News Archive

März 2011

Minister Landau zu arabischen Politikern: Macht Eure Augen auf!
Donnerstag, 31. März 2011
Israels Infrastruktur-Minister Uzi Landau hat die arabisch-stämmigen Politiker des Heiligen Landes heftig attackiert und ihnen Unglaubwürdigkeit bescheinigt: „Sie werfen Israel vor, ein Apartheid-Staat zu sein. Dann reisen sie nach Libyen und Syrien und loben die dortigen Führer“, unterstrich Landau in einem Interview. „Zudem klagen sie uns an, wir würden ihr Land enteignen, während sie gleichzeitig Land rauben. Sie werfen uns vor, ihre Jugend habe keinen Platz, um sich zu entwickeln. Aber wir haben damit zu kämpfen, dass die Preise für Wohnungen immer höher steigen, und wir müssen deshalb Hochhäuser bauen. Aber sie bestehen darauf, ihre Häuser in der freien Landschaft zu errichten“, so Landau weiter.
Zehntausende beteiligen sich am „Sauberkeitstag“
Donnerstag, 31. März 2011
Schulkinder, Beamte und Angestellte öffentlicher und privater Unternehmen haben sich am „nationalen Sauberkeitstag“ beteiligt, der in diesem Jahr erstmals begangen wurde. Im ganzen Land gab es Aktionen zur Säuberung von verschiedenen Abfallarten. Allein am See Genezareth fanden sich 1300 Kinder ein, um die Küste vom vielen Müll zu befreien. Auch Prominente wollten nicht beiseite stehen. So schlossen sich neben Umweltschutzminister Gilad Erdan und der Generaldirektorin des Ministeriums, Alona Karo-Sheffer, auch Deutschlands Botschafter in Tel Aviv, Harald Kindermann, und seine Mitarbeiter der Gemeinschaftsaktion an.
Ägypten umschmeichelt den Iran und die Hisbollah
Donnerstag, 31. März 2011
Mit großer Sorge verfolgt man in Israel die politischen Weichenstellungen im Nachbarland Ägypten. Viele hatten gehofft, die sogenannte „demokratische Revolution“ würde dazu führen, dass sich das Land der Pharaonen künftig stärker dem Westen zuwendet. Nun mehren sich jedoch die Anzeichen, dass Ägypten in eine andere Richtung steuert, nämlich in die offenen Arme islamistischer Regime. Zunächst hatte der ägyptische Verteidigungsminister Hussein Al Tantawaui für neue Beziehungen mit Syrien geworben. Dann erklärte Ägyptens neuer Außenminister Nabil al-Arabi gegenüber Reportern in Kairo, er wolle die Verbindungen mit dem starken Mann des Iran, Präsident Mahmoud Ahmadinedschad, wiederbeleben. Noch stehe nicht fest, ob Ägypten in Teheran wieder eine Botschaft eröffnen werde, aber man wolle freundschaftliche Beziehungen mit der islamischen Republik pflegen.
„Kiss“-Gründer besucht seine Heimatstadt Haifa
Donnerstag, 31. März 2011
Gene Simmons, 61-jähriger Sänger und Bassist der amerikanischen Rockband „Kiss“, bereist zehn Tage lang sein Heimatland Israel. „Es war ein Fehler, dass ich erst jetzt wieder meine Heimatstadt Haifa besucht habe“, erklärte Simmons, der ein Jahr nach der Staatsgründung Israels in der Hafenstadt geboren wurde. „Kiss“ wird in der christlichen Welt als eine okkulte Band kritisiert. Simmons ist in einer chassidischen Familie geboren, sein Geburtsname ist Chaim Witz. Seine Eltern stammen aus einer ungarischen jüdischen Familie und entkamen knapp dem Holocaust, als sie nach Israel einwanderten. Alle anderen Familienangehörigen seiner Eltern sind in den deutschen Konzentrationslagern ums Leben gekommen. Nach der Scheidung seiner Eltern ist seine Mutter, als er sechs Jahre alt war, nach New York ausgewandert.
Israel heute TV: Besuch bei Attentatsopfer Ami Ortiz
Donnerstag, 31. März 2011
Ami Ortiz, ein junger messianischer Jude, wurde während des Purim-Festes 2008 Opfer eines Bomben-Attentats. Er wurde schwer verletzt, hat sich mittlerweile aber gut erholt. Das TV-Team von „israel heute“ hat ihn besucht und mit ihm über das schreckliche Erlebnis und seine Zukunftspläne gesprochen. Weitere Themen der Sendung: Rabbiner Haim Amsellem – ein Rebell fordert Reformen bei Orthodoxen; Modi’in – die alte Makkabäer-Stadt blüht wieder auf; Ludwig Schneiders biblischer Kommentar: „Die Zahl 13“.
Kurznachrichten
Donnerstag, 31. März 2011
+++ Israels Militär hat eine Landkarte veröffentlicht, auf der alle Aktivitäten der vom Iran geförderten Hisbollah im Libanon eingetragen sind. Demnach haben die Hisbollah-Terroristen in 200 libanesischen Dörfern 950 Raketen-Terrorstellungen und in 500 Bunkern 40.000 Raketen gelagert, die gegen Israel gerichtet sind. +++ Der britische Botschafter in Israel, Matthew Gould, hat an der Bushaltestelle einen Kranz niedergelegt, wo vorige Woche bei einem Terroranschlag die 55-jährige Britin Mary Jane Gardner getötet wurde. Die Christin studierte in Jerusalem Hebräisch. Sie war für die Wycliff-Bibelübersetzer tätig.
Vereinte Nationen fordern die Teilung Jerusalems
Mittwoch, 30. März 2011
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, hat harsche Kritik an Israel geübt. Er forderte ein Ende der „Besatzung“ und sprach sich für eine Teilung Jerusalems aus. „Es muss ein Weg gefunden werden, damit sich Jerusalem zur Hauptstadt von zwei Staaten, Israel und Palästina, entwickeln kann“, ließ er einen Sprecher bei einer Konferenz in Uruguay erklären. Die israelische Besatzung der Palästinensergebiete habe 1967 begonnen, sie sei moralisch und politisch unhaltbar und müsse beendet werden. Die Palästinenser hätten ein Recht auf einen unabhängigen, lebensfähigen Staat. Der Generalsekretär kritisierte die israelische Siedlungspolitik in Judäa, Samaria und im Ostteil Jerusalems.
Kassam-Schützen angegriffen: Ein Terrorist stirbt
Mittwoch, 30. März 2011
Die Regierung gibt nicht nach und setzt ihre Politik der „Null-Akzeptanz“ des Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen konsequent fort. So wurden am Mittwochmorgen zwei Terroristen, die gerade eine Rakete auf Israel abgefeuert hatten, aus der Luft angegriffen. Dabei wurde nach Militärangaben einer von ihnen getötet und der andere schwer verletzt. Die Terroristen waren mit einem Motorrad unterwegs gewesen und gehörten dem Islamischen Dschihad an. Von dieser islamistischen Organisation wurde behauptet, dass sich die beiden auf dem Weg zum Morgengebet in der Moschee befunden hätten.
Netanjahu wegen neuem Geheimdienst-Chef in der Kritik
Mittwoch, 30. März 2011
Wegen der Ernennung von Joram Cohen (51) zum neuen Chef des Inlandsgeheimdienstes Shabak wird Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in den israelischen Medien heftig kritisiert. Sie werfen ihm vor, sich erneut dem Druck der religiösen Siedlerbewegung gebeugt zu haben. Ursprünglich sollte der bisherige Vizechef des Geheimdienstes, ein Mann mit dem Codenamen Y., neuer Direktor werden. Dagegen hatten die Religiösen protestiert: Y. hatte früher innerhalb der Siedlerbewegung spioniert. Mit Joram Cohen ernannte Netanjahu nun einen religiösen Bewerber, der allerdings nicht mit allen Arbeitsgebieten des Geheimdienstes vertraut ist.
Hunderte Orthodoxe bei Begräbnis für menschliche Überreste
Mittwoch, 30. März 2011
Der ein Jahr andauernde Streit um die an einer Baustelle für ein Hotel in Jaffa gefundenen alten Gräber hat nun mit dem Begräbnis der ausgegrabenen Knochen ein Ende gefunden. Orthodoxe Juden hatten damals reklamiert, es handele sich um jüdische Gräber, die nicht verlegt werden dürfen, da nach jüdischem Gesetz die Totenruhe nicht gestört werden darf. Es folgten Demonstrationen in vielen Städten, die einen Baustopp des Hotels forderten. Vor einiger Zeit jedoch gab die Altertumsbehörde bekannt, dass Schweineknochen an der Ausgrabungsstelle gefunden wurden, die Gräber also von Heiden stammen müssten.
Kurznews
Mittwoch, 30. März 2011
+++ Israel hat eine neue Schönheitskönigin für das Jahr 2011 gewählt. Die 21-jährige Ella Ran aus Herzliah wurde diese Ehre zuteil. Sie diente im Militär als Kommandeurin. Die 18-jährige Kim Edri aus der von Raketen heimgesuchten Stadt Sderot wurde zum „Mädchen des Jahres“ gekürt. +++ Die israelische Fußball-Nationalmannschaft hat ihr Spiel gegen Georgien mit 1:0 gewonnen. Es ging um die Qualifikation für die Europameisterschaft (Euro 2012). Auch im vorigen Spiel gegen Lettland hatten die Israelis mit 2:1 gesiegt. Ihre Chancen stehen somit gut, es stehen jedoch noch einige Spiele bevor. +++ Die Seite auf der Internet-Plattform „Facebook“, die zur Gewalt gegen Israel aufgerufen hatte, ist jetzt gesperrt worden. Beobachter von „Facebook“ hatten festgestellt, dass die Administratoren der Seite selbst an der Verbreitung von Hass und Gewalt beteiligt waren. Die arabische Seite hatte mehr als 330.000 Anhänger. Sie wurden unter anderem dazu aufgerufen, einen Massenmarsch nach Israel aus den moslemischen Nachbarstaaten zu unternehmen.

Staatsfeinden droht Verlust der Staatsbürgerschaft
Dienstag, 29. März 2011
Staatsfeindlichen Israelis kann künftig die Staatsbürgerschaft entzogen werden. Ein entsprechendes Gesetz hat jetzt das israelische Parlament, die Knesset, verabschiedet. Initiator war die rechtsgerichtete „Israel Beteinu“-Partei von Außenminister Avigdor Lieberman. Heftige Proteste gab es von den arabischen Abgeordneten, die den Juden „Faschismus“ vorwarfen. Das neue Gesetz erlaubt den Behörden, jedem die Staatsbürgerschaft zu entziehen, der für eine Terrororganisation spioniert, bewaffnete Konflikte schürt, Kriegsfeinde mit Waffen versorgt, in feindlichen Armeen dient oder Maßnahmen ergreift, die die Souveränität des Staates Israel gefährden. Anlass für die Neuregelung war der Fall des arabischen Abgeordneten Azmi Bishara (Bild).
Blair veröffentlicht Landkarte ohne Israel
Dienstag, 29. März 2011
Tony Blair, der Sondergesandte des Nahost-Quartetts, hat in Israel viel an Glaubwürdigkeit verspielt. Grund ist eine Landkarte auf der Webseite des früheren englischen Regierungschefs zum Thema „Arabischer Frühling“. Die Karte wurde auch auf der Seite des Nahost-Quartetts veröffentlicht. Auf ihr finden sich zwar Kleinstaaten wie Kuwait und Katar, aber den Namen „Israel“ sucht man dort vergeblich. Nachdem die Tageszeitung „Jerusalem Post“ den Fall aufgriff, wurde die Karte von der Webseite entfernt und durch ein Foto ersetzt, das Blair während einer Rede zeigt.
Niederschläge diesen Winter nur 70 Prozent des Durchschnitts
Dienstag, 29. März 2011
Das Land braucht dringend überdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Das hat die israelische Wasserbehörde bekannt gegeben. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es zwar einen leichten Anstieg der Regenfälle, aber die Pegel sind immer noch viel zu niedrig, da sich das Heilige Land in einer bereits sieben Jahre dauernden Trockenperiode befindet. „Wir müssen dringend Wasser für dieses und nächstes Jahr speichern und im täglichen Leben Wasser sparen, andernfalls werden wir ein Problem bekommen“, so Uri Schor, der Sprecher der Wasserbehörde. Die Niederschläge haben diesen Winter insgesamt nur 70 Prozent des Durchschnitts erreicht.
