News Archive

Januar 2011

Palästinenser: Uns geht es viel besser als den Nachbarn
Montag, 31. Januar 2011
„Den Menschen in den palästinensischen Autonomiegebieten geht es viel besser als den arabischen Völkern.“ Das unterstrich Omar Badder (56) aus Hebron gegenüber „israel heute“. „Wir verfolgen rund um die Uhr die Aufstände in Tunesien und Ägypten.“ (im Bild der Fernsehauftritt des ägyptischen Präsidenten Mubarak). Omar Badders Onkel arbeitet seit Jahren in Ägypten. „Er versucht seit längerer Zeit wieder nach Hebron zurückzukehren. Aber Israel genehmigt ihm die Einreise nicht.“ Omar betont, dass er und viele seiner Verwandten das Leben mit Juden trotz aller Schwierigkeiten zu schätzen wissen: „Es stimmt, wir haben kein Land und wir haben keinen Frieden, aber dennoch leben wir und sind zufrieden, auch wenn wir oft diskriminiert werden.“ Trotz des Unfriedens zwischen Israel und den Palästinensern, den Aufständen, Militäroperationen, Eskalationen und zahlreichen gescheiterten Verhandlungsversuchen, liegt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der palästinensischen Autonomiegebiete mit knapp 1.200 Euro per Kopf höher als in vielen arabischen Staaten.
Unruhen in Ägypten prägen israelisch-deutsche Gespräche
Montag, 31. Januar 2011
Deutschlands Außenminister Guido Westerwelle ist bereits am Sonntag in Israel angekommen, einen Tag vor Bundeskanzlerin Angela Merkel. Westerwelle traf in Jerusalem mit seinem Amtskollegen Avigdor Lieberman zusammen. Hauptthema des Gesprächs waren die Unruhen in Israels Nachbarländern. Westerwelle wird an den deutsch-israelischen Regierungsgesprächen nicht teilnehmen. Er reiste nach Brüssel weiter, wo sich die Außenminister der Europäischen Union mit der angespannten Lage im Nahen Osten befassen. Die Lage in Ägypten wird heute ein Hauptthema des Austausches zwischen Israels Regierungs-Chef Benjamin Netanjahu und Angela Merkel sein.
Syriens Diktator verhindert Proteste – „Facebook“ eingeschränkt
Montag, 31. Januar 2011
Auch in Syrien regt sich Widerstand gegen die Regierung. Präsident Bashar Assad (Foto) drängt offiziell auf Reformen, ist aber anderseits darauf bedacht, dass ihm die Macht nicht entgleitet. Sein Land beschränkt den Zugang zur Internet-Plattform „Facebook“, nachdem es dort am Samstag zu Anti-Assad-Aufrufen gekommen war. In einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ sagte Assad, die Revolutions-Bewegungen in Tunesien, Jemen und Ägypten leiteten eine neue Ära im Nahen Osten ein. Die arabischen Herrscher müssten die sozialen und wirtschaftlichen Wünsche ihrer Bürger verstehen, wenn sie an der Macht bleiben wollten. Dabei ist Assads Regime eines der skrupellosesten in der Region. Die Armut nimmt rasant zu. Verstöße gegen die Menschenrechte werden regelmäßig kritisiert. Syrien ist ganz offen anti-amerikanisch eingestellt und ein Verbündeter der Hisbollah-Terroristen und des Iran.
„Koschere“ Videos für ultra-orthodoxe Juden
Montag, 31. Januar 2011
„Gla Tube“ ist eine neue „koschere“ Internetplattform ohne sexuelle oder gewalttätige Inhalte. Sie soll es ultra-orthodoxen Juden ermöglichen, ohne moralische Bedenken Videoclips im Internet anzuschauen. Der „You Tube“-Konkurrent setzt auf israelische Volksmusik und Bibel-Unterricht. Videos, in denen sich Sängerinnen wie Lady Gaga räkeln, sind hier tabu. „Gla Tube ist denen gewidmet, die zum Glauben gefunden haben und Musik hören wollen, ohne dabei mit den Perversionen des Internets konfrontiert zu werden“, erläutert der Erfinder des Projekts, Sharon Bokobza.
