. Die jüngsten Aufstände in den arabischen Ländern haben die Palästinenser im Gazastreifen zu Demonstrationen ermutigt. In den gesamten Palästinensergebieten meinen 52 Prozent der Bevölkerung, dass eine Demonstration im Gazastreifen dringend nötig sei.
Heftiger Regen sorgt für Überschwemmung in Nahariah
Donnerstag, 7. April 2011
Das wechselhafte Frühlingswetter mit heftigen Regenfällen, die in den vergangenen Tagen insbesondere in Galiläa niedergingen, hat für Überschwemmungen gesorgt. Betroffen war am Mittwoch die nördlichste Küstenstadt Israels, Nahariah. Straßen wurden wegen des hohen Wasserstandes gesperrt, Teile der Stadt standen unter Wasser. Das durch das Stadtzentrum zum Meer fließende Flüsschen Gaaton, das normalerweise nicht mehr als ein Rinnsal ist, war bis zum Rand mit rauschendem Wasser gefüllt.
Wenn der letzte Vorhang fällt …
Donnerstag, 7. April 2011
Spartacus Mer-Khamis hat im Radio vom Tod seines Bruders Juliano Mer-Khamis erfahren. "„Ich hörte die Nachrichten im Radio und sie erzählten von einem berühmten Schauspieler, der auf der Jenin-Straße erschossen wurde"“, sagte Spartacus erschüttert. "„Ich wusste sofort, dass es mein Bruder war."“ Der jüngste Bruder der Familie, Abir, ist seit Tagen nicht auffindbar und es ist unklar, ob er über das Unglück Bescheid weiß. Niemand versteht, warum der Schauspieler ermordet wurde. Alle Trauernden haben sich am Mittwoch im El Midan-Theater in Haifa (Bild) versammelt. Noch am selben Tag wurde Juliano neben seiner Mutter im Kibbutz Ramot Menashe begraben.
Gerichtliche Klage gegen Goldstone
Donnerstag, 7. April 2011
Das Knesset-Mitglied Danny Danon (Bild) von der Likudpartei hat ein Gerichtsverfahren gegen Richard Goldstone initiiert, das vor dem Bundesbezirksgericht in New York stattfinden soll. „Das verzerrte Bild von Israel, das durch Goldstone maßgeblich geformt wurde, hat Israel unglaublich geschadet und wird dem Staat auch in der Zukunft schaden“, so Danon. Während eines Aufenthaltes in den USA hat Danon sich mit jüdischen Anwälten getroffen, die den Fall auf freiwilliger Basis übernommen haben. In dem zivilen Gerichtsverfahren sagten die Kläger, dass sie „Opfer von öffentlicher Verleumdung durch Behauptungen und Verzerrungen im Bericht über Israels militärische Aktionen gegen die Hamas im Gazastreifen im Winter 2008-2009“ wurden.
Israel heute TV: Alte Bäume erzählen ihre Geschichte
Donnerstag, 7. April 2011
Wenn Bäume reden könnten, hätten sie in Israel viel zu erzählen. Olivenbäume, Zypressen, Eichen – einige sind mehrere hundert Jahre alt, andere sollen sogar 2000 Jahre alt sein. Diese uralten Bäume spielen im Glauben von Juden, Christen und Muslimen eine ganz besondere Rolle. Das TV-Team von „israel heute“ hat sich auf Spurensuche begeben.
Netanjahu kommt zu Gesprächen mit Merkel nach Berlin
Mittwoch, 6. April 2011
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu trifft am Donnerstag in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Bei den Gesprächen soll es unter anderem um die politischen Umbrüche in der arabischen Welt gehen. Außerdem sollten mögliche Schritte zur Überwindung des Stillstands im Nahost-Friedensprozess besprochen werden. Netanjahu möchte auf die deutsche Regierungschefin einwirken, sich gegen eine Anerkennung eines Palästinenser-Staates in den Grenzen von 1967 auszusprechen. Dies steht bei der nächsten Sitzung des Nahost-Quartetts (USA, Russland, Vereinte Nationen und Europäische Union) am 15. April in Berlin zur Debatte.