Natalie Portman unterstützt das Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem
Dienstag, 29. März 2011
Die weltbekannte jüdische Schauspielerin und Oskar-Gewinnerin Natalie Portman wirbt für das Jerusalemer Hadassah-Krankenhaus. In einem Videoclip über einen Erweiterungsbau des berühmten Krankenhauseses bittet sie um Unterstützung für das ambitionierte Bauprojekt. Es würde den Service und die Behandlungsmöglichkeiten für viele Patienten verbessern. Natalie Portman wurde selbst vor 30 Jahren in diesem Krankenhaus geboren und unterhält seitdem enge Beziehungen zu der Institution.
Kurznachrichten
Dienstag, 29. März 2011
+++ Das israelische Militär hat ein Feldlazarett in Minami Sanriku in der Provinz Miyagi in Japan eröffnet. Es enthält Röntgenzimmer, Abteilungen für Kinder, Chirurgie, Orthopädie, Hals-Nasen-Ohren, Frauen, Augen, Nothilfe, einen Entbindungssaal, Nothilfe, ein Labor und eine Apotheke. In der Region befinden sich Tausende Obdachlose. Der israelischen Delegation schlossen sich sieben japanische Freiwillige an, die auch Hebräisch sprechen und als Übersetzer dienen werden. +++ Ministerpräsident Netanjahu hat den langjährig im israelischen Sicherheitsdienst (Shin Beth) tätigen Joram Cohen zum neuen Vorsitzenden dieser Organisation ernannt. Cohen wird Juval Diskin nach dessen sechsjähriger Amtszeit ablösen. Er ist der erste religiöse Jude, der diesen Posten übernimmt. „Israel steht vor schwierigen und komplizierten Sicherheitsherausforderungen, und der Shin Beth ist das wichtigste Werkzeug, sich damit auseinanderzusetzen“, so Netanjahu.
Raketenabwehr-System stationiert – Offiziere kritisieren „zu weiche Reaktion“
Montag, 28. März 2011
Offiziere der israelischen Armee haben öffentlich erklärt, dass die Hamas mit dem fortgesetzten Raketenbeschuss auf Städte in der Nähe des Gazastreifens wichtige Punkte gesammelt habe. Die Islamisten hatten in den vergangenen Tagen drei israelische Städte unter Dauerfeuer genommen. Israel antwortete zurückhaltend mit einigen Luftangriffen. Diese „weiche Reaktion“ habe die Hamas gestärkt, kritisierten die Offiziere laut israelischen Medienberichten. Mittlerweile hat Israel sein neues Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ in der Nähe der Stadt Beersheva aufgestellt. Fachleute erklärten jedoch, das habe mehr symbolische Wirkung als praktischen Nutzen. Das System könne nur einen begrenzten Bereich beschützen.
Israel fürchtet zunehmend seine arabischen Mitbürger
Montag, 28. März 2011
In den internationalen Medien wird fast immer dasselbe Bild gezeichnet: Die Palästinenser leiden unter der israelischen „Besatzung“. Tatsächlich empfinden viele Juden das genaue Gegenteil: Sie werden von ihren arabischen Mitbürgern „unterdrückt“. Dabei geht es nicht darum, dass Israel von seinen muslimischen Nachbarstaaten isoliert und bedroht wird. Es geht vielmehr um den ganz normalen Alltag im Heiligen Land. Ganze Scharen von Arabern strömen unbehelligt in die jüdischen Wohnviertel und Einkaufszentren. Währenddessen können Juden die palästinensischen Autonomiegebiete und selbst die arabischen Stadtteile von Jerusalem nur sehr eingeschränkt besuchen. Es besteht die Gefahr, dass sie dort gelyncht werden.
„Facebook“-Seite ruft zur Gewalt gegen Israel auf
Montag, 28. März 2011
Israel hat eine Schwäche für soziale Medien. Wie nun eine Studie ergab, weist das Land die - nach den Philippinen- zweithöchste Facebook-Durchdringungsrate auf der Welt auf. 89,8 Prozent aller israelischen Internet-Benutzer haben im vergangenen Monat mindestens einmal die Seite des Kontaktnetzwerks besucht. Insgesamt gibt es in Israel drei Millionen Facebook-Mitglieder, und die Zahl steigt täglich weiter an. Derzeit sorgt das Netzwerk allerdings auch für Verdruss. Grund ist eine islamistische Seite, die zur „Dritten Intifada“ (Aufstand der Palästinenser) aufruft und die „Befreiung Palästinas“ fordert. In Israel ist man entsetzt über den öffentlichen Appell zur Gewalt gegen Juden. Die Seite hat bereits 380.000 Mal von Nutzern das Prädikat „Gefällt mir“ erhalten. „Facebook“ hat sich bislang mit Hinweis auf die Meinungsfreiheit geweigert, die Seite zu sperren.
Elizbeth Taylor – zeitlebens eine Unterstützerin Israels
Montag, 28. März 2011
Israel trauert um die im Alter von 79 Jahren verstorbene amerikanische Schauspielerin Elizabeth Taylor. Im Jahre 1959 konvertierte die Filmdiva, die lange Zeit als schönste Frau Hollywoods galt, zum Judentum. Mit diesem Schritt begann ihr Weg als tatkräftige Unterstützerin Israels, den sie ihr Leben lang beibehielt. So war sie im Jahre 1976 sogar bereit, sich gegen 103 jüdische Geiseln während des Dramas in Entebbe, Uganda, eintauschen zu lassen. Für dieses Angebot, das Israel nicht annehmen konnte, dankte ihr der israelische Botschafter in den USA. Das jüdische Volk sei ihr sehr dankbar und werde diese Geste nie vergessen. Eine faszinierende Ironie des Schicksals ließ Liz Taylor jedoch noch im selben Jahr eine der Geiseln in einer englischen Filmproduktion über das Drama in Entebbe spielen.
Kurznachrichten
Montag, 28. März 2011
+++ Ein weiteres Hilfsteam der israelischen Armee ist in Japan eingetroffen. Nun sind 60 Israelis im Katastrophengebiet unterwegs, um den Opfern medizinische Hilfe zu leisten. Zum Einsatzteam gehören auch Experten für Atomenergie. Aus Israel wurden bisher rund 60 Tonnen Medizin und Ausrüstung nach Tokio geflogen. +++ Die Fakultät für Geisteswissenschaften an der Hebräischen Universität in Jerusalem erhält eine private Großspende. Nach Medienberichten bekommt die Hochschule rund 20 Millionen Euro. Von dem Geld soll ein neues Gebäude errichtet werden, zudem möchte die Universität hochrangige ausländische Dozenten verpflichten.
Panik im Süden nach andauerndem Raketenbeschuss
Freitag, 25. März 2011
In Israel wächst der Druck auf die Regierung, mit einem massiven Militärschlag den Raketenterror aus dem Gazastreifen zu beenden. Nachdem der Beschuss mit Granaten und Raketen in den vergangenen Tagen eskalierte, wollen die Streitkräfte nun ein mobiles Raketenabwehrsystem an der Grenze installieren. Es soll bereits am Sonntag in Betrieb gehen, hieß es. Zwei Grad-Raketen hatten am Donnerstagnachmittag Israels Küstenstadt Ashdod getroffen. Auch in der nicht weit von Tel Aviv entfernten Stadt Rischon Le Zion gab es Luftalarm. Die Raketen legten fast 50 Kilometer zurück.
Trotz Bombenattentat: Zehntausend Sportler beim Jerusalem-Marathon
Freitag, 25. März 2011
Trotz Bombenexplosion und Raketenangriffen im Süden findet der erste Jerusalem-Marathon heute wie geplant statt. Zu der Großveranstaltung haben sich 10.000 Läufer angemeldet, 1000 von ihnen kommen extra aus dem Ausland. Start ist an der Knesset, die Route führt dann durch die Altstadt bis hin zum Sacher-Park. Die israelische Polizei ist mit einem großen Aufgebot vor Ort: Über 2000 Polizisten sorgen für die Sicherheit während des Laufes. Zivilpolizisten, die Grenzpolizei und Spürhunde sind im Einsatz, ein Helikopter beobachtet das Geschehen aus der Luft.
Krebskranke Kinder spielen mit Soldaten im Schnee
Freitag, 25. März 2011
Israelische Soldaten tollen mit krebskranken palästinensischen Kindern im Schnee herum: Es waren ganz besondere Szenen, die sich in Israels einzigem Skigebiet auf dem Hermon-Berg abspielten. Die Kinder wurden von ihren Familien begleitet und genossen den Schnee gemeinsam mit den Soldaten der alpinen Spezialeinheit. Bereits seit zehn Jahren laden die Soldaten Gruppen von geistig oder körperlich behinderten Kindern ein, um mit ihnen einen schönen Tag auf dem Berg Hermon zu verbringen. Die Kinder sollen sich erholen und ihre Krankheit für eine Weile vergessen.
Gaza und Kibbutz treffen sich im Krankenhaus
Freitag, 25. März 2011
Im Kaplan-Krankenhaus von Rehovot trafen zwei verschiedene Welten aufeinander: Jael Frenkel aus dem Kibbutz Saad und Naama Atwa aus Jibalya im Gazastreifen lagen nach der Geburt ihrer Babys im selben Zimmer. Die Moslemin war in kritischem Zustand in das israelische Krankenhaus gebracht worden. Die Ärzte schafften es, sie und ihr Baby zu retten. Die religiöse Jüdin war zur Geburt ihrer Tochter ins Krankenhaus gekommen und wurde danach zu Naama ins Zimmer gelegt. Da ihre Zimmernachbarin einen hebräischen Namen hat, wusste Jael nicht, dass es sich um eine Moslemin aus Gaza handelte. Sie entdeckte es erst, als diese arabisch sprach, doch auch dann dachte sie noch, es handle sich um eine Beduinin. Der Schock war zuerst groß, denn Jael lebt in einem Kibbutz, der schon einige Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen abbekommen hat.
250.000 Kinder studieren für Gilad Schalit die Bibel
Freitag, 25. März 2011
Israelische Kinder im Alter von 3 bis 18 Jahren wollen die Freilassung des entführten Soldaten Gilad Shalit (Bild) mit Hilfe des Bibelstudiums herbeiführen. 250.000 Schüler aus religiösen Bildungseinrichtungen lesen in ihrer Freizeit die Bibel und die Mischna (Überlieferungen der Religionsgesetze). Sie werden dabei von Lehrern beaufsichtigt. Die Aktion ist Teil der Kampagne für die baldige Freilassung des israelischen Soldaten, der von der Hamas nun schon fünf Jahre in Geiselhaft gehalten wird. Alle Kinder werden in Altersgruppen unterteilt und ihnen werden die Thora (die fünf Bücher Mose) oder einer der sechs Abschnitte der Mischna zur Verfügung gestellt.
Kurznachrichten
Freitag, 25. März 2011
Die israelischen Frauen schreiben Basketball-Geschichte: Der Verein „Elizur Ramla“ gewann das Finale des Eurocups 2010/2011 gegen den französischen Verein Arras mit 61:53 Punkten. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe des „israel heute“-Magazins. +++ Das Elektroautounternehmen Better Place hat seine erste Batteriewechselstation präsentiert. In Kiryat Ekron wurde der mit Robotern arbeitende Mechanismus am Mittwoch vorgeführt.
Bombenanschlag in Jerusalem: Eine Tote, Dutzende Verletzte
Donnerstag, 24. März 2011
Der Terror ist zurück in der israelischen Hauptstadt. Bei einem Bombenanschlag auf eine Bushaltestelle in Jerusalem ist am Mittwoch eine 59-jährige Frau getötet worden, mindestens 38 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die etwa zwei Kilo schwere Bombe war nach Polizeiangaben in einer Tasche versteckt, die an einer Telefonzelle stand. Sie explodierte, als gerade zwei Busse dort anhielten. Verschiedene arabische Terror-Organisationen begrüßten den Anschlag, übernahmen aber nicht die Verantwortung für die Bluttat. Es ist der erste schwere Terroranschlag in Jerusalem seit dem Massaker an acht jungen Männern in einer Bibelschule im März 2008.
