News Archive

Februar 2011

Rabbiner sind gefragt: Naht das Ende?
Montag, 28. Februar 2011
Im Zuge der arabischen Aufstände im Nahen Osten blickt Israel besorgt in die Zukunft. Immer häufiger werden nun prominente Rabbiner nach ihrer Sicht der Dinge befragt. Rabbi Chaim Kanievsky schrieb auf dem religiösen Internetportal „Haredim“, es sei wahrscheinlich, dass „jede Ruhelosigkeit Gottes die Ankunft des Messias ankündigen könnte“. Rabbi Michel Yehuda Lefkowitz ist derselben Meinung und fügte hinzu, dass die Aufregung in der Region wahrscheinlich auf Gottes Unzufriedenheit mit der hochmütigen Regierung Israels und der westlichen Staaten zurückzuführen sei. „Zuerst hat Gott Israel mit einem Feuer bestraft. Der Brand auf dem Karmelberg war relativ klein im Gegensatz zu dem was kommen wird. Doch es wurde schnell klar, dass ein Land so stolz und mächtig wie Israel plötzlich Hilfe aus der ganzen Welt benötigte“, so Levkowitz, „aber Israel und seine Verbündeten haben den Aufruf nicht verstanden. Gott lacht sie aus und wartet, ob sie seine Botschaft verstehen werden und weisere Entscheidungen treffen.“
Friseure von der Hamas festgenommen
Montag, 28. Februar 2011
Fünf Friseure sind im Gazastreifen festgenommen worden, weil sie entgegen dem Scharia-Gesetz Frauen die Haare geschnitten haben. Das palästinensische Zentrum für Menschenrechte hat berichtet, dass die Haarstylisten dazu gezwungen wurden, eine Erklärung zu unterschreiben. Sie mussten darin schwören, nie wieder in einem Friseurladen zu arbeiten, der Frauen als Kunden hat. In allen Friseurläden und Schönheitssalons im Gazastreifen sollen künftig nur noch Frauen arbeiten.
Rentner demonstrieren gegen Preisanstieg
Montag, 28. Februar 2011
Circa 1000 ältere Bürger haben sich am Sonntag vor dem Amtssitz des Ministerpräsidenten versammelt, während Benjamin Netanjahu seine wöchentliche Kabinettssitzung abhielt. Die Pensionäre demonstrierten gegen den Anstieg der Verbraucherpreise. Dem Rentnerverband zu Folge stiegen die Kosten um 300 Schekel (ca. 60 Euro) pro Familie und Monat. Unter dem Leitsatz „Kämpfen um Wasser und Brot“ machten die entrüsteten Protestler mit Wasserbechern, Trillerpfeifen und Schildern auf sich aufmerksam.
Israel freut sich über mehrere „Oscars“
Montag, 28. Februar 2011
Der Dokumentarfilm „Strangers No More“ über eine Grundschule in Tel Aviv ist mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Er siegte in der Kategorie „Bester Kurz-Dokumentarfilm“. Der Film erzählt die Geschichte der Bialik-Rogozin-Schule im Süden der Mittelmeermetropole. Dort lernen Schülerinnen und Schüler aus 48 Ländern. Früher wurden sie verfolgt, mussten hungern oder im Krieg um ihr Leben bangen. Der Film zeigt, wie die jungen Leute den Horror ihrer Vergangenheit verarbeiten und lernen, mit ihrem neuen Leben in Sicherheit und Freiheit zurecht zu kommen.
Kurznachrichten
Montag, 28. Februar 2011
+++ Bei Auseinandersetzungen zwischen jüdischen Siedlern und israelischen Sicherheitskräften sind 15 Menschen verletzt worden, acht Siedler wurden verhaftet. Der Zwischenfall ereignete sich, als die Behördenvertreter Bauten der Siedlung Havat Gilad zerstörten, die angeblich illegal im sogenannten Westjordanland errichtet wurden. Die Siedler klagten über das brutale Vorgehen der Ordnungshüter, die angeblich Gummigeschosse und Rauchgranaten gegen ihre Landsleute einsetzten. Den Siedlern wird vorgeworfen, Steine auf die Sicherheitskräfte geworfen zu haben. +++ Der weltbekannte italienische Schriftsteller Umberto Eco hat sich entschieden gegen jegliche Aufrufe zur Boykottierung Israels ausgesprochen. Eco äußerte sich dazu auf der Jerusalemer Buchmesse und betonte: „Ich halte es für absolut verrückt und im Grunde für rassistisch, einen Gelehrten, einen Privatmann, mit der Politik seiner Regierung zu identifizieren.“
Erneut Spannungen an Gaza-Grenze
Sonntag, 27. Februar 2011
Nach einem eher unruhigen Wochenende in der Gaza-Region ist am Sonntag Morgen im Eshkol-Bezirk eine Kassam-Rakete eingeschlagen, die jedoch keinen Schaden anrichtete. Das Raketen-Warnsystem war aus noch unbekannten Gründen nicht aktiviert worden. Am Wochenende waren in Netivot Raketen aus dem Gazastreifen explodiert, eine weitere Kassam ging auf palästinensischem Gebiet nieder. Die israelische Luftwaffe reagierte mit Angriffen auf verschiedene Terror-Tunnel, dabei seien vier Palästinenser verletzt worden, hieß es.
Russland liefert moderne Marschflugkörper an Syrien
Sonntag, 27. Februar 2011
In Israel wächst die Besorgnis, dass Russland Syrien mit modernen Marschflugkörpern ausrüstet. Ungeachtet der Unruhen im arabischen Raum hat Russland zugesichert, diese Raketen zu liefern. Die USA und Israel haben gegen das Waffengeschäft protestiert. Man fürchtet in Jerusalem, dass die Marschflugkörper in die Hände der Hisbollah gelangen und gegen Israel eingesetzt werden. Der Vertrag zwischen Russland und Syrien wurde bereits vor zwei Jahren geschlossen. Nun hat die russische Regierung bekräftigt, sie werden die Vereinbarung einhalten. Es geht um ein Geschäft von rund 218 Millionen Euro. Die israelische Botschafterin in Moskau, Dorit Golender, wies darauf hin, dass die Hisbollah skrupellos sei, wenn es um Gewalt gegen Israel gehe. Dies hätte die Vergangenheit gezeigt, als die Hisbollah Waffen aus Syrien und dem Libanon erhalten habe.
Hoffnungsvolles Projekt: Unternehmensgründer kooperieren
Sonntag, 27. Februar 2011
Jüdische und palästinensische Unternehmensgründer haben sich in Jaffa getroffen. Ziel war ein Erfahrungsaustausch und das Knüpfen neuer Kontakte. An der Veranstaltung nahmen 125 Geschäftsleute, Investoren, Computerexperten und Grafiker teil. Die Organisatoren bedauerten, dass darunter nur 14 Palästinenser waren. „Im Bereich der Hochtechnologie können beide Seiten, Juden und Palästinenser, von einer Zusammenarbeit unmittelbar profitieren“, erläuterte Yoav Stern, der Leiter der Ökonomieabteilung des Peres-Zentrums, in dem sich die Unternehmensgründer versammelten. Die High-Tech-Industrie könne zum wichtigsten Motor der palästinensischen Wirtschaft werden. Er hoffe, dass die palästinensischen Teilnehmer nun ähnliche Treffen in ihren Heimatstädten Jenin, Nablus und Ramallah organisierten.
Jerusalem: Demo gegen Rassismus
Sonntag, 27. Februar 2011
1500 eher linksgerichtete Aktivisten haben sich am Samstag auf dem Jerusalemer Zionsplatz zu Protesten gegen „die Welle des Rassismus, die dem Land und der israelischen Gesellschaft schadet“ versammelt. Den Protestanten sind die Regierungspolitik und insbesondere der Einfluss von Außenminister Avigdor Lieberman ein Dorn im Auge. Zum Großteil kamen Mitglieder verschiedener Jugendgruppen und Aktivisten der Arbeiterpartei, der Organisation Peace Now (dt.: Friede Jetzt) und der linksgerichteten Partei Meretz.
Massaker in Libyen: Israel kritisiert Zurückhaltung des Westens
Freitag, 25. Februar 2011
Die blutige Revolte in Libyen nimmt kein Ende. Regierungstreue Truppen gehen weiter gewaltsam gegen Aufständische vor. Nach arabischen Quellen sind zwischen 2.000 und 10.000 Menschen getötet worden. Die israelische Tageszeitung „Israelhayom“ zitiert einen libyschen Arzt, der von mindestens 2.000 Toten in der Stadt Bangasi berichtete. „Uns fehlen Morphium und andere Medikamente“, klagte der Arzt im Gespräch mit der Zeitung. Die israelischen Medien empörten sich in den vergangenen Tagen besonders über das Verhalten der westlichen Welt gegenüber Diktator Muammar Gaddafi (Foto). „Gaddafi schlachtet Tausende Menschen in seinem Land und die Welt unternimmt nichts!“, kritisierte Israels staatlicher „Fernsehkanal Eins“.
Fayyad: Pläne für palästinensische Einheitsregierung
Freitag, 25. Februar 2011
Palästinensischen Quellen zufolge soll der Premierminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Salam Fayyad (Foto) eine Initiative ausgearbeitet haben, die eine vereinte Regierung mit den rivalisierenden palästinensischen Parteien Fatah und Hamas vorsieht. Noch warte man allerdings auf die Zustimmung der Hamas, hieß es in der Londoner arabischen Tageszeitung Al-Hayat. Bislang hätten sich die Rivalitäten immer als hinderlich für die eigene Sache erwiesen.
Angeblich heftiger Streit zwischen Netanjahu und Merkel
Freitag, 25. Februar 2011
Zwischen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es offenbar eine heftige Auseinandersetzung gegeben. Das berichtet die Tageszeitung „Haaretz“ unter Berufung auf deutsche und israelische Diplomaten. Demnach habe Markel Netanjahu in einem Telefongespräch vorgehalten, er habe sie enttäuscht, weil er nichts tue, um den Friedensprozess voranzubringen. Netanjahu habe sich hingegen darüber beschwert, dass Deutschland im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen eine arabische Resolution unterstützt hat, die den israelischen Siedlungsbau verurteilt. Merkel sei über Netanjahus Haltung zutiefst verärgert gewesen, hieß es.
40 Jahre nach Münchner Massaker -– Familie erhält Ausweis zurück
Freitag, 25. Februar 2011
Israels stellvertretender Außenminister Danny Ayalon hat Rima Goldwasser die Identitätskarte ihres Bruders Eliezer Halfin übergeben. Halfin war gemeinsam mit zehn weiteren israelischen Sportlern 1972 bei den Olympischen Spielen in München von Terroristen ermordet worden. Der Ausweis war seither von einem deutschen Polizisten versteckt worden. Nach dessen Tod händigte nun sein Sohn der israelischen Botschaft in Berlin das Dokument aus. An der bewegenden Zeremonie im israelischen Außenministerium nahmen Deutschlands Botschafter in Israel, Harald Kindermann, sowie zahlreiche Angehörige der ermordeten Athleten teil.