Vilnai besucht neuen Grenzzaun zu Ägypten
Mittwoch, 6. April 2011
Der Minister für Hinterlandverteidigung, Matan Vilnai, hat gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Direktion für die Trennungslinie, Brigadegeneral Eran Ofir, und dem Divisionskommandeur Brigadegeneral Tamir Jada´i den neuen Grenzzaun zwischen Israel und Ägypten besichtigt, der derzeit im Bau ist. Die beiden informierten Vilnai über das Projekt. Die Anlage besteht aus einem Graben, einem Metallzaun und technologischen Systemen. Dadurch soll das Eindringen von Terroristen und Schmugglern aus dem Sinai unterbunden werden. Minister Vilnai erklärte während der Besichtigung: „Zum ersten Mal, seitdem das Friedensabkommen mit Ägypten 1979 unterzeichnet wurde, bauen wir eine moderne Grenzanlage. Hier gab es bisher, wenn überhaupt, nur einen kleinen fast unsichtbaren Zaun. Die gute Zusammenarbeit mit den Ägyptern ist sehr lobenswert. Beiden Ländern ist sehr daran gelegen, die guten Beziehungen weiterhin zu erhalten."
Hätte der Mord in Itamar verhindert werden können?
Mittwoch, 6. April 2011
heftigen Diskussionen. Es wird darüber spekuliert, ob die Morde durch bessere Sicherheitsvorkehrungen hätten verhindert werden können. In der Nacht des Unglücks erklang der Alarm, der eine Beschädigung des Sicherheitszauns anzeigt, acht Mal, blieb jedoch weitgehend unbeachtet - zum ersten Mal bereits um 20:59 Uhr. Die Täter sind an einem Punkt des Zaunes eingedrungen, der im toten Winkel der Überwachungskameras liegt. Der Zaun schlägt Alarm, wenn er berührt, durchgeschnitten oder bewegt wird. Die Morde geschahen zwischen 22 und 23 Uhr. Somit sind die Mörder zwei Stunden lang unbemerkt in der Siedlung umhergewandert.
Vorwürfe an Polizei: Wird Mord an Rabbiner verschwiegen?
Mittwoch, 6. April 2011
Am selben Tag, als Jerusalem von einer Bombe erschüttert wurde, gab es ein weiteres Verbrechen, das jedoch von Israels Polizei bisher weitgehend unbeachtet blieb. Nachdem Rabbi Moshe Talbi seinen Sohn zur Schule gebracht hatte, wurde er auf dem Weg in die nahegelegene jüdische Gemeinde Revava in Samaria getötet. Dort wollte er seine Tochter besuchen. Er wurde mit einem Kopfschuss neben seinem Auto mit laufendem Motor gefunden. Nachdem die Polizei die Szene 20 Minuten untersucht hatte, kam sie zu dem Schluss, dass es sich um einen Selbstmord handele. Der Fall wurde unter den Tisch gekehrt und blieb auch in den Medien weitgehend unbeachtet. Doch Talbis Familie will die Polizei nun zwingen, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.
Grundstein für neue Trauma-Abteilung in Haiti gelegt
Mittwoch, 6. April 2011
Während das israelische Feldlazarett in Japan erfolgreich arbeitet, werden auch die Erdbebenopfer von Haiti nicht vergessen. Ein Jahr und drei Monate nach dem verheerenden Erdbeben fand in der Stadt Cap Haitien die Grundsteinlegung für eine neue Nothilfe- und Trauma-Abteilung statt. Israels Regierung führt dieses Projekt durch die nationale Hilfsorganisation Mashav durch. Die neue Abteilung wird auf dem Gelände des bestehenden Justinien-Hospitals erbaut. An der Zeremonie nahmen Gesundheitsminister Haitis, Dr. Alex Larsen, der israelische Leiter des Projekts Dr. Jossi Bertz und der Botschafter Marko Sarmento teil. Die Trauma-Abteilung ist ein Pilotprojekt der haitischen Regierung, mit dem der medizinische Service in der Gegend erweitert werden soll.