Bürgermeister Barkat: Wir lassen uns unser Leben nicht ruinieren!
Donnerstag, 24. März 2011
Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine „energische, verantwortliche und umsichtige“ Reaktion auf den Terroranschlag in Jerusalem angekündigt. Der Ministerpräsident hatte wegen des Anschlags seine Russlandreise um einige Stunden verschoben. Vor dem Abflug nach Moskau unterstrich er, es sei seiner Regierung gelungen, zwei Jahre lang für Ruhe und Sicherheit zu sorgen. Die Israelis hätten es genossen, ohne Angst auf den Straßen unterwegs zu sein. Diese Ruhe sei ein großer Segen. Nun gebe es Elemente, die diese Ruhe zerstören wollten: „Sie wollen die Entschlossenheit und Tapferkeit unseres Volkes auf die Probe stellen. Sie werden erfahren, dass die Regierung, die Armee und die israelische Bevölkerung den eisernen Willen haben, ihren Staat und die Bürger zu verteidigen“, unterstrich Netanjahu. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat hat die Bürger der Hauptstadt dazu aufgerufen, zu ihrem normalen Alltag zurückzukehren.
Israels Süden weiter unter Feuer -– Phosphor in Granaten entdeckt
Donnerstag, 24. März 2011
Während die Einwohner Jerusalems nach dem Bombenattentat noch unter Schock stehen, wird der Süden des Landes weiterhin von Terroristen unter Feuer genommen. Mindestens fünf Mörsergranaten wurden nach dem Attentat auf Israel abgefeuert. Einen weiteren Raketenabschuss verhinderten israelische Soldaten, die die Terroristen bei den Startvorbereitungen für eine Rakete entdeckten und auf sie schossen. Nach Armeeangaben enthielten einige der eingeschlagenen Projektile Phosphor – ein Stoff, dessen Verwendung in Waffen international verboten ist. Seit Samstag schlugen nach Angaben der Streitkräfte 25 Granaten und Raketen in Israel ein.
Montefiore-Windmühle bald wieder in Betrieb
Donnerstag, 24. März 2011
135 Jahre nach ihrer Stilllegung soll die historische Jerusalemer Windmühle mit Kultcharakter wieder in Betrieb genommen werden. Das beliebte Touristenziel ist auch als ein gescheitertes Projekt des britischen Philantropen Moses Montefiore bekannt, der mit der Windmühle das arabische Monopol der Mehlmühlen brechen wollte. Die Mühle war jedoch lediglich 20 Jahre in Betrieb und ihre Mühlblätter drehten sich in den 1870er Jahren zum letzten Mal. Arabische Arbeiter sollen das Projekt damals sabotiert oder gar mit einem Fluch belegt haben. Auch soll es an dem Standort nicht genug Wind für die Mühle geben. Das Äußere der Windmühle wurde bereits mehrere Male restauriert, nun will die „Jerusalem Foundation“ („Jerusalem Stiftung“) den inneren Mechanismus wieder instandsetzen und die Windmühle in Betrieb nehmen.
Israel heute TV: Erdbebengefahr auch in Israel
Donnerstag, 24. März 2011
Auch Israel ist erdbebengefährdet. Das Heilige Land liegt am so genannten Toten-Meer-Graben. Wenn dort die Erde erschüttert wird, schrillen im geophysikalischen Institut in Tel Aviv die Alarmglocken. Das TV-Team von „israel heute“ hat mit den verantwortlichen Wissenschaftlern gesprochen. Weitere Themen der Sendung: der Marinepark in Eilat; Hilfe für drogenabhängige Ex-Soldaten; Ludwig Schneiders Kommentar: „Messianische Juden in Israel“.
Krieg an der Gaza-Grenze: Neun Menschen sterben
Mittwoch, 23. März 2011
Die Auseinandersetzungen an der Grenze zum Gazastreifen drohen zu eskalieren. Israel hat auf den andauernden Beschuss mit Granaten und Raketen mit weiteren Bombardierungen reagiert. Dabei kamen nach palästinensischen Angaben neun Menschen ums Leben, darunter vier Zivilisten. In der Nacht zum Mittwoch feuerten islamistische Terroristen zwei Granaten auf Ashkelon ab, eine schwere Grad-Rakete auf die Großstadt Ashdod sowie eine weitere Grad-Rakete auf die Wüstenstadt Beersheva. Dabei wurde ein 56-jähriger Israeli leicht verletzt, drei Personen erlitten einen Schock.
Am Dienstagabend hatte die israelische Luftwaffe mehrere Angriffe auf Terrorzellen im Gazastreifen geflogen. Ein Ziel waren nach Armeeangaben Terroristen, die gerade dabei waren, eine Rakete abschussbereit zu machen. Bei dem Angriff starben vier militante Palästinenser. Sie sollen auch für den Grad-Angriff auf Beersheva in der vergangenen Woche verantwortlich sein.
Familie Grayeb: „Einstehen für die Wahrheit hat einen Preis!“
Mittwoch, 23. März 2011
„Wir stehen für die Wahrheit, aber die Wahrheit hat uns nur noch mehr Probleme gebracht“, berichteten Assam und Raed Grayeb. Sie sind Vater und Sohn, palästinensische Christen aus dem Dorf Taybe. Sie hatten „israel heute“ (Novemberausgabe) ein Interview über ihre Lebensumstände gegeben. „Bevor wir über unser Leben in Taybe redeten, hatten wir nur Probleme mit den Moslems in unserer Gegend, wie die anderen katholischen Christen im Dorf. Aber jetzt werden wir selbst von den katholischen Christen verfolgt, besonders vom Dorfpriester. Wir schieben Wache über Nacht, denn mehrmals wurden bereits unsere Fensterscheiben zerschmettert. Meine Enkelkinder, die in die katholische Dorfschule gehen, werden fast täglich angepöbelt. Seitdem wir öffentlich unsere Liebe zum Volk Israel bekannten und von der Gründung einer messianischen Gemeinde in Taybe redeten, haben wir noch mehr Feinde!“
Rabbiner: Tsunami in Japan ist Strafe wegen Haft von Bibelschülern
Mittwoch, 23. März 2011
Das schwere Erdbeben und der folgende verheerende Tsunami haben Japan getroffen, weil dort zwei jüdische Bibelschüler wegen Drogenschmuggels inhaftiert sind. Diese Ansicht vertrat der Vorsitzende Rabbiner der Rachmastrivka-Chassidim, David Twersky. Anlässlich des Purimfestes feierten die Chassidim (orthodox-mystische jüdische Glaubensbewegung), wobei der Rabbiner die Gelegenheit nutzte zu fordern, dass die beiden Bibelschüler sofort freigelassen werden müssten. Dann würden die die Erdbeben in Japan aufhören. Diese Ansicht wurde im Internetportal der Orthodoxen, LeDaat, veröffentlicht. Der Rabbi betete für ihre zügige Freilassung. Hunderte anwesende Chassidim antworteten mit einem donnernden „Amen“. Im April 2008 waren die beiden Studenten aufgeflogen, als sie einen Koffer mit 90.000 Ecstasy-Pillen bei sich hatten.
Testphase der Jerusalemer Straßenbahn bis 7. April
Mittwoch, 23. März 2011
Die neue Jerusalemer Straßenbahn soll von dieser Woche an bis zum 7. April eine weitere Probephase durchlaufen. Polizei, Feuerwehr und medizinisches Personal erhalten vor der offiziellen Eröffnung ein spezielles Training. Die Stadtverwaltung befürchtet zahlreiche Unfälle, da die Bewohner der Hauptstadt mit dem neuen Verkehrsmittel noch nicht vertraut sind. Zunächst soll eine symbolische Ticketgebühr von einem bis drei Schekel bei der Fahrt entlang der Jerusalemer Jaffastraße entrichtet werden. Die Anfangsphase mit eingeschränktem Betrieb soll der Öffentlichkeit helfen, sich an die Bahn zu gewöhnen und das Gedränge in der Innenstadt entlasten. Diese Testphase wird die Regierung um die 10 Millionen Schekel (knapp 2 Millionen Euro) kosten.
Kurznachrichten
Mittwoch, 23. März 2011
+++ Michael Schneider spricht heute, Mittwoch, 23. März um 20 Uhr in 75210 Keltern-Ellmendingen, Saal der Christl. Gemeinschaft, Belchenstraße, über das Thema „Messianische Juden in Israel und ihre Identitätssuche“. +++ Die Anhänger der anti-zionistischen jüdischen Gruppe Neturei Karta haben zum Purimfest eine israelische Flagge im orthodoxen Jerusalemer Viertel Mea Shearim verbrannt. Mit bunten Kostümen und palästinensischen Flaggen in den Händen feuerten sie diejenigen an, die die Flagge anzündeten. Die Neturei Karta ist eine ultra-orthodoxe jüdische Gruppe, die sich gegen den Staat Israel und für einen palästinensischen Staat ausspricht.
Ex-Präsident Katsav zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt
Dienstag, 22. März 2011
Der frühere israelische Staatspräsident Mosche Katsav ist zu sieben Jahren Haft und zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Bezirksgericht von Tel Aviv hat am Dienstag dieses Strafmaß verkündet. Katsav war bereits Ende Dezember der zweifachen Vergewaltigung, der sexuellen Nötigung und der Behinderung der Justiz für schuldig befunden worden. Dem 65-Jährigen wurde unter anderem vorgeworfen, in seiner Zeit als Tourismusminister (1996 bis 1999) eine Mitarbeiterin zweimal vergewaltigt zu haben. „Vom Gericht musste es in diesem Fall eine klare Botschaft geben“, heißt es in der Urteilsbegründung. Richter George Kerra hatte gleich zu Beginn der Sitzung unterstrichen, dass Vergewaltigung eines der schwersten Verbrechen im Strafgesetzbuch sei.
Israelische Luftschläge nach erneutem Raketenbeschuss
Dienstag, 22. März 2011
Die israelische Luftwaffe hat auf den fortgesetzten Raketenbeschuss Israels reagiert: In der Nacht zum Dienstag wurden erneut militärische Ziele im Gazastreifen bombardiert. Nach Militärangaben galten insgesamt sechs Angriffe zwei Tunneln, durch die Terroristen auf israelisches Gebiet gelangen konnten. Außerdem habe man zwei Waffenfabriken und Lager ins Visier genommen. Einen geplanten siebten Luftschlag haben die Streitkräfte nach eigenen Angaben gestrichen, da sich unbeteiligte Zivilisten im Zielgebiet aufgehalten hätten. Palästinenser beklagten am Dienstag, durch die Luftangriffe seien 17 Menschen verletzt worden, darunter mehrere Kinder.
Ingenieur aus Gaza in israelischer Haft -– Aus Ukraine entführt?
Dienstag, 22. März 2011
Der moslemische Ingenieur Dirar Abu Sisi befindet sich nach Medienberichten in einem israelischen Gefängnis und wird dort verhört. Er ist angeblich vor einem Monat in der Ukraine in einer Nacht-und-Nebel-Aktion entführt worden. Die Vizepräsidentin des Magistratsgerichts in Petach Tikwa, Liah Levon, hat der Veröffentlichung des Aufenthaltsortes des Ingenieurs zugestimmt. Abu Sisi, der das Haupt-Kraftwerk in Gaza leitet, ist mit einer Ukrainerin verheiratet und wollte die ukrainische Staatsbürgerschaft beantragen.
Pass auf Tel Aviv! - Jerusalem bald kulturelles Zentrum?
Dienstag, 22. März 2011
In fünf Jahren soll Jerusalem Israels Zentrum für Kultur und Sport sein. Das hat Bürgermeister Nir Barkat auf dem Jerusalemer Wirtschaftsforum angekündigt. „Wir erleben hier eine wahre Revolution und mit nur wenigen Verbesserungen kann Jerusalem zu Israels Vorzeigestadt werden.“ Er fügte hinzu, dass neue Gebäudekomplexe zukünftig Konzerte internationaler Sänger, die größte internationale jüdische Sportveranstaltung Makkabiade, Israels führende Film-, Schauspiel- und Kunstakademien und vieles mehr beherbergen sollen. Darüber hinaus sei der Bau eines Künstlerviertels geplant.