Schabbat-Lesung: "WaJakhel - „Er versammelte"“
Freitag, 25. Februar 2011
2. Mose 35,1 – 38,20; 1. Könige 7, 13-26

Kommentar:
An diesem Schabbat liest der Jude nicht, wie in anderen Jahren, einen doppelten Wochenabschnitt, sondern nur WaJakhel. Grund ist, dass dieses Jahr 5771 - im jüdischen Kalender - ein Schaltjahr ist. Das jüdische Jahr ist lunarisch, d.h. es richtet sich nach den Mondphasen und hat 354 Tage!! Um uns an das bürgerliche Sonnenjahr anzupassen, setzt man zwischendurch ein Schaltjahr ein, es wird ein 13. Monat hinzugefügt: Ein Schaltjahr hat 384 Tage. Deshalb haben wir auch 54 Paraschot, Wochenabschnitte, und nicht 52.
Grad-Raketenangriff auf Beerscheva
Donnerstag, 24. Februar 2011
Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Donnerstag militärische Ziele im Gazastreifen bombardiert. Der Luftschlag war die Antwort auf einen Raketenangriff, der am Mittwoch die Großstadt Beerscheva erschüttert hat. Dort war eine Grad-Rakete (eine verbesserte Version der Katjuscha-Rakete) eingeschlagen, die an zahlreichen Häusern erhebliche Schäden anrichtete. Vier Einwohner der Wüstenstadt, zwei Erwachsene und zwei Kinder, erlitten Schocks und mussten ärztlich versorgt werden. Kurz vor dem Einschlag war Sirenenalarm ausgelöst worden. Die israelische Armee reagierte harsch auf den Angriff, für den sie die Terrororganisation Hamas verantwortlich macht.
Syrien: Geheimanlage zur Urananreicherung?
Donnerstag, 24. Februar 2011
Syrien wird verdächtigt, in der Nähe der Stadt Marja as-Sultan eine Anlage zur Anreicherung von Uran zu verstecken. Das berichtet heute die „Süddeutsche Zeitung“, der nach eigenen Angaben Fotos aus dem Innern des Komplexes vorliegen. Die Anlage steht offenbar in Zusammenhang mit dem Atomreaktor in Al Kibar, der von der israelischen Luftwaffe im September 2007 zerstört worden war. Etwa 15 Kilometer von Damaskus entfernt befindet sich der von der Zeitung erwähnte Komplex: zwei Hauptgebäude, die an einen Militärstützpunkt grenzen. Diesen führt Syrien als Begründung an, warum es eine Inspektion durch die Atomenergiebehörde nicht zulassen könne. In Israel hat der Bericht über die atomaren Aktivitäten im Nachbarland große Besorgnis ausgelöst.
Israels Wirtschaft boomt
Donnerstag, 24. Februar 2011
Ein diese Woche veröffentlichter Bericht der Forschungsabteilung der „Bank of Israel“ bestätigt, dass sich Israels wirtschaftliche Situation im Zeitraum von September bis Dezember 2010 stark verbessert hat. Sowohl der private Konsum und Investitionen als auch der Export sind in dieser Periode stark angestiegen. Die meisten Industriezweige haben sich von der Wirtschaftskrise gut erholt und stellen wieder mehr Arbeitskräfte ein, was dazu führte, dass es auch bei der Arbeitslosenquote einen beachtlichen Rückgang gibt.
Israel Heute TV: Gehörlose als Spitzen-Arbeitskräfte
Donnerstag, 24. Februar 2011
Wer sein Gehör verloren hat, lebt in einer einsamen, stillen Welt. Manche Fachleute sind der Ansicht, der Verlust des Gehörs sei schlimmer als der Verlust des Augenlichts. Wer nichts hört, hat es auch im Berufsleben schwer – obwohl viele Gehörlose hoch qualifiziert sind. Die israelische Firma Telepharma hat das erkannt. Sie beschäftigt ganz gezielt Menschen, die nicht hören können, und hat damit beste Erfahrungen gemacht. Das TV-Team von „Israel Heute“ hat sie interviewt.
Kurznachrichten
Donnerstag, 24. Februar 2011
Israel wird 300 Palästinensern aus Libyen die Einreise erlauben. Weil ihr Leben bedroht ist, werden sie in den von der Palästinensischen Autonomiebehörden verwalteten Regionen aufgenommen. +++ Das Strafmaß gegen den früheren israelischen Präsidenten Katzav wird am 8. März verkündet. Er war von einem Gericht wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung schuldig gesprochen worden. Die Staatsanwaltschaft fordert eine mehrjährige Haftstrafe.
Israelis helfen in Neuseeland
Mittwoch, 23. Februar 2011
Das volle Ausmaß der Zerstörung des Erdbebens in Christchurch, Neuseeland, wird langsam deutlich. Mehr als 100 Israelis befanden sich in Neuseeland, als das verheerende Beben den Süden des Landes erschütterte. Einer von ihnen ist Ofer Mizrahi, 23, der noch unbestätigten Meldungen zufolge tot sein soll. Mizrahi war mit drei Freunden im Auto unterwegs, als ein Betonblock von einem Gebäude auf den Wagen fiel. Allen drei Freunden war es gelungen, sich zu befreien, nur Ofer blieb gefangen. Mehr ist nicht über seinen Verbleib bekannt. Das dortige Haus der Chabad-Lubawitsch-Gesandten wurde zerstört und die Synagoge beschädigt. Tourist Adi Chai, 21, war als Mediziner der israelischen Armee tätig, sein Freund Leor Faigon, 21, arbeitete als Freiwilliger beim israelischen Rettungsdienst Magen David Adom. Beide boten sofort ihre Hilfe an. (Bild von Chabad-Gesandten)
Gelder aus dem Ausland werden stärker kontrolliert
Mittwoch, 23. Februar 2011
Israel schaut privaten Vereinigungen im Land genauer auf die Finger: So genannte Nicht-Regierungs-organisationen (NGOs) müssen künftig offenlegen, ob sie von ausländischen Regierungen finanziell unterstützt werden. Ein entsprechendes Gesetz wurde jetzt vom Parlament nach kontroverser Debatte verabschiedet. Der Regierung war es seit langem ein Dorn im Auge, dass verschiedene gemeinnützige Gruppierungen sich offiziell für Freiheit und Menschenrechte einsetzen, tatsächlich aber mit großem finanziellen Aufwand anti-israelische Politik unterstützen und entsprechende Propaganda betreiben. Künftig müssen die NGOs darüber Auskunft geben, ob ihre Unterstützer von ihnen verlangen, eine bestimmte politische Haltung einzunehmen. (Bild: Ron Pundak vom Friedens NGO Forum)
Brandstiftung: – Islamist Salah erneut im Gefängnis
Mittwoch, 23. Februar 2011
Der Führer der islamischen Bewegung in Nordisrael, Scheich Raed Salah, ist erneut verhaftet worden. Er steht unter dringendem Tatverdacht, vor zwei Wochen in Südisrael Feuer in einem Eukalyptuswald gelegt zu haben. Die Jerusalemer Polizei vermutet als Motiv der Brandstiftung, dass Salah gegen ein Aufforstungsprojekt des jüdischen Nationalfonds in der Region protestieren wollte. Salah war erst im Dezember aus dem Ayalon-Gefängnis entlassen worden. Dort hatte er fünf Monate verbracht, nachdem er in der Jerusalemer Altstadt einen Polizisten angegriffen hatte. Raed Salah gehört zu den prominentesten Islamisten in Israel, der immer wieder zur „Befreiung“ Jerusalems von den Juden aufruft.
Kurznews
Mittwoch, 23. Februar 2011
Dan Shapiro (Bild) soll der neue US-Botschafter für Israel werden. Der 41-Jährige hatte bislang eine Stellung im Vorsitz des Nahost- und Afrikabüros im Nationalen Sicherheitsrat inne. 2007 begleitete Shapiro US-Präsident Barak Obama bei seinem Besuch in Israel. +++ Die im vergangenen Jahr in einer spektakulären Aktion geretteten 33 Minenarbeiter aus Chile sind zu einem offiziellen Besuch in Israel eingetroffen. Sie folgten damit einer Einladung des israelischen Tourismusministeriums. Auf dem Reiseplan stehen Besichtigungstouren in Jerusalem, Tel Aviv und eine Fahrt ans Tote Meer.
Kein Ausbau von Har Homa wegen US-Veto?
Dienstag, 22. Februar 2011
Die Jerusalemer Stadtverwaltung hat die Pläne zum Ausbau des Stadtviertels Har Homa vorerst gestoppt. Der Ausbau dieses jüdischen Stadtteils ist umstritten. Er liegt außerhalb Waffenstillstandslinie von 1949 im Osten Jerusalems, aber innerhalb der städtischen Grenzen. Diese Jerusalemer Stadtgrenze ist jedoch international nicht anerkannt. Har Homa hat rund 20.000 Einwohner. Die Pläne sahen vor, dass mehrere Dutzend Häuser, acht Synagogen, ein Kindergarten und ein Schwimmbad gebaut werden sollten.
Clinton: Jüdische Präsenz in Judäa und Samaria illegal
Dienstag, 22. Februar 2011
In einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender „ABC-News“ hat US-Außenministerin Hillary Clinton erneut ihren Standpunkt klargemacht: Die Vereinigten Staaten betrachten Israels Präsenz in Judäa und Samaria weiterhin als „illegal“ und als ein Hindernis für den Frieden. „Die amerikanische Politik sieht die jüdischen Siedlungen seit Jahren als unrechtmäßig an“, bekräftigte Clinton in den Nachrichten. Das Interview war am vergangenen Freitag aufgezeichnet worden.
Israel sieht iranische Kriegsschiffe als Provokation
Dienstag, 22. Februar 2011
Israel hat sich sehr besorgt gezeigt, weil erstmals seit 32 Jahren Schiffe der iranischen Marine in den Suez-Kanal gefahren sind (israel heute berichtete). Die iranischen Kriegsschiffe haben nun Kurs auf Syrien genommen. Eine Fregatte und ein Versorgungsschiff seien Richtung Mittelmeer unterwegs, bestätigte ein Vertreter der Kanalverwaltung. Nach iranischen Angaben sollen die Schiffe unbewaffnet sein.