Kurznachrichten
Mittwoch, 6. April 2011
+++ Bei israelischen Luftangriffen auf den nördlichen Gazastreifen sind in der Nacht zum Mittwoch mindestens vier Menschen verletzt worden. Eine israelische Armeesprecherin erklärte, die Luftwaffe habe zwei „Terror-Tunnel“ getroffen, durch die Waffen nach Gaza geschmuggelt werden. Der Angriff erfolgte, nachdem am Dienstag erneut drei Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert worden waren. +++ Israelische Ärzte in Japan haben in dem Ort Minamisanriku der 78-jährigen Toshiko Yamauchi das Gehen ermöglicht. Der Frau, die an einer Kniegelenksentzündung litt und nur im Rollstuhl bewegt werden konnte, war es nach einer OP wieder möglich, erste Schritte zu machen.
Schwere Vorwürfe gegen den „Vater der Raketen“
Dienstag, 5. April 2011
Er soll der führende Raketenentwickler der Hamas sein, verantwortlich für die deutlich verbesserte Bewaffnung der Islamisten im Gazastreifen. Er selbst bestreitet jedoch alle Vorwürfe und präsentiert sich den israelischen Behörden als friedlicher Ingenieur, der das Elektrizitätswerk von Gaza leitet: Dirar Abu Sisi (41), der bei einem Verwandtenbesuch in der Ukraine unter mysteriösen Umständen entführt wurde und seit Wochen in israelischer Haft sitzt. In den vergangenen fünf Jahren wurden die Kassam-Raketen, die neuerdings wieder fast täglich auf Israel abgefeuert werden, deutlich verbessert: Ihre Reichweite stieg von sechs auf 22 Kilometer. Dafür soll Abu Sisi ebenso verantwortlich sein wie für die hohe Durchschlagskraft der mittlerweile verwendeten Projektile, vor denen sogar Panzer und Kriegsschiffe nicht mehr sicher sind.
El Baradei warnt vor Angriff auf den Gazastreifen
Dienstag, 5. April 2011
Der frühere Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation und ägyptische Präsidentschaftskandidat Mohammed El-Baradai (68) hat in einem Interview mit einer arabischen Zeitung erklärt: „Falls Israel Gaza angreift, werden wir dem zionistischen Regime den Krieg erklären.“ In dem Gespräch mit der Zeitung Al-Watan unterstrich El-Baradai, er werde als ägyptischer Präsident für eine gemeinsame arabische Verteidigung von Gaza gegen israelische Attacken sorgen.
Autobahn 1 Jerusalem – Tel Aviv wird erneuert
Dienstag, 5. April 2011
Die stets überfüllte Autobahn Nummer 1 zwischen Tel Aviv und Jerusalem soll für 2,5 Milliarden Schekel (500 Millionen Euro) erneuert und erweitert werden. Dafür hat das Kabinett jetzt grünes Licht gegeben. Die wichtige Verkehrsader wird ab dem Sha’ar Haggai Autobahnkreuz, wo sich die Straße sich die judäischen Berge hinauf zur Hauptstadt schlängelt, grundlegend renoviert werden. Der Plan beinhaltet den Bau von zwei 650 Meter langenTunneln unter dem Harel-Bergrücken und die Erweiterung der Straße auf drei Spuren in jede Richtung. Außerdem werden zwei 800 Meter lange Brücken errichtet, um die gefährliche Motza-Kurve zu ersetzen, sowie weitere kleinere Tunnel und Brücken.
Armut wächst: Nachfrage nach Pessach-Essenspaketen steigt
Dienstag, 5. April 2011
Laut der größten israelischen Tafel Leket (dt. „Auslese“), die Essen an Bedürftige verteilt, hat sich die Nachfrage nach Essens-Hilfspaketen für Pessach im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Die Organisation ist nach dem Gebot der Thora benannt, das besagt, man solle auf dem Feld einen Teil der Ernte für die arme Bevölkerung zurücklassen. Fast 250 Freiwillige haben sich am Montag im Leket-Lagerhaus im Außenbezirk von Ra‘anana versammelt, um 5.400 Körbe mit Lebensmitteln vorzubereiten. Diese werden dann in den nächsten drei Tagen an Hilfsorganisationen im ganzen Land übergeben und zu Pessach verteilt. Im letzten Jahr waren es 2.800 Körbe. Der Wert der einzelnen Körbe liegt je nach Größe zwischen 80 und 120 Schekel (ca. 16 - 24 Euro).