Kurznachrichten
Dienstag, 22. März 2011
Aktueller Vortrag: Michael Schneider spricht heute, Dienstag, 22.März um 20 Uhr in 79733 Görwihl, Segeten 43, Netzwerk 43; Kontakt: Michaela Kuhlmann, Tel.: 07754-919808, Thema: „Aktuelle Lage Israels im Licht der Bibel“. +++ An Israels Stränden fehlt der Sand. Ein spezielles Schiff wird deshalb an ausgewählten Stellen große Sandmengen ins strandnahe Flachwasser pumpen. Die natürlichen Sandzuströme aus Ägypten gelangen teilweise nicht mehr wie einst an alle israelischen Strände, da sie zuvor an Hafenbecken und Wellenbrechern hängenbleiben. Dies sei vor allem an den Stränden nördlich von Ashdod und Haifa der Fall, so das Umweltministerium. +++ Israel ist die erste Nation, die ein Feldlazarett in Japan errichtet hat. Die „Jerusalem Post“ berichtete am Dienstag, dass die Stadt Minamisanriko, eine Fischereistadt 500 Kilometer nördlich von Tokio, besonders schwer von dem Beben und dem nachfolgenden Tsunami getroffen wurde.
Israelische Hilfe auf dem Weg nach Japan
Montag, 21. März 2011
Das japanische Außenministerium hat am Samstag einen offiziellen Hilferuf an die israelische Regierung geschickt. Eine vorläufige Delegation von zwei Ärzten und ein Heimatfront-Kommando haben sich daraufhin sofort in das japanische Krisengebiet begeben. Weitere Rettungstruppen sollen in naher Zukunft folgen. Zudem werden das Außenministerium und das Verteidigungsministerium Decken, Mäntel, Handschuhe und tragbare Toiletten in die Stadt Kurihara schicken, in die die Überlebenden der nahegelegenen Ortschaft Sendai geflüchtet waren. Der japanische Botschafter in Israel hat dem israelischen Team seinen Dank ausgesprochen und unterstrichen, dass Israel eines der ersten Länder war, das medizinische Hilfsteams entsandt hat.
Purim-Feiern unter Schutz von Polizei und Armee
Montag, 21. März 2011
Die traditionelle Adloyada-Purim-Parade hat dieses Jahr an mehreren Orten im Land stattgefunden, darunter auch in den Siedlungen Hebron und Kiryat Arba. Unter massivem Sicherheitsschutz der Polizei, der Armee und des Grenzschutzes sind über 300 Bewohner in bunten Kostümen und lauten Rasseln die Straßen entlang gewandert. Zu den populärsten politischen Kostümen gehörten der libysche Führer Muammar Gaddafi und US-Präsident Barack Obama. In allen Synagogen wird in diesen Tagen die Esther-Rolle gelesen. Zu Purim haben die Juden in den Gotteshäusern für eine neue Königin oder König gebetet, der Israel vor dem politischen Zugrundegehen erretten wird.
Bekannter türkischer Journalist kritisiert Erdogan scharf
Montag, 21. März 2011
„Erdogan, der die Israelis Baby- und Kindermörder nennt, schweigt seit dem Blutbad in Itamar. Wir hörten ihn nicht auf Arabisch schreien „Du sollst nicht töten“, wie er es auf Hebräisch tat. In den Augen der moslemischen Extremisten wird jeder Israeli als Soldat eingestuft. Mich würde interessieren, welchen militärischen Rang das drei Monate alte Baby aus Itamar hatte, als es ermordet wurde? Gefreiter? Leutnant? Sicher war sie zu jung um General gewesen zu sein...“ Diese schwere Kritik am türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan übte der bekannte und anerkannte türkische Journalist Burak Bekdil in der türkischen Zeitung „Hurriyet“ in einem Artikel über den grausamen Mord an der Siedler-Familie Fogel. Jedoch wurde dieser nur in der englischen Ausgabe der Zeitung veröffentlicht.
Kurznachrichten
Montag, 21. März 2011
Michael Schneider spricht am heutigen Montag, 21. März, um 20.00 Uhr in CH - 8508 Homburg / Schweiz, EMK, Kapelle Klingenberg, Hirtenstr. 12; Kontakt: B. Moser, Tel.: 052-7632150; Thema: „Aktuelle Lage Israels im Licht der Bibel“.+++ Sarah Palin (im Bild an der Klagemauer), prominente US-Republikanerin und frühere Gouverneurin von Alaska, besucht derzeit erstmals Israel. Auf ihrem Besuchsprogramm steht unter anderem ein Essen mit Regierungschef Netanjahu.
Geringes Interesse der internationalen Medien an Waffenfund
Freitag, 18. März 2011
Das israelische Militär hat die große Anzahl von Waffen, die auf dem Frachtschiff „Victoria“ entdeckt wurden, öffentlich präsentiert. Das unter liberianischer Flagge fahrende Schiff war von der Marine in den Hafen von Ashdod geleitet worden. Die Soldaten hatten an Bord Mörsergranaten, moderne Anti-Schiff-Flugkörper und große Mengen an Munition entdeckt. Die Waffen stammen vermutlich aus dem Iran und waren für Terrororganisationen im Gazastreifen bestimmt. Das Militär hatte zahlreiche ausländische Journalisten eingeladen, die beschlagnahmten Waffen zu besichtigen. Aber die meisten gingen vorzeitig, ohne die Waffen gesehen zu haben. Grund waren extrem langwierige Sicherheitskontrollen.
Netanjahu sieht Pläne für Atomkraftwerk skeptisch
Freitag, 18. März 2011
Israel überdenkt angesichts der Katastrophe in Japan seine Pläne zum Bau eines neuen Atomkraftwerks. Das hat Ministerpräsident Netanjahu in einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN deutlich gemacht. Er sei früher recht euphorisch gewesen, was die zivile Nutzung der Kernenergie angehe. Dies habe sich mittlerweile geändert. Glücklicherweise verfüge Israel über erhebliche Erdgasvorkommen, deshalb sei man in den kommenden Jahren nicht auf Atomenergie angewiesen, machte Netanjahu deutlich.
Neue Methode zur Krebsbehandlung ein Erfolg
Freitag, 18. März 2011
Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben eine Methode zur Krebsbehandlung durch die Unterdrückung von Stresshormonen entwickelt. Sie soll nun erstmals auch an Menschen getestet werden, und zwar an Darmkrebspatienten im Sheba-Krankenhaus in Tel Hashomer. Die Studie wird unter der Leitung von Prof. Shamgar Ben-Eliyahu (Bild) durchgeführt, dem Direktor des Psychologischen Seminars der Universität Tel Aviv. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre ist es den Forschern gelungen, die Metastasen bei Tieren, denen ein bösartiger Tumor entfernt wurde, deutlich zu senken. Die Lebenserwartung wird dadurch erheblich gesteigert.
Israel feiert Purim: Nicht nur Kinder sind begeistert
Freitag, 18. März 2011
In Israel wird an diesem Wochenende Purim gefeiert. Kinder ziehen verkleidet durch die Straßen, es wird viel gelacht, auch Erwachsene haben ihren Spaß. Purim hat einen biblischen Hintergrund: Nach dem Buch Ester versuchte Haman, der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, die gesamten Juden im Perserreich an einem Tag auszurotten. Königin Ester führt jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbei. In den Synagogen wird zu Purim aus dem Ester-Buch vorgelesen. Immer wenn der Name Haman fällt, dürfen die anwesenden Kinder mit Tuten, Rasseln und Ratschen so viel Lärm wie möglich machen.
Kurznachrichten
Freitag, 18. März 2011
>+++ Aktuelle Vorträge: Michael Schneider spricht am Montag, 21. 3. um 20.00 Uhr in CH - 8508 Homburg / Schweiz, EMK, Kapelle Klingenberg, Hirtenstr. 12; Kontakt: B. Moser, Tel.: 052-7632150; Thema: „Aktuelle Lage Israels im Licht der Bibel“. +++ Ein neugeborener Gibbon-Affe (Bild) ist die neue Attraktion im Safari-Zoo Tel Aviv-Ramat Gan. Mutter ist eine 32jährige, die zuletzt vor elf Jahren ein Baby zur Welt brachte. Von seinen beiden Brüdern wurde das neue Familienmitglied auf der Affeninsel freundlich aufgenommen. Welchem Geschlecht der kleine Affe angehört, ist noch unklar, da er sich bisher eng an den Körper seiner Mutter anschmiegt. Gibbons sind in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht.
Vorwürfe gegen Regierung: „Jerusalem ist bereits geteilt“
Donnerstag, 17. März 2011
Jerusalem ist bereits in einen jüdischen und einen arabischen Sektor geteilt. Diese Ansicht vertrat der bekannte israelische Aktivist Aryeh King bei der 8. Jerusalem-Konferenz. Er warf Ministerpräsident Netanjahu vor, im arabisch geprägten Ostteil der Hauptstadt sieben Bezirke geschaffen zu haben, die für Juden praktisch verboten seien. King präsentierte als Beweis ein Video, das zeigt, wie die israelische Polizei jüdische Autofahrer davon abhält, in die fraglichen Stadtteile zu fahren. Juden, die in diese Stadtteile wollten, benötigten eine besondere Erlaubnis und den Schutz der Armee.
Amos Oz schickt Buch mit Widmung an Terrorist Barghouti
Donnerstag, 17. März 2011
Marwan Barghouti, verurteilter Mörder von fünf Israelis und Initiator mehrerer Terroranschläge, hat einen Freund in Israel – den berühmten Schriftsteller Amos Oz. Der preisgekrönte Autor hat dem palästinensischen Gefangenen eine arabische Ausgabe seines Buches „A Tale of Love and Darkness“ („Eine Geschichte von Liebe und Dunkelheit“) mit persönlicher Widmung ins Gefängnis geschickt. Die persönliche Widmung lautet: „Diese Geschichte ist unsere Geschichte. Ich hoffe, Du liest sie und verstehst uns besser, so wie auch wir versuchen, Dich zu verstehen. Ich hoffe, wir treffen uns bald in Frieden und Freiheit.“
Flugbegleiter werden zu Diplomaten für das Heilige Land
Donnerstag, 17. März 2011
Besatzungsmitglieder der nationalen Fluglinie El Al sollen künftig als „Diplomaten“ öffentlich für den jüdischen Staat eintreten. Das sieht eine neue gemeinsame Initiative des Außenministeriums und der Fluglinie vor. Demnach sollen die El Al-Mitarbeiter unter anderem in Universitäten rund um den Globus sprechen und mit Studierenden diskutieren. Zuvor werden sie in Kursen dafür geschult. Über 100 Piloten und Mitglieder des Kabinenpersonals hätten sich bereits freiwillig gemeldet.
Palästinensisches Baby von israelischer Armee gerettet
Donnerstag, 17. März 2011
Die israelische Armee und Notärzte haben am Mittwoch einer palästinensischen Frau und ihrem Neugeborenen das Leben gerettet. In der Siedlung Itamar, wo vergangenes Wochenende eine Siedlerfamilie brutal ermordet wurde, brachten die israelischen Ärzte ein kleines palästinensisches Mädchen zur Welt – in jenem Ort, wo die Hinterbliebenen der Fogel-Familie gerade die sieben Tage der jüdischen Trauer verbringen. Ein palästinensisches Taxi raste zum Eingang der Gemeinde. Darin war eine Frau um die 20, die in den Wehen lag. Die Nabelschnur hatte sich um den Hals des Babies gelegt und die Situation war für Mutter und Kind lebensbedrohlich. Die schnelle Hilfe der Ärzte in der Siedlung und der Soldaten vor Ort rettete beiden das Leben.
Israel heute TV: Neue Krebstherapie aus Haifa
Donnerstag, 17. März 2011
Einer US-Studie zufolge sterben weltweit jeden Tag etwa 20.000 Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung. Forscher aus allen Kontinenten bemühen sich, die Methoden zur Diagnose und Behandlung dieser tückischen Krankheit zu verbessern. Auch an der Technischen Universität Haifa gibt es ein solches Forschungsprojekt (Bild). Fachleute halten es für besonders vielversprechend. Im Institut für biomedizinisches Ingenieurwesen versuchen Wissenschaftler, bösartige Tumorzellen mit Hilfe von Laserstrahlen zu entdecken und sie gezielt zu zerstören. Die Wissenschaftler versetzen dazu Blut mit winzigen Gold-Nanopartikeln. Das TV-Team von „israel heute“ hat mit den Forschern gesprochen.