Zuflucht in Israel: –Gaddafi und die Möglichkeit der Alijah
Dienstag, 22. Februar 2011
Der libysche Diktator Gaddafi hat offenbar jüdische Wurzeln und könnte daher in Israel Zuflucht finden, wenn er von seinem Volk verjagt würde. Der israelische TV-Sender „Channel 2“ hatte im vergangenen Jahr zwei israelische Frauen interviewt, die behaupten, entfernte Verwandte von Gaddafi zu sein. Die ältere der beiden, Guita Brown, sagte, sie sei seine Cousine zweiten Grades (die Großmutter von Guita Brown war angeblich die Schwester von Gaddafis Großmutter). Die jüngere der Frauen, Rahel Saada, ist die Enkelin Guitas. Gaddafis Großmutter soll Jüdin gewesen sein und war auch mit einem Juden verheiratet, erzählten die Frauen im Interview. Ihr Ehemann behandelte sie jedoch schlecht, woraufhin Gaddafis Großmutter ihren Mann verließ und einen muslimischen Scheich heiratete. Deren Kind war demzufolge die Mutter von Muammar Gaddafi.
Im Dienste des Staates
Montag, 21. Februar 2011
Im Jahre 1952 wurden zehn irakischstämmige Juden als Agenten des israelischen Inlandsgeheimdienstes Shin-Bet in palästinensische Dörfer geschleust, um dort arabische Identitäten anzunehmen und die Palästinenser zu bespitzeln. Es ging um die Frage, wie sich die Araber im Land im Falle eines Krieges verhalten würden und ob Gefahr drohe. Ihre wahren Identitäten wurden streng geheim gehalten, die meisten der Männer heirateten sogar und gründeten eine Familie. Man stelle sich vor, eine Frau erfährt, dass ihr Mann nicht der ist, für den sie ihn hält. Er ist kein Araber, er ist Jude und wurde in ihr Dorf geschickt, um es auszuspionieren. Das könnte auch gut das Drehbuch eines neuen Agenten-Filmes sein. Dies war jedoch die Realität für einige arabische Frauen im Jahr 1964, als sie über alles aufgeklärt wurden.
Naveh: Wir brauchen mehr Glauben an Gott
Montag, 21. Februar 2011
Israels Vize-Generalstabschef Yair Naveh hat am Sonntag während eines Besuchs der Tzrifin Armeebasis bekräftigt, dass die israelische Armee mehr Glauben an Gott brauche als Glauben in seine Flugzeuge und Panzer. Naveh besuchte in Begleitung der beiden israelischen Oberrabbiner Jona Metzger und Shlomo Amar den obersten Militärrabbiner. Der Vize-Generalstabschef ist der Meinung, die aktuellen Entwicklungen in der arabischen Welt seien „von oben geführt“. Israel sei ein Land wie eine Insel inmitten eines Sturmes im Nahen Osten, der selbst von Geheimdienstlern so nicht vorhergesagt werden konnte, obwohl diese gute Arbeit leisten, ließ er verlauten.
PA fordert Boykott der Jerusalemer Tourismuskonferenz
Montag, 21. Februar 2011
In einem Brief an die 30 Teilnehmer der Internationalen Tourismuskonferenz in Jerusalem appellierte die palästinensische Tourismusministerin Khulud Deibes an die Vertreter der Nationen, die Konferenz Ende des Monats zu boykottieren. Die israelische Nachrichtenseite Ynet berichtete am Montag, dass der letzten Freitag verschickte Brief grundsätzlich den Standpunkt vertritt, die offiziellen Repräsentanten der einzelnen Länder würden mit ihrer Teilnahme an der Konferenz das sogenannte „besetzte“ Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennen. Die Veranstaltung wird vom Tourismusministerium und der Jerusalemer Stadtverwaltung organisiert, es sollen verschiedene Aspekte des israelischen Tourismus in Bezug auf die Zukunft des globalen Tourismus und wirtschaftliche Entwicklungen diskutiert werden.
Kurznachrichten
Montag, 21. Februar 2011
Der amerikanische Schauspieler Verne Troyer, bekannt durch seine Rolle als Mini-Me in Austin Powers, hat Israel fünf Tage lang einen Besuch abgestattet. An der Klagemauer steckte auch er einen Gebetszettel in die Ritzen. Der Hollywoodstar ist der neue Präsentator der israelischen Modekette TNT. +++ In den letzten Jahren stieg der Preis für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln kontinuierlich an. Transportminister Israel Katz entwarf nun einen Plan, der die Fahrtkosten senken soll, um damit die Nutzung der Busse zu fördern. 122 Mio. Euro sollen investiert und die Fahrtpreise um 10% gesenkt werden, um Busse und Züge attraktiver zu machen. Zudem sollen Smartkarten eingeführt werden, um weniger Abfall durch abgelaufene Fahrkarten zu produzieren.
Gilad Schalit: 1700 Tage in Gefangenschaft
Sonntag, 20. Februar 2011
„Genug Gerede, genug Erklärungen, genug Versprechungen, genug ist genug “ rief Aviva Schalit, die Mutter des im Juni 2006 entführten Soldaten Gilad Schalit in ihrer emotionalen Rede: Vor genau 1700 Tagen wurde der heute 24-jährige Soldat an der Grenze zum Gazastreifen von der Hamas gefangen genommen und verschleppt. Seither wird er gegen die Forderung der Freilassung von 1000 in Israel inhaftierten Palästinensern festgehalten. Hunderte Menschen versammelten sich am Samstagabend vor dem Haus des Premierministers Benjamin Netanjahu in Jerusalem. Das einzige was im Fall Gilad Schalit bisher passiert sei, sind nur „Gespräche“, so die verzweifelte Mutter über die festgefahrenen Verhandlungen. Sie sieht die Schuld bei der Regierung, die in den vergangenen 1700 Tagen nichts erreicht hat.
Hisbollah droht mit Invasion Galiläas
Sonntag, 20. Februar 2011
Bei einem erneuten Krieg zwischen Israel und Libanon werde die terroristische Hisbollah-Miliz den Norden Israels einnehmen, so drohte Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah in einer Rede anlässlich einer Gedenkveranstaltung zu Ehren der Todesopfer aus vergangen Konflikten mit Israel. „Ich rufe die Kämpfer des islamischen Widerstands auf: Macht euch bereit für den Tag, an dem Libanon ein Krieg aufgezwungen wird, eure Führer werden euch auftragen, Galiläa einzunehmen!“ Es wäre durchaus möglich, dass die von den USA ausgestattete libanesische Armee die Hisbollah-Armee im nächsten Krieg gegen Israel unterstützt, da die Hisbollah jetzt die politische Kontrolle über das Land hat.
Palästinenser wollen Tag der Aufruhr
Sonntag, 20. Februar 2011
Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat sich dem Phänomen der „Aufruhr-Tage“ der arabischen Welt angeschlossen, nachdem die USA am Freitag gegen eine antiisraelische Resolution im UNO-Sicherheitsrat ein Veto einlegte. Fatah und Hamas sprachen sich gegen dieses Veto aus und erklärten, die USA sei nicht fair, da sie nicht die Position der PA annehme. Als Reaktion auf angekündigte Unruhen gab die US-Regierung für ihre Mitarbeiter im Heiligen Land eine scharfe Reisebeschränkung für Judäa und Samaria heraus. Damit stehen die Autonomiegebiete ähnlich wie Bahrain, Libyen und Tunesien jetzt auf der Liste der gefährlichen Gebiete.
Und der Oscar geht an…
Sonntag, 20. Februar 2011
Bei der 83. Oscarverleihung, die am 27. Februar im Kodak Theater in Hollywood stattfinden wird, sind in diesem Jahr besonders viele jüdische Schauspieler und Filme nominiert. Drei der Nominierungen für „Bester Film“ gingen an jüdische Produzenten, die jüdisch-amerikanische Schauspielerin Natalie Portman könnte den begehrten Preis für die beste weibliche Hautrolle in „Black Swan“ (dt. „Der schwarze Schwan“) ergattern und Jesse Eisenberg, der die Hauptrolle im Film über das soziale Netzwerk „Facebook“ („The Social Network“) spielt, ist für den Oscar als „Bester Schauspieler“ nominiert.
„israel heute“-Interview mit Terroropfer Kay Wilson
Freitag, 18. Februar 2011
„Dieser barbarische Mord an meiner Freundin - das muss ich erst noch verarbeiten“, erklärt Susan Kay Wilson in einem Interview mit „Israel heute“. Am 18. Januar hatte 15 Kilometer südwestlich von Jerusalem der palästinensische Terrorismus sein bislang letztes Todesopfer gefordert: Reiseführerin Kay Wilson begleitet ihre Freundin Kristine Luken durch Israel. In einem Waldgebiet werden die beiden Frauen von zwei Arabern 20 Minuten lang festgehalten. Dann stechen diese auf ihre Opfer ein. Kristine Luken wird mit zwölf Messerstichen ermordet. Schwer verletzt kann sich Kay Wilson retten. „Unter den Leuten, die mich nach dem Anschlag als erste angerufen haben, waren meine palästinensischen Freunde. Sie verurteilen die Attacke und empfinden Abscheu darüber. Sie wünschten nichts lieber, als dass ihre Führer die Bürger hinsichtlich der Juden umerziehen“, sagt sie im Interview.
Veto der USA gegen anti-israelische Resolution?
Freitag, 18. Februar 2011
US-Präsident Barack Obama will offenbar verhindern, dass die Vereinten Nationen eine Resolution gegen die israelische Siedlungspolitik verabschieden. Er hat deshalb am Donnerstagabend mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas telefoniert. Das Gespräch dauerte nach offiziellen Angaben 50 Minuten, brachte aber kein konkretes Ergebnis. Sollten die Vereinten Nationen am heutigen Freitag über die israelischen Siedlungen abstimmen, brächte das die USA in schwierige Situation: Ein US-Veto würde die Palästinenser und viele arabische Staaten verärgern; ein Verzicht auf ein Veto würde einen Konflikt mit Israel heraufbeschwören.
Minister macht sich für neue Siedlerhäuser stark
Freitag, 18. Februar 2011
In der israelischen Regierung regt sich Widerstand gegen den „stillschweigenden Baustopp“ für jüdische Siedlungen in Judäa und Samaria. Minister Juli Edelstein (Likud-Partei) hat angekündigt, dass er das Thema bei der nächsten Kabinettssitzung am Sonntag zur Sprache bringen will. Ministerpräsident Netanjahu hatte auf Druck der USA einem befristeten Baustopp in den Palästinensergebieten zugestimmt. Dieser Baustopp endete am 26. November. Tatsächlich wurden seither jedoch keine neuen Baumaßnahmen in den großen Siedlerstädten genehmigt.