Kurznachrichten
Dienstag, 5. April 2011
+++ Der arabisch-jüdische Theater- und Filmschauspieler Juliano Mer ist am Montag in Jenin in der Nähe eines von ihm gegründeten Kindertheaters "Freedom Theatre" erschossen worden. Seine Mutter war eine jüdische Friedensaktivistin, sein arabischer Vater Mitglied der kommunistischen Partei Israels. Mer wurde 1958 in Nazareth geboren und leistete seinen Militärdienst bei den Fallschirmjägern. In Israel wurde er als Araber angesehen und von den Arabern als israelischer Agent. Die arabische Knessetabgeordnete Haneen Zoabi meinte, dass dieser Mord von „Agenten der Okkupation“ durchgeführt worden sei. Die israelische Theater- und Kinowelt ist über seinen Tod erschüttert. Die israelische Polizei untersucht den Mord. +++ Die Unruhen in Syrien wachsen und in Israel steigt die Sorge, dass Waffen, die das instabile Regime in Damaskus erwirbt, an terroristische Organisationen wie die Hisbollah weiterverkauft werden. Die israelische Botschafterin in Moskau, Dorit Golender, appellierte in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Interfax an den Kreml, seine Waffengeschäfte mit Syrien zu überdenken.
Goldstones Rückzieher ein Ärgernis: „Schaden ist angerichtet“
Montag, 4. April 2011
Mit gemischten Gefühlen nimmt man in Israel zur Kenntnis, dass Richter Richard Goldstone seinen Bericht für die Vereinten Nationen zum Gaza-Krieg revidiert. Zum einen ist sein Rückzieher eine Genugtuung, hatte Israel doch stets versichert, niemals Kriegsverbrechen begangen zu haben. Zum anderen ist Goldstones späte Kehrtwende ein Ärgernis. Sein einseitiger Bericht hatte Israels Feinden weltweit wertvolle Munition geliefert und antisemitische Proteste ausgelöst. „Der Schaden ist bereits angerichtet“, kommentierte am Wochenende ein Offizier Goldstones Rückzieher. In seinem Bericht hatte der Richter der israelischen Armee 32 angebliche Kriegsverbrechen vorgeworfen, begangen im Winter 2008/2009 im Gazastreifen. Nun schrieb er in der „Washington Post“: Während die Hamas offensichtlich absichtsvoll Zivilisten ins Visier genommen habe, sei der israelischen Armee so etwas nach dem heutigen Wissensstand nicht mehr anzulasten. Nun erwartet Israel eine Reaktion der Vereinten Nationen. Sie sollen den Bericht offiziell zurückziehen.
Israel will neue „Gaza-Flotte“ stoppen -– diplomatisch und militärisch
Montag, 4. April 2011
Israels Marine bereitet sich darauf vor, im Mai eine erneute „Hilfsflotte“ zu stoppen, die die Blockade des Gazastreifens durchbrechen will. Angeblich wollen mehr als 1000 linksgerichtete Aktivisten mit mehr als 20 Schiffen aus verschiedenen Ländern an der Aktion teilnehmen. Sie sollen Ende Mai vor der israelischen Küste auftauchen, genau ein Jahr, nachdem Marineeinheiten dort die türkische „Mavi Marvara“ (Bild)gestürmt hatten. Dabei waren neun türkische Aktivisten ums Leben gekommen. Die israelische Armee hatte anschließend Videos veröffentlicht, die zeigen, dass die israelischen Soldaten von den „Friedensaktivisten“ mit äußerster Brutalität angegriffen wurden. Auf dem Schiff hatten sich Waffen befunden, berüchtigte Islamisten und auch deutsche Bundestagsabgeordnete der Linkspartei.
Gemeinsame Gehirnforschung von Israel und der Schweiz
Montag, 4. April 2011
Israel und die Schweiz haben eine Vereinbarung über gemeinsame neurologische Forschungen geschlossen. Es ist im Beisein des israelischen Präsidenten Shimon Peres bei einer internationalen Zeremonie in der Schweiz unterzeichnet worden. Die Hebräische Universität in Jerusalem und die Eidgenössische Technische Hochschule in Lausanne sollen zusammen in Laboratorien und an Forschungsprojekten arbeiten. Darüber hinaus ist die Kollektivarbeit von Doktoranden ein Ziel des Projekts. Die Vereinbarung sieht vor, dass beide Institutionen in den nächsten fünf Jahren 10 Millionen Dollar (über 7 Millionen Euro) investieren. Präsident Peres plant, Israel zu einem der führenden Länder der internationalen Gehirnforschung zu machen.