Kurznachrichten
Donnerstag, 17. März 2011
+++ Ludwig Schneider spricht heute Abend, Do., 17. 03. um 19.30 Uhr in 8004 Zürich, Volkshaus Weißer Saal, Stauffacherstr. 60 „Was verbindet Israel und die Schweiz?” & „Aktuelles aus Israel; Jerusalem gegen die UNO“. Michael Schneider spricht heute Abend um 20.00 Uhr in D - 79793 Wutöschingen, Degernauerstr. 41; Thema: „Juden und Christen – was sie vereint und trennt“ +++ Ägyptische Sicherheitskräfte haben nahe der Grenze zum Sudan nach einem Schusswechsel fünf Fahrzeuge gestoppt, die große Mengen an Waffen transportierten. Offiziellen Angaben aus Kairo zufolge waren die Waffen für den Gaza-Streifen bestimmt. Unter den beschlagnahmten Waffen befanden sich Mörsergranaten, Raketen, Handgranaten und Sprengstoff.
Tonnenweise Granaten und Geschosse auf der „Victoria“ entdeckt
Mittwoch, 16. März 2011
Das von der israelischen Marine gestoppte Frachtschiff „Victoria“ hatte tonnenweise schwere Waffen an Bord. Das hat die Marine am Mittwoch bekannt gegeben, nachdem der Frachter in den Hafen von Ashdod gebracht worden war. Die israelischen Soldaten fanden in dem Schiff nach eigenen Angaben 250 Mörsergranaten, 6 Anti-Schiff-Flugkörper mit einer Reichweite von 35 Kilometern, fast 67.000 Schuss Kalaschnikow-Munition sowie Radargeräte samt Zubehör. Israel geht davon aus, dass die Waffen aus dem Iran stammen und für die Terrororganisationen im Gazastreifen bestimmt waren. Die 39 Waffen-Container waren offenbar im syrischen Hafen Latakia auf den Frachter geladen worden. Zwei Wochen zuvor hatten dort zwei iranische Kriegsschiffe angelegt – vermutlich hatten diese die gefährliche Fracht für die Islamisten transportiert.
47 Prozent der Deutschen glauben: Israel will Palästinenser ausrotten
Mittwoch, 16. März 2011
Das Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin hat einen Bericht veröffentlicht, der ein hohes Maß an verstecktem Antisemitismus in Deutschland, Polen und Ungarn erkennen lässt. Die Analyse mit dem Titel „Intoleranz, Vorurteil, Diskriminierung: eine europäische Studie“ hat die verschiedenen Einstellungen in Bezug auf Rassismus, Homophobie und Vorurteilen in acht europäischen Ländern untersucht. In jedem Land wurden um die 1000 Menschen befragt. Der Aussage „Israel führt einen Krieg mit dem Ziel, die Palästinenser auszurotten“ haben 47 Prozent der deutschen Befragten zugestimmt, so die Untersuchung. Das war der höchste Prozentsatz, der in Westeuropa registriert wurde.
Wird die Palästinensische Autonomiebehörde die Itamar-Mörder ehren?
Mittwoch, 16. März 2011
Der israelische Medienexperte Itamar Marcus (Bild) befürchtet, dass die Palästinenser die Mörder der Siedlerfamilie in der Siedlung Itamar als Helden ehren werden. „Der Fakt, dass der kaltblütige Mord an einem drei-Monate-alten Baby von Palästinensern gefeiert wurde, ist barbarisch“, unterstrich der Leiter der Organisation „Palestinian Media Watch“ gegenüber der israelischen Presse. „Das ist nicht nur pure Aufhetzung. Terroristen, die Israelis getötet haben, werden als Volkshelden bejubelt, und Straßen, Plätze, Sportveranstaltungen und Sommer-Camps werden nach ihnen benannt.“ Itamar Marcus meint, dass die Israelis das Mitgefühl der Palästinensischen Autonomiebehörde für die Morde in Itamar nicht zu ernst nehmen sollten. Für ihn sei das nur leere Lippenbekenntnisse.
Kurznachrichten
Mittwoch, 16. März 2011
+++ Mitglieder des linken „Bremer Friedensforums“ haben nach deutschen Medienberichten in der Bremer Innenstadt zu einem Boykott israelischer Produkte aufgerufen. Professor Julius H. Schoeps, Direktor des Moses-Mendelsohn-Zentrums erklärte dazu: „Hier handelt es sich um Antisemitismus. Ich würde mir wünschen, dass die deutsche Öffentlichkeit laut aufschreit.“
Marine kapert deutsches Schiff mit brisanter Waffenladung
Dienstag, 15. März 2011
Die israelische Marine hat am Dienstag das Schiff MS Victoria aufgebracht, das eine Ladung von verschiedenen Waffen transportierte. Das Schiff, das einem deutschen Besitzer gehört, fuhr unter liberianischer Flagge und wurde etwa 330 Kilometer von Israels Küste entfernt gestoppt. Die Besatzung leistete nach Armeeangaben keinen Widerstand. Das Schiff wurde für eine ausführliche Inspektion in einen israelischen Hafen gebracht.
Israel schockt die Welt mit drastischen Fotos
Dienstag, 15. März 2011
Die israelische Regierung hat ganz bewusst drastische Bilder der ermordeten Siedlerfamilie Fogel veröffentlicht. Die Eltern und drei ihrer Kinder waren am Freitag in Itamar (Samaria) erstochen worden. Informationsminister Yuli Edelstein erklärte dazu, er hoffe, dass die Fotos der blutüberströmten Leichen die internationalen Medien beeinflussen: „Wenn in Zukunft ein Redakteur irgendwo in der Welt einen Artikel darüber schreibt, wie furchtbar das israelische Militär oder die Siedler angeblich sind, wird er sich vielleicht an diese Bilder erinnern.“ Die Veröffentlichung sei mit Zustimmung der Angehörigen der Familie (Bild: Die Eltern Udis) erfolgt.
Unruhen nach palästinensischer Großdemo befürchtet
Dienstag, 15. März 2011
Die israelischen Streitkräfte sind in erhöhter Alarmbereitschaft, nachdem die Palästinenser heute zu einer Großdemonstration aufgerufen haben. Sie wenden sich gegen Israel und fordern ein Ende des Streits zwischen den Palästinenserparteien Fatah und Hamas. Geplant sind Kundgebungen in Judäa und Samaria. Die Palästinenser wurden via Facebook von verschiedenen palästinensischen Gruppen zur Teilnahme aufgerufen.
Fünf Schweigeminuten für den entführten Gilad Shalit
Dienstag, 15. März 2011
Israelische Aktivisten haben das Land dazu aufgerufen, heute fünf Schweigeminuten für Gilad Shalit einzulegen. Der junge Soldat wird seit fünf Jahren von radikalen Palästinensern an einem unbekannten Ort als Geisel gefangen gehalten. Alle Israelis sollen sich an der Aktion beteiligen: Autos sollen stoppen, Arbeiter ihre Büros verlassen und Menschen in Cafés sollen nach draußen kommen. Auch die Knesset-Abgeordneten werden ihre Arbeit für fünf Minuten unterbrechen.
Erste Hochzeit seit 60 Jahren in der Hurva-Synagoge
Dienstag, 15. März 2011
In der Hurva-Synagoge im Herzen Jerusalems ist die erste Hochzeit seit der Gründung Israels im Jahr 1948 gefeiert worden. Die Synagoge war zweimal durch muslimische Aufstände und den arabisch-israelischen Krieg zerstört worden. Der dritte Aufbau des markanten Gebäudes in der Jerusalemer Altstadt wurde zu Pessach 2010 fertiggestellt. Das glückliche Hochzeitspaar, Avi Pashnov und Racheli-Orly Jorno, war das erste auf einer Liste von Heiratswilligen, die sich in Zukunft in dieser geschichtsträchtigen Synagoge das Ja-Wort geben werden.
Kurznachrichten
Dienstag, 15. März 2011
Ludwig und Michael Schneider sprechen heute Abend, Dienstag, 15. März 2011 um 19.30 Uhr in CH-8712 STÄFA, ETG Stäfa, Etzelstr. 44 zu den Themen: LS: „Was verbindet Israel und die Schweiz?“; MS: „Aktuelles aus Israel und Gottes zeitgenössische Wunder in Israel“ +++ Großbritanniens Prinz William und seine Verlobte Kate Middleton haben eine „Ketubah“, einen jüdischen Heiratsvertrag, als Hochzeitsgeschenk von Michael Horton, einem britisch-israelischen Künstler, bekommen (Bild). Auf dem Schriftstück steht unter anderem: „Mögen wir uns dem gegenseitigen körperlichen und seelischen Wohlbefinden verpflichten, und auch dem emotionalen und spirituellem Wachstum.“ Der Künstler hat das Schriftstück dem britischen Botschafter Matthew Gould in einer Zeremonie in Ramat Gan persönlich übergeben. +++ Die Londoner „Polonsky Foundation“ hat eine 500.000 Dollar Spende für die Hebräische Universität Jerusalem genehmigt, die es ermöglicht, die Albert-Einstein-Archive zu digitalisieren.
Empörung in Israel nach brutalem Mord an Siedlerfamilie
Montag, 14. März 2011
Der brutale Mord an der Familie Fogel aus der Siedlung Itamar sorgt in Israel für heftige Diskussionen. Bei der Beerdigung der fünf Opfer in Jerusalem erklärte Vize-Regierungschef Moshe Yaalon, es gehe den Terroristen um eine existenzielle Bedrohung des jüdischen Staates: „Dieser Mord macht jedem deutlich, dass sich der Konflikt nicht um Israels Grenzen oder die Unabhängigkeit einer unterdrückten Nation dreht.“ Kernstreitpunkt sei vielmehr das Recht Israels auf sein eigenes Land. Familie Fogel (Vater Uri, 37, Mutter Ruth, 36, Sohn Yoav, 10, Sohn Eldad, 4, und die Tochter Hadas, 3 Monate) waren von den mit Messern bewaffneten Mördern regelrecht abgeschlachtet worden („israel heute“ berichtete).
Palästinenser distanzieren sich – Hamas gibt Siedlern die Schuld
Montag, 14. März 2011
Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat den Anschlag an der Siedlerfamilie Fogel verurteilt. Er erklärte am Montag, der Terrorangriff sei verachtenswert, unmoralisch und unmenschlich. Zuvor hatten allerdings Palästinenser im Gazastreifen den Mord bejubelt und gefeiert. Ein Sprecher der islamistischen Hamas schob die Schuld dagegen den Siedlern zu. Es stehe außer Frage, erklärte er, „dass die Siedler das aus kriminellen Beweggründen heraus selbst getan haben.“
Regierung gibt grünes Licht für neue Wohnungen in Siedlungen
Montag, 14. März 2011
„Die morden – wir bauen!“ Das hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu der zwölfjährigen Tamar Fogel versichert. Sie hat bei dem Terrorangriff in der Siedlung Itamar ihre Eltern und drei Geschwister verloren. Im Gusch Ezion-Siedlungsblock südlich von Jerusalem, in den Städten Maale Adumim (Bild), Ariel und Kyriat Sefer sollen mehr als 400 neue Wohnungseinheiten gebaut werden. Laut einer Erklärung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stimmte das zuständige Ministerkomitee den Bauvorhaben im sogenannten Westjordanland in einer nächtlichen Sitzung zu.