Ganz Israel wird zu einer riesigen Kunstgalerie
Freitag, 18. Februar 2011
Bezalel, Israels wichtigste Akademie für Kunst und Design, präsentiert derzeit die größte Freilicht-Kunstausstellung, die das Land je gesehen hat. Rund 1600 Studenten wirken an dem einzigartigen Projekt mit. Noch bis zum 26. Februar können die Kunstwerke bestaunt werden. Unzählige Reklametafeln wurden über das gesamte Land verteilt. Eine Online-Galerie auf der Webseite der Bezalel-Akademie zeigt, in welcher Stadt und in welcher Straße die Kunstwerke zu sehen sind. Durch die Ausstellung soll den Israelis bewusst werden, was für eine Arbeit die Kunststudenten leisten. Außerdem sollen so neue Studenten geworben werden.
Schabbat-Lesung: Ki Tissa („Wenn du zählst“)
Freitag, 18. Februar 2011
2. Mose 30,11 – 34,35; 1. Könige 18,1-39

Kommentar:

Unser Wochenabschnitt (Parascha) berichtet von der großen Sündentat mit dem goldenen Kalb. Er beginnt mit dem von Gott befohlenen Lösegeld (hebr. kopher nefesch ) und Sühnegeld (hebr. kessef kippurim) in Höhe von einem „halben Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums“, das - pro Person ab 20 Jahren, egal ob reich oder arm - entrichtet werden sollte (30,15).

In Kapitel 31 lesen wir von der Berufung des Künstlers Bezalel aus dem Stamm Juda, der vom Geist Gottes mit Weisheit, Verstand und Können erfüllt war. Sein Name bedeutet ‘im Schatten Gottes’. Bezalel Ben-Uri war von Gott „beim Namen“ gerufen und berufen, Sein Heiligtum und die Geräte der Stiftshütte kreativ zu gestalten. Gott offenbarte ihm – ein wenig – Seine Denkweise. Bezalel war ein inspirierter Künstler! Von Gott bekam er Kreativität: Das, was jede berufene Person braucht, um Erfolg im Dienst zu haben. Darum kann auch jeder, der Erfolg möchte, darum bitten, dass er mit dem Geist Gottes und Seiner Weisheit erfüllt wird. „Wenn aber jemand von euch Weisheit mangelt, so bitte er Gott, der allen willig gibt...“ (Jakobus 1,5).
Mehr Geld für Jerusalem:– Kürzungen zurückgenommen
Donnerstag, 17. Februar 2011
Die Jerusalemer Bürger können aufatmen: Die Verwaltung der Hauptstadt nimmt die angekündigten Kürzungen zurück. Ursprünglich hatte Bürgermeister Nir Barkat angekündigt, er müsse die Ausgaben für Soziales, Bildung, Kultur, Sport und für die Verbesserung der Infrastruktur um jeweils 25 Prozent kürzen. Zur Begründung führte er an, dass die Regierung ihre Zuschüsse an die Hauptstadt stark vermindert habe. Tatsächlich hatte Jerusalem im Jahr 2000 von der Regierung noch 269 Millionen Schekel (knapp 54 Millionen Euro) erhalten. 2010 waren es nur 170 Millionen Schekel (rund 34 Millionen Euro) gewesen. Zahlreiche Parlamentsabgeordnete aus dem ganzen Parteienspektrum hatten sich daraufhin für die Hauptstadt eingesetzt.
Kabinett ist künftig digital vernetzt
Donnerstag, 17. Februar 2011
Das israelische Kabinett setzt auf moderne Digitaltechnik. Ministerpräsident Netanjahu prüft derzeit ein Pilot-Projekt, einen sogenannten „Smart-Tisch“. Er soll in den Sitzungsraum eingebaut werden. Das System wird einen persönlichen Touch-Screen-Bildschirm für jedes Mitglied beinhalten, auf dem offizielle Papiere gelesen werden können. Die einzelnen Minister können Power-Point-Präsentationen zeigen und digital abstimmen. Desweiteren können sich die Minister über die Anlage gegenseitig elektronische Notizen zusenden. Ziel ist es, weniger Papier zu verbrauchen und effektiver zu arbeiten.
„Google Street View“ auch in Israel?
Donnerstag, 17. Februar 2011
Die Macher des allgegenwärtigen „Google Street View“ haben ein Auge auf Israel geworfen. Eine Sonderkommission unter der Leitung von Geheimdienstminister Dan Meridor soll nun entscheiden, ob man es zulassen will, die Straßen von Tel Aviv, Jerusalem und Haifa künftig am Computer virtuell durchlaufen werden können. Das Komitee muss darüber befinden, ob dies die Sicherheit Israels gefährdet. In anderen Ländern hatte es kontroverse Diskussionen über die mögliche Verletzung der Privatsphäre der Menschen auf den Bildern von „Google Street View“ gegeben, das seit 2007 Großstädte auf der ganzen Welt digitalisiert. Aber in Israel ist die Debatte eher, Terrororganisationen davon abzuhalten, das Programm gegen Israel zu verwenden und beispielsweise gezielt Politiker zu attackieren.
Israel heute TV: Unterwegs mit der Polizei-Hundestaffel
Donnerstag, 17. Februar 2011
Um ganz besondere Tiere geht es in der aktuellen Ausgabe von „Israel heute TV“. So war das Kamerateam mit der israelischen Polizeihundestaffel in Jerusalem unterwegs. Die Vierbeiner können mit ihren feinen Nasen Bomben oder Drogen aufspüren. Außerdem wird das Seeschildkröten-Rettungszentrum vorgestellt. Weitere Themen: Das Design-Museum in Holon und ein biblischer Kommentar von Ludwig Schneider: „Christus kommt nicht aus heiterem Himmel“. Die Sendung wird von Bibel TV über Satellit und Kabel ausgestrahlt.
Deutsche Wissenschaftler erhalten israelischen „Nobel-Preis”
Donnerstag, 17. Februar 2011
Der israelische Bildungsminister und Vorsitzende der Wolf-Stiftung, Gideon Sa´ar, hat die Gewinner des diesjährigen Wolf-Preises für Wissenschaften und Künste bekannt gegeben. Zehn Wissenschaftler und ein Künstler aus aller Welt werden jeweils 100.000 Dollar erhalten. Die Preise verleiht Präsident Shimon Peres bei einer offiziellen Zeremonie am 29. Mai. Der Wolf-Preis in Physik wird an drei deutsche Wissenschaftler gehen: die Professoren Maximilian Haider, Harald Rose und Knut Urban. Sie haben einen neuen Typ eines Elektronenmikroskops entwickelt. Dadurch wird es möglich, individuelle Atome zu untersuchen und die Materialwissenschaft voranzutreiben. Der Wolf-Preis in der Kategorie Künste wird an die deutsche Künstlerin Rosemarie Trockel (Bild) gehen.
Erhöhte Terrorgefahr: Botschaften vorübergehend geschlossen
Mittwoch, 16. Februar 2011
Mehrere israelische Botschaften sind nach Terrorwarnungen vorübergehend geschlossen worden. Das Außenministerium befürchtet Terroranschläge durch die Hisbollah. Anlass ist der dritte Todestag des Hisbollah-Führers Imad Mughniyah. Er war 2008 bei der Explosion einer Autobombe ums Leben gekommen. Obwohl Israel eine Verwicklung in das Attentat bestreitet, macht die islamistische Hisbollah den jüdischen Staat dafür verantwortlich. Das Außenministerium gab nicht bekannt, welche Botschaften geschlossen wurden.
Hamas setzt Boykott gegen Israel durch
Mittwoch, 16. Februar 2011
Die im Gazastreifen regierende Hamas hat den Druck auf die örtlichen Händler erhöht, keine in Israel produzierten Waren zu verkaufen. Dafür benötigen die Händler nun eine besondere Genehmigung der Islamisten. Bisher verdient die Hamas an den Waren, die durch von ihr kontrollierte Schmuggeltunnel aus Ägypten in den Gazastreifen geschafft werden. Israel hatte in den vergangenen Monaten die Einfuhrbeschränkungen in den Gazastreifen gelockert. Die Palästinenser können seither alle Güter einführen außer jenen, die auf einer „schwarzen Liste“ stehen, weil sie zu Terrorattacken verwendet werden können.
Armee zerstört illegalen Siedlerposten
Mittwoch, 16. Februar 2011
Die israelische Armee hat erneut einen illegalen Außenposten von Siedlern in Ramot Migron in den Palästinensischen Autonomiegebieten zerstört. Dabei wurden sechs Männer verhaftet. Sie hatten angeblich die die Sicherheitskräfte mit Steinen beworfen, sich ihnen in den Weg gestellt und versucht, Feuer in dem nahegelegenen palästinensischen Weinberg zu legen. Die Siedler waren von den Verhaftungen wenig beeindruckt.
Rotes Kreuz bringt israelische Äpfel nach Syrien
Mittwoch, 16. Februar 2011
Bereits im sechsten Jahr exportiert Israel tonnenweise Äpfel aus den Golanhöhen ins benachbarte Syrien. Dieses Jahr wird die bisher größte Lieferung, 12.000 Tonnen Äpfel, in Lastwagen des Roten Kreuzes über die Grenze gebracht. Die Äpfel werden von drusischen Bauern geerntet und in Kisten verpackt, die ihre Herkunft verbergen. So ist es leichter, sie auf den Märkten in Damaskus zu verkaufen Die syrischen Kunden schwärmen von den israelischen Äpfeln und sehen sie als eine Delikatesse.
Bishara-Gesetz von der Knesset angenommen
Dienstag, 15. Februar 2011
Das israelische Parlament, die Knesset, hat mehrheitlich beschlossen, dem ehemaligen arabischen Abgeordneten Asmi Bishara die Rente zu streichen. Bishara wird vorgeworfen, während des Zweiten Libanonkrieges im Jahr 2006 der Hisbollah im Libanon Informationen zugespielt zu haben, um Israel besser angreifen zu können. Als dies ans Licht kam, flüchtete Bishara aus Israel. Der Likud-Abgeordnete Yariv Levin eröffnete die Sitzung mit den Worten, dass das Maß voll sei und es nicht angehe, dass eine Person, die dabei half, gegen israelische Staatsbürger vorzugehen, nun auch noch vom Staat bezahlt werde.
Jordanischer Minister unterstützt Mörder
Dienstag, 15. Februar 2011
Der neue jordanische Justizminister Hussein Mjali setzt sich für die Freilassung eines Soldaten ein, der 1997 sieben israelische Mädchen erschossen hat. Mjali hatte früher als Anwalt des jordanischen Soldaten Ahmed Daqamseh gearbeitet, der die Mädchen während eines Ausflugs an der Grenze zu Jordanien umgebracht hatte. Von Daqamsehs Familie wurde eine öffentliche Protestveranstaltung organisiert und Minister Mjali versicherte in seiner Rede vor Ort, dass er zu jeder Zeit für den Verurteilten als Rechtsanwalt zur Verfügung stehe. Die Sprecherin der israelischen Botschaft Merav Horsandi kritisierte, es sei schwer zu verstehen, warum ein kaltblütiger Kindermörder in solch einer Art und Weise unterstützt werde.