Wird Israel 2030 ein ultraorthodoxer Staat sein?
Montag, 4. April 2011
Einer neuen Studie der Universität von Haifa zufolge wird es im Jahre 2030 eine Million Haredim, ultra-orthodoxe Juden, in Israel geben. Der Report mit dem Titel: „Israel 2010-2030 – auf dem Weg zu einem religiösen Staat“ hat die Geburtentraten der religiösen, ultra-orthodoxen, säkularen und arabischen Gemeinden im Lande verglichen. Sollte der momentane demographische Trend anhalten, wird in naher Zukunft die Mehrheit von Israels jüdischer Bevölkerung ultra-othodox sein. Experten warnen: Dies könne zu einem starken Anstieg von Armut, einer Annektierung der Siedlungen im sogenannten Westjordanland und Israels Wandlung zu einem nicht-demokratischen Land führen. Die wirtschaftliche Last würde in diesem Fall hauptsächlich auf die säkulare Gesellschaft fallen. Die Studie wurde unter der Leitung von Prof. Arnon Soffer zusammengestellt.
Richter Goldstone nimmt Bericht zurück
Sonntag, 3. April 2011
Der von der UNO-Beauftragte Richter Richard Goldstone nahm seinen Bericht bezüglich der Missetaten Israels im Gazakrieg („Operation Gegossenes Blei“) in einem Artikel in der „Washington Post“ zurück. Der 575-seitige Bericht vom September 2009 beschwört, dass Israel absichtlich Frauen und Kinder im Gazakrieg getötet habe. In Israel wird dieser Schritt zwar begrüßt, aber der damalige Ministerpräsident Ehud Olmert meinte, dass es zu wenig Aktion und darüber hinaus zu spät sei, denn diese Behauptungen sind in aller Welt publiziert worden und können nicht vergessen gemacht werden. Ministerpräsident Netanjahu meinte heute, dass dieser Bericht in die Mülltonne der Geschichte gehöre.
Israeli liefert großen WM-Kampf – Punktniederlage gegen deutschen Titelverteidiger
Sonntag, 3. April 2011
Der israelische Boxer Ran Nakash (33, rechts) hat es nicht geschafft, dem deutschen WBO-Weltmeister und Titelverteidiger Marco Huck (26, genannt Captain Huck) den Titel streitig zu machen. Nach einem harten Fight über die volle Distanz von zwölf Runden siegte der deutsche Cruiser-Gewichtler am Samstagabend nach Punkten. Aber Nakash hatte im Ring des Gerry-Weber-Stadions in Halle/Westfalen einen großen Kampf geliefert, darüber waren sich die Box-Experten einig. Die ersten Runden gingen klar an den schnellen, bulligen Israeli, der in der Armee Elite-Nahkämpfer ausbildet und in Israel einen legendären Ruf genießt.
Hamas wollte offenbar Israelis entführen: Drei Tote bei Luftangriff
Samstag, 2. April 2011
Bei einem israelischen Luftangriff sind in der Nacht zum Samstag im südlichen Gazastreifen drei Hamas-Kämpfer ums Leben gekommen. Ein vierter Mann sei schwer verletzt worden, berichteten palästinensische Quellen. Der gezielte Angriff hat offenbar einem Auto gegolten, das zwischen Khan Yunis und Dir al-Balah unterwegs war. Es wurde völlig zerstört und brannte aus. Augenzeugen berichteten von einer einzigen Explosion. Eine Sprecherin des israelischen Militärs sagte, die Hamas-Terrorzelle habe Entführungen in Israel und auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel während des bevorstehenden jüdischen Passahfestes geplant.
Anti-israelische Propaganda und Boykott-Aufrufe in Brüssel
Freitag, 1. April 2011
Israelische Soldaten erschießen einen Jungen vor den Augen seiner Mutter. Eine Soldatin tritt brutal auf eine schwangere Palästinenserin ein und trennt Kinder von ihren Eltern. Diese Szenen spielen sich in der Haupt-Fußgängerzone von Brüssel ab. Die Akteure sind Schauspieler. Mit ausdrücklicher Genehmigung der Stadtverwaltung präsentieren die Aktionisten ihre Propaganda im Rahmen der „Anti-Israel-Apartheid-Woche“. Dafür haben sie einen Checkpoint mit Wachturm nachgebaut und die Schauspieler mit Spielzeugwaffen und Fantasieuniformen ausgestattet.