Konflikte zwischen Muslimen und Christen in Ägypten eskalieren
Montag, 14. März 2011
Bei einem brutalen Zusammenstoß von Muslimen und Christen in Kairo sind 13 Menschen ums Leben gekommen und mindestens 140 verletzt worden. Das berichten israelische Medien. Ausgelöst wurde der bewaffnete Kampf demnach durch Muslime, die eine Kirche in der Helwan-Region von Kairo niedergebrannt hatten. Kurze Zeit danach wurde auf den Ruinen der Kirche ein islamisches Massengebet abgehalten. Christen in Ägypten haben gegen die Diskriminierung und die Gewalt und für mehr Gleichheit und Schutz demonstriert. (Bild: Kopten beim Gottesdienst)
Ab in den Schnee -– Israelis stürmen den Berg Hermon
Montag, 14. März 2011
Tausende Israelis haben in den vergangenen Tagen im Norden den verschneiten Berg Hermon gestürmt, um sich noch einmal im Schnee auszutoben. Die heftigen Niederschläge führten auf Israels nördlicher Bergspitze zu einer Schneedecke mit einer Höhe von mehr als einem Meter. Die Zufahrtstrassen von den Golanhöhen auf den Hermon waren von einer langen Autoschlange verstopft. Etwa 9000 Israelis wollten sich die weiße Freude nicht entgehen lassen.
Terroranschlag auf Siedler: Fünf Menschen, darunter ein Säugling, brutal ermordet
Sonntag, 13. März 2011
Mindestens zwei palästinensische Terroristen sind am Freitag Abend gegen 22 Uhr durch einen defekten elektrischen Sicherheitszaun in die jüdische Siedlung Itamar in Samaria eingedrungen und haben fünf Mitglieder einer Familie brutal erstochen. Zuerst ermordeten sie die Eltern Udi (36) und Ruth (35) Fogel und danach ihre drei kleinen Kinder Joav (11), Elad (4) und Baby Hadas (3 Monate). Die 12-jährige Tochter Tamar kam um kurz vor ein Uhr von einer Jugendversammlung zurück nach Hause. Als niemand ihr die Tür öffnete, alarmierte sie die Nachbarn, denen sich daraufhin ein grausames Bild bot. Nachbar Rabbi Yaakov Cohen, der mit Udi Fogel arbeitet, fand den zweijährigen Ischai kauern und weinend neben seinen toten Eltern. Ischai und sein Bruder Roi (8) blieben wie durch ein Wunder verschont und wurden vorerst bei ihren Großeltern untergebracht. Danni Dayan, der Vorsitzende des Siedlerrates sagte Samstagmorgen, dass der Schmerz und die Bilder unbeschreiblich seien. Die Beerdigung der Opfer wird am Sonntag, den 13. März in Jerusalem stattfinden.
Hilfe für Japan
Sonntag, 13. März 2011
Israel hat am Sonntagmorgen ein Such- und Rettungsteam nach Japan geschickt, um den Opfern des Erdbebens und des Tsunamis vom Freitag zu helfen. Mit dabei ist auch die Organisation ZAKA, deren Mitarbeiter Spezialisten in der Identifizierung von Unfallopfern sind. Einem Sprecher des israelischen Außenministeriums zufolge werden sechs Israelis – fünf Geschäftsleute und ein Tourist – nach wie vor vermisst. 300 bis 400 weitere israelische Touristen sollen sich im Land aufhalten. Israel ist eines der 45 Länder, die Japan umgehend ihre Hilfe angeboten haben. IsraAID-First, der humanitäre Verband israelischer und jüdischer Hilfsorganisationen, organisiert die Aktion in Japan.
Jüdische Gemeinde in Westafrika entdeckt
Sonntag, 13. März 2011
Israelische Medien haben kürzlich davon berichtet, wie der israelische Botschafter Gidon Bachar eine jüdische Gemeinde in der Hauptstadt Banjul in Gambia entdeckt hat. Die Mitglieder halten den Schabbat und ziehen ihre Schuhe aus, bevor sie die Synagoge betreten. „Die Gemeinde umfasst weniger als 60 Mitglieder, die über Generationen zum Judentum konvertiert sind. Und dies in einem Land, wo fast 90% Moslems leben“, meldete Bachar dem israelischen Außenministerium in Jerusalem. „Es ist ein allgemeines Phänomen in Afrika. Mehr und mehr Afrikaner wenden sich dem Judentum zu und verhalten sich wie Juden. Sie haben eine Thorarolle im Schrein und tragen Gebetsmäntel. Diese Menschen lieben Israel.“
See Genezareth um fast 20 Zentimeter gestiegen
Sonntag, 13. März 2011
In Israel freut man sich über mehr Wasser im See Genezareth! Nach dem sehr regenreichen Wochenende wurde ein Anstieg des Wasserspiegels um 20 cm gemessen. Am Sonntagmorgen betrug der Wasserpegel -212,98 Meter, er liegt damit anderthalb Zentimeter über der unteren roten Linie.
Yaakov Amidror wird neuer Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates
Freitag, 11. März 2011
Generalmajor (res.) Yaakov Amidror wurde von Ministerpräsident Netanjahu für den Posten des Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsrates gewählt und wird damit Uzi Arad ersetzen, dessen Rücktritt diese Woche effektiv wurde. Es wird damit gerechnet, dass von linken politischen Flügel über diesen Schritt Kritik aufkommt, weil Amidror für seine rechts liegenden Ansichten bekannt sind. Unter anderem hatte er sich seinerzeit sehr scharf gegen den Abzug aus dem Gazastreifen ausgeprochen und auch zu Beginn des Gaza-Krieges "Gegossenes Blei" forderte er eine vollständige Wiedereroberung des Gazastreifens.
Gesichtern von Dichtern und Schriftstellern auf neue Banknoten
Freitag, 11. März 2011
Die Bank of Israel gab bekannt, dass eine neue Serie von Banknoten die Geschichter bekannter israelischer Dichter und Schriftsteller tragen soll. In den nächsten drei Jahren sollen Natan Alterman, Leah Goldberg, Shaul Tchernichovsky und Rachel Sela (Rachel die Poetin) herausgegeben werden, teilte der Governeur der Bank, Stanley Fisher mit. Die Regierung muss jedoch ihre Zustimmung erteilen. Die neuen Banknotenserie soll die Werte von 20, 50, 100 und 200 Schekel tragen.
Videokonferenz zwischen Sderot und Genf betreffs des Goldstone-Berichts
Freitag, 11. März 2011
Aus dem Büro des Bürgermeisters in Sderot, David Buskila, wurde eine Video-Konferenz mit einem aus drei Personen bestehenden Richterteam in Genf durchgeführt, das für die Überwachung der Umsetzung des Goldstone-Berichts zuständig ist. Neben Buskila sprach Hava Gad aus Sderot, die kurz vor Beginn der Operation "Gegossenes Blei" beinahe Opfer einer Kassam-Rakete geworden war sowie zwei Personen aus Ashkelon die auch unter dem Beschuß aus dem Gazastreifen gelitten haben. Israels Regierung ist der Meinung dass dieser Bericht gegen Israel ausgerichtet ist. Bürgermeister Buskila sagte gegenüber der Jerusalem Post, dass er mit den Richtern sprechen wollte, weil die Welt das Leiden seiner Stadt fast vollständig ignoriert oder herunterspielt.
Karni-Übergang soll geschlossen werden
Freitag, 11. März 2011
In den nächsten Wochen sollen die Aktivitäten am Karni-Übergang in den Gazastreifen beendet und zum Keren-Shalom-Übergang verlegt werden. Letzterer Übergang liegt am südlichen Gazastreifen. Seit dem Beginn des Jahres wurden zahlreiche Schußangriffe, Bombardierung mit Mörsergranaten und Kassam-Raketen auf oder in nächster Nähe des Karni-Übergangs gezählt, dass die reguläre Arbeit des Güterumschlags in den Gazastreifen unmöglich macht. Durch den Umzug soll der Export und Import von Gütern jedoch nicht beeinträchtigt sein und es ist geplant den Übergang zu erweitern.
Kurznachrichten
Freitag, 11. März 2011
Jerusalems Internationales Kongresszentrum, ICC, bekannt als „Binyanei Ha`uma“, feiert seinen 60. Geburtstag. 1951, nur 3 Jahre nach Israels Staatsgründung, wurde es als permanente Tagungsstätte des „Zionistischen Kongresses“ errichtet. Die 1. Veranstaltung war der 23. Zionistenkongress noch im unfertigen Bau. Heute finden darin internationale Kongresse und auch Glaubensveranstaltungen statt. +++ Der Bahnwaggon-Hersteller Bombardier im sächsischen Görlitz erhielt von Israel den Auftrag zur Lieferung von 78 Doppelstock-Eisenbahnwagen im Wert von 132 Mio. Euro. Israel kaufte in Görlitz bereits 147 Doppelstock-Eisenbahnwagen.
Schabbat-Lesungen und Kommentar
Freitag, 11. März 2011
WaJikra - „Und er rief“; zum 12. März 2011
3. Mose 1,1 bis 5,26; Jesaja 43,21 – 44, 23

Kommentar:
Mit unserem Wochenabschnitt WaJikra für diesen Schabbat beginnen wir das dritte Buch Mose, Leviticus, das auch „Thorat ha-Kohanim“ genannt wird (dt.: die Thora der Priester). Dieses dritte Buch der Thora beinhaltet die genauen Vorschriften und Angaben für die Priester und Leviten im Bezug auf deren Gottesdienste.
Viele Christen überspringen diese „trockenen“, meist als irrelevant angesehenen Texte aus dem Alten Testament mit der Begründung, es ginge uns ja sowieso nichts an – der Tempel existiere doch nicht! Doch die Juden rezitieren diese fundamentalen Texte jedes Jahr aufs Neue – denn sie glauben fest an den dritten Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem. Was sagt uns der Prophet Haggai: „Größer wird die Herrlichkeit dieses künftigen/letzten Hauses sein als die des früheren“ (Vers 2,9).
Ende der Handelspause
Donnerstag, 10. März 2011
Die Arbeit in den fünf israelisch-ägyptischen Freihandelszonen ist nach einem Monat Pause wieder aufgenommen worden. Die Unterbrechung wurde wegen der arabischen Aufstände im Nahen Osten veranlasst. Israelische Behörden teilten mit, dass die Geschäfte vor Ort nun wie gewohnt weiter gehen. Die Zonen existieren seit dem Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten von 1979. Der Export in die USA ist zollfrei und unterliegt keinen Quoten, solange 11,2 % der Produkte aus israelischer Herstellung sind. Drei dieser Zonen befinden sich in Kairo, Alexandria und Port Said.
Warum Israel Papst Benedikts neues Buch gefällt
Donnerstag, 10. März 2011
Am vergangenen Wochenende dankte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Papst Benedikt XVI. für sein neues Buch, den zweiten Band über das Leben Jesu. Darin nannte das katholische Kirchenoberhaupt die Juden „Die Väter des Glaubens“ und sprach sie von dem alteingesessenen Vorwurf des Mordes an Jesus Christus frei. Das Echo der Juden in aller Welt war groß.
Israel vertraut Christen in Gaza mehr als Muslimen
Donnerstag, 10. März 2011
Eine israelische Nichtregierungs-organisation hat die Regierung beschuldigt, sie würde den Christen in Gaza mehr Vertrauen schenken, als den dortigen Muslimen. Das Gisha-Rechtszentrum für Bewegungsfreiheit („Gisha Legal Center for Freedom of Movement”) bemängelte, dass Christen ohne weiteres Genehmigungen für den Einlass von Gaza nach Israel bekommen würden, um an den heiligen christlichen Stätten zu beten. Muslime andererseits hätten große Probleme, sich für das Gebet nach Israel zu begeben.
Kurznachrichten
Donnerstag, 10. März 2011
Am Mittwochabend ist eine Kassam-Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Sie ging auf offenem Gelände der Eshkol-Region nieder und richtete keinen Schaden. Die letzten Raketen waren am vergangenen Freitag abgefeuert worden. +++ Dänemark will den Status der palästinensischen Delegation in Kopenhagen zum Status einer Gesandtschaft ähnlich einer Reihe anderer EU-Staaten im Land erheben, erklärte Ministerpräsident Lars Loekke Rasmussen am Mittwoch. In Israel wertet man dies als Schritt in Richtung Anerkennung eines palästinensischen Staates.
China will Israels Technologie
Mittwoch, 9. März 2011
Der chinesische Handelsminister Chen Deming hat ein Verständnismemorandum zwischen dem israelischen Exportinstitut und dem chinesischen Handelsentwicklungsinstitut unterzeichnet.
Ehemaliger Minister auf Intensivstation
Mittwoch, 9. März 2011
Der Gesundheitszustand des Knessetmitglieds Benjamin Ben-Eliezer hat sich am Dienstag stark verschlechtert. Seit einer Woche befindet sich der Politiker wegen einer starken Lungenentzündung im Assaf Harofeh Ärztezentrum in Tzrifin. Sein Zustand wird von Tag zu Tag kritischer.