Ashkenasi versichert: Israel ist vorbereitet
Dienstag, 15. Februar 2011
Der ehemalige Armee-Chef Gabi Ashkenasi versicherte bei seinem ersten zivilen Auftritt bei der Konferenz des Dachverbands jüdischer Organisationen in den USA, dass Israel für den Fall eines Krieges mit Ägypten vorbereitet sei. Er erläuterte, dass das gemäßigte Lager in Ägypten immer kleiner werde und die Extremisten langsam die Macht an sich rissen. Ashkenasi fügte hinzu, dass es wichtig sei, die Allianz mit Ägypten aufrecht zu erhalten.
Aufruf zum Boykott des Musikfestivals in Eilat
Dienstag, 15. Februar 2011
Israelische linke Aktivisten haben internationale Künstler dazu aufgerufen, das jährliche „International Red Sea Chamber Music Festival“ in Eilat zu boykottieren. Sie sind der Meinung, dass ein solches Festival den Eindruck der Normalität in Israel verleihe, die jedoch nicht bestehe. In einer Email an die Mitglieder des internationalen Orchesters iPalpiti listeten die Israelgegner prominente Künstler auf, die Israel in der Vergangenheit ebenfalls boykottierten. Darunter sind der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu, Regisseur Ken Loach und Gitarrist John Williams.
Kurznachrichten
Dienstag, 15. Februar 2011
Nur Stunden nachdem der neue Generalstabschef der israelischen Streitkräfte, Benny Gantz, vereidigt wurde, haben palästinensische Terroristen eine Kassam-Rakete vom Gazastreifen aus abgeschossen. +++ Gesetzgeber in Iran beschuldigten Israel und die USA der Unterstützung der Demonstrationen gegen das Regime in Teheran.
Lob für Ashkenasi bei Rücktritt aus dem Amt
Montag, 14. Februar 2011
In einer Zeremonie am Sonntagabend wurde Gabi Ashkenasi für seine langjährige Arbeit als Kommandant des Generalstabs geehrt. Generalmajor Benny Grantz soll seine Position in Zukunft übernehmen. Unter den Gästen war auch US-Admiral Mike Mullen, welcher zu Gesprächen mit Ashkenasi und anderen Befehlshabern für zwei Tage im Nahen Osten verweilen wird. In einer Rede zu gegebenem Anlass lobte Präsident Peres Ashkenazi: „Obwohl Gabi Ashkenasi der Kommandeur des Volkes war, hörte er jedoch nie auf, ein Teil der Menschen zu sein.“ Mehrmals wandte er sich zu dem ehemaligen Stabschef und versicherte ihm: „Die Soldaten haben Dich geliebt!“.
Umstrittene TV-Kampagne
Montag, 14. Februar 2011
Der Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen (UNPF – United Nations Population Fund) hat sich kürzlich mit der Arabischen Produzentenvereinigung des Fernsehens zusammengeschlossen (APUTV - Arab Producers Union for TV), um auf 50 Nah-Ost-Fernsehstationen die Rechte der Frauen in der arabischen Welt in einer speziellen Kampagne zu fördern. Die „Weiße Hände Kampagne“ wurde von den beiden Vereinigungen als „größte Medienaktion in Bezug auf diese Problematik“ beschrieben. Die Schattenseite dieses Projekts ist jedoch, dass es sich bei den Idolen, die in der Kampagne vorgestellt werden, auch um palästinensische Terroristinnen sowie historische und kontemporäre Figuren, die den Jihad anpreisen, handelt.
Neuordnung des PA-Kabinetts
Montag, 14. Februar 2011
Heute werden eine große Zahl Minister des Regierungskabinetts der palästinensischen Autonomiebehörde zurücktreten und Ministerpräsident Salam Fayyad wird daraufhin im Auftrag von Präsident Mahmud Abbas neue Minister auswählen und in ihre Ämter einführen, teilten politische Quellen der PA mit. Dieser Wechsel war schon lange von Fayyad gefordert worden und auch von einigen Personen der Fatah-Fraktion. Der Fall von Ägyptens Präsident Mubarak durch die Volksrevolution löste einen Aufschrei für Reformen in der ganzen arabischen Welt aus. „Ein massiver Wechsel in der Zusammenstellung der Regierung steht bevor“, so ein Beamter der PA, die 1993 gegründet wurde. Eine andere Quelle berichtete, dass Dr. Fayyad umgehend Verhandlungen mit den verschiedenen Fraktionen beginnen wolle, um ein neues Kabinett zu bilden.
Iranische Kriegsschiffe im Mittelmeer
Montag, 14. Februar 2011
Der Kommandeur der iranischen Kriegsmarine, Admiral Habibollah Sayarri, gab im Januar bekannt, einige seiner Schiffe vom Roten Meer aus über den Suez-Kanal ins Mittelmeer zu entsenden. Es scheint, als wären diese von Syrien aus bestellt worden, um dann in einem syrischen Hafen vor Anker zu gehen und bis zu einem Jahr dort zu bleiben. In Israels Verteidigungsapparat beobachtet man diese Absichten gespannt und ein Beamter teilte mit, dass man diesen Schritt als eine offene Herausforderung an den jüdischen Staat sieht, denn gleichermaßen will der Iran auch keine israelischen Kriegsschiffe in seinen Gewässern sehen.
Ägypten will Friedensvertrag einhalten
Sonntag, 13. Februar 2011
Das in Ägypten regierende Militär hat bekannt gegeben, dass der Friedensvertrag mit Israel eingehalten wird. Über das Fernsehen erläuterten die neuen Machthaber, wie sie den Staat in der Übergangszeit nach dem Rücktritt von Präsident Mubarak führen wollen. Ein Sprecher des Militärrats sagte dabei auch, dass die vom gestürzten Präsidenten eingesetzten Minister bis zur Bildung einer neuen Regierung im Amt bleiben. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat das Versprechen der Ägypter begrüsst, sich an das 1979 geschlossene Friedensabkommen zwischen beiden Staaten zu halten.
Palästinensischer Chefunterhändler gibt auf
Sonntag, 13. Februar 2011
Sajeb Erekat, der palästinensische Chefunterhändler in den Friedensverhandlungen mit Israel, ist von seinem Amt zurückgetreten. Er ziehe damit die Konsequenzen aus dem „Diebstahl“ vertraulicher Dokumente, erklärte er. Mitarbeiter sollen rund 1600 geheime Protokolle über die Verhandlungen an den arabischen Fernsehsender Al-Dschasira weitergegeben haben. Der Sender hatte dann öffentlich gemacht, dass die Palästinenser zu weitreichenden Zugeständnissen an Israel bereit waren. Daraufhin war die Palästinenserführung massiv unter Druck geraten. Gegen Erekat hatte es Todesdrohungen gegeben.
Abtreibungsrate in Israel sinkt
Sonntag, 13. Februar 2011
Die Zahl der legalen Abtreibungen in Israel ist in den letzten Jahren um 19% gesunken, berichtete das israelische Gesundheitsministerium. Seit der Gründung Israels vor nun schon fast 63 Jahren wurden jedes Jahr im Durchschnitt 40.000 ungeborene Babys abgetrieben. So liegt die Zahl der verlorenen Leben bei weit über zwei Millionen. Abtreibungen sind in Israel rechtlich weitgehend akzeptiert und so scheint es fast wie ein Wunder, dass die Zahl dieser Art von „Geburtenkontrolle“ sinkt. Es gibt zwei Organisationen, die maßgeblich an diesem Trend beteiligt sind. Die Anti-Abtreibungsorganisation Efrat konzentriert sich hauptsächlich auf die Betreuung der orthodoxen Bevölkerung Israels.
Neuer israelischer UN-Botschafter
Sonntag, 13. Februar 2011
Nach wochenlangen politischen Auseinandersetzungen haben sich Premierminister Benjamin Netanjahu und Außenminister Avigdor Lieberman geeinigt, Ron Prosor, Israels Botschafter in Großbritannien, als neuen Gesandten des israelischen Staates in der UNO in New York einzusetzen. Prosors Arbeit in London wird von dem nationalen Sicherheitsberater Uzi Arad weitergeführt. Prosor war sehr beliebt in Großbritannien und schrieb regelmäßig für britische Zeitungen.
Entführungsfall Schalit: Syrien und Katar ziehen die Fäden
Freitag, 11. Februar 2011
Syrien und das Emirat Katar haben offenbar verhindert, dass der entführte israelische Soldat Gilad Schalit freigelassen wird. Das geht aus Geheimdokumenten hervor, die von der Internetplattform WikiLeaks veröffentlicht wurden. Demnach berichtete Ägyptens Präsident Mubarak im Jahr 2009 dem US-General Petraeus, dass Syrien und Katar 50 Millionen Dollar angeboten haben, damit Schalit in Haft bleibt. Aus den Dokumenten geht nicht hervor, ob das Geld tatsächlich an die radikalislamische Hamas im Gazastreifen geflossen ist. Mubarak und sein Vizepräsident Suleiman beschuldigen Syrien und Katar, sie würden die Hamas-Terroristen finanziell unterstützen.
Josephsgrab wieder von Juden in Besitz genommen
Freitag, 11. Februar 2011
„Es ist unsere Pflicht, am Josephsgrab zu beten und dort dauerhaft Präsenz zu zeigen.“ Das hat der israelische Technologieminister Daniel Hershkowitz erklärt. Zusammen mit weiteren Ministern, Lokalpolitikern und jüdischen Rabbinern nahm er an der festlichen Wiedereinweihung der Grabstätte in Nablus teil. Nablus, das biblische Sichem, liegt in den Palästinensischen Autonomiegebieten. Das Grab des Joseph (Sohn des biblischen Erzvaters Jakob) war während des Palästinenseraufstandes vor zehn Jahren verwüstet und niedergebrannt worden. Es wurde nun umfassend restauriert. Minister Hershkowitz unterstrich in seiner Ansprache, dass die Grabstätte nach den Vereinbarungen von Oslo dem Staat Israel gehöre.
Großübung der Polizei zur Abwehr von Terrorangriffen
Freitag, 11. Februar 2011
Die israelische Polizei hat überraschend eine landesweite Großübung durchgeführt. Dabei wurden Terrorangriffe mit großer öffentlicher Wirkung simuliert. Bei der fünfstündigen Übung ging es vor allem um die schnelle erste Reaktion der Sicherheitskräfte. In Jerusalem musste sich die Polizei mit einem Mord- und Entführungsszenario auseinandersetzen, das sich in Judäa und Samaria fortsetzte. Im Süden Israels wurde ein Streifenwagen von „Terroristen“ gestoppt und entführt. Im Zentrum musste die Polizei das Verhalten nach der Explosion einer Lastwagenbombe üben, während es ihre Kollegen im Norden mit einer Entführung und einem Vorfall mit Gefahrstoffen zu tun hatten.
Israel baut Kontakte mit der Ukraine aus
Freitag, 11. Februar 2011
Zwischen Israel und der Ukraine gibt es keine Visumpflicht mehr. Durch die Neuregelung erhofft sich der israelische Tourismusminister Stas Mishesnikov (Foto) deutliche Besucherzuwächse. „Wir rechnen damit, dass sich die Zahl der Touristen aus der Ukraine auf rund 200.000 im Jahr erhöht und damit verdoppelt“, gab er jetzt bekannt. Mishesnikov flog mit einer 150-köpfigen Delegation in die ukrainische Hauptstadt Kiew. Israel gibt umgerechnet fast eine Million Euro aus, um in der Ukraine für Besuche im Heiligen Land zu werben.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 11. Februar 2011
„TEZAWE“ („Du sollst befehlen“)
2. Mose 27,20 – 30,10; Hesekiel 43,10-27

Kommentar:
In diesem Wochenabschnitt (Parascha) geht es um Angaben und Vorschriften zur priesterlichen Kleidung. Nachdem in der vorigen Parascha auf die Stätte des Heiligtums, die Stiftshütte, eingegangen wurde, kommen wir nun zu den Vorschriften für Menschen: Die „heiligen Kleider“ des Hohepriesters (hebr. Kohen Gadol) Aaron und seiner Söhne, Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar, den Priestern „zur Ehre und zum Schmuck“. Diejenigen, die sie anfertigen, sollen ein „weises Herz“ haben und mit einem „Geist der Weisheit“ erfüllt sein.
Nato bietet Entsendung von Friedenstruppen an
Donnerstag, 10. Februar 2011
Die Nato hat Israelis und Palästinensern angeboten, Friedenstruppen zu entsenden. Das Militärbündnis sei bereit einzugreifen, falls gegen Übereinkünfte verstossen werde oder eine der beiden Seiten Hilfe benötige, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bei der israelischen Sicherheitskonferenz in Herzlija. Er forderte beide Seiten zu neuen Verhandlungen auf: „Wir haben dafür nicht alle Zeit der Welt. Es gibt eine neue Dynamik in der Region“, unterstrich Rasmussen mit Blick auf die Massenproteste in mehreren arabischen Staaten.
Weg frei für neuen Armeechef Benny Gantz
Donnerstag, 10. Februar 2011
General Benny Gantz (52) wird neuer Chef der israelischen Armee. Das zuständige Turkel-Komitee hat jetzt Verteidigungsminister Ehud Barak seine Ernennung empfohlen. Es wird erwartet, dass die Regierung sie am Sonntag offiziell ausspricht. Offiziere, die Gantz kennen, beschreiben ihn als bescheidenen Soldaten, der die Streitkräfte in- und auswendig kenne. Mit der Ernennung von Gantz geht eine wochenlange Diskussion um die Nachfolge des beliebten Militärchefs Gabi Ashkenasi zu Ende. Ursprünglich sollte General Joav Galant neuer Armeechef werden, dieser stolperte jedoch über eine private Grundstücksaffäre. Die Generalstabschefs werden für drei Jahre berufen.
Außenminister droht: Regierungsmehrheit in Gefahr
Donnerstag, 10. Februar 2011
Israels Außenminister Avigdor Lieberman, Vorsitzender der rechtskonservativen Einwandererpartei „Israel Beiteinu“, hat mit einem Bruch der Regierungskoalition gedroht. Sollte er diesen Schritt wahrmachen, könnte er damit die Regierung Netanjahus zu Fall bringen. Lieberman klagte über anhaltende Streitigkeiten. Zuletzt war er heftig mit Innenminister Eli Yishai von der orthodoxen Schass-Partei aneinandergeraten. „Israel Beiteinu“ hatte sich für ein Gesetz stark gemacht, dass die Konversion von eingewanderten Soldaten zum Judentum erleichtern soll.
Zwei Geburten sorgen für Gesprächsstoff
Donnerstag, 10. Februar 2011
Zwei Geburten machen im Heiligen Land Schlagzeilen: Eine 44-jährige orthodoxe Frau aus Jerusalem hat ihr 18. Kind zur Welt gebracht. Sie hat nun neun Mädchen und neun Jungen. Von ihrem ältesten Sohn hat die Frau schon zwei Enkelkinder. Selbst für kinderreiche ultra-orthodoxe Familien sind 18 Kinder ungewöhnlich viele. Dennoch möchte die Frau möglichst schnell erneut schwanger werden, wie sie israelischen Medien gegenüber erklärte. Sie selbst sei mit 15 Geschwistern aufgewachsen. Aufsehen erregte auch die Meldung einer palästinensischen Nachrichtenagentur, wonach erstmals eine jüdische Frau ein Kind in Ramallah zur Welt gebracht hat.
Granaten auf Israel - Bomben auf Schmuggeltunnel
Mittwoch, 9. Februar 2011
Als Reaktion auf neuerliche Granaten-Angriffe hat die israelische Luftwaffe in der Nacht zum Mittwoch den nördlichen Gazastreifen bombardiert. Dabei gab es nach palästinensischen Angaben acht Leichtverletzte. Der Angriff galt unter anderem einem Schmuggeltunnel, der laut Armee dazu diente, Terroristen nach Israel einzuschleusen. Am Dienstag war Israel mit vier Mörsergranaten beschossen worden. Um 11 Uhr wurde in den Ortschaften am Gazastreifen Sirenenalarm ausgelöst. Kurz darauf explodierte eine Granate auf einem Parkplatz der Provinzverwaltung von Shaar Hanegev („Tor zum Negev“, die Partnerregion des Landkreises Karlsruhe). Dabei wurde ein abgestelltes Fahrzeug beschädigt.
Teure Stromerzeugung nach Anschlag auf Gas-Pipeline
Mittwoch, 9. Februar 2011
Der Anschlag auf die ägyptisch-israelische Gasleitung im Sinai hat für das Heilige Land schwerwiegende finanzielle Folgen. Die Elektrizitätswerke müssen derzeit rund 1,5 Millionen Dollar pro Tag zusätzlich ausgeben, um die Stromversorgung zu sichern. Das gab das Infrastruktur-Ministerium bekannt. Etwa 40 Prozent der israelischen Stromerzeugung beruht auf Erdgas; etwa die Hälfte davon stammt aus Ägypten.
Jüdischer Bevölkerungsanteil nimmt zu
Mittwoch, 9. Februar 2011
Eine neue Studie zeigt, dass der jüdische Bevölkerungsanteil in Israel zugenommen hat und voraussichtlich weiter steigen wird. Demnach lebten 2010 in Israel 5,802 Millionen Juden, deutlich mehr, als das Nationale Statistikbüro noch vor drei Jahren vorhergesagt hatte. Die israelisch-arabische Bevölkerung erreichte 1,573 Millionen und lag damit unter früheren Prognosen.
Medienwirbel um „UFO“ über dem Tempelberg
Mittwoch, 9. Februar 2011
Eine helle Lichtkugel über dem Jerusalemer Tempelberg macht weltweit Schlagzeilen. Die einen halten das unbekannte Flugobjekt (UFO) für ein Raumschiff von Außerirdischen, Skeptiker vermuten hingegen eine militärische Drohne. Das Objekt wurde von mehreren Beobachtern am 28. Januar, gegen 1 Uhr früh, unabhängig voneinander gefilmt. Die Aufnahmen zeigen ein helles Licht, das mehrere Minuten über der Jerusalemer Altstadt schwebt. Das Objekt geht dann langsam direkt über dem Felsendom herunter, um nach einer Minute plötzlich mit ungeheurer Geschwindigkeit wieder in den Nachthimmel zu schießen.
Armeechef: Radikale im Nahen Osten werden stärker
Dienstag, 8. Februar 2011
Staatspräsident Shimon Peres hat den scheidenden Leiter der Armee, Gabi Ashkenasi, als einen der besten Generalstabschefs in der Geschichte Israels gewürdigt. Er habe einen einmaligen und exzellenten Beitrag zur Sicherheit Israels geleistet. Ashkenasis Amtszeit endet am 14. Februar. Sie wurde nicht verlängert, da es offenbar Konflikte mit Verteidigungsminister Ehud Barak gab. Nachfolger von Ashkenasi und damit 20. Armeechef Israels soll nun General Benny Gantz (52) werden. Bei einer Konferenz in Herzliya nahm Gabi Ashkenasi zur Sicherheitslage Israels Stellung.
Opposition hält an Zwei-Staaten-Lösung fest
Dienstag, 8. Februar 2011
Oppositionsführerin Zipi Livni (Bild) hält eine Zwei-Staaten-Lösung für „einen Teil unserer Werte als jüdischer Staat.“ Bei der israelischen Sicherheits-Konferenz in Herzliya sagte sie, die Zwei-Staaten-Lösung sei kein Gefallen an die Amerikaner oder an die Palästinenser, weil Israel schwach sei. Lipi forderte, man müsse darüber nachdenken, was einen „jüdischen Staat“ inhaltlich ausmache. Ein jüdischer Staat bestehe nicht nur aus einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit oder der ultraorthodoxen Auslegung des Judentums. Der Regierung unter Ministerpräsident Netanjahu warf die Politikerin vor, bei Entscheidungen nicht das Wohl der Nation im Blickfeld zu haben, sondern politisches Taktieren.
Israelische Soldaten als Geburtshelfer
Dienstag, 8. Februar 2011
Eine 27-jährige Palästinenserin hat ihr Kind mit Hilfe von israelischen Soldaten zur Welt gebracht. Shirin Muhammed Salamin lebt südlich von Jericho. Als sie Wehen bekam, rief ihre Familie einen arabischen Krankenwagen. Aber der kam nicht durch – das Haus der Familie liegt auf einem Hügel, und die Zufahrt war nach heftigen Regenfällen unpassierbar. Daraufhin rief man eine israelische Ambulanz. Aber die blieb auch stecken. Daraufhin brachte die Familie die Schwangere hinunter zur Straße, wo sie auf ein Ambulanzfahrzeug der israelischen Armee trafen. Dort kam das Baby dann auch sehr schnell zur Welt.
Haftbefehl gegen zionistischen Rabbiner
Dienstag, 8. Februar 2011
Gegen einen führenden zionistischen Rabbiner, Dov Lior (Bild), ist Haftbefehl erlassen worden. Er hatte sich geweigert, zu einem Verhör zu erscheinen. Dabei geht es um die Unterstützung des Geistlichen für das umstrittene Buch „Torat Hamelech“. Die Justiz geht gegen das Buch vor, weil darin die Tötung von Nicht-Juden religiös gerechtfertigt werde. Der Polizeichef von Hebron hatte Lior vor einigen Tagen zuhause aufgesucht. Dabei hatte der Rabbiner erklärt, er werde nicht zu einer Befragung bei der Polizei erscheinen, bei der es darum gehe, unliebsame Rabbiner zum Schweigen zu bringen.