Kurznachrichten
Montag, 31. Januar 2011
+++ Zypern hat einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 offiziell anerkannt. Es folgte damit dem Vorbild mehrerer südamerikanischer Staaten. +++ In deutschen Kinos darf Israel als Staat sadistischer Mörder dargestellt werden, die systematisch wehrlose Frauen und Kinder abschlachten. Die Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) hat den türkischen Film "Tal der Wölfe - Palästina" für deutsche Kinos freigegeben, wenn auch erst ab 18 Jahren. Allerdings sind sich die meisten Kritiker einig: Der Film ist derart unglaubwürdig und schlecht gemacht, dass er keinen allzu großen Schaden anrichten wird.
Unruhen in Ägypten: Besorgnis in Israel wächst
Sonntag, 30. Januar 2011
Ein Regierungswechsel in Ägypten könnte Israel in eine schwierige Lage bringen. Darauf haben am Wochenende Militärexperten hingewiesen. Die israelische Regierung, das Militär und die Geheimdienste beobachten die Unruhen im Nachbarland mit wachsender Besorgnis. Das Südkommando der israelischen Streitkräfte spielt bereits mögliche Reaktionen auf verschiedene Szenarien durch. Der Friedensvertrag mit Ägypten hatte es ermöglicht, dass sich die israelischen Streitkräfte auf die Bedrohungen durch Syrien, den Libanon und den Iran konzentrieren konnten. „Falls in Ägypten ein feindliches Regime an die Macht käme, müssten die Streitkräfte sofort darauf reagieren“, erklärte ein Verteidigungsexperte.
Abgeordneter nennt jüdische Siedler „Krebsgeschwür“
Sonntag, 30. Januar 2011
Rund 1000 Bürger von Jaffa haben am Samstag an einem Protestmarsch durch die Straßen ihrer Stadt teilgenommen. Muslimische und christliche Bewohner sowie linke jüdische Aktivisten beklagten, jüdische Siedler wollten die Stadt unter ihre Kontrolle bringen. Viele Demonstranten hatten palästinensische und ägyptische Flaggen dabei. „Wir werden Jaffa mit Blut befreien“, lautete eine ihrer Parolen. Auslöser war der Bau von 20 Wohneinheiten für religiöse Juden. Jaffa, das biblische Joppe, hat eine mehrere Jahrtausende alte Geschichte und war zuletzt mehrheitlich von Arabern bewohnt. Heute mangelt es dort an günstigem Wohnraum, der jüdische Einfluss wächst. Bei der Protestkundgebung sprach der israelische Parlamentsabgeordnete Ahmed Tibi (Vereinigte Araberpartei, Foto). Tibi sagte, „die Siedler im Herzen von Hebron sind ein Krebsgeschwür, und das gleiche gilt für die Siedler in den arabischen Teilen von Jaffa.“
Israel erwartet Bundeskanzlerin Merkel und ihr halbes Kabinett
Sonntag, 30. Januar 2011
Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Montag Israel besuchen. Dabei wird sie von neun Ministerinnen und Ministern begleitet. Der Kanzlerin wird von der Universität Tel Aviv die Ehrendoktor-Würde verliehen. Sie wird zudem mit jungen deutschen und israelischen Freiwilligen der „Aktion Sühnezeichen” zusammentreffen. Neben dem Friedensprozess mit den Palästinensern und dem iranischen Atomprogramm geht es bei den Gesprächen vor allem um die Zusammenarbeit bei Zukunftsthemen wie erneuerbare Energien und Elektromobilität. Es ist bereits der dritte Besuch der Kanzlerin in Israel seit 2007.
Kurznachrichten
Sonntag, 30. Januar 2011
+++Die chilenischen Bergleute, die 68 Tage lang in einem Bergwerk verschüttet waren, werden im Februar Israel besuchen. Sie werden bei ihrer „Dankes-Pilgerreise“ von ihren Ehefrauen begleitet. Auf dem Programm stehen Besichtigungen der Heiligen Stätten und Begegnungen mit religiösen Leitern. +++ Wissenschaftler des Weizmann-Instituts in Rehovot haben einen neuartigen Schutz gegen Nervengase entwickelt. Es beruht auf einem Enzym, das die Schadstoffe im Nervengas abbaut, bevor sie Nerven und Muskeln schaden können. Experimente in einem US-Militärlabor haben gezeigt, dass das Enzym sehr rasch wirkt.