Holocaust-Film im Iran
Mittwoch, 9. März 2011
Nach Angaben von Ynet wurde Claude Lanzmanns Dokumentarfilm „Schoah“ aus dem Jahr 1985 nun auch ins Persische übersetzt. Der Film soll demnächst auf dem Satellitenkanal der islamischen Republik gezeigt werden.
Kurznachrichten
Mittwoch, 9. März 2011
Das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat beschlossen, das israelisch-palästinensische Jenin-Gilboa-Tourismusprojekt zu finanzieren. Zu Beginn der Internationalen Tourismusmesse in Berlin (ITB) am Mittwoch sind vorerst 100.000 Euro in den Messestand des Projekts geflossen.
Internationaler Frauentag: Israelische Frauen leben länger, verdienen aber weniger als Männer
Dienstag, 8. März 2011
Das zentrale Statistikbüro Israels hat anläßlich des heutigen internationalen Frauentags einen neuen Bericht veröffentlicht. Zum Jahresende 2009 lebten in Israel 3,8 Millionen Frauen und 3,7 Millionen Männer. Die Lebenserwartung der israelischen Frau liegt bei 83,5 Jahren. Bei den Männern beträgt sie nur 81,8 Jahre. Der Anteil an Frauen in der arbeitenden Bevölkerung steigt stetig an, er betrugt im Jahr 2010 52,7 % gegenüber 41 % im Jahr 1990. Dennoch verdienen Frauen im allgemeinen weniger als die Männer. Frauen gehören zu 68 % dem unteren Zehntel der Lohnempfänger an und nur zu 26 % dem oberen Zehntel. Der monatliche Durchschnittslohn einer Frau im Jahr 2009 betrug 66 % (1240 Euro) des eines Mannes (1900 Euro). Zu Beginn der 90er Jahre betrug das Einkommen der Frau 57 % eines Mannes, die Unterschiede ergeben sich hauptsächlich aus den Arbeitszeiten, 45 wöchentliche Arbeitsstunden der Männer gegenüber 36 der Frauen.
Israelis sollen für Boykott eigener Produkte bestraft werden
Dienstag, 8. März 2011
Die Knesset hat am Montag einen neuen Gesetzesvorschlag in erster Lesung angenommen. Der Antrag lautet dahingehend, dass Israelis, die zum akademischen oder wirtschaftlichen Boykott israelischer Institutionen aufrufen, mit hohen Geldstrafen belegt werden sollen. 32 Abgeordnete stimmten dafür, 12 waren dagegen. Unter anderem ist dieses Gesetz gegen israelische Firmen gerichtet, die zum Beispiel ein Ausschreiben zum Bau in der palästinensischen Stadt Rawabi unter der Bedingung gewonnen haben, dass sie keine Dienstleistungen anbieten oder Waren an jüdische Siedlungen in Judäa und Samaria verkaufen. Zeev Elkin (Bild) von der Likudpartei, der den Gesetzvorschlag entwarf, erklärte, dass man in eine absurde Situation geraten sei, seit immer mehr Boykottaufrufe aus den eigenen Reihen auftauchen.
Wird Netanjahu Judäa und Samaria fallen lassen?
Dienstag, 8. März 2011
Derzeit berichten die israelischen Medien eingängig von einem geheimen Plan des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Er deutete an, dass Israel einen eigenen unilateralen Plan entwickeln werde, sollten die Palästinenser sich weiter weigern, einen bilateralen Friedensvertrag zu unterzeichnen. Somit sollen internationale Resolutionen in Bezug auf den Konflikt verhindert werden. In Israel hat man solche Pläne schon oft gehört und ist mit Recht besorgt. Netanjahus Likud-Partei hofft, dass er nicht die selben Maßnahmen in Judäa und Samaria anwendet, die der frühere Ministerpräsident Ariel Scharon im Gazastreifen 2004/2005 vollzog.
Schutzsystem aktiv
Dienstag, 8. März 2011
Das israelische Panzer-Schutzsystem „Trophy“ hat seine Bewährungsprobe bestanden. Vom Gazastreifen aus wurde ein israelischer Panzer beschossen. Das „Trophy“-System habe den feindlichen Flugkörper erkannt und unschädlich gemacht, erklärte ein Armeesprecher. Es sei das erste Mal weltweit, dass das System erfolgreich eingesetzt worden sei.
Aufruf zum Tag der Einheit der Palästinenser
Montag, 7. März 2011
Um das Momentum der Volksrevolutionen in Ägypten und Tunesien auszunutzen, bereiten palästinensische Jugendliche sich derzeit auf eine eigene „Revolution“ vor. Sie planen die Forderung an ihre Führung, den Streit zwischen Hamas und Fatah beizulegen, quasi eine Einigung beider Parteien statt Rücktritt der Regierung. Sie wollen dafür am 15. März auf die Straße gehen. Mehr als 20.000 junge Menschen haben sich dazu bereits verschiedenen Interessengruppen auf dem Onlineportal Facebook angeschlossen, um das „politische System in Palästina zu reformieren, basierend auf den Interessen und Hoffnungen des palästinensischen Volkes“.
Sozialarbeiterstreik
Montag, 7. März 2011
Seit gestern streiken die Sozialarbeiter Israels. Sie fordern eine Lohnerhöhung, da sie monatlich nur umgerechnet etwa 1200 Euro verdienen. Alle Dienstleistungen wurden geschlossen, lediglich eine Hotline war für dringende Notfälle besetzt. In Beerscheva und im Norden des Landes fanden Protestdemonstrationen mit Hunderten Teilnehmern statt. Der Sprecher der Vereinigung der Sozialarbeiter, David Golan, sagte, dass Sozialarbeiter aus dem privaten Sektor sich dem Streik angeschlossen haben und viele andere ihre Unterstützung versicherten. Die Verhandlungen zwischen den Sozialarbeitern und dem Finanzministerium dauern bereits sechs Monate an.
Palästinenser: Israels Untergang steht bevor
Montag, 7. März 2011
Die Tageszeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde, Al-Hayat Al-Jadida, schrieb kürzlich, dass die „pro-demokratischen“ Revolutionen im Nahen Osten bald zu einer neuen mächtigen arabischen feindlichen Allianz gegen Israel führen werden. „Es wird ein glorreicher und würdevoller Sieg über Israel und seine Verbündeten sein, nachdem sich die arabischen Massen von den Regimen, die sie unterdrückten und ausgehungerten, befreit haben. Sie haben verhindert, dass die arabischen Massen sich gegen die Ausbreitung des Zionismus wehren konnten“, hieß es in dem Artikel der arabischen Zeitung.
Israel: Einer der unbeliebtesten Staaten
Montag, 7. März 2011
Israel ist einer Globescan Studie zufolge eines der unbeliebtesten Länder weltweit. Die vom britischen Sender BBC initiierte Umfrage, die jährlich in 27 verschiedenen Ländern durchgeführt wird, ergab, dass Israel unter 17 Ländern zum viert-unbeliebtesten Land gewählt wurde. Mehr als 28.000 Menschen wurden im Zeitraum von Dezember 2010 bis Februar 2011 befragt. Nur 21 Prozent der Befragten hatten eine positive Meinung über Israel, während 49 Prozent eine negative Einstellung äußerten. Auch wenn die Zahlen erschreckend klingen, sind sie dennoch eine Verbesserung zum letzten Jahr, wo der Beliebtheitsgrad Israels bei nur 19 Prozent lag. Es gab in der Umfrage nur drei Länder, die noch unbeliebter als Israel waren – Pakistan, Nordkorea und Iran.
Angriffe auf Terrorziele in Gaza
Sonntag, 6. März 2011
Auf Israel sind am Freitag erneut zwei Raketen abgefeuert worden. Eine schlug im Gebiet des Sdot Negev Regionalrats ein, richtete jedoch keinen Schaden an. Die israelische Luftwaffe bombardierte daraufhin am Samstag zwei Terrorziele im Zentrum des Gazastreifens sowie einen Tunnel im Norden. Seitens der Palästinenser wurden keine Toten oder Verletzten gemeldet.
Bauaktivitäten vervierfacht
Sonntag, 6. März 2011
Seit dem Ende des Baustopps vor fünf Monaten haben sich entsprechend der Informationen des israelischen Statistikbüros die Bauaktivitäten in den jüdischen Ortschaften in Judäa und Samaria vervierfacht. Mehr als 114 Wohnungen, die während des zehnmonatigen Baustopps begonnen worden waren, konnten mittlerweile fertiggestellt werden. Darüber hinaus auch über 1175 Wohnungen, deren Bau noch vor dem Baustopp begann. Seit Oktober 2010 wurde der Bau von 427 Wohnungen in die Wege geleitet.
Gaddafi wollte israelische Partei finanzieren
Sonntag, 6. März 2011
Der libysche Machthaber Gaddafi versucht dieser Tage mit aller Kraft an seinem Regiment festzuhalten und nimmt dabei den Tod tausender Landsleute in Kauf. Dabei kommen immer mehr bizarre Geschichten in Bezug auf seine Verbindung zu Israel ans Licht. Eine Tel Aviver Vereinigung libysch-stämmiger Juden behauptet, dass Gaddafi 2007 eine erhebliche Geldsumme für die Gründung einer „Libyschen Politischen Partei“ geboten habe. Er wollte, dass diese bei den israelischen Knesset-Wahlen antritt. Meir Khalon, Leiter der Weltorganisation der libyschen Juden, berichtete der israelischen Tageszeitung Jerusalem Post, er habe sich wiederholt in Jordanien mit libyschen Staatsmännern getroffen. Dabei wurde über das enteignete jüdische Vermögen der emigrierten libyschen Juden aus dem nordafrikanischen Raum diskutiert.
Israelis freuen sich auf Pamela Anderson
Sonntag, 6. März 2011
Am Dienstag wird die amerikanische Schauspielerin Pamela Anderson erneut das Heilige Land besuchen. Sie wird für drei Tage in der Präsidentensuite des Dan Hotels in Tel Aviv nächtigen. Schon im Voraus hat sie sich israelische Früchte und Gemüse, sowie Hüttenkäse und Kracker bestellt. Es ist erfreulich zu hören, dass es immer wieder Künstler gibt, die sich dem Boykott Israels nicht anschließen. Die Initiatoren des Hass-Boykotts sind Palästinenser, linksgerichtete Gruppen und andere Organisationen, die Israels Umgang mit den Palästinensern beklagen. Der britische Autor Ian McEwan zum Beispiel bekam mehrere empörte Anrufe, entschied sich aber trotzdem, den Literaturpreis der Jerusalemer Buchmesse zu akzeptieren (mehr dazu in der nächsten Israel Heute Zeitschrift).
Stromausfall konnte umgangen werden
Freitag, 4. März 2011
Weil noch kein Gas aus Ägypten nach Israel fließt, gestattete Umweltminister Gilad Erdan der israelischen Energiegesellschaft IEC am Samstag für zwölf Stunden Diesel zu verbrennen um Energie herzustellen, damit die Stromversorgung ununterbrochen weitergeführt werden kann. Vor einigen Monaten hatte Erdan festgelegt, dass Diesel nur unter ausdrücklicher Erlaubnis seinerseits zur Energiegewinnung genutzt werden darf, um Umweltverschmutzung dadurch zu verhindern. Noble Energy, die das Gasfeld Mari-B betreibt mit dem 40 % des Bedarfs der Energiegesellschaft abdeckt bettelte die letzten vier Wochen darum, ein 12-Stunden-Pause einlegen zu können, damit eine defekte Pumpe ausgewechselt werden kann.
18.000 Euro an behinderte Palästinenser
Freitag, 4. März 2011
Im Jahr 2010 verteilte die Ziviladministration an Palästinenser mit besonderen Bedürfnissen insgesamt 18.000 Euro für Rollstühle, Hörgeräte, Prothesen und andere medizinische Ausrüstungsgegenstände. Zu Beginn des Jahres 2010 hatte die Ziviladministration bekanntgegeben, einen Fond mit hilfsbedürftige Palästinenser zu haben. Dazu wurde ein Komitee eingesetzt, die jeden einzelnen Antrag genau überprüfte und dann finanzielle Hilfe erteilte. Für das Jahr 2011 sei das Budget höher als im Vorjahr, wurde seitens der Administration bereits bekanntgegeben und wartet auf Anträge für die Unterstützung seitens Privatpersonen, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen.