Kurznachrichten
Dienstag, 8. Februar 2011
+++ Israel soll Mitglied in der NATO werden. Das fordert der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, in einem Beitrag für die Tageszeitung „Die Welt“. Als demokratisches, freiheitliches Land gehöre Israel in das westliche Verteidigungsbündnis. +++ Die Kritik an dem türkischen Film „Tal der Wölfe – Palästina“ hält an. Die Jüdische Gemeinde in Berlin hat ihn als „pure anti-israelische und anti-semitische Hasspropaganda“ verurteilt. Sie appellierte an die deutschen Kino-Betreiber, den Film aus dem Programm zu nehmen.
Entflohener Hamas-Kommandeur als Held gefeiert
Montag, 7. Februar 2011
Der aus einem ägyptischen Gefängnis geflohene Hamas-Terrorist Ayman Nofal ist in den Gazastreifen zurückgekehrt und dort als Held begrüßt worden. Nofal war von den ägyptischen Behörden vor drei Jahren festgenommen worden. Er soll einen Bombenanschlag geplant haben. Zudem wurde ihm vorgeworfen, Palästinenser der rivalisierenden Fatah-Partei zu verfolgen. Nun nutzte er das Chaos in Ägypten, um zusammen mit einigen Tausend anderen Gefangenen aus der Haftanstalt zu entkommen. Vor seiner Verhaftung war Nofal ein Kommandeur des militanten Hamas-Flügels gewesen, bekannt unter seinem Kampfnamen „Izzadin Kazzam“. Dutzende von Anhänger bejubelten nun die Rückkehr des „großen Führers“, wie es auf Spruchbändern hieß.
Wasserspiegel des Sees Genezareth leicht gestiegen
Montag, 7. Februar 2011
Ein Wintersturm mit zum Teil heftigen Regenfällen hat den Wasserspiegel des Sees Genezareth um 8,5 Zentimeter ansteigen lassen. Seit Beginn des Monats Februar sind im Norden des Heiligen Landes 80 Millimeter Regen gefallen. Die Meteorologen erwarten im Laufe dieser Woche noch weitere leichte Regenfälle. Im Januar war der Wasserspiegel des Sees um 15 Zentimeter angestiegen. Dies ist für die Jahreszeit ungewöhnlich wenig; im Januar 2009 war ein Anstieg um 62 Zentimeter zu verzeichnen gewesen. Im ganzen Land gab es unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen. Die Wasserbehörde ist deshalb weiterhin besorgt. Bisher seien nur 68 Prozent des Regens eines durchschnittlichen Winters niedergegangen.
Gewerkschaft droht mit Generalstreik
Montag, 7. Februar 2011
Nach zweieinhalb Jahren Ruhe droht in Israel ein Generalstreik. Der Grund: die gestiegenen Preise für Wasser, Brot und Benzin. Gewerkschaftsführer Ofer Eini hat sich deshalb mit dem Präsidenten der Industriellenvereinigung, Shraga Brosh, getroffen. Noch vor dem Treffen gab Eini bekannt, die Gewerkschaft prüfe alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um gegen die Preissteigungen vorzugehen und gegen die Nichterhöhung des Mindestlohns zu protestieren. „Hauptsächlich geht es uns um den Wasserpreis. Wir wollen mit allen Mitteln dagegen kämpfen, dass die finanziell schwachen Bevölkerungsschichten benachteiligt werden“, so Eini (m.).
Gericht fordert zusätzliche Klassenzimmer in Ost-Jerusalem
Montag, 7. Februar 2011
Kinder im arabisch geprägten Ostteil Jerusalems dürfen in staatlichen Schulen nicht abgewiesen werden, weil Klassenräume fehlen. Der Oberste Gerichtshof Israels hat jetzt entschieden, dass das Erziehungsministerium und die Jerusalemer Stadtverwaltung genügend Unterrichtsräume zur Verfügung stellen müssen. Ihnen wurde dafür eine Frist von fünf Jahren eingeräumt. Falls die Behörden dieser Auflage nicht nachkommen, müssen sie den betroffenen Eltern die Kosten für staatlich anerkannte Privatschulen erstatten. Die Entscheidung fiel aufgrund einer Beschwerde der Eltern von fünf arabischen Kindern. Sie waren an öffentlichen Schulen abgewiesen worden mit der Begründung, es mangle an Klassenzimmern.
Benjamin Gantz als neuer Generalstabschef vorgeschlagen
Sonntag, 6. Februar 2011
Verteidigungsminister Ehud Barak und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wählten Generalmajor Benjamin (Benny) Gantz anstelle von Yoav Galant als 20. Generalstabschef Israels. Sie werden ihren Vorschlag zur weiteren Entscheidung an das Turkel-Komitee weiterleiten, von dort geht es zur endgültigen Entscheidung an das Kabinett. „Wir sehen die Wichtigkeit, die Angelegenheit um die Position des Generalstabschefs zu klären und wollen eine passende Person für diesen wichtigen Posten im Militärsystem, die die Zahal durch die Herausforderungen dieser Zeit und in den kommenden Jahren weiter vorwärts führen kann“, so Barak und Netanjahu.
83 Anschläge im Januar 2011
Sonntag, 6. Februar 2011
Trotz einiger Wochen Ruhe in der Region wurden einige Ortschaften im Süden des Landes von Grad-Raketen und Mösergranaten getroffen, die aus dem Gazastreifen abgefeuert worden waren. Im Januar 2011 wurde eine Steigerung der Angriffe registriert, 83 gegenüber den 74 im Dezember 2010. Diese Zahlen wurden von der Sicherheitsagentur ISA bekanntgegeben. Insbesondere war der Anstieg in Judäa und Samaria zu spüren, ein leichter Anstieg war jedoch auch in Jerusalem zu verzeichnen.
Anat Kamm wegen Weitergabe geheimer Informationen verurteilt
Sonntag, 6. Februar 2011
Heute früh wurde Anat Kamm im Magistratsgericht von Tel Aviv verurteilt, ohne Erlaubnis geheime Dokumente des Miltärs besessen und weitergegeben zu haben. Das Strafmaß wurde noch nicht festgesetzt. Im Rahmen einer Absprache mit der Staatsanwaltschaft hatte sie Ihre Schuld eingestanden, um einer eventuellen lebenslänglichen Haftstrafe wegen Spionage zu entgehen. Durch dieses Schuldeingeständnis kann die maximale Haftstrafe nur 15 Jahre betragen.
Was wird aus dem Dizengoff-Platz?
Sonntag, 6. Februar 2011
Die Stadtverwaltung von Tel Aviv plant eine Bürger-Umfrage bezüglich der Umgestaltung des bekannten Dizengoff-Platzes. Drei verschiedene Szenarien stehen zur Auswahl: eine Renovierung des heutigen erhöhten Platzes, die Rückkehr zum ursprünglichen Niveau ohne Straßenunterführung oder eine Rückkehr aufs Straßenniveau mit Bau eines unterirdischen Parkhauses. 2000 Haushalte sollen befragt werden, davon sind 400 aus der direkten Umgebung des Platzes und die verbleibenden 1.600 aus dem restlichen Gebiet der Metropole. Bürgermeister Ron Huldai hat bereits versprochen, sich den Wünschen der Bürger zu fügen und das Umfrageergebnis anzunehmen.
Kurznachrichten
Sonntag, 6. Februar 2011
Das IKEA-Geschäft in Netanja brannte gestern vollständig aus. 70 Feuerwehrleute waren zur Feuerbekämpfung nötig. Die Leitung teilte mit, die Renovierung werde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Es entstand ein Sachschaden in mehreren Millionen Shekel.
Vorbereitungsgespräch zwischen Netanjahu und Blair
Freitag, 4. Februar 2011
Gestern Abend haben sich Ministerpräsident Netanjahu und Tony Blair zu einem Planungsgespräch getroffen. Hinsichtlich des am kommenden Samstag in München stattfindenden Treffen des “Nahost Quartetts” besprachen sie mögliche Schritte Israels, die palästinensische Wirtschaft weiter anzukurbeln. In den vergangenen Wochen fanden zwischen Netanjahu und Blair insgesamt drei Gesprächstreffen statt.
Moslemische Bruderschaft lehnt Zionismus ab
Freitag, 4. Februar 2011
Die ,Moslemische Bruderschaft‘ ist nicht gegen Juden, jedoch gegen Zionismus. In einem Interview mit CNN verweigerte Mohammed Morsy, Sprecher der Moslemischen Bruderschaft, eine direkte Antwort auf die Frage, ob das Friedensabkommen zwischen Israel und Ägypten von ihnen weitergeführt würde. Morsy erwiderte, Israel habe dieses Abkommen gebrochen. Es läge nun beim ägyptischen Parlament, die Zukunft des Abkommens entsprechend dem Volkswillen zu entscheiden.
Gesetz zur Minenbeseitigung geplant
Freitag, 4. Februar 2011
Das Verteidigungskomitee der Knesset hat einen Gesetzesvorschlag herausgegeben, der vorsieht, dass alle Minen an den Grenzen Israels beseitigt und entsorgt werden sollen. 70 von 120 Abgeordneten haben dieses Gesetz bereits unterzeichnet, was die baldige Verabschiedung des Gesetzes garantiert. In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Menschen durch nicht ausreichend gekennzeichnete alte Minen verletzt. Darunter auch der heute 12-jährige Daniel Yuval, der durch eine solche Mine auf den Golanhöhen ein Bein verlor. Er war während der Sitzung in der Knesset anwesend.
Shimon Peres hält Rede vor europäischen Parlamentariern
Freitag, 4. Februar 2011
Israels Präsident Shimon Peres wird am Samstagabend, nach Ende des Schabbat, vor Hunderten von europäischen Parlamentsmitgliedern eine Rede halten. Die Parlamentsmitglieder besuchen momentan gemeinsam mit der Organisation ,Europäischen Freunde Israels‘ (EFI) Israel.
Schabbat-Lesung und Kommentar:
Freitag, 4. Februar 2011
TeRUMAH (Hebe / Abgabe):
2. Mose 25,1 – 27,19; 2. Könige 5,26-6,13

Kommentar:
Dieser siebte Wochenabschnitt (Parascha) aus dem Buch Schemot (2. Mose) spricht von den Angaben, Vorschriften und dem Bauplan der ‚Mischkan’, der Stiftshütte. Diese Stiftshütte war transportabel. Sie wurde später durch König Salomo, den Sohn Davids, durch einen Tempel in Jerusalem ersetzt (dies lesen wir in unserem Prophetenabschnitt). Der erste Tempel stand 410 Jahre und wurde dann durch den Babylonier Nebukadnezer 586 v.Chr. zerstört. Nach 70 Jahren Exil wurde der Tempel wieder neu errichtet. Der zweite Tempel stand 420 Jahre und wurde durch die Römer 70 n. Chr. zerstört. Dies wird an jeder jüdischen Hochzeit durch das Zertreten des Kelches in Erinnerung gebracht. Der Bau eines dritten Tempels wird heute von vielen Juden erwartet. All dies, und das ganze Gottesdienst-System, fing mit dieser Mischkan aus unserer Lesung an.
Ernennung des neuen Militärchefs wird zum Drama
Donnerstag, 3. Februar 2011
Das Drama um den Posten des israelischen Militärchefs geht weiter: Die Ernennung von Yair Naveh wurde jetzt zurückgestellt. Mehrere Minister hatten sich gegen ihn ausgesprochen. Sie favorisieren eine Verlängerung der Amtszeit des bisherigen „Obersten Soldaten“ Gabi Ashkenasi. Der besucht derzeit verschiedene Einheiten (Foto) und verabschiedet sich von der Truppe. Ashkenasis designierter Nachfolger Yoav Galant war über dubiose private Grundstücksgeschäfte gestolpert (israel heute berichtete). Die Regierung ist sich uneinig, wie es weitergehen soll. Hinter den Kulissen rumort es offenbar gewaltig.
Entführungsfall Schalit: Hamas nicht kompromissbereit
Donnerstag, 3. Februar 2011
Der Direktor des israelischen Geheimdienstes Shin Bet, Yuval Diskin, hat die Hamas für das Scheitern der Verhandlungen um die Freilassung des entführten Soldaten Gilad Schalit (Foto) verantwortlich gemacht. Diskin bezog sich auf Verhandlungen, die 2009 in Kairo stattfanden. Die Vertreter der Hamas-Terrororganisation seien in keinem einzigen Punkt kompromissbereit gewesen. Für die Freilassung des jungen Soldaten, der sich seit Juni 2006 in der Hand der islamistischen Entführer befindet, soll Israel 1400 Palästinenser aus dem Gefängnis entlassen. Darunter sind Terroristen, die bei Anschlägen zahlreiche Israelis umgebracht haben. Dagegen gibt es in der israelischen Öffentlichkeit erheblichen Widerstand.
1500 Jahre alte Kirche in der Nähe von Jerusalem entdeckt
Donnerstag, 3. Februar 2011
Zuerst hatten die Archäologen geglaubt, sie hätten eine alte Synagoge entdeckt. Nun stellte sich heraus: Die Säulen und Mosaike, die in den Hügeln südwestlich von Jerusalem ausgegraben wurden, gehören zu einer byzantinischen Kirche. Die Forscher datieren sie auf das fünfte oder sechste Jahrhundert. Die Mosaike seien ungewöhnlich gut erhalten und stellten Löwen, Füchse, Fische und Pfauen dar, gab die israelische Altertumsbehörde jetzt bekannt.
Israel heute TV: Das ungewöhnlichste Theater der Welt
Donnerstag, 3. Februar 2011
In Jaffa gibt es ein weltweit einzigartiges Theater-Projekt: Alle Schauspieler, die dort auf der Bühne stehen, sind können weder sehen noch hören. Das Fernsehteam von „israel heute“ war bei der Aufführung des Stückes „Nicht von Brot allein“ dabei und hat mit Regisseurin Adina Tal gesprochen. Sie verrät im Interview, wie schwierig es für die Darsteller war, ihre Rollen zu lernen. Einen Bericht über das Theater „Nalaga’at“ finden Sie auch in der März-Ausgabe des „israel heute“ Magazins. In der aktuellen TV-Sendung gibt es noch folgende Beiträge: Magen David Adom – ein ganz besonderer Rettungsdienst; „Lieber ein nasser Hund als ein trockener Jude“ – ein bewegendes Buch des israelischen Militärsprechers; Ludwig Schneider erzählt aus seiner Lebensgeschichte. Die Sendung wird von Bibel TV über Satellit und Kabel ausgestrahlt.
Yoav Galant verliert Generalstabschef-Nominierung
Mittwoch, 2. Februar 2011
Das Amt galt so gut wie vergeben. Doch jetzt haben Premierminister Netanjahu und Verteidigungsminister Barak die Nominierung des Generals Yoav Galant (siehe Bild) für die Position des Generalstabschef der israelischen Armee überraschend zurückgezogen. Die Entscheidung am gestrigen Dienstag sei nach einem warnenden Hinweis des Generalstaatsanwalts Yehuda Weinstein erfolgt, der Zweifel an der „ethischen Eignung“ Galants hatte, nachdem ein staatlicher Rechnungsprüfer auf Ungereimtheiten gestoßen war. Der General soll seinem eigenen Grundstück staatliches Land hinzugefügt haben. Galant selbst spricht von einer Verschwörung gegen ihn was diese Vorwürfe betrifft. Bis Ehud Barak einen neuen Kandidaten für das Amt des Generalstabschefs gefunden hat, wird übergangsweise Generalmajor Yair Naveh eingesetzt werden.
Ehrendoktorwürde für Angela Merkel
Mittwoch, 2. Februar 2011
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Dienstag von der Tel Aviver Universität einen Ehrendoktor verliehen bekommen. In ihrer Rede wies sie eindrücklich darauf hin, dass die Situation in Ägypten kein Grund sei, den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern auf Eis zu legen. Israels Premierminister Netanjahu hat unterdessen US-Präsident Barack Obama und weitere westliche Regierungsoberhäupter gebeten, sicherzustellen, dass jegliches neue Regime in Ägypten weiter am Friedensvertrag mit Israel festhalten solle.
Neue Paprika-Sorten
Mittwoch, 2. Februar 2011
Israelische landwirtschaftliche Unternehmen züchteten im vergangenen Jahr 65 neue Sorten von Paprikaschoten. Einige davon werden bereits dieses Jahr auf den Markt kommen. Die Yair-Versuchsabteilung in der Arava-Wüste hat unter den neuen Sorten auch gelbe Schoten mit besonders viel Vitaminen und rote, die einer Tomate ähnlich sehen. Die Paprikabauern sind von der sehr hohen Qualität der neuartigen Früchte überzeugt. Die Pflanzen sind weitgehend immun gegenüber Viren und haben ein sehr großes Ertragspotential. Die Paprika erfüllen zudem die strengen Vorschriften der EU.
Kurznews
Mittwoch, 2. Februar 2011
Der amerikanische Schauspielstar Jon Voight (der Vater von Angelina Jolie) hat sich im Rahmen seiner Israelreise stark für die Freilassung des seit 25 Jahren in den USA inhaftierten Jonathan Pollard ausgeprochen. Voight ist der Ansicht, dass Pollard aufgrund von Antisemitismus keine faire Verhandlung gehabt habe. Der Schauspieler kam zusammen mit dem US-Politiker Mike Huckabee, dieser erklärte, er würde die Botschaft der USA nach Jerusalem verlegen lassen, sollte er Präsident werden. Huckabee, ein Präsidentschaftskandidat der Republikaner, kam bereits zum 15. Mal nach Israel. +++ Der südamerikanische Staat Suriname hat Angaben der palästinensischen Maan-Nachrichtenagentur zufolge ebenfalls einen palästinensischen Staat in den Grenzen vor 1967 anerkannt.
Merkel fordert einen Stopp des Siedlungsbaus
Dienstag, 1. Februar 2011
Israel wird weiter am Frieden mit den Palästinensern arbeiten. Das hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet. Doch das müsse gemeinsam mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas geschehen. „Aus meiner Sicht sollten die Gespräche so bald wie möglich wieder aufgenommen werden“, sagte Merkel in Jerusalem. Sie fügte hinzu, dass der jüdische Siedlungsbau in Judäa und Samaria „nicht Hand in Hand gehen kann mit dem Friedensprozess.“ Mit Blick auf den Aufstand in Ägypten erläuterte Netanjahu, dass Israel die Entwicklungen mit Sorge und höchster Wachsamkeit verfolge. Auch der Iran und sein Atomprogramm waren Gesprächsthema. Netanjahu rief zu Sanktionen gegen den Iran auf. Merkel betonte, dass Irans Atomprogramm eine Bedrohung für Israel und die restliche Welt sei. Deutschland habe bereits die notwendigen Maßnahmen veranlasst, um die Sanktionen zu verschärfen.
Israel sichert die Grenze zu Ägypten
Dienstag, 1. Februar 2011
Angesichts der Unruhen in Ägypten bereitet sich Israel darauf vor, dass Zehntausende afrikanische Asylbewerber über die Grenze nach Israel fliehen könnten. Die Armee und die Grenzschutzpolizei haben deshalb ihre Kräfte entlang der ägyptischen Grenze aufgestockt. Sie befürchten, dass Terroristen die Turbulenzen in Ägypten ausnutzen und Attentate in Israel verüben. Darüber hinaus sind Militärexperten beunruhigt, dass Massen von Sinai-Beduinen mit aller Macht versuchen könnten, aus Ägypten nach Israel zu fliehen.
Neue Raketenangriffe aus dem Gazastreifen
Dienstag, 1. Februar 2011
In der Nacht zum Dienstag sind erstmals seit den Spannungen in Ägypten wieder Raketen auf Israel abgefeuert worden. Die Geschosse schlugen in unmittelbarer Nähe der Städte Ofakim und Netivot ein und hinterließen traumatisierte Einwohner. Im Süden Israels kam es zu einer weiteren Explosion, ausgelöst durch eine Kassam-Rakete. Verletzt wurde bei den Angriffen niemand. „Wir sterben vor Angst, dass eine neue Welle von Raketenangriffen über uns hereinbricht“, klagte ein Bewohner von Ofakim, der den Angriff hautnah erlebt hat.
Olmert: Friedensabkommen mit Palästinensern war greifbar nahe
Dienstag, 1. Februar 2011
Die Zeitung „Yedioth Ahronot“ hat Vorabauszüge aus den Memoiren des früheren Regierungschefs Ehud Olmert (Foto) veröffentlicht. Sie zeigen, dass ein Friede mit den Palästinensern im Jahr 2008 greifbar nahe war. Olmert schreibt: „Ich hatte mit Abu Mazen (Mahmoud Abbas) für den 16. September ein Treffen anberaumt. Zu dessen Beginn präsentierte ich ihm die Grundsätze des Abkommens, das ich vorschlug. Nachdem ich geendet hatte, seufzte Abu Mazen tief und bat mich, ihm die Landkarte, die ich vorbereitet hatte, zu zeigen. Ich faltete sie aus. Er betrachtete sie, und ich sah ihn an. Er schwieg. Nie zuvor hatte ein israelischer Ministerpräsident solch eine ausgearbeitete und detaillierte Position zur Lösung des Konflikts präsentiert, wie die, die ich ihm an diesem Tag vorlegte. … Abu Mazen sagte, er könne nicht entscheiden und brauche noch Zeit.

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