Umfrage: Mehrheit ist mit Netanjahu nicht zufrieden
Freitag, 1. April 2011
Eine deutliche Mehrheit der Israelis ist mit der Amtsführung von Ministerpräsident Netanjahu unzufrieden. Das hat eine aktuelle Umfrage der Zeitung „Jerusalem Post“ ergeben. Nachdem die Regierung nunmehr zwei Jahre im Amt ist (am 31. März 2009 war Netanjahu Ministerpräsident geworden), wurden 500 erwachsene jüdische Israelis nach ihrer Meinung gefragt. Dabei ergab sich, dass 30 Prozent die Arbeit Netanjahus als „schwach“ beurteilen und 27 Prozent als „sehr schwach“. Nur 11 Prozent benoteten ihn mit „sehr gut“ und 32 Prozent mit „gut“. Etwa die Hälfte der rechtsorientierten Wähler war mit dem Regierungschef zufrieden, aber nur 21 Prozent der Linken.
Box-WM-Kampf: Israeli fordert Deutschen heraus
Freitag, 1. April 2011
Der israelische Boxer Ran Nakash (33, Foto) steigt morgen, Samstag, gegen den deutschen WBO-Weltmeister und Titelverteidiger Marco Huck (26, genannt Captain Huck) in den Ring des Gerry-Weber-Stadions in Halle/Westfalen. Nakash wird damit der erste Israeli sein, der um den Boxtitel im Cruisergewicht kämpfen wird. „Nakash ist als starker und cooler Boxer bekannt und dies wird der wichtigste Kampf seiner Karriere sein“, erklärte Nakashs Trainer Raanan Tal. „Wir sind uns bewusst, dass wir uns während des Rings in einer antiisraelischen und antijüdischen Atmosphäre wiederfinden werden. Das wird nicht leicht sein, aber auch wir werden Captain Huck das Leben schwer machen!“
Soldaten retten zwei Wochen altes Rehkitz
Freitag, 1. April 2011
Israelische Soldaten haben das Leben eines zwei Wochen alten Rehkitzes gerettet. Das Tier wurde blutend im Kofferraum eines Palästinensers entdeckt, der in der Nähe der jüdischen Siedlung Beit El unterwegs war. Die Soldaten hatten den Wagen am Donnerstagabend gestoppt und kontrolliert. Dabei entdeckten sie, wie israelische Medien heute berichten, drei Säcke mit geschützten Pflanzen und das Rehkitz. Der Fahrer erklärte den Soldaten, er habe das verletzte Tier bei der Palästinensischen Autonomiebehörde abliefern wollen.
Kurznachrichten
Freitag, 1. April 2011
Der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ist zu seinem Antrittsbesuch in Israel eingetroffen. Bei ersten Gesprächen mit Sicherheitsminister Yitzhak Aharonovitch (rechts im Bild) ging es unter anderem um die aktuelle Sicherheitslage Israels und den Einsatz bewaffneter Flugbegleiter. +++ Terroristen haben am Donnerstag aus dem nördlichen Gazastreifen eine Rakete auf Israel abgefeuert. Sie schlug südlich der Stadt Ashkelon auf offenem Gelände ein, ohne Schaden anzurichten.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 1. April 2011
Schabbat „Tasria – Wenn sie empfängt“
3. Mose 12,1 bis 13,59; 2. Könige 4,42-5,18

Kommentar:
Unsere Wochen-Parascha, die normalerweise eine doppelte ist, setzt die Reihe der Thora-Gebote fort, die sich dem Leib widmen. Sie begann in der letzten Lesung mit den Speisegesetzen. Wieder gibt uns Gottes Wort Vorschriften bezüglich dessen, was für Gottes Volk aus Seiner Sicht „heilig“ und „rein“ bzw. „unheilig“ und „unrein“ ist. Nun betreten wir u. a. auch den intimen Bereich, wie z. B. die Sexualität. Angefangen mit dem „Gesetz für die Wöchnerinnen“, in dem wir nun Reinheit und Unreinheit betrachten.

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