Cherry-Tomaten aus Gaza nach Europa
Freitag, 4. März 2011
Ab dieser Woche beginnen Landwirte aus dem Gazastreifen mit dem Export von Cherry-Tomaten. Dies ist Folge einer Regierungsentscheidung gegen Ende 2010, die Ausfuhr von landwirtschaftlichen Produkten aus dem Gazastreifen zu erweitern. In der ersten Phase sollen etwa 50 Tonnen Tomaten über Israel nach Europa verfrachtet werden, an denen die Landwirte in Gaza etwa 150.000 Euro verdienen. Über den Übergang Kerem Shalom im Süden Israels gelangen die Tomaten zum israelischen Agrarexportunternehmen Agrexco, das die Vermarktung in Europa übernimmt. Agrexco teilte mit eine genaue Liste der Tomatenlandwirte zu haben, um sicherzustellen, dass diese auch ihr Geld erhalten.
Schabbatlesungen und Kommentar
Freitag, 4. März 2011
Wochenabschnitt „Schekalim“: Pekudej - „Aufwendung“
2. Mose 38,21 – 40,38; 1. Könige 7,51–8,21
(Sonderabschnitt: 2. Kön. 12,1-17)

Kommentar:
Unsere Lesung, die wegen des diesjährigen Schaltjahrs wie üblich von einer Doppellesung abgetrennt wurde, ist die letzte Lesung aus dem zweiten Buch Mose.
Nachdem alles vollendet war, Geräte und Kleider, gefertigt aus feinstem Gold und feinsten Stoffen, sowie die Menschen gereinigt waren und „Mose das Werk beendete“ (40,33), konnte der HERR diese „Wohnung“ (Mischkan) nun mit Seiner Wolke überdecken. „Und die Herrlichkeit Gottes füllte die Wohnung“, wie auch schon zur Zeit König Salomos, als er den Bau des ersten Tempels vollendete.
Kurznachrichten
Freitag, 4. März 2011
Chinas Wirtschaftsminister Chen Deming traf in Jerusalem mit Ministerpräsident Netanjahu und Präsident Peres zusammen und lobten die israelisch-chinesischen Handelsbeziehungen, die im letzten Jahr 7,65 Milliarden $ erreichten. Zur gleichen Zeit stiftete China den Palästinensern 5,5 Millionen $. +++ Im letzten Jahr wurden in den jüdischen Siedlungen mit 1.492 Wohnungen 28 % weniger Wohnungen gebaut als im Jahr 2009. Nun fordern von Netanjahus 27 Likud-Knessetabgeordneten 19 die Wiederbelebung des Siedlungsbaus.
Hamas: „Der Holocaust ist eine Lüge!“
Donnerstag, 3. März 2011
Die Hamas und Fatah haben geschworen, jeglichen Unterricht über den Holocaust an Schulen des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten zu unterbinden. Das Hilfswerk unterrichtet palästinensische Kinder im Gazastreifen und dem sogenannten Westjordanland. Die beiden Parteien verkündeten am Dienstag, dass es „Aufhetzung und kulturelle Kriminalität“ wäre, würden die palästinensischen Kinder in ihren Schulbüchern über den Holocaust lernen.
Falscher Alarm schockiert die Menschen
Donnerstag, 3. März 2011
Das Ertönen eines Alarms am Mittwoch Vormittag hat Menschen in großen Teilen Israels in Angst und Schrecken versetzt. Die aufgrund einer Fehlfunktion im Frühwarnsystem ausgelösten Sirenen erklangen um 11:50 Uhr und dauerten ganze drei Minuten. Aufgelöste Bürger im Norden Israels, in Tel Aviv und in Zentralisrael wandten sich an die Polizei. Zunächst hieß es, es handle sich um einen Testalarm, dann bestätigte die israelische Armee jedoch, dass es sich um einen Fehler im Sicherheitssystem gehandelt hatte.
„Tag der Wut“ der Siedler
Donnerstag, 3. März 2011
So wie im letzten Jahr haben auch dieses Jahr rechtsgerichtete Siedler zu Beginn des Monats März einen „Tag der Wut“ geplant, der darauf ausgerichtet sein soll, auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Der diesjährige Protesttag, der am heutigen Donnerstag ausgetragen wird, begann mit der Blockierung der Bahngleise vom Ben Gurion Flughafen nach Modiin. Sicherheitspersonal konnte die Aktivisten nach kurzer Zeit jedoch von den Gleisen entfernen. Den Demonstranten geht es dieses Jahr besonders um Aktionen anlässlich der Räumung des Havat Gilad-Postens nahe Nablus vor einigen Tagen.
Drei Tassen Kaffee schützen vor Herzinfarkt
Donnerstag, 3. März 2011
Studien über Kaffee und Koffein gibt es schon viele, doch jetzt haben auch israelische Forscher bestätigt, was viele Kaffeegenießer schon lange geglaubt oder wenigstens gehofft hatten: Die Einnahme von Koffein in einer Menge, wie sie in drei Tassen Kaffee enthalten ist, dient dem Blutzirkulationssystem und schützt vor Herzinfarkten. Forscher am Sheba-Medizinzentrum bestätigen dies in einer aktuelle Studie, bei der 80 Probanden untersucht worden sind. Das Forscherteam analysierte dabei die Wirkung des Koffeins auf das Herz-Kreislaufsystem.
Netanjahu arbeitet an neuem Plan für Verhandlungen mit der PA
Mittwoch, 2. März 2011
Aus dem Büro des Ministerpräsidenten wurde heute mitgeteilt, dass Netanjahu erwägt, einen neuen Plan für Verhandlungen mit den Palästinensern auszuarbeiten. Dieser soll in Stufen aufgeteilt sein und schlußendlich darauf hinzielen, dass ein demilitarisierter Palästinensischer Staat, der den jüdischen Staat anerkennt, ins Leben gerufen wird. Netanjahu wird eventuell in einer offiziellen Rede diese neue Initiative vorstellen, weitere Einzelheiten sind bislang noch nicht bekannt. Es wird angenommen, dass es sich hier um ein Langzeit-Zwischenabkommen handeln wird.
Neuer Präsidentschaftskandidat in Ägypten: Moussa
Mittwoch, 2. März 2011
Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Moussa, gab am Dienstag bekannt, dass er bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in Ägypten kandidieren werde. In einem Interview mit der arabischen Nachrichtenquelle Al Masry Al Youm sagte der frühere Außenminister Moussa, dass er eine andere Politik gegenüber Israel führen würde als Mubarak. „Während meiner Amtszeit als Außenminister habe ich die negative Politik Israels in Bezug auf den Friedensvertrag mit Ägypten erlebt. Dies hat die Beziehung der beiden Länder geschädigt. Ich denke, wir müssen ehrlich mit den Israelis sein und scharfe Maßstäbe setzen.“
Saleh: „Israel ist schuld an arabischen Aufständen!“
Mittwoch, 2. März 2011
Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh hat am Dienstag Israel und den USA die Verantwortung für die arabischen Revolten gegen ihre jeweiligen Regierungen zugeschoben. „Es gibt eine Operationszentrale in Tel Aviv, die nur damit beschäftigt ist, die arabische Welt zu destabilisieren!“, behauptete er. Angeblich soll diese „Zentrale“ vom Weißen Haus aus gesteuert werden, so Saleh in einer Rede an der Sanaa Universität im Jemen.
Kurznews
Mittwoch, 2. März 2011
Der Iran hat gedroht, die Olympischen Spiele in London 2012 zu boykottieren. Das Logo der Veranstaltung soll wohl dem Wort „Zion“ ähneln und sei somit rassistisch. Darüber hinaus haben die iranischen Führer andere arabische Länder zum Boykott der Spiele aufgefordert. Das Logo besteht aus vier gezackten, bunten Figuren, die die Jahreszahl „2012“ darstellen. +++ Das Komitee des Inland und Umweltschutzes der Knesset hat am Dienstag in einer zweiten und dritten Lesung einem neuen Gesetz für Schabbat-Fahrstühle zugestimmt. Dies sind Fahrstühle, die am Schabbat auf jeder Etage halten, damit religiöse Juden keinen Knopf drücken müssen, denn an diesem Tag ist es Juden weder erlaubt, elektrische Knöpfe zu drücken, noch Stockwerke auszuwählen. Das Gesetz würde die Mehrheit der Bewohner eines Wohnhauses mit nur einem Fahrstuhl in die Lage versetzen, für eine automatische Benutzung am Schabbat oder an anderen jüdischen Feiertagen abzustimmen. In Gebäuden mit mehreren Aufzügen dürfte dann einer davon als Schabbat-Fahrstuhl zu bestimmen sein.
Weiter Spannungen am Gazastreifen
Dienstag, 1. März 2011
Das israelische Militär hat palästinensische Information bestätigt, wonach ein Palästinenser am gestrigen Montag getötet worden ist. Der Mann hatte sich dem Grenzzaun genähert, woraufhin die israelische Armee das Feuer eröffnete. Entsprechend palästinensischer Quellen habe der 30-jährige Amar Ma´aruf in der ehemaligen jüdischen Siedlung Dugit im nördlichen Gazastreifen Schotter gesammelt, als er erschossen wurde. Am Sonntag war ein Palästinenser in der Nähe des stillgelegten Flughafens bei Rafah durch einen Artilleriegranate, die auf eine Terrorzelle abgefeuert worden war, verletzt worden. Das Militär teilte mit, dass die Zelle in der Vergangenheit Angriffe gegen Israel ausgeführt hatte.
Gewissheit: Seit 1982 vermisster Soldat ist tot
Dienstag, 1. März 2011
Kommt endlich Licht in das Schicksal der seit 30 Jahren vermissten israelischen Soldaten? Die „Born to Freedom” Foundation, eine Organisation, die dabei hilft, vermisste Soldaten ausfindig zu machen, hat mitgeteilt, dass einer der drei Soldaten, die seit dem Kampf von Sultan Yakoub im Libanon im Jahr 1982 vermisst sind, erwiesen tot ist. Der Sprecher von „Born to Freedom“ präsentierte neuste Informationen, die beweisen, dass einer der drei, Zacharia Baumel, Zvi Feldman oder Yehuda Katz, definitiv zum Zeitpunkt der Entführung bereits tot war und auf einem israelischen Panzer nach Syrien transportiert wurde. Man hatte ein Foto erhalten, auf dem man eine Leiche sieht, jedoch bedecken die Hände das Gesicht. Die Organisation sieht darin einen Beweis für die Entführung. Im Bild rechts eine Nachstellung des Militärs des ursprünglichen Bildes.
Israelischer Musiker: Star in Libyen
Dienstag, 1. März 2011
Der israelische Musiker Noy Alooshe ist ein internationaler Star – und zwar im von Aufständen zerrütteten Libyen. Mitte Februar schwor Gaddafi von seinem Balkon aus, er würde weiterkämpfen „Zentimeter für Zentimeter, Haus für Haus, Gasse für Gasse“, um an seiner Herrschaft festzuhalten. Alooshe hat das musikalische Potenzial dieser Rede sofort erkannt. Er konzentrierte sich auf die Zeile „Zentimeter für Zentimeter“ und hat diese mittels modernster Audio-Technik mit einem bekannten amerikanischen Hip-Hop Song untermalt.
Kurznews
Dienstag, 1. März 2011
Der schwedische Außenminister Carl Bildt ist am Montag nach Israel gekommen. Der als sehr Israel-kritisch bekannte Politiker übernachtet außergewöhnlicherweise in der palästinensischen Stadt Nablus und will die Nordgrenze Israels besuchen. Am Dienstag trifft er sich mit dem israelischen Premier Netanjahu. +++ Israel trauert um Gaby Ingel und Ofir Levy. Die beiden 22-jährigen Israelis wurden in Neuseeland beim jüngsten Erdbeben getötet. Das Außenministerium bestätigte am Dienstag die Identifizierung der beiden bislang als vermisst geltenden jungen Männer aus Rehovot.

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