Netanjahu fordert Kampf gegen „neuen Antisemitismus“
Freitag, 28. Januar 2011
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich in einer Ansprache vor dem israelischen Parlament mit der Frage beschäftigt, welche Lehren aus dem Holocaust gezogen wurden. „Nach dem Holocaust gab es weltweit elf Millionen Juden. Davor waren es 18 Millionen. Selbst bei einem sehr langsamen Bevölkerungswachstum sollte es nun weltweit an die 30 Millionen Juden geben. Es sind aber nur 13,5 Millionen. Diese Zahl kommt nicht aufgrund physischer Verluste zustande, sondern aufgrund von Assimilation und Identitätsverlusten“, so der Ministerpräsident. Der einzige Ort, an dem die jüdische Bevölkerung weiter gewachsen ist, sei Israel.
Viele Holocaust-Überlebende sind völlig verarmt
Freitag, 28. Januar 2011
Die Anzahl der Holocaust-Überlebenden, die auf finanzielle Unterstützung angewiesenen sind, hat in den vergangenen fünf Jahren um 160 Prozent zugenommen. Darauf haben jetzt israelische Opfer-Vereinigungen aufmerksam gemacht. Ernest Deutsch ist einer von 60.000 Holocaust-Überlebenden, die mittlerweile von Wohlfahrts-Organisationen unterstützt werden. „Ich lebe von der Hand in den Mund“, sagte der 84-jährige in Tel Aviv, „ich habe kein Mobiltelefon und keinen CD-Spieler. Ich bekomme Geld aus Deutschland. Aber das reicht gerade für die Miete dieser Ein-Zimmer-Wohnung.“ Zum Leben bleiben ihm rund 365 Euro im Monat. Seit dem Krieg ist er auf Medikamente angewiesen. Deutsch ist kein Einzelfall.
Israels Weltraumforscher setzen auf Zusammenarbeit mit Europa
Freitag, 28. Januar 2011
Israel erobert den Himmel – und setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit der europäischen Weltraumagentur ESA. Am Sonntag soll ein Abkommen unterzeichnet werden, das eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Astronomie, Astrophysik, Erforschung des Sonnensystems, Satellitentechnik, Umweltbeobachtung aus dem All sowie Metorologie umfasst. Die ESA und Israel wollen zudem gemeinsam die Ursachen von Naturkatastrophen untersuchen und Experimente in der Schwerelosigkeit durchführen. „Die Vereinbarung mit der ESA zeigt, dass Israel als eine der führenden Nationen bei der Weltraumforschung betrachtet wird“, sagte Wissenschaftsminister Daniel Hershkowitz in einem Zeitungsinterview.
Kurznachrichten
Freitag, 28. Januar 2011
+++ Die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem zeigt neuerdings auf dem Internetportal YouTube Videofilme in der Sprache Farsi. Damit will man der öffentlichen Holocaust-Leugnung durch den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad entgegentreten. Gezeigt werden Lebensberichte von Überlebenden, von denen viele speziell für ein iranisches Publikum aufgenommen wurden. +++Ein 19-jähriger Palästinenser ist in der Nähe des arabischen Dorfes Irak Burin in der Nacht zum Freitag von einem Israeli erschossen worden. Die für Judäa und Samaria zuständige Polizei gab bekannt, der Israeli sei zu Fuß unterwegs gewesen und von einer Gruppe jugendlicher Palästinenser bedroht worden. Diese hätten ihn mit Steinen beworfen.
Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 28. Januar 2011
Schekalim „MISCHPATIM – Rechtsbestimmung /-sätze“
2. Mose 21,1 bis 24,18; Jeremia 34,8-22; 33,25-26
Kommentar:
Nachdem in der vergangenen Parascha-Lesung die zehn Grundsätze/-gebote (dibroth) betrachtet wurden, kommen wir jetzt zur Praxis der Alltagsgesetze, den Rechtssätzen (hebr. mischpatim). Es mussten Ordnungen und Regeln gesetzt werden, was besonders wichtig war für ein Sklavenvolk.
Im ersten Abschnitt geht es um die Freigabe des Hebräersklaven im siebten (Schabbat-)Jahr und seine Rechte. Mancher entschloss sich, für seinen Herrn ein ewiger Knecht zu sein, weil ‘er seinen Herrn liebte’. Als Zeichen wurde sein Ohr durchbohrt (hebr. „nirza“). Wieder ein Bundeszeichen am Fleisch. Wie bei der Beschneidung, so soll der Gläubige im geistlichen Sinn im Herzen beschnitten und
Domino-Effekt erreicht Europa
Donnerstag, 27. Januar 2011
Irland hat sich am Dienstag dazu entschlossen, den Status der diplomatischen Delegation der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in Dublin aufzuwerten. Diese Entscheidung wird in Israel als ein weiterer Schritt der einseitigen Anerkennung eines palästinensischen Staates angesehen, der, ausgehend von Südamerika, von Europa übernommen zu werden scheint. Zwar hat die irische Regierung betont, es handle sich nicht um eine Aufwertung zur offiziellen Botschaft und einer Anerkennung „Palästinas“ als unabhängigen Staat. Trotzdem wird der Vorsitzende der PA-Delegation nun als Botschafter angesprochen und mit allen diplomatischen Ehren ausgestattet sein. Israels Vize-Außenminister warnte, diese faktische Anerkennung eines palästinensischen Staates erschwere ein bilaterales Friedensabkommen und fördere eine neue Gewaltwelle.
Kontroverse um neuen Tunnel nahe Klagemauer
Donnerstag, 27. Januar 2011
Die Öffnung eines Tunnels zwischen Silwan, der Stadt Davids, und dem Archäologischen Park beim Davidson Center nahe der Klagemauer hat Jerusalems Sicherheitskräfte alarmiert, da Proteste der arabischen Bevölkerung erwartet werden. Der nach sieben Jahren fertiggestellte Tunnel ist größtenteils ein bereits vorhandener Abwassertunnel aus der Zeit König Herodes, er wurde von der Israelischen Altertumsbehörde entdeckt und freigelegt. Der 700 Meter lange Tunnel verläuft unter arabischen Häusern und einer Straße in der Wadi Hilweh Nachbarschaft im Ostjerusalemer Silwan Viertel. Die Anwohner haben bereits mehrfach gegen die Freilegung des Tunnels protestiert und das Projekt wegen der Finanzierung, die von der Elad Foundation, einer eher rechtsgerichteten Organisation ausgeht, als politisch motiviert verurteilt.
Israel Heute TV: Stammzellen als neue Heilmittel
Donnerstag, 27. Januar 2011
Menschliche Stammzellen gelten als Wunder-Heilmittel. Im „Sheba Medical Center“ bei Tel Aviv werden sie aus Nabelschnurblut gewonnen und bei minus 195 Grad Celsius in Kältetanks tiefgefroren. So können sie viele Jahre überdauern – bis sie gebraucht werden, um Leben zu retten oder Leid zu lindern. Israelische Mediziner gehören zu den führenden Experten in diesem relativ jungen Gebiet der Medizin. Das TV-Team von „Israel Heute“ hat mit Vertretern der Taburit-Nabelschnurblutbank gesprochen. Weitere Themen der aktuellen Sendung: ein Besuch bei der „Dom“-Minderheit in der Jerusalemer Altstadt; Porträt eines palästinensischen Geschäftsmanns, der ein visionäres Windenergie-Projekt in Bethlehem betreibt; Ludwig Schneiders Kommentar: „Wir sind alle Mittäter“. Die Sendung wird von Bibel TV über Satellit und Kabel ausgestrahlt: Heute, Donnerstag, um 22 Uhr; Samstag, 29. Januar, um 11 Uhr; Sonntag, 30. Januar, um 19.30 Uhr; Donnerstag, 3. Februar, um 9.30 Uhr.
Kurznews
Donnerstag, 27. Januar 2011
+++ Die Jewish Agency for Israel (JAFI) hat eine neue Repräsentanz in den Räumen des Auswandererhilfswerkes "Ebenezer Hilfsfonds Deutschland" in Hamburg eröffnet. Es sind dieselben Räume, in denen einst das Giftgas Zyklon B vermarktet wurde (im Bild der Eingangsbereich). Nathan Sharansky, Vorsitzender der Jewish Agency for Israel, sagte in einer Videobotschaft: „Es schließt sich ein Kreis. Der Ort, von dem einst die Tötung des Volkes Zions ausging, ist heute ein Ort, der Zion zum Segen wird.“+++ Die Geburtenrate in der moslemischen Welt verzeichnet einen Rückgang...
Mord an amerikanischer Christin aufgeklärt – Zwei Männer verhaftet
Mittwoch, 26. Januar 2011
Die Mörder der Amerikanerin Kristin Logan sind offenbar gefasst. Polizei und Geheimdienst gaben am Mittwoch bekannt, dass zwei Palästinenser unter dringendem Tatverdacht verhaftet worden seien. Sie hätten die Tat gestanden und kommen zudem für weitere Gewaltverbrechen in Frage. Möglicherweise gehören die beiden zu einer 13-köpfigen Terrorzelle, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Juden umzubringen.
Kristin Logan, die als Touristin in Israel war, und ihre Freundin, die messianisch-jüdische Reiseführerin Kaye Susan Wilson, waren am 19. Dezember überfallen worden, als sie außerhalb von Jerusalem in einem Waldstück wanderten. Zwei Araber hätten brutal mit Messern auf sie eingestochen, berichtete Kaye Wilson, die sich tot gestellt hatte und wohl nur deshalb überlebte. Sie kam mit Schnittwunden ins Krankenhaus. Einige Stunden später wurde die Leiche ihrer Freundin entdeckt.
Immer neue Geheimdokumente: – Palästinenser sauer auf „Al Dschasira“
Mittwoch, 26. Januar 2011
Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira hat am Dienstag erneut Geheimdokumente veröffentlicht. In ihnen wird die erstaunlich enge Zusammenarbeit zwischen den israelischen Geheimdiensten und der palästinensischen Autonomiebehörde beschrieben. Ein Dokument zeigt, wie Israel und die Fatah-Palästinenser gemeinsam planten, einen Kommandeur der islamistischen Al-Aksa-Märtyrerbrigaden umzubringen. Aus einem anderen Protokoll geht hervor, dass sich der palästinensische Ministerpräsident Fayyad gegen eine Öffnung der Grenzübergänge zum Gazastreifen ausgesprochen hat. Er befürchtete offenbar, dass die rivalisierende Hamas dies für sich als Sieg verbuchen könnte.
Israel besorgt über die schweren Unruhen in Ägypten
Mittwoch, 26. Januar 2011
Schwere Unruhen in Ägypten, Regierungswechsel im Libanon – doch Israels Diplomaten halten sich mit Kommentaren zurück. Offiziell will man sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Nachbarstaaten einmischen. Aber hinter den Kulissen wächst die Besorgnis, die Stabilität der ganzen Nahost-Region könne ins Wanken geraten. Der neue Leiter des israelischen Militärgeheimdienstes, Aviv Kohavi, äußerte sich dazu vor einem Ausschuss des Parlaments. Er sah das Regime von Husni Mubarak in Ägypten nicht ernsthaft bedroht. Aber zu diesem Zeitpunkt waren die Proteste in Kairo noch nicht eskaliert. In der Nacht zum Mittwoch waren Zehntausende gegen das Regime auf die Straße gegangen. Bei Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es mindestens drei Tote.
Rabbiner: Neuen Armee-Chef trifft „Strafe des Himmels“
Mittwoch, 26. Januar 2011
Der designierte neue Oberbefehlshaber der israelischen Armee, Joav Galant (Foto), steht wegen dubioser privater Grundstücksgeschäfte in der Kritik. Nun wird er auch noch von rechts orientierten religiösen Rabbinern unter Beschuss genommen. Sie halten seine derzeitigen Schwierigkeiten für eine „Strafe des Himmels“, weil er mitverantwortlich für die Vertreibung jüdischer Siedler aus dem Gazastreifen sei. Galant war damals Militärsekretär von Regierungschef Ariel Scharon gewesen, der die Räumung des Gazastreifens durchgesetzt hatte. Rabbiner Schalom Dov Wolpe forderte von Galant nun eine öffentliche Entschuldigung. Galant sei mit dafür verantwortlich, dass seit dem Rückzug aus dem Gazastreifen Tausende von Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen worden seien.
Geheimdokumente blamieren Abbas - Arabische Liga verhindert Kompromisse
Dienstag, 25. Januar 2011
Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hat bei Friedensgesprächen im Jahr 2008 offenbar auf das Rückkehrrecht von Millionen Palästinensern nach Israel verzichtet. Das geht aus neuen Geheimdokumenten hervor, die der arabische Nachrichtensender Al-Dschasira am Montagabend veröffentlicht hat. Demnach habe Abbas gegenüber den Israelis eingeräumt, dass die Einwanderung von Millionen Palästinensern das Ende des jüdischen Staates bedeuten würde. Die Palästinenserführung gerät wegen ihrer nachgiebigen Haltung, die sich aus den Geheimprotokollen ergibt, immer stärker unter Druck. In Ramallah haben wütende Palästinenser vor der Geschäftsstelle von Al-Dschasira eine israelische Flagge verbrannt (Foto). In Israel wird indessen über die Rolle der Arabischen Liga diskutiert.
Auch Peru erkennt „Palästina“ als souveränen Staat an
Dienstag, 25. Januar 2011
Peru hat Palästina als „freien und souveränen Staat“ anerkannt. Das hat Außenminister Jose Belaunde (Bild) bekannt gegeben. Der Andenstaat folgte damit Uruguay, Argentinien, Bolivien, Ecuador und Chile. Vorreiter der Anerkennungs-Welle in Südamerika war Brasilien. Peru hat zwar Palästina anerkannt, äußerte sich aber nicht zu dessen Grenzen. Ein israelischer Offizieller bezeichnete die Anerkennung Palästinas durch die Südamerikaner als „nutzlose und leere Geste, die nichts verändern wird.“ Israel befürchtet, dass die Anerkennung den Friedensverhandlungen schadet.
Neue „Hilfsflotte“ soll Israels Seeblockade vor Gaza brechen
Dienstag, 25. Januar 2011
Pro-palästinensische Gruppen bereiten eine neue „Hilfsflotte“ vor, die die Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen soll. Der Schiffskonvoi mit dem Namen „Freiheitsflotte 2“ soll zum Jahrestag der Auseinandersetzungen mit der türkischen „Marvi Marvara“ (Bild) vor der Küste von Gaza aufkreuzen. Im Mai 2010 waren bei Kämpfen zwischen der israelischen Marine und bewaffneten Friedensaktivisten neun Türken ums Leben gekommen. An der neuen „Friedensaktion“ sollen erstmals Schiffe aus den USA und aus Kanada teilnehmen. Die Organisatoren gaben jetzt bekannt, dass sie derzeit dabei seien, Geld zu sammeln, Schiffe zu kaufen und Freiwillige zu rekrutieren. Der Bericht einer israelischen Untersuchungskommission über den Marineeinsatz gegen die „Marvi Marvara“ wird von der US-Regierung gelobt. Er sei glaubwürdig, objektiv und transparent, heißt es in einer Stellungnahme des Außenministeriums.
Internationale Medien lassen sich von Tel Aviv begeistern
Dienstag, 25. Januar 2011
2010 war ein Rekordjahr für Israels Mittelmeer-Metropole Tel Aviv – zumindest, was das Medieninteresse angeht. Mehr als 100 Fernsehteams und 200 Journalisten der schreibenden Zunft aus mehr als 30 Ländern waren in „der Stadt, die niemals schläft“ aktiv. Das hat jetzt der Tourismusverband Tel Aviv-Jaffa bekannt gegeben. Für besonders wichtig halten die Tourismus-Fachleute einen Bericht des australischen „Lonely Planet“-Verlags. Er ist der weltweit größte Herausgeber von unabhängigen Reisführern und hatte Tel Aviv zu einem der „heißesten Reiseziele 2011“ erklärt.
Palästinenser nach geheimen Dokumenten 2008 zu Zugeständnissen bereit
Montag, 24. Januar 2011
Der arabische Fernsehsender „Al Dschasira“ und die britische Zeitung „Guardian“ haben angebliche Geheimpapiere veröffentlicht. Aus ihnen geht hervor, dass eine palästinensische Verhandlungsdelegation damit einverstanden gewesen sