News Archive

Oktober 2011

Barak: Israel ist nicht an einer Eskalation interessiert
Montag, 31. Oktober 2011
„Das israelische Militär kann die leeren Versprechungen über einen Waffenstillstand seitens verschiedener Terrorgruppen nicht ernst nehmen“, sagte Israels Verteidigungsminister Ehud Barak bei einem Interview mit dem Militärsender Galei Zahal. Wenn der Islamische Jihad und die Hamas einen Waffenstillstand wollen, müssen sie aufhören, Israel anzugreifen, erklärte Barak. Weiter meinte er, dass die israelische Regierung die Hamas als Hauptverantwortliche für den Beschuss aus dem Gazastreifen sieht. Des Weiteren sei das Militär keineswegs daran interessiert, erneut in den Gazastreifen einzumarschieren, werde jedoch dem Ermessen nach auf die Angriffe gegen die Zivilbevölkerung reagieren.
Online-Datenbank über inhaftierte Terroristen
Montag, 31. Oktober 2011
Die Almagor-Terroropfer-Vereinigung plant, eine Datenbank von in Israel inhaftierten Terroristen online zu stellen, um damit zukünftige Gefangenenaustausche zu verhindern, meldete Jerusalem Post. Meir Indor, der Vorsitzende der Almagor, glaubt, dass sollten die Namen der Terroristen und ihre (Un-)Taten der breiten Öffentlichkeit zu Verfügung stehen, werde sich das Volk gegen weitere Freilassungen dieser Personen im Rahmen von Austauschen stellen. „Wir nehmen das Gesetz in unsere eigenen Hände, so daß Terroropfer Informationen über die Terroristen erhalten können.
Netanjahu: „Stimmt für das Tote Meer!“
Montag, 31. Oktober 2011
Am 11. November 2011 wird die Entscheidung über die Neuen Sieben Weltwunder getroffen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich aus diesem Grunde in einer Videobotschaft an israelische Schüler und Lehrer gewandt, mit der Bitte, für das Tote Meer als eines der neuen Weltwunder zu stimmen. Auch Sie können Ihre Stimme abgeben, wenn Sie hier klicken.
Kurznachrichten
Montag, 31. Oktober 2011
+++ Am Montag wurde die Wintersaison der Knesset feierlich eröffnet. Staatspräsident Schimon Peres, Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, Knessetsprecher Ruby Rivlin und Oppositionsführerin Zippi Livni hielten jeweils Ansprachen. Unter den Gästen war Gilad Schalit mit seiner Familie. +++ Zwischen den fanatischen Terroristen des Islamischen Jihad und den islamistischen Hamas Palästinensern ist ein Streit ausgebrochen. Die Hamas-Palästinenser wollen Israel näher kommen, was der Gefangenenaustausch bewies, doch die Terroristen des Heiligen Krieges wollen weiter mit Raketen gegen Israel kämpfen. +++ Vor zehn Jahren brachte eine jüdische Frau in Jerusalem im Durchschnitt 3,8 Kinder zur Welt und eine moslemische Frau dagegen 4,2 Kinder. Heute ist es umgekehrt. Eine moslemische Frau hat jetzt im Durchschnitt 3,9 Kinder und eine jüdische Frau 4,3 Kinder. +++ Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gab als erster Palästinenserführer öffentlich zu, dass es ein Fehler war, dass die Araber 1947 den von der UNO vorgeschlagenen Teilungsplan nicht akzeptiert haben. Abbas sagte dies in einem Interview im israelischen Fernsehen. +++
Raketenbeschuss im Süden, ein Toter
Samstag, 29. Oktober 2011
Am Samstag wurden mehr als 20 Raketen auf Israel abgefeuert. Mehr als zehn davon richteten großen Schaden an. Ein 56-jähriger Mann in Aschkelon wurde von Raketensplittern getroffen und erlag in der Nacht zu Sonntag seinen Verletzungen. In Aschdod wurde ein leeres Schulgebäude getroffen. Es gab Raketeneinschläge bei Beerscheva, Beertuvia sowie in Gan Javne. Mehrere Personen wurden verletzt. Eine der Grad-Raketen schlug glücklicherweise auf dem Parkplatz zwischen zwei achtstöckigen Wohnhäusern ein. Der Islamische Jihad - der unter iranischem Einfluß steht - hat die Verantwortung für den Beschuss übernommen. Die israelische Luftwaffe hat am Freitag ein Übungslager des Islamischen Jihad angegriffen und dabei Ahmed Al-Sheikh Khalil, einen Munitionsexperten und einer der führenden Köpfe der Terrororganisation sowie vier weitere seiner Kameraden, getötet. Vom Islamischen Jihad wurde gemeldet, dass in der getroffenen Gruppe noch weitere Terrorführer waren. Dieser Angriff gilt als Reaktion auf den Einschlag einer Grad-Rakete am Donnerstag, zwischen Ashdod und Gedera.
Grapel frei, Ägypten bekommt neue F-16-Kampfflugzeuge
Freitag, 28. Oktober 2011
Ilan Grapel, der seit dem 12. Juni in Ägypten wegen angeblicher Spionage einsaß, ist am Donnerstag nach Israel entlassen worden. 25 ägyptische Gefangene aus israelischen Gefängnissen wurden bei dem Austausch für Grapel freigelassen. Die diplomatischen Verhandlungen der vergangenen vier Monate haben erreicht, daß Grapel nicht mehr als Spion, sondern als Aufrührer angeklagt wurde. „Sie haben mich sehr gut behandelt und mir alles gegeben, wonach ich gefragt habe“, sagte Grapel auf einer Pressekonferenz nach seiner Anknft in Israel. Durch die Freilassung Grapels, der auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde der ägyptischen Regierung der Kauf von F-16-Kampfflugzeugen aus den USA ermöglicht. Damit wird die ägyptische Luftwaffe mit einem der modernsten Kampfjets ausgerüstet werden.
Hebrons Juden gegen Rückkehr des Terroristen
Freitag, 28. Oktober 2011
Im Rahmen des Schalit-Gefangenenaustausches wurde auch der Terrorist Hani Ressami aus Hebron freigelassen. Er hat den jüdischen Jeschiwa-Student Eres Schmuel in Hebron ermordet. Ressami soll nun bald in sein Geschäft zurückkehren, das in der Nähe der Stelle, an dem Schmuel getötet wurde, liegt. Er will dort seinen Laden wie gewohnt weiterführen. Die jüdischen Einwohner von Hebron haben sich entschieden, das nicht stillschweigend hinzunehmen und Poster in Hebräisch und Arabisch in der Stadt angeklebt. Diese rufen auf, dass der Ort nach Ressamis Rückkehr nicht mehr sicher sei. Man bitte um Informationen über seinen Aufenthalt und weise darauf hin, dass der sicherste Ort für ihn das Gefängnis sei.
Kurznachrichten
Freitag, 28. Oktober 2011
+++ Der hessische Innenminister Boris Rhein hat Sderot besucht und sich über die dortige Situation angesichts des anhaltenden Rakenbeschusses aus dem Gaza-Streifen informiert (Bild). Rhein erklärte: „Es ist bedrückend zu erleben, mit wie viel Bedrohung die Einwohner von Sderot und ganz besonders die Kinder hier leben – ständig schweben sie in der Gefahr, dass eine Rakete einschlägt. Bewundernswert, wie die Menschen trotz der traumatischen Erlebnisse hier leben und nicht vor der Gewalt weichen. Trotz der Bedrohungen durch den Terrorismus lebt in Israel die Freiheit. Und damit beweist das israelische Volk, dass die Freiheit immer stärker sein wird als Gewalt und Terror.“ Rhein informierte sich außerdem am Flughafen Ben Gurion über das dort praktizierte Konzept zur Früherkennung von Terroristen. Hierzu erklärte der Minister: „Israel ist eines der führenden Länder in der Terrorbekämpfung, deshalb habe ich mich heute vor Ort über die Strategien informiert, die die Sicherheitsbehörden hier anwenden, um ihre Bevölkerung möglichst effektiv zu beschützen.“ +++ Die ägyptischen Gaslieferungen nach Israel und Jordanien sind testweise wieder aufgenommen worden. Das gab die staatliche ägyptische Nachrichtenagentur bekannt. Die vollständige Aufnahme der Lieferungen werde voraussichtlich in drei Wochen wieder erfolgen, so die Agentur. Gleichzeitig, so heißt es, werden Gespräche mit Israel und Jordanien über den Preis der Lieferungen geführt. Die Gasleitungen waren seit dem Sturz des damaligen Präsidenten Mubarak im Februar sechs Mal angegriffen worden. Drei Monate lang waren die Lieferungen unterbrochen. +++ 106 Jahre ist das Bahnhofsgebäude von Tzemach südlich des Sees Genezareth alt. Gebaut wurde es einst als wichtiger Halt der Jesreel-Bahn, einer Zubringerstrecke der berühmten Hijaz-Bahn, die die Region von Damaskus nach Medina mit direkter Anbindung nach Akko und Haifa durchquerte. Bis 1948 war die Haltestelle in Betrieb – und hatte in der bewegten Geschichte der Region in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts osmanische, australische, britische, französische und syrische Soldaten, sowie Kämpfer des Palmach gesehen.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 28. Oktober 2011
„NOACH – Noah“ 5. 1. Mose 6,9 bis 11,32; Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 54,1 – 55,5

Kommentar:
In diesem Schabbat-Wochenabschnitt begegnen wir dem ersten Gerechten (hebr.: Zaddik) dieser Zeit – Noah, durch dessen Gerechtigkeit die ganze Menschheit gerettet wurde. So geschah es die ganze Geschichte hindurch – auf Grund weniger und „Überresten“ war Gott gnädig und hat Israel nicht vernichten lassen. Auch der Prophet Hesekiel betont in Kapitel 14 Vers 14 diese Verschonung Gottes durch die Gerechtigkeit einzelner und nennt Noah, Daniel und Hiob. Es war damals eine Ära des Bösen, in der „gefallene Engel“ unter den Menschen auf Erden herrschten. Es ging sogar so weit, dass es „den HERRN reute, dass er den Menschen ... geschaffen hatte und es machte Sein Herz traurig!“ (6,6), alles „war verdorben, denn alles Fleisch hat Sein Weg verdorben auf Erden!“ (6,12).
Der Kommentar hier ist die kurze Version. Alle Kommentare zu den Wochenabschnitten sollen bald zusammengefasst in einem Buch erscheinen.
Grad-Rakete zwischen Aschdod und Gedera eingeschlagen
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Zum ersten Mal seit dem Gefangenenaustausch für Gilad Schalit wurde wieder eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Kurz nach 23.00 Uhr vergangene Nacht wurde diese Rakete – eine verbesserte Version der Katjuscha-Raketen – in Richtung Aschdod abgeschossen und schlug auf offenem Gelände zwischen der Küstenstadt Aschdod und dem Ort Gedera, einige Kilometer weiter östlich gelegen, ein. Kurz vor der Explosion der Rakete heulten die Alarmsirenen in Aschdod, Gan Javne, Kiriat Malachi und Beer Tuvia. Die Polizei gab aus Sicherheitsgründen keinen genauen Einschlagsort bekannt. Niemand wurde dabei verletzt. Der Rettungsdienst Magen David Adom musste fünf Personen, die in der Gegend leben, wegen Schock behandeln.
100.000 Dollar für jeden entführten israelischen Soldaten
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Der in der islamischen Welt bekannte saudische Kleriker Dr. Awad al-Qarni hat jedem, der einen israelischen Soldaten entführt, 100.000 Dollar (71.000 Euro) versprochen. Dieses Angebot ist die Antwort auf den Preis, den die jüdische Familie Libman ausgesetzt hat für denjenigen, der den Mörder von Schlomo Libman tötet. Libman wurde 1998 von Terroristen in der Nähe der Siedlung Yitzhar ermordet. Der palästinensische Terrorist befindet sich seit dem Gefangenenaustausch auf freiem Fuß. „Wenn diese kriminellen Zionisten riesige Geldsummen an diejenigen, die die freigelassenen palästinensischen Gefangenen ermorden, zahlen, so verkündige ich der Welt, dass ich jeden Palästinenser, der einen israelischen Soldaten entführt, mit einem Preis von 100.000 Dollar prämieren werde“, schrieb al-Qarni auf seiner Facebook-Seite.
Kurznachrichten
Donnerstag, 27. Oktober 2011
+++ Am Mittwochmorgen startete das erste Flugzeug der israelischen Luftwaffe mit mobilen Notunterkünften und Feldkrankenhäusern in Richtung Türkei. In den nächsten Tagen soll sich auch ein mit Hilfsgütern-beladenes Schiff auf den Weg von Israel in das Erdbeben-gerüttelte Land machen. +++ Diplomaten vom Nahost-Quartett, das aus der UNO, USA, EU und Russland besteht, kommen unter der Leitung von Tony Blair nach Jerusalem und Ramallah, um die israelisch-palästinensischen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Israels Außenminister Lieberman sandte vor Ankunft des Nahost-Quartetts an alle in Israel vertretenen ausländischen Botschaften ein Schreiben. Darin legte er dar, dass solange Mahmud Abbas Palästinenserchef ist, die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern zu keinem Erfolg führen werden, denn Abbas sei zu korrupt. +++ Ausgerechnet in der Kadima-Partei, deren Vorsitzende Zippi Livni damit angab, dass ihre Abgeordneten ein Vorbild für das Volk seien, wurde der Schatzmeister der Partei und zwei Helfer wegen Betrugs und Urkundenfälschung verhaftet. +++ Ein 32 Jahre-alter israelischer Grenzkontrolleur wurde zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt, weil er an den Checkpoints von den Palästinensern Bestechungsgelder annahm, um deren Fahrzeuge unkontrolliert die Grenze nach Israel passieren zu lassen. +++
Jesus und der Palästinenserstaat
Donnerstag, 27. Oktober 2011
Das palästinensische Staatsgesuch hat eine neue Plattform für die Sicht der Dinge im Nahen Osten geliefert. Dabei wurden auch die Positionen jener evangelischen Christen deutlich, die nicht länger an die Gültigkeit der Versprechen der Bibel glauben. Als Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Bewerbung für die Mitgliedsschaft des Staates „Palästina“ bei der UNO einreichte, kommentierte Carl Medearis, ein bekannter Experte für Christen im Nahen Osten, in einem Internet-Blog des amerikanischen Fernsehsenders CNN ironisch, dass Jesus die palästinensische Staatsgründung unterstützen würde. Der vollständige Artikel ist in der November-Ausgabe von israel heute zu lesen.
Türkei bittet Israel um Hilfe bei Erdbeben
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Zwei Tage nach dem furchtbaren Erdbeben in der Türkei kam ein Hilferuf aus Ankara nach Jerusalem. In Kürze wird Israel mobile Notunterkünfte in das vom Erdbeben-geplagte Land entsenden. Währendesssen haben die Überlebenden des Bebens harsche Kritik an Ministerpräsident Erdogans Zurückhaltung laut werden lassen. „Für die Palästinenser provoziert er fast einen Krieg mit Israel, aber für uns rührt er keinen Finger“, so hieß es bei Ynet. Der offizielle Hilfsgesuch wurde der israelischen Botschaft in Ankara durch das türkische Außenministerium mitgeteilt. Von dort wurde die Nachricht umgehend an das Außenministerium in Jerusalem überbracht. Im Bild: Poster des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan und Flaggen über einem Falafelstand in Ostjerusalem.
U-Boot-Deal mit Deutschland geplatzt?
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Die israelische Tageszeitung Jediot Achronot hat am Mittwoch berichtet, dass Israel voraussichtlich kein neues und sechstes U-Boot der Dolphin-Klasse von Deutschland bekommen wird. Dem Bericht zufolge sei Angela Merkel von den Bauttätigkeiten in Gilo so enttäuscht, dass sie sich gegen die Lieferung des neuen U-Boots an Israel entschieden habe. Sie soll sich über Ministerpräsident Netanjahu geärgert haben, der ihr „den Eindruck vermittelt habe, den Bau in Ostjerusalem zum Wohle des Friedensprozesses einfrieren zu wollen“ so behaupten politische Quellen.
Kurznachrichten
Mittwoch, 26. Oktober 2011
+++ Der Knessetvorsitzende Ruby Rivlin rief den US-Botschafter in Israel, Daniel Shapiro, auf, sich für die Freilassung von Jonathan Pollard einzusetzen. Er solle sich an die relevanten Instanzen in der US-Administration wenden, damit Pollard nach fast 26-jähriger Haft endlich nach Israel zurückkommen kann. Bei dem Treffen in der Knesset mit Shapiro sagte Rivlin, dass Pollard ein israelischer Staatsbürger ist und, dass man in Israel seine Freilassung erwünscht. Nach Gilads Rückkehr nach Hause erwartet man nun auch die Heimkunft Jonathans. +++ In den kommenden Monaten soll Gilad Schalit noch als Berufssoldat eingestuft im Militär bleiben, bis die medizinischen Behandlungen abgeschlossen sind, so entschied Generalstabschef Benny Gantz. Danach soll er in die Hände der Rehabilitationsabteilung des Verteidigungsministeriums übergehen und als Militärinvalide eingestuft werden. Am Dienstag wurde er im Krankenhaus untersucht und das Militär denkt, dass die Behandlungen einige Monate dauern werden, denn eine Verletzung während der Entführung wurde nicht ordnungsgemäß behandelt und der lange Aufenthalt in einem Bunker ohne Sonnenlicht habe seiner Gesundheit geschadet. +++ Ilan Grapel soll morgen endgültig aus der fünfmonatigen ägyptischen Haft entlassen werden und nach Israel zurückkehren, legte das Ministerkomitee für Staat und Sicherheit fest. Die Almagor-Organisation für Terroropfer kritisierte den Schritt und will sich an den Obersten Gerichtshof wenden. Entgegen den Aussagen der Regierung seien die Hälfte der 22 ägyptischen Häftlinge, die in diesem Deal freikommen, Personen, die Waffen aus Ägypten zu Terroristen in Israel geschmuggelt haben. +++ Der Ingenieur des Jerusalemer Stadtrates, Architekt Schlomo Eschkol, sagte, dass die schon mehrere Jahre als Zugang zum Tempelberg dienende zeitweilige Holzbrücke neben der Klagemauer ein Risiko in sich birgt und durch eine feste Brücke ersetzt werden müsse. Über diese Brücke haben nur Juden und Touristen Zugang. +++
UNESCO erkennt palästinensischen Staat an?
Dienstag, 25. Oktober 2011
Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) wird am Dienstag seine 26. Generalkonferenz in Paris abhalten. Während dieser Konferenz, die bis zum 10. November andauern wird, werden die 193 UN-Mitglieder abstimmen, ob sie einen palästinensischen Staat als UNESCO-Mitglied akzeptieren oder nicht. Zu Beginn des Monats hat der UNESCO-Vorstand vorgeschlagen, die PA vollständig und ohne Einschränkungen als Mitglied aufzunehmen. Die Wahl in der UNESCO wird als Auftakt für die Entscheidung der UN-Generalversammlung gesehen und wird schon umgangssprachlich als „Mini-UN-Generalversammlung“ bezeichnet. Israelische Quellen kritisieren, dass der Prozess der Anerkennung des palästinensischen Staates in nicht-autorisierten Institutionen wie der UNESCO stattfinde.
Ein weiterer Gefangenenaustausch?
Dienstag, 25. Oktober 2011
Im Nahen Osten scheint ein weiterer Gefangenenaustausch bevorzustehen, diesmal zwischen Israel und Ägypten. Israelische Medien berichten, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Der in Ägypten inhaftierte Ilan Grapel soll freigelassen werden. Er besitzt die amerikanisch-israelische doppelte Staatsbürgerschaft. Ihm wird vorgeworfen, für den jüdischen Staat spioniert zu haben. Im Gegenzug für seine Freilassung sollen 16 ägyptische Gefangene und drei Jugendliche freikommen.
China baut Zug nach Eilat
Dienstag, 25. Oktober 2011
Die israelische und die chinesische Regierung werden in Kürze eine Absichtserklärung für den Bau der 180-Kilometer-langen Bahnlinie unterschreiben. Die Strecke soll von Nahal Tzin bis nach Eilat verlaufen. Verkehrminister Yisrael Katz hat sich mit seinem Gegenpart in Peking darauf geeinigt, das Bauprojekt nun endlich anzugehen. Laut Katz sei es ein Durchbruch in dem Voranbringen von Verkehrsinitiativen gemeinsam mit der Supermacht China.
Kurznachrichten
Dienstag, 25. Oktober 2011
+++ Seitdem Israel der militanten Hamas-Terrororganisation für die Freilassung von Gilad Schalit 1027 Palästinenser ausgehändig hat, steht Hamas bei den Palästinensern hoch im Kurs. Nun will Israel den Hamas-Rivalen, den Fatah-Palästinensern, mit Gesten des guten Willens entgegenkommen. Sie sollen dadurch an Ansehen bei der palästinensischen Bevölkerung gewinnen. Das aber lehnen die Fatah-Palästinenser ab und fordern nun extremer denn je ihren Palästinenserstaat mit Jerusalem als Hauptstadt. +++ Der Dokumentarfilm „Hatzalmania“ von Tamar Tal (Foto) wurde auf dem 54. Internationalen Dokumentar- und Animationsfilmfestival in Leipzig mit der „Talent-Taube“ als „Herausragender dokumentarischer Nachwuchsfilm“ ausgezeichnet. Der Film erzählt die Geschichte von Miriam Weissenstein und ihrem Enkel Ben. Er führt das Fotogeschäft der Großeltern weiter, die den Aufbau des jungen Staates Israel von Beginn an in Bildern festgehalten haben. +++ Das israelische Startup-Unterehmen „Waze“ hat das Interesse des chinesischen Milliardärs Li Ka-shing geweckt. „Waze“, dessen kostenlose Telefon-Applikation den Autofahrer wie ein Navigationssystem mit freundlicher Stimme an sein Ziel leitet und dabei auch Informationen über die aktuelle Verkehrslage miteinbezieht, hat heute bereits über sieben Millionen Nutzer. Eine weitere Besonderheit ist vor allem ein soziales Netzwerk, über das die Nutzer miteinander verbunden sind. Li Ka-shing sei vor allem vom Wachstum und dem guten Markenimage der Firma beeindruckt, so hieß es. Für „Waze“ öffnet der Investor darüber hinaus auch Türen zu Märkten in Ostasien.
Was denken israelische Kinder über das Leben in Israel?
Dienstag, 25. Oktober 2011
Was sagt die Meinung von Kindern oder Jugendlichen über die Lebensituation in ihren Heimatländern aus? Lassen sich Konflikte wirklich vermeiden, wenn wir wissen, was die Jugend denkt? Kinder machen sich andere Gedanken als Erwachsene. Sie denken klarer und einfacher. Die hellen Köpfchen aus den verschiedenen ethnischen Gruppen Israels haben in unserem Jahrbuch, dem „Israel Pass 2012“ mit dem Thema „Kinder in Israel“, Fragen zum alltäglichen Leben und zur Konfliktsituation in Israel beantwortet. Der Israel Pass ist somit unentbehrlich für Israelfreunde und Israelreisende. Einzigartig, informativ, interessant - Ein Weg, ihren Freunden und Verwandten die Welt Israels näherzubringen. Zur Bestellung hier klicken
Messerangriff Folge des Gefangenenaustausches?
Montag, 24. Oktober 2011
Ein arabischer Mann hat am vergangenen Wochenende einen 17-jährigen jüdische Jungen im Ramot-Stadtviertel im Norden Jerusalems angegriffen. Er verletzte ihn schwer durch Messerstiche in Hals und Rücken. Danach erblickte der Terrorist ein zwölfjähriges Mädchen mit ihrem sechsjährigen Bruder, die ihm zugesehen hatten und wollte sich auf sie stürzen. Einige Passanten kamen jedoch zu Hilfe und konnten den Angreifer vertreiben. Die Polizei hat eine weitläufige Suchaktion gestartet. Der Knessetabgeordnete Arieh Eldad (Nationale Einheit) besteht darauf, diesen Angriff als eine direkte Folge auf den Gefangenenaustausch für Gilad Schalit einzustufen. „Wir erleben eine neue Terrorwelle, weil wir die Terroristen, indem wir hunderte Mörder aus der Haft entlassen haben, zu neuen Taten ermutigen“, so Eldad.
Wafa al-Bis (Foto), eine junge Frau aus dem Gazastreifen, war 2005 festgenommen worden, nachdem sie versucht hatte, einen 11kg-Sprengsatz in ihrer Unterwäsche nach Israel zu schmuggeln. Sie wurde jetzt im Rahmen des Tauschs freigelassen und sagte gegenüber dem Londoner „Daily Telegraph“, dass solange die israelische Besatzung anhält, es Kämpfer dagegen geben wird und sie wieder unter den ersten sein werde. „Dies ist eine ehrenhafte Tat und ich würde mich dreimal in die Luft jagen, wenn ich es könnte“, so al-Bis.
Achter Friedensmarathon in Jerusalem
Montag, 24. Oktober 2011
Hunderte Israelis, Palästinenser und Italiener liefen am Montag vormittag zehn Kilometer von der Geburtskirche in Bethlehem bis zum Notre Dame-Krankenhauskomplex in der Nähe von Jerusalems Altstadt. Dieser Lauf fand anläßlich des achten Friedensmarathons zum Gedenken an Papst Johannes Paul II. statt. Dieser spezielle Marathon ist eine von der offiziellen Pilgerschaftsorganisation Opera Romana des Vatikans geleitete Initiative, die in Zusammenarbeit mit dem israelischen Tourismusministerium durchgeführt wird. Er bietet ein faszinierendes Zusammenkommen von Pilgern aus Italien und anderen europäischen Ländern, Läufern aus Bethlehem sowie israelischen Sportlern. Das Ziel des Marathons ist, den Weg des Papstes für Frieden, Kameradschaft und Freundschaft zwischen Völkern und Religionen weiterzuschreiten. Mehr als 300 Läufer nahmen daran teil, die von zahlreichen Pilgern begleitet wurden.
Vizeaußenminister in Deutschland
Montag, 24. Oktober 2011
Am Sonntag flog Vizeaußenminister Danny Ayalon nach Deutschland, um eine Reihe von Treffen mit deutschen Regierungsmitgliedern abzuhalten. Weiterhin wird er auch mit Ministern, wie Dr. Werner Hoyer, Dirk Niebel, Christoph Heusgen zusammentreffen und die Entwicklungen im Nahen Osten diskutieren. Ayalon wird dabei die Position Israels vorbringen. Außerdem ist Ayalon der Ehrengast des II. Israel-Kongreß, der in Frankfurt stattfindet.
Kurznachrichten
Montag, 24. Oktober 2011
+++ Ministerpäsident Netanjahu feierte am 21.10.2011 im Kreis der Familie seinen 62. Geburtstag. Mit dabei waren sein Vater Ben Zion und sein Schwiegervater, beide fast 100 Jahre alt. Präsident Schimon Peres rief an, um zu gratulieren. „Dein ganzes Leben liegt noch vor Dir. Hör nie auf, gute und großartige Dinge zu tun“, sagte er per Telefon. Auch auf Netanjahus Facebook-Seite waren viele Glückwünsche zu lesen. Am Sonntag feierten die Angestellten des Büros des Ministerpräsidenten mit ihm und überraschten Netanjahu mit einem speziellen Geburtstagskuchen auf dem geschrieben stand: „Für den Ministerpräsidenten: Wir lieben Dich und sind stolz auf Dich. Masal Tov zu Deinem 62. Geburtstag!“ (Bild). +++ Ende Dezember wird die israelische Luftwaffe einen weiteren Rekord verzeichnen können: bei dem Abschluss des laufenden Pilotenkurses werden erstmals fünf junge Frauen gleichzeitig den anspruchsvollen Kurs absolvieren. Unter ihnen T., die erste religiöse Pilotin und N., die ehemals Reporterin beim Luftwaffenmagazin Biton Heyl Avir war. Sie werden sich den 22 Frauen, die in den letzten Jahren diesen Kurs absolvierten, anschließen. +++ Gilad Schalit wird heute mit Präsident Schimon Peres zusammentreffen, wenn dieser zu einem Besuch nach Mizpe Hila kommt. Am Wochenende fuhr Gilad mit seinem Vater zum ersten Mal ans Meer in der Nähe von Naharija und hat angefangen, etwas Sport zu treiben, fährt Fahrrad und macht Spaziergänge mit Freunden. Außerdem führt er auch wieder Arbeiten im Garten der Familie durch und soll schon etwas zugenommen haben. Bei seinen Ausflügen hat er durch die Sonne sogar schon etwas Farbe bekommen.
Abbas fordert Freilassung weiterer Gefangener
Freitag, 21. Oktober 2011
Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas hat Israel aufgefordert, weitere palästinensische Gefangene freizulassen. Mit den 1027 Häftlingen, die beim Austausch gegen Gilad Schalit freikommen, habe die Regierung Netanjahu ihre Verpflichtungen noch nicht erfüllt. Abbas erklärte, Netanjahus Amtsvorgänger Olmert (rechts im Bild) habe ihm in Geheimgesprächen weitere Entlassungen zugesagt. Nun erwarte er vom derzeitigen Regierungschef, dass er die Versprechungen Olmerts erfülle.
Gilad Schalit: Schlafstörungen und Probleme mit Sonnenlicht
Freitag, 21. Oktober 2011
Gilad Schalit geht es relativ gut. Das erklärte sein Vater Noam gegenüber Journalisten. Die langfristigen Folgen der mehr als fünfjährigen Gefangenschaft in einem Verlies der Hamas seien noch nicht absehbar, sein Sohn werde von Armeeärzten betreut. „Er hat damit begonnen, ein wenig aus dem Haus zu gehen, Fahrrad zu fahren, Tischtennis zu spielen und alte Freunde zu treffen“, berichtete der Vater des 25-jährigen. Gilad habe guten Appetit, leide aber unter Schlafstörungen. Zudem habe er noch Probleme mit dem Sonnenlicht, das er fast 2000 Tage lang nicht gesehen habe. Die Familie hoffe jedoch, dass sich das bald lege. Momentan sei Gilad noch nicht in der Lage, öffentlich über seine Gefangenschaft zu berichten.
Neuer Glanz für das Hafen-Areal in Tel Aviv
Freitag, 21. Oktober 2011
Das Hafenareal von Tel Aviv wird mit einem Kostenaufwand von umgerechnet rund 19 Millionen Euro neu gestaltet. Dort soll ein Zentrum für große Kulturereignisse, Rockkonzerte und Ausstellungen entstehen. Tagsüber soll das Areal vor allem als Freizeit- und Erholungszentrum für Familien dienen, erklärte Itamar Schimoni von der Firma Atarim, die das Projekt im Auftrag der Stadtverwaltung und des Tourismusministeriums durchführt. Nachts wird die Gegend in buntem Licht erstrahlen, mit Leuchtreklamen und angestrahlten Hochhäusern.
Kurznachrichten
Freitag, 21. Oktober 2011
>+++ Israelische Soldaten tanzen mit Thora-Rollen. Das Foto entstand an der Grenze zum Gazastreifen. Auf der ganzen Welt feiern Juden „Simchat Thora“, das Fest der Thora-Freude. An Simchat Thora werden Schluss und Anfang der Thora gelesen, damit kommt der Jahreszyklus der Lesungen zu einem Abschluss und wird sogleich wieder aufgenommen. +++ Der frühere israelische Ministerpräsident Ariel Scharon liegt immer noch im Koma. Er hatte vor rund sechs Jahren einen Schlaganfall erlitten. Sein Sohn Gilad berichtete nun, Ariel Scharon reagiere auf Reize: „Er bewegt die Finger, wenn ich mit ihm rede. Ich bin sicher, dass er mich hört“, so Gilad Scharon. Er hoffe, dass der frühere Regierungschef im kommenden Jahr die Pflegestation im Krankenhaus verlassen und zuhause gepflegt werden könne.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 21. Oktober 2011
„BERESCHIT – Am/Im Anfang“
1. Mose 1,1 bis 6,8; Jesaja 42,5 – 43,10
Mit den Worten „Am/Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ beginnt das Schreiben Gottes an die Menschen. Auch beginnt die jährliche Thoralesung erneut von vorn. Da könnte man fragen: Warum diese Wiederholungen?
Die Rabbiner sagen hier, jedes Jahr wird der Gläubige neu mit Neuem aus demselben Text von Gott erleuchtet und inspiriert. Ich füge hinzu, der Mensch ist jedes neue Jahr auf einer anderen geistlichen Stufe in seinem Glaubensleben mit Gott. Heute sind ihm eben andere Sachen wichtiger oder anderes spricht das Herz an, was er im vorigen Jahr gar nicht so berücksichtigt und daher überlesen hatte. Darum sollte man nie im Bezug auf Gottes Wort sagen: „Das habe ich ja schon mal gelesen!“
In unserer Parascha, dem Wochenabschnitt, geht es um die Schöpfung der Welt bis hin zur Zeit Noahs. Innerhalb von knapp sechs Kapiteln bündeln sich über 1500 Jahre! In dieser Zeitspanne lebten zehn Generationen von Adam bis Noah.
Gilad Schalit auf dem Weg in ein normales Leben
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Nach rund fünfeinhalb Jahren in Geiselhaft hat Gilad Schalit die erste Nacht in seinem eigenen Bett in Mitzpe Hila verbracht. Ärzte der Armee hatten ihn am Abend zuhause eingehend untersucht. Der 25-jährige ist abgemagert und erschöpft. Er war von seiner Familie mit seinem Lieblingsessen begrüßt worden: Schnitzel, Pommes Frittes und Pasta. In einem ersten Interview erklärte Gilad Shalit, er habe während seiner Gefangenschaft Radio gehört und ferngesehen. Es sei ihm erlaubt worden, Natur- und Sportsendungen zu verfolgen. Die Straße zum Wohnhaus der Familie wird weiterhin von der Polizei abgeriegelt, damit sich der junge Mann in Ruhe erholen kann.
Staatspräsident dankt deutschem Unterhändler
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Israels Präsident Schimon Peres hat am Dienstag den deutschen Unterhändler Gerhard Conrad getroffen und ihm persönlich für seinen Einsatz bei der Aushandlung des Abkommens zur Freilassung Gilad Schalits gedankt. „Sie haben den Grundstein für das Abkommen gelegt“, so Peres. Er dankte auch der deutschen Regierung und Kanzlerin Merkel für die politische Unterstützung bei den Verhandlungen. Conrad, Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes, war am Montag in Israel angekommen. Bei seinem Besuch bei Präsident Peres wurde er von dem deutschen Botschafter Andreas Michaelis begleitet.
Hamas feiert angeblichen Sieg über Regierung Netanjahu
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Mehrere hunderttausend Palästinenser haben in Gaza und im sogenannten Westjordanland die Rückkehr der von Israel freigelassenen Häftlinge bejubelt. Hamas-Führer Khaled Mashaal unterstrich die „Leistung“ seiner Organisation, die den Aufenthaltsort von Gilad Schalit fünf Jahre lang geheim gehalten habe. Die Regierung Netanjahu habe schließlich nachgeben müssen. Mashaal wandte sich an 40 freigelassene Häftlinge, die sich künftig nicht mehr in den Palästinensergebieten aufhalten dürfen. Dies hatte Israel zur Bedingung für die Freilassung der Gewalttäter gemacht. Mashaal nannte dies ein „Verbrechen“ und versprach den Freigelassenen, sie würden nach Palästina zurückkehren.
Rabbi: Ein Vorgeschmack der Auferstehungs-Freude
Mittwoch, 19. Oktober 2011
Die Heimkehr von Gilad Schalit sei ein Fingerzeig auf die Auferstehung der Toten. Das sagte der geistliche Leiter der orthodoxen Shass-Partei, Rabbi Ovadia Josef (Bild). Ganz Israel freue sich über das Wiedersehen mit Gilad Schalit nach fünf Jahren. Ganz ähnlich werde die Freude bei der Auferstehung der Toten sein, wenn es nach 20 oder 50 Jahren zu einem Wiedersehen mit geliebten Menschen komme, unterstrich der Rabbiner bei einem Vortrag in Jerusalem. Rabbi Josef hatte die Minister der Shass-Partei gebeten, den Gefangenenaustausch zu unterstützen. Dagegen warnte der bekannte Journalist und Kommentator Kalman Liebeskind davor, den Tag der Freilassung zu einem Feiertag zu machen. Die Familie Schalit habe Grund zu feiern; insgesamt sei es aber ein Tag der Niederlage für den israelischen Staat.
18. Oktober 2011, 17.07: Gilad betritt sein Wohnhaus
Dienstag, 18. Oktober 2011
Nach 5 Jahren und vier Monaten, 1940 Tagen, betrat Gilad Shalit sein Wohnhaus in Mizpe Hila. Hunderte Menschen erwarteten ihn am Straßenrand mit Fahnen und Blumen und riefen "Gilad ist in Frieden nach Hause gekommen!". Man hatte erst überlegt ob er doch mit dem Auto fährt da er sich auf dem ersten Flug aus dem Süden nicht gut gefühlt hatte, aber schlußendlich flog die Familie mit dem Hubschrauber, der unweit des Ortes auf einem Feld aufsetzte. Die Menschen, die aus vielen Teilen des Landes kamen, tanzen in der Straße.
Gilad trifft mit seinen Eltern und Netanjahu zusammen
Dienstag, 18. Oktober 2011
Gilad Schalit traf sich nach seiner Ankunft in Tel Nof mit seinen Eltern und Ministerpräsident Netanjahu. Gilad salutierte dem Ministerpräsidenten. Eine herzliche Umarmung mit seinem Vater folgte, die Netanjahu glücklich betrachtete (siehe Bild). In einer Ansprache nach dem Empfang sagte Netanjahu, dass er vor zweieinhalb Jahren bei seinem Amtsantritt die Akte Schalit auf seinem Tisch hatte und es sich zum Ziel setzte, Gilad lebend nach Hause zu bringen, bevor es zu spät ist und er ins nirgendwo verschwindet. Diese Mission sieht er heute als erfüllt an.
Gilad ist in Israel und spricht mit seinen Eltern
Dienstag, 18. Oktober 2011
Im Bild ist Gilad mit einer neuen Brille zu sehen, wie er mit seinen Eltern von der Kaserne in Kerem Schalom spricht. Man kann ihm die Erleichterung ansehen und sein Lächeln sagt alles. Diese Bilder sind die ersten von Gilad, die von israelischen Fotografen aufgenommen wurden. Bei dem Übergang von Ägypten nach Israel hat Gilad sofort nach seiner Familie gefragt, was die Psychologen dahingehend auswerten, dass er aufmerksam und vollkommen gesund ist.
Gilad von israelischen Offizieren empfangen
Dienstag, 18. Oktober 2011
Das ägyptische Fernsehen filmte die Übergabe Gilads an israelische Offiziere und man sieht, dass er schon bedeutend ruhiger ist. Er sprach auch schon mit seinen Eltern am Telefon. Er wird innerhalb der nächsten Stunde mit ihnen in Tel Nof zusammentreffen.
Das erste Interview mit Gilad im ägyptischen Fernsehen
Dienstag, 18. Oktober 2011
Bei dem ersten Interview mit dem befreiten Gilad Schalit wirkt Gilad sehr schwach und aufgeregt. Lange Zeit hat er keine Kontakt zu Menschen gehabt. Er ist abgemagert und schüchtern, spricht leise und langsam. Erst vor einer Woche habe er erfahren, dass er befreit werden würde, so sagte er im Interview. Er habe schon lange Zeit gefühlt, dass er bald nach Hause kommen würde. Jedoch war er auch darauf eingestellt, noch lange Zeit in Gaza bleiben müssen.
Militärsprecher: Gilad ist in unseren Händen
Dienstag, 18. Oktober 2011
Vom israelischen Militärsprecher wurde mitgeteilt, dass Gilad nach mehr als fünf Jahren von seinem militärischen Einsatz, den er am 25. Juni 2006 begann, zurückgekehrt ist.
Foto von Gilad Schalit, noch auf ägyptischer Seite
Dienstag, 18. Oktober 2011
Die Kamera des ägyptischen Fernsehens erfasst Gilad wie er von einem Auto in den Rafah-Übergang geführt wird.
Erste Bilder von Gilad aus dem ägyptischen Fernsehen
Dienstag, 18. Oktober 2011
Im ägyptischen Fernsehen wurden die ersten Bilder von Gilad Schalit gezeigt. Er wird von einigen Personen begleitet und ist in guter Verfassung.
Ägyptische Beamte: Gilad is gesund
Dienstag, 18. Oktober 2011
Ägyptische Beamte die bereits mit Gilad Schalit zusammentrafen teilten israelischen Beamten mit, dass Gilad gesund sei. Vom Rafah-Übergang soll Gilad über den Kerem Schalom Übergang nach Israel gebracht werden. In der dortigen Kaserne wird er erstmals von israelischen Militärärzten kurz untersucht werden.
Olivenbäume in Mizpe Hila gepflanzt
Dienstag, 18. Oktober 2011
In Mizpe Hila, dem Wohnort der Familie Schalit wurden jetzt drei Olivenbäume anlässlich der Rückkehr Gilads gepflanzt, die von der Familie gespendet wurden und als ein Zeichen des Friedens stehen sollen.
Gilad Schalit ist in Ägypten
Dienstag, 18. Oktober 2011
Heute wurde Gilad Schalit nach fünf Jahren aus der Gefangenschaft der Hamas entlassen. Derzeit befindet er sich auf der ägyptischen Seite des Rafah-Übergangs zwischen dem Gaza-Streifen und Ägypten. Es wurde gemeldet, dass er dem ägyptischen Fernsehen ein Interview geben werde und ein Dolmetscher das Interview in ins Arabische übersetzen wird. Dabei soll er eine israelische Uniform tragen. Die Spannung ist groß und man erwartet ihn bald zurück. Zuerst soll Gilad medizinisch untersucht werden. Auf dem Luftwaffenstützpunkt Tel Nof befinden sich Ministerpräsident Netanjahu, Verteidigungsminister Barak, Generalstabschef Benny Gantz und die Familie Shalit und warten auf den 25-jährigen Soldaten.
Countdown bis zu Gilads Rückkehr
Montag, 17. Oktober 2011
Die Operation Beit HaShoevah, bei der Gilad Schalit nach Hause gebracht werden soll, wird am Dienstag auf der Sinai-Halbinsel beginnen. Dort werden israelische Soldaten den ersten Kontakt mit Gilad, der aus dem Gazastreifen dorthin gebracht wird, aufnehmen. Sie werden dann entscheiden, ob grünes Licht für die Freilassung von Hunderten von palästinensischen Gefangenen gegeben werden kann. Die Umgebung der Aktion im Sinai wird zum geschlossenen militärischen Gebiet erklärt. Im Moment bereiten sich die Armee, der Gefängnisdienst und die Polizei auf den Austausch vor. Die genaue Anzahl der palästinensischen Gefangenen liegt bei 1027 Insassen. Die Operation Beit HaShoevah, benannt nach einer speziellen Zeremonie während des Sukkot-Festes, wird genau an dem Zeitpunkt beginnen, an dem die Soldaten Gilad Schalit in Sicherheit gebracht haben. Sie geben den Gefängniswärtern ein Zeichen und werden etwa 100 Gefangene mit einem Bus des Roten Kreuzes in Richtung Ramallah entlassen. Eine weitere größere Gruppe freigelassener Terroristen wird nach Gaza und von dort aus ins Ausland transportiert werden.
Angehörige der Terroropfer: „Es ist wie ein Schlag ins Gesicht“
Montag, 17. Oktober 2011
So sagen die meisten der Angehörigen der Terroropfer, die durch die Hände der palästinensischen Terroristen, die freigelassen werden sollen, getötet wurden. So sehr die Menschen es den Eltern von Gilad Schalit gönnen, so sehr bluten jedoch die Herzen der Eltern, die geliebte Menschen durch Terroranschläge verloren haben. Vier Anklageanträge gegen die Freilassung hunderter Terroristen wurden bisher beim Obersten Gerichtshof eingereicht. Die Hinterbliebenen sind enttäuscht von der Vorgehensweise des Staates Israel. „Niemand hat uns gefragt. Die Regierung hat über die Liste der freizulassenden Mörder entschieden und sie veröffentlicht. Vor einem Jahr wurde uns versprochen, dass wir als erste darüber benachrichtigt werden, welche Terroristen freigelassen werden würden“, sagte die Mutter von Kochava Polanski, die 2001 an der Azor-Kreuzung südlich von Tel Aviv von dem Terroristen Khalil Mohammed Abu Ulbah mit einem Bus überrollt wurde. Bei dem Anschlag starben acht Menschen und 26 wurden schwer verletzt.
Eilat wird sportlich
Montag, 17. Oktober 2011
Das Tourismusministerium fördert die südlichste Stadt Israels in besonderer Weise. Das geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Noch stärker als bisher soll damit geworben werden, dass Eilat sich perfekt als Austragungsort für Sportwettbewerbe eignet. Über die nächsten zwölf Monate hinweg sollen rund 800.000 Euro im Sportbereich investiert werden. Manche internationalen Sportveranstaltungen werden zum ersten Mal in Israel stattfinden. Dazu zählen die Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen (European Open Waters Swimming Championship). Im September 2011 nahmen daran 120 Schwimm-Profis aus 21 europäischen Ländern und hunderte israelische Schwimmfans teil. Das israelische Team gewann Bronze beim Fünf Kilometer-Rennen. Vom 27. bis 29. Oktober findet die Europäische U23-Triathlon-Meisterschaft statt, die im vergangenen Jahr in Portugal hunderte Teilnehmer hatte.
Rabin-Denkmal mit Farbe beworfen
Freitag, 14. Oktober 2011
Ein Mann in seinen 20er-Lebensjahren war am Freitag festgenommen worden, nachdem er verdächtigt wurde, das denkmal für den ermordeten Ministerpräsidenten Jitzhak Rabin in Tel Aviv vandalisiert zu haben. Graffiti mit dem Begriff "Preisschild" sowie "Laßt Jigal Amir frei!" war aufgesprüht sowie weiße Farbe daraufgeworfen worden. Ein Wächter des Bürgermeisteramts in Tel Aviv, zu dessen Füßen das Denkmal liegt, sah die Tat und rannte hin, um den Täter festzunehmen. Es handele sich im Shvuel Schijveschuurder, der seine beiden Eltern sowie drei Geschwister beim Anschlag auf die Jerusalemer Pizza "Sbarro" im Jahr 2001 verloren hat. Er wurde nach einem kurzen Verhör aus "persönlichen Umständen" freigelassen, erhielt jedoch ein Verbot Tel Aviv in den nächsten 15 Tagen zu betreten.
Gilad Shalit wird frühestens am Dienstag zurücksein
Freitag, 14. Oktober 2011
Am Samstagabend sollen die Namen der ersten Gruppe von arabischen Häftlingen, die im Rahmen des Gefangenenaustausches für Gilad Shalit freigelassen werden bekanntgegeben. Damit wird eine Rückkehr des vor fünf Jahren entführten Soldaten frühestens am kommenden Dienstag möglich, wurde aus dem Büro des Ministerpräsidenten Am Donnerstagabend gemeldet. Auch soll David Meidan, der Beauftragte Netanjahus für die Shalit-Affaire, am Samstagabend nach Kairo fliegen um die letzten Details für den Austausch auszuarbeiten. Auch soll er die Liste der Länder die 40 der Häftlinge aufnehmen werden finalisiert werden. 450 Häftlinge sollen sofort freigelassen werden, die auch auf der Hamas-Liste standen sowie 27 weibliche Häftlinge und darufhin soll Gilad nach Hause kommen. Im Bild Noam Shalit vor der Titelseite einer Tageszeitung die sagt "Gilad kommt nach Hause".
Kurznachrichten
Freitag, 14. Oktober 2011
+++ Das israelische Militär hat vier palästinensische Mitglieder der Terrororganisation Hamas angeklagt, die verdächtig sind, für den Terroranschlag in der Nähe des Zentralen Busbahnhofs in Jerusalem am 23. März diesen Jahres verantwortlich zu sein. Bei dem Anschlag wurde eine britische Studentin getötet und 67 Zivilisten verletzt. +++ Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich mit den Mitgliedern des Komitees zur Vertretung der arabischen Kommunen in Israel getroffen. Bei dem Treffen wurden die wichtigsten Probleme der arabischen Gemeinden angesprochen – eine Verbesserung der Wohnungssituation, die Notwendigkeit den Anteil der arbeitenden Bevölkerung, vor allem unter den Frauen, zu stärken sowie eine Verbesserung der Verkehrsinfrakstruktur in den arabischen Gemeinden. +++ Mehr als 6.000 christliche Freunde Israels aus über 100 Länern stimmen heute für das Tote Meer als eines der neuen Weltwunder der Natur. Tourismisminister Stas Misezhnikov, wird diese Tausenden Touristen und Mitglieder der weltweiten christlichen Gemeinde über eine spezielle Sendung beim Kanal Visjon Norge, dem christlichen Sender Norwegens, grüßen. Nach einer Tour der Tote-Meer-Region halten die Pilger dort auf dem Gelände der Ein Gedi Spa einen festlichen Event ab, wobei sie per SMS für das Tote Meer stimmen, dem ein Festessen folgt.
Festtags-Lesung für Schabbat am Laubhüttenfest
Freitag, 14. Oktober 2011
Lesungen: 2. Mose 33,12 bis 34,26; 4. Mose 29,20-25, Prophetenlesung: Hesekiel 38,18-39,16. Man sitzt mindestens während den Mahlzeiten in Hütten aber viele schlagen auch dort ihre Bettstätte auf. Am Schabbat wird der Lulav-Festtagsstrauss nicht benutzt, jedoch wird das Hallel-Gebet – bestehend aus verschiedenen Dankpsalmen – gebetet.
Gilad Schalit kommt nach Hause
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Eine Blitzmeldung überraschte das Volk Israel am Vorabend des jüdischen Laubhüttenfestes Sukkot. Israel und die Hamas-Terrororganisation haben sich nach fünf Jahren auf einen Geiselaustausch geeinigt. 1.027 palästinensische Strafhäftlinge aus israelischen Gefängnissen werden für den Soldaten Gilad Schalit (25) freigelassen. In einer dramatischen Kabinettssitzung in Jerusalem hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu seinen Ministern die Vor- und Nachteile des Austausches vorgelegt. 26 Minister stimmten dafür und drei dagegen, darunter Israels Außenminister Avigdor Liebermann. Infolge der jüngsten Entwicklungen in den arabischen Ländern um den jüdischen Staat hat Israel vielleicht die letzte Chance genutzt, um Gilad Schalit zu retten. „Es ist das beste Abkommen, das wir in diesen stürmischen Zeiten im Nahen Osten erzielen konnten“, sagte Netanjahu. „Damit habe ich mein Versprechen gegenüber seiner Familie, Gilad wieder nach Hause zu bringen, eingehalten!“ Im Bild Mutter Aviva Schalit im Jerusalemer Protestzelt nachdem ihr die erfreuliche Nachricht über die Heimkehr ihres Sohnes überbracht wurde. In der November-Ausgabe von israel heute werden wir ausführlicher darüber berichten.
Neuer Palästina-Reiseführer
Mittwoch, 12. Oktober 2011
>„This Week in Palestine“ („Diese Woche in Palästina“) heißt die wöchentliche Broschüre, die von Palästinensern in allen arabischen Hotels in Israel an der Rezeption ausgelegt wird. Ein 100-Seiten Heft in Englisch für alle Touristen im Heiligen Land. Ein ausführlicher Reiseführer für Palästina – so, als ob es Israel überhaupt nicht gäbe. In der August-Ausgabe beschreibt der Palästinenser Dr. Ali Qleibo Jerusalem aus einem christlichen und islamischen Hintergrund heraus: „Jerusalem wird für immer mit der Kreuzigung und Auferstehung von Jesus assoziiert sein und mit der nächtlichen Himmelfahrt des Propheten Mohammed und seiner Transfiguration. Klöster und Moscheen dominieren die christliche und islamische Welt der Heiligen Stadt Al Quds (Jerusalem). Seit eh und je war Jerusalem das kulturelle und theologische Zentrum von Palästina.“
Kurznachrichten
Mittwoch, 12. Oktober 2011
>+++ Während der Selichot Tage, an denen man Gott und Menschen um Verzeihung bittet, versammelten sich über 10.000 jugendliche Juden vor der Klagemauer und baten Gott um Vergebung und besonders um die Einheit des jüdischen Volkes. +++ Präsident Schimon Peres und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu haben dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan anlässlich des Todes seiner Mutter Kondolenzschreiben übersandt. Peres schrieb am Sonntag, die Neuigkeiten seien „mit großer Traurigkeit“ aufgenommen worden und er könne den „grenzenlosen Kummer“ angesichts des Verlusts Erdogans nachempfinden. Die Mutter des türkischen Ministerpräsidenten war am Freitag verstorben. +++ Der israelische Film „Kalevet“ (dt.„Tollwut“) hat beim „Mile High Horror Film Festival“ in Denver den ersten Preis gewonnen. Der Film von Aharon Keshales und Navot Papushado erzählt die Geschichte eines Geschwisterpaares, das sich in einem Wald versteckt und einem Psycho-Killer in die Falle geht. In der Beschreibung heißt es: „Ein Förster und sein alter Hund, zwei apathische Polizisten, vier Tennisspieler und ein Mörder, der sich sorglos zwischen den von ihm gestellten Fallen bewegt, werden in einen Wirbelwind von Missverständnissen, Ängsten und Gewalt gezogen.“ „Tollwut“ hat bereits zuvor Preise bei Horrorfilmfestivals gewonnen und wird noch auf weiteren Filmveranstaltungen zu sehen sein. +++ Am Montagabend wurden erstmals Steine auf die Jerusalemer Straßenbahn geworfen, als sie das arabische Stadtviertel Shuafat im Norden der Stadt passierte. Niemand wurde verletzt doch einige Scheiben gingen zu Bruch. +++
Festtags-Lesung für Laubhüttenfest
Mittwoch, 12. Oktober 2011
Heute Abend beginnt das achttägige Laubhüttenfest Sukkot. Man sitzt in Hütten und verwendet den Lulav-Festtagsstrauss, bestehend aus einem Palmenzweig, drei Myrten- und zwei Bachweidenzweigen und einer Etrogfrucht am Morgengebet.
3. Mose 22,26 bis 23,44; 4. Mose 29,12-16, Prophetenlesung: Sacharja 14,1-21
News Blitz: Deal für Freilassung Gilad Shalits am Horizont
Dienstag, 11. Oktober 2011
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berief am Dienstagabend 20.00 Uhr eine Sondersitzung ein, um einen durch Verhandlungshilfe seitens Ägyptens erreichten Deal, um Gilad Shalit aus Hamas-Haft zu befreien mit dem Kabinett zu diskutieren. Familie Shalit wurde über die Neuigkeiten informiert. Man habe sich über die Zahl der Terroristen geeinigt, die für den Soldaten aus der Haft entlassen werden sollen. Mehr dazu in den morgigen Nachrichten.
Abriss und Neubau in Judäa und Samaria
Dienstag, 11. Oktober 2011
Jede Entscheidung über Bautätigkeiten in Judäa und Samaria erbost entweder die politisch Rechte oder die Linke. Der Staat teilte jetzt dem Obersten Gerichtshof mit, dass direkt nach dem Laubhüttenfest stufenweise ein Plan zum Abriss von 100-150 illegal gebauten Häusern in besagtem Gebiet ausgeführt werden soll. In diesen Häusern wohnen derzeit mehr als 1.000 Menschen, die angeblich auf privatem palästinensischem Boden oder auf Land ohne Eigentümer gebaut wurden. Dazu wurde auch mitgeteilt, dass zehn Ortschaften, die auf staatlichem Boden erbaut wurden, wie Rachelim, Schwut Rachel und das Wohnviertel HaJovel in Eli (Bild) den „Koscher-Stempel“ erhalten sollen.
Pashkevil statt Internet, TV & Radio
Dienstag, 11. Oktober 2011
Pashkevil heißen die anonymen, an Häuserwände geklebten Plakate. Man findet sie in ultraorthodoxen Wohnvierteln wie Mea Schearim in Jerusalem oder Bnei Brak bei Tel Aviv. Für die orthodox geprägte Bevölkerung sind sie wie ein Forum im Internet. Die Wandplakate beschreiben politische, religiöse und persönliche Kämpfe, fordern dazu auf, sich Zurückhaltend zu kleiden, sind gegen gefährliche Technologien und dagegen, dass Männer und Frauen im Bus nebeneinander sitzen. Weil die Wandplakate meist anonym sind, kann es geschehen, dass sie zu Verleumdungszwecken mißbraucht werden. Die Texte auf den schwarz-weißen Plakaten sind anspruchsvoll, ja geradezu intellektuell. Manchmal ist die Sprache so rätselhaft, dass jemand von außerhalb der orthodoxen Welt sie einfach nicht versteht.
Ärzte verlassen ihren Posten
Dienstag, 11. Oktober 2011
355 junge Ärzte folgten am Montag ihrem vor mehr als einem Monat eingereichten Rücktrittsschreiben und erschienen in den verschiedenen Medizinzentren des Landes nicht zur Arbeit. Sofort war ein Chaos in diesen Zentren spürbar, infolgedessen mussten zahlreiche Operationen, zum Beispiel an Krebskranken, die auf diese schon monatelang warten, vertagt werden. Vergangene Nacht fand im Landearbeitsgericht deshalb eine Diskussion statt. Der Staat hat vom Gericht gefordert, diese Ärzte zu verpflichten, zur Arbeit zurückzukehren oder zumindest ihren Rücktritt auf eine Periode von drei Monaten gestaffelt durchzuführen. Demgegenüber teilte die Medizinervereinigung dem Gericht mit, dass ihrer Meinung nach jeder der Ärzte, der sein Amt niederlegen will, dies frei tun könne.
Kurznachrichten
Dienstag, 11. Oktober 2011
+++ Die Palästinensische Autonomiebehörde will bei der UNESCO beantragen, dass die Geburtskirche Jesu zum Weltkulturerbe ernannt wird. Doch damit beanspruchen die Palästinenser als moslemische Regierung die Autorität über diese christliche Kirche. +++ Während Palästinenserchef Mahmud Abbas um die Welt tourt, um die Völker für den Palästinenserstaat zu begeistern, verteilt Israels Regierung Dokumente an die ausländischen Regierungen, woraus hervorgeht, dass eine Abstimmung in der UNO völkerrechtlich illegal ist. +++ Ein Übungsflugzeug der israelischen Luftwaffe stieß mit einem Geier über dem Naturpark Gamla auf den südlichen Golanhöhen zusammen. Der Vogel starb und beinahe hätte der Vorfall auch die Piloten das Leben gekostet. Anscheinend waren sie tiefer als vorgeschrieben geflogen. +++ In Kürze soll in Israel ein Pilotprojekt anlaufen, bei dem Bürger ihre Fingerabdrücke und die Gesichtszüge elektronisch scannen lassen. Die Daten sollen dann in einem biometrischen Sammelpunkt gespeichert werden.
Itamars Einwohner weiterhin in Gefahr
Montag, 10. Oktober 2011
Die Einwohner der jüdischen Ortschaft Itamar in Samaria waren geschockt, als sie arabische Nachbarn innerhalb der Sicherheitszone ihres Orts sahen, die gekommen waren, um die dort existierende Olivenplantage abzuernten. Unter den Personen seien auch Angehörige der Mörder gewesen, die vor weniger als einem Jahr fünf Mitglieder der Familie Fogel kaltblütig in ihrem Haus ermordet haben. Die israelische Ziviladministration hatte den Zutritt in die Sicherheitszone gestattet, jedoch das Einwohnerkomitee Samarias meldete, dass diese Araber die jüdischen Einwohner mit Steinen beworfen haben und riefen, sie auch „zu Fogels zu machen“. Sie sollen mit den Fingern am Hals entlanggefahren sein und den Mord angedroht haben. Hakim Awwad, einer der Mörder der Fogels, hatte um diese Zeit im vergangenen Jahr während der Olivenernte Informationen über die Beschaffenheit von Itamar gesammelt, um diese für seine spätere Tat auszunutzen.
59 und 194 ringen um ein Land
Montag, 10. Oktober 2011
Am 11. Mai 1949, ein Jahr nach seiner Gründung, wurde der Judenstaat Israel als 59. Mitglied in die Vereinten Nationen aufgenommen. 62 Jahre später haben die Palästinenser versucht, als 194. Mitglied akzeptiert zu werden. Hätten sie den UN-Teilungsplan für Palästina, die Resolution 181, bereits am 29. November 1947 anerkannt, wie Israel es tat, hätten auch sie zu den Top 60-UN-Mitgliedern gehört. Im Jahre 1948 existierten noch keine umstrittenen jüdischen Siedlungen, und dennoch lehnten die arabischen Staatsführer einen jüdischen Staat in ihrer Mitte ab. Diesen Staat will die Palästinenserführung bis heute nicht anerkennen. Palästinenserchef Mahmud Abbas versuchte vor der UN-Vollversammlung am 23. September, die Mitgliedstaaten von einem palästinensischen Anrecht auf das Land zu überzeugen. Für den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu war es wichtiger, zuerst sein Volk in Zion zu überzeugen. Aus diesem Grund beschloss er in letzter Minute, nach New York zu fliegen und die Rede vor der Generalversammlung selbst zu halten. „In den israelischen Medien habe ich nie die Chance, dass mir ohne Störung zugehört wird“, sagte Netanjahu seinen Beratern. „Ich fliege tausende Kilometer, um mein Volk direkt anzusprechen!“ Beide Reden haben bewiesen, dass die Parteien einander keinen Millimeter näher gekommen sind.
Muslimische Häftlinge im Hungerstreik
Montag, 10. Oktober 2011
Vom israelischen Gefängnisdienst wurde mitgeteilt, dass etwa 50 muslimische Häftlinge der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PLFP), am 27. September einen Hungerstreik ohne voraussichtliches Ende begonnen haben. Alle diese Häftlinge sitzen wegen Terroraktivitäten in den israelischen Haftanstalten ein. Mittlerweile haben weitere Häftlinge sich diesem Streik angeschlossen und derzeit sind es etwa 234 Gefangene. Sie gaben eine Bekanntmachung heraus, dass ihr Hungerstreik als Protest gegen die Isolierung einzelner Kameraden – auch wenn sie durch Gerichtsanordnung durchgeführt wird – gedacht ist. Einige der Häftlinge behaupten auch, dass der Gefängnisdienst verschiedene Aspekte ihrer Bedingungen eingeschränkt habe. Die Hungerstreiker stehen unter ärztlicher Beobachtung und ihr Gesundheitszustand sei zufriedenstellend.
Kurznachrichten
Montag, 10. Oktober 2011
+++ Das Nahost-Quartett, bestehend aus den Vereinten Nationen, der USA, der EU und Russland, hat sich am Sonntag in der belgischen Hauptstadt Brüssel getroffen. Dort wurde beschlossen, Israel und die Palästinenser in den nächsten Tagen dorthin einzuladen, um die israelisch-palästinensischen Verhandlungen wieder in Gang zu bringen. Bisher haben nur die militanten Hamas-Palästinenser vom Gazastreifen Israel mit Krieg gedroht. Nun aber erklärten auch die zum Verhandlungstisch gerufenen Fatah-Palästinenser, dass sie trotz Verhandlungen mit Israel ihre Waffen nicht niederlegen werden. Sie seien jederzeit zum Kampf gegen Israel bereit, so hieß es. +++ Das Regierungskabinett hat mit 21 gegen acht Stimmen die Annahme des Sozialhilfepakets des Trajtenberg-Komitees beschlossen. Das Paket soll den Staatshaushalt anders verteilen, so dass die Bedürftigen besser bedacht werden. Die Initiatorin des Zeltstadt-Protests, Daphne Leef, ist damit nicht zufrieden und sieht darin lediglich eine kosmetische Veränderung. +++ Erneut haben unbekannte extremistische Juden Gebäude mit anti-arabischen Graffitis besprayt. Dieses Mal waren es Gebäude in Bat Jam, in der Nähe von Jaffo. Wieder hat Israels Regierung dies laut und deutlich verurteilt. +++ Israels Fluggesellschaft EL AL hat ihr dienstältestes Flugzeug ausrangiert. Die Maschine des Typs Boeing 767 wurde 1984 in Dienst gestellt und flog seither 95.000 Flugstunden. In der nächsten Zeit sollen weitere alte Flugzeuge abgegeben werden, deren Betreiben sich nicht mehr rentiere, unter anderem auch solche des Typs Boeing 757. Stattdessen versprach der Direktor von EL AL, Elieser Shkedi, die Flotte weiter zu verjüngen. Vor kurzem wurden vier neue Maschinen des Typs Boeing 737-900 gekauft. +++
Vetreter des Nahost-Quartetts beraten über Verhandlungserfolg
Sonntag, 9. Oktober 2011
14 Tage bevor die angesagten Verhandlungen zwischen den Palästinensern und Israel beginnen sollen, treffen sich heute in Brüssel die Vertreter des Nahost-Quartetts, um darüber zu beraten, wie die Verhandlungen zum Erfolg führen, denn die Palästinenser blockieren die Verhandlungen, solange Israel nicht im vorab den Bau der Siedlungen einfriert. Dabei verlangte das Nahost-Quartett, dass Israel und die Palästinenser ohne jede Vorbedingungen an den Verhandlungstisch kommen.
Orthodoxer Jude soll Moschee-Feuer gelegt haben
Sonntag, 9. Oktober 2011
Nach dem ein 18-jähriger orthodoxer Jude die Moschee in Tuba in Brand gesetzt haben soll, ermutigte dies andere rechtsextreme Juden in Jaffo auf dem christlichen und moslemischen Friedhof Grabsteine mit Graffitis zu beschmieren. Als dies bekannt wurde, warfen bisher Unbekannte ein Molotov-Cocktail auf das Dach einer Synagoge in Jaffo. Die Polizei versucht die Täter zu finden und die Gemüter zu beruhigen.
Mehr als 2.100 Einsätze des Magen David Adom
Sonntag, 9. Oktober 2011
Da am Versöhnungstag Jom Kippur in Israel kein Auto fährt, sind die Straßen frei für Kinder mit ihren Fahrrädern und Skateboards, was aber viele Unfälle verursachte. So wurden die Erste Hilfe Ambulanzen im ganzen Land 2.168 zum Einsatz gerufen, darunter waren 58 Personen, die wegen des Fastens und Nichttrinkens zusammengebrochen sind und 122 Mütter brachten Kinder zur Welt.
Kurznachrichten (korrigiert)
Sonntag, 9. Oktober 2011
+++ Zwei Palästinenser aus Halhul wurden wegen dem Verdacht des Mordes an Asher Palmer und seinem einjährigen Sohn Jonathan verhaftet. Letzten Monat wurde der Vater mit seinem Sohn im Auto durch Steinwürfe in der Nähe von Kirjat Arba von der Straße gedrängt, überschlug sich und beide Insassen erlitten tödliche Verletzungen. Die Verdächtigen wurden verhört und haben zugegeben, die Steine auf das Auto von Asher Palmer geworfen und ihn damit am Kopf getroffen zu haben. Drei weitere Palästinenser wurden verhaftet, weil auch hier Verbindungen zu diesem Terroranschlag bestehen. +++ Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat „die Idee eines jüdischen Staates“ in dem kontroversen französischen Magazin Le Canard Enchaîne als „Unsinn“ bezeichnet. Dies war seine Antwort auf Benjamin Netanjahus Standpunkt, dass es nur Frieden geben könne, wenn die PA-Vorgesetzten in Ramallah den jüdischen Staat und die jüdische Identität als solche anerkennen würden. Für den französischen Präsidenten liegt die Schuld an den gescheiterten Verhandlungen im Nahost-Konflikt allein bei Israel. „Die Palästinenser warten schon 60 Jahre auf den Staat, der ihnen zusteht“, sagte Sarkozy in dem Magazin weiter.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Sonntag, 9. Oktober 2011
„WA SOT HaBRACHA – Und dies ist der Segen“ – Jom Kippur-Schabbat!
5. Mose 33 bis 34; Josua 1,1-18
(Sonderlesung: Jesaja 56,14-58,14 und Jona)

Dieses Jahr fällt der große Versöhnungstag, Jom HaKippurim, auf einen Schabbat – diesen Schabbat. Weil Jom Kippur ein „Schabbat-Schabbaton“ ist, d.h. Schabbat hoch zwei, wird an diesem Tag gefastet, obwohl es sonst am Schabbat strikt verboten ist. Hauptsächlich werden zu Jom Kippur Vergebungs-Gebete aus dem speziellen Gebetbuch Machsor gelesen. Ferner liest man an diesem Sonderschabbat aus den Propheten (Haftara) aus Jesaja 56,14 bis Kapitel 58,14. An dieser Stelle lesen wir über das wahre Fasten, was später auch Jeschua in der Bergpredigt auf den Punkt bringt.
Was denken israelische Kinder über das Leben in Israel?
Sonntag, 9. Oktober 2011
Was sagt die Meinung von Kindern oder Jugendlichen über die Lebensituation in ihren Heimatländern aus? Lassen sich Konflikte wirklich vermeiden, wenn wir wissen, was die Jugend denkt? Kinder machen sich andere Gedanken als Erwachsene. Sie denken klarer und einfacher. Sie bringen die Dinge ohne viel zu reden auf den Punkt. Sie verstehen anders und gehen anders mit Problemen um als Erwachsene. Die hellen Köpfchen aus den verschiedenen ethnischen Gruppen Israels haben in unserem Jahrbuch, dem „Israel Pass 2012“ mit dem Thema „Kinder in Israel“, Fragen zum alltäglichen Leben und zur Konfliktsituation in Israel beantwortet. Sie werden staunen, wie die Kinder Israels in die Zukunft schauen.
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Alarmstufe Rot zu Jom Kippur
Freitag, 7. Oktober 2011
Aus Angst vor Krawallen und Terroranschlägen sind Sicherheitskräfte im Norden Israels und besonders in Jerusalem auf das Schlimmste vorbereitet. Gerechnet wird mit Unruhen in der Beduinenstadt Tuba Zangaria, wo Anfang der Woche eine Moschee angezündet wurde, und auf dem Tempelberg in Jerusalem. Der Zugang zum Tempelberg in Jerusalem wird auf Männer über 45 Jahren eingeschränkt und Spezialkräfte werden an der Klagemauer eingesetzt, um die jüdischen Beter zu schützen. Vom Freitag bis zum Samstagabend wird die israelische Armee das so genannte Westjordanland abriegeln. Der Ein-oder Austritt wird nur in medizinischen, humanitären oder besonderen Fällen genehmigt und zuvor von der Zivilverwaltung überprüft werden. (Archiv-Foto)
Protestaraber wollen zur israelischen Armee und zum Mossad
Freitag, 7. Oktober 2011
Trotz des weitverbreiteten Hasses gegen Israel erzeugten die Volksaufstände in der arabisch-moslemischen Welt ein neues Phänomen: Hunderte Araber wollen dem Judenstaat helfen und kundtun, dass sie sich zu Israel hingezogen fühlen. Dank des „Arabischen Frühlings“ erkennen immer mehr Ägypter, Syrier, Jordanier und Irakis, wie gut und gerecht Israel ist. Zu dieser Einschätzung gelangten sie angesichts der totalitären Gesellschaften, in denen sie aufgewachsen sind. Den meisten wurde seit Kindertagen eingeimpft, Israel sei ein blutdürstiges Monster. So gibt es also ein neues Kuriosum im Nahen Osten. Tausende Araber reichen bei israelischen Behörden Anträge auf Immigration ein. Meist begehren sie lediglich Asyl, aber manche bekunden ihren Willen, in der israelischen Armee oder im Mossad zu dienen.
Lesungen zum Versöhnungstag
Freitag, 7. Oktober 2011
Am Morgen: 4. Mose 16, 1 bis 52, 4. Mose 29,7-11; Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 57,14-58,14.
Nachmittagsgebet: 4. Mose 18 und das Buch Jonah

Auszug aus der Lesung:
Der zehnte Tag des siebenten Monats soll bei euch auch heilig heißen, daß ihr zusammenkommt; und sollt eure Leiber kasteien und keine Arbeit da tun, sondern Brandopfer dem HERRN zum süßen Geruch opfern: einen jungen Farren, einen Widder, sieben jährige Lämmer ohne Fehl; mit ihren Speisopfern: drei Zehntel Semmelmehl, mit Öl gemengt, zu dem Farren, zwei Zehntel zu dem Widder, und ein Zehntel je zu einem Lamm der sieben Lämmer; dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer, außer dem Sündopfer der Versöhnung und dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
Israelischer Forscher erhält Nobelpreis für Chemie
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Der in Tel Aviv geborene Israeli Dan Shechtman (68), Professor am Technion in Haifa, hat den Nobelpreis für Chemie erhalten. So gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften (RSAS) in Stockholm am Mittwoch bekannt. Die Akademie zeichnet den Wissenschaftler für seine Entdeckung der „Quasikristalle“ aus. Shechtmans Entdeckung von 1982 habe den Blick der Chemie auf feste Materie grundlegend verändert, so die Begründung. „Entgegen der Annahme, dass Atome in Kristallen in symmetrischen Mustern angeordnet sind, bewies Shechtman, dass die Atome auch in Mustern angeordnet sein können, die sich niemals wiederholen“, erklärte die RSAS. „Seine Entdeckung war äußerst kontrovers."
Israeli spielt Hitler im Theater
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Der Israeli Roy Assaf wird in dem neuen Theaterstück „Mein Kampf“ vom Regisseur Gil Alon die Rolle des Adolf Hitler spielen. Das Stück wurde von dem ungarischen Dramatiker George Tabori geschrieben. Als Assaf die Rolle angeboten wurde, zögerte er keine Sekunde. „Es ist für mich ein bischen wie Therapie. Es macht mir Spaß, ihn zu porträtieren. Alles was man tun kann, ist nur, ihn zu hassen“, sagte Assaf. Er spielt Hitler als jungen Kunststudenten, der davon träumt, ein berühmter Maler zu werden. In der Suppenküche trifft er den jüdischen Buchverkäufer Herzl und sie werden Freunde. Als Hitler im Studium und Leben immer mehr versagt, wendet sich seine Wut gegen den jüdischen Freund und er beginnt, politisch aktiv zu werden.
Kurznachrichten
Donnerstag, 6. Oktober 2011
+++ Ministerpräsident Netanyahu hat tiefe Trauer über den Tod des ehemaligen Knessetabgeordneten Hanan Porat bekundet. „Hanan Porat hat sein Leben dem Aufbau Israels gewidmet und Generationen von Studenten über religiösen Zionismus, die Liebe zu Israel und dem jüdischen Volk unterrichtet. Seine Beiträge zum Aufbau des Landes und der Gemeinden, zum Bildungssystem und der Führung des Landes nach zionistischen Prinzipien sind beispielhaft für Israelis." +++ Außenminister Avigdor Lieberman ist anlässlich des 70. Jahrestages der Vernichtungsaktion von Babyn Jar in die Ukraine gereist. Dort nahm er an einer Gedenkzeremonie teil und legte den Grundstein für das Babyn Jar - Museum in Kiew. Weiterhin traf sich Lieberman mit Präsident Viktor Yanukovych, Ministerpräsident Mikola Yanovitch Azarov und Außenminister Kostyantyn Gryshchenko. +++ Hunderte israelische und palästinensische Ärzte haben vergangene Woche im „Peres Peace Center“ („Peres - Friedenszentrum“) in Jaffa an der ersten gemeinsamen Ärztekonferenz dieser Größenordnung zum Thema „Augenheilkunde“ teilgenommen. Die Konferenz wurde von der israelischen Forschungsvereinigung für Augenheilkunde und Vermeidung von Verblindung (hebr. Lirot) organisiert. Sie hat zum Ziel, die Beziehungen zwischen den Medizinern zu vertiefen und neue Forschungsprojekte anzustoßen. +++ Der syrische Diktator Bashar Assad erklärte dem türkischen Außenminister Davutaglo bei dessen Besuch in Damaskus, dass Syrien sofort Israel angreifen werde, sollte die NATO Syrien angreifen, um sein Regime zu stürzen. Die Türkei ist ein NATO-Staat. +++ Morgen, am Freitagabend, beginnt der Jom Kippur Versöhnungstag, an dem gläubige Juden 25 Stunden lang fasten. Israels Rettungsdienst Magen David Adom klärt jetzt schon die Bevölkerung auf, wie sie das Fasten am besten überstehen kann. Für nichtreligiöse Kinder ist dieser Tag der nationale Tag des Fahrradfahrens, denn die Straßen sind leer und sie können nach Lust und Laune darauf radeln und spielen. +++
Verurteilung des Wohnungsbaus in Gilo sorgt für Entrüstung
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Die Entscheidung, in dem Wohnviertel 1000 neue Wohnungen zu bauen, hat für große weltweite Aufruhr gesorgt. „Es stimmt alle Anwohner sehr wütend, dass die Welt sich einmischt. Ich kenne keinen anderen Staat, der solche Einwände aus dem Ausland über sich ergehen lassen muss, wenn Bauprojekte durchgeführt werden. Es ist unser gutes Recht, Wohnungen zu bauen, damit auch unsere Kinder einmal ihre eigenen vier Wände haben können. In welchem Land wird jemand vom Bauen abgehalten? Wir sind im Herzen Jerusalems und es gibt keinen Grund, warum wir nicht bauen sollten, denn auch in Gilo herrscht Wohnungsmangel wie in vielen anderen Städten auch“, so Ben-Shushan. Der Bauplan für Gilo, der vergangenen Dienstag vom Innenministerium abgesegnet wurde, sieht 20 Prozent der Wohnungen für junge Ehepaare vor. Weiter sind in dem neuen Wohngebiet eine Promenade, öffentliche Gebäude und ein Einkaufszentrum geplant.
Scientology-Schule eröffnet
Mittwoch, 5. Oktober 2011
Die Bewohner der israelischen Stadt Yehud im Tel Aviver Umkreis sind besorgt und wenden sich mit aller Kraft gegen die Eröffnung einer Schule mit Verbindungen zur Scientology-Sekte. Proteste, die wegen der Eröffnung der Atid-Schule (Schule der Zukunft) abgehalten wurden, blieben weitgehend ignoriert. Die Organisation Yad LeAchim hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Schule wieder schließen zu lassen. Zuvor residierte die Einrichtung in der Stadt Holon, aber nachdem sich Anwohner beschwert haben, Kinder würden „rekrutiert“ werden, wurde die Schule zum Umzug gezwungen. Trotz allem hat Israels Bildungsministerium die Atid-Schule offiziell anerkannt und sie wird von der Regierung finanziell gefördert.
US-Verteidigungsminister: Israel wird immer mehr isoliert
Dienstag, 4. Oktober 2011
Der amerikanische Verteidigungsminister Leon Panetta warnte am Sonntag, dass Israel immer mehr im Nahen Osten isoliert werde. Er sagte bei seinem Israelbesuch, dass der jüdische Staat die Verhandlungen mit den Palästinensern unbedingt wieder aufnehmen müsse und daran arbeiten solle, die Beziehungen zu Ägypten und der Türkei wiederherzustellen. Der andauernde Zustand von Unruhen in der Region mache es für Israel notwendig, Wege der Kommunikation mit den anderen Staaten der Region zu finden, um die Stabilität aufrechtzuerhalten. Andernfalls würde der Staat seine eigene Sicherheit riskieren. Panetta ist der Meinung, dass Israel seine militärische Stärke beibehalten werde, nur stehe die Frage offen, ob es ausreiche, wenn man sich in der diplomatischen Arena isoliert.
Kurznachrichten
Dienstag, 4. Oktober 2011
+++ Die 700 Ärzte, die mit einem Streik drohten, haben der Regierung noch einmal 48 Stunden Zeit gelassen, um auf ihre Forderung nach besserer Bezahlung einzugehen. Aufgrund von lange Arbeitsschichen und unzureichender Bezahlung verlassen zahlreiche Ärzte Israel und ziehen ins Ausland, was die im Land gebliebenen Ärzte zu mehr Überstunden zwingt. +++ Rechtzeitig vor den hohen Feiertagen wurden in Tel Aviv nach 80 Tagen die letzten Zelte der Protestzeltstadt geräumt. (Bild) Die eigentlichen Protestler waren schon vorher weg, weil sie die Regierung zwingen konnten, für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Jetzt zelteten dort nur noch illegale Immigranten aus Afrika. +++ Israel gewann auf dem Agrofilm Festival in Nitra, Tschechien, den 1. Preis für den Dokumentarfilm von Yuval Dax und der Tel Aviver Universität „The Use of Barn Owls and Kestrels as Biological Control Agents“. Der Dokumentarfilm erklärt, wie man in Israel Eulen und Falken anstelle von umweltschädlichen chemischen Pestiziden einsetzt. Sie können Schädlinge in der Natur auf umweltweltfreundliche Weise vernichten. +++
Was denken israelische Kinder über das Leben in Israel?
Dienstag, 4. Oktober 2011
Was sagt die Meinung von Kindern oder Jugendlichen über die Lebensituation in ihren Heimatländern aus? Lassen sich Konflikte wirklich vermeiden, wenn wir wissen, was die Jugend denkt? Kinder machen sich andere Gedanken als Erwachsene. Sie denken klarer und einfacher. Sie bringen die Dinge ohne viel zu reden auf den Punkt. Sie verstehen anders und gehen anders mit Problemen um als Erwachsene. Die hellen Köpfchen aus den verschiedenen ethnischen Gruppen Israels haben in unserem Jahrbuch, dem „Israel Pass 2012“ mit dem Thema „Kinder in Israel“, Fragen zum alltäglichen Leben und zur Konfliktsituation in Israel beantwortet. Sie werden staunen, wie die Kinder Israels in die Zukunft schauen. Darüber hinaus finden Sie im „Israel Pass 2012“ interessante Informationen über den Urlaub mit Kindern in Israel und einen ganz persönlichen Einblick wie Ludwig, Barbara und Aviel Schneider über ihre Kinder, fromme Familien und Kinder im Holocaust denken. Auch finden Sie im „Israel Pass“ einen jüdisch-christlichen Kalender mit den wöchentlichen Thoralesungen.
Der Israel Pass ist somit unentbehrlich für Israelfreunde und Israelreisende. Einzigartig, informativ, interessant - Ein Weg, ihren Freunden und Verwandten die Welt Israels näherzubringen. Zur Bestellung hier klicken
Moschee abgebrannt
Montag, 3. Oktober 2011
In einem Fall von Brandstiftung und Vandalismus wurde im Oberen Galiläa in der Nacht zum Montag eine Moschee von Unbekannten angezündet und mit Graffiti besprüht. Die Moschee steht in der muslimischen Stadt Tuba Zangaria östlich von Rosh Pina. Die Schriftzüge der Graffiti beinhalteten das Motiv hinter der Tat, die als Racheakt für den Terroranschlag auf Asher Palmer und seinem einjährigen Sohn Jonathan in Kiryat Arba letzten Monat gilt. Die Polizei hat nach der Tat mehrere Verdächtige festgenommen. Am Montag kam es in der Stadt zwischen der Polizei und 300 Bewohnern des Ortes zu gewälttätigen Auseinandersetzungen, da wegen der Attacke auf die Moschee eine Straßensperre errichtet wurde. Die Protestierenden haben Steine auf die Polizei geworfen, Fackeln angezündet und den Eingang zur Stadt versperrt.
Gesundheitskrise: Hunderte Ärzte verlassen ihre Positionen
Montag, 3. Oktober 2011
In dieser Woche werden 702 Krankenhausärzte und 32 Spezialisten vom Dienstag bis zum Samstag ihren Dienst ruhen lassen und ihre Position aufgeben. Vor einem Monat wurde ein Abkommen zwischen der Ärztekammer und dem Finanzministerium unterzeichnet. Dieses wurde jedoch von den Ärzten abgelehnt. Die Gebiete der Gynäkologie, Chirurgie, Kindermedizin und Orthopädie werden am meisten von dem Ärztestreik betroffen sein. Dr Yair Landau arbeitet im Scheba Medizinzentrum und wird seine Arbeit am Dienstag niederlegen. Die langen Schichten und die harte Arbeit haben ihre Spuren hinterlassen.
Kalter Krieg im Nahen Osten
Montag, 3. Oktober 2011
Die Palmer-Kommission der UNO bestätigte offiziell die israelische Seeblockade des Gazastreifens als legitime Vorgehensweise. Dies wiederum gab den Startschuss für den „Kalten Krieg“ im Nahen Osten zwischen Israel und seinem früheren Verbündeten – der Türkei. Länger als ein Jahr forderte die Türkei von Israel eine offizielle Entschuldigung für das Aufbringen der so genannten „humanitären Hilfsflottille“, die im Mai 2010 versucht hatte, die Seeblockade vor Gaza zu durchbrechen. Die Operation endete mit dem Tod von neun Türken an Bord des größten Schiffes der Flottille, der Mavi Marmara. Sie hatten die israelischen Soldaten, die an Bord gekommen waren, angegriffen. Die Regierung der Türkei besteht darauf, dass die gesamte Aktion ein Piratenstreich Israels gewesen sei. Man stellte sich offen auf die Seite der Hamas. Doch der Bericht der Palmer-Komission, der den Vereinten Nationen übergeben wurde, kam zu dem Ergebnis, dass Israel einer „wirklichen Gefahr durch die militanten Gruppen in Gaza“ ausgesetzt ist. Israel verfügte die begrenzte Abschottung des Gazastreifens einschließlich einer Seeblockade, um sicherzugehen, dass die dort aktiven Terroristen nicht über den Seeweg in den Besitz weiterer Waffen kommen. Dies war wiederholt versucht worden.
Kurznachrichten
Montag, 3. Oktober 2011
+++ Israels Regierung hat eine Krise mit der deutschen Regierung dementiert. Die Bundeskanzlerin Frau Merkel soll Israels Regierungschef Netanjahu kritisiert haben, weil der von ihm genehmigte Bau von 1.100 Wohnungen im Jerusalemer Stadtteil Gilo die Seriosität von Israels Friedenswillen in Frage stellt. +++ Israels Regierung sagt „JA“ zu dem vom Nahost-Quartett geforderten Zeitrahmen von einem Monat, in dem die Verhandlungen zwischen und Israel und den Palästinensern wiederaufgenommen werden sollen. So kann Ende 2012 ein Friedensvertrag zwischen beiden Parteien erreicht werden. Nun liegt der Ball bei den Palästinensern, die bisher verweigerten, sich mit dem Judenstaat Israel an einen Tisch zu setzen. +++ Seit Mittwochabend haben wir das neue jüdische Jahr 5772, das seit der Schöpfung gezählt wird. Die Rosch Haschana Feiertage verliefen ruhig und ohne Zwischenfäll. Die Synagogen waren mit Betern überfüllt, man aß Äpfel mit Honig und wünschte sich „Schana tova umetuka!“, ein „süßes neues Jahr“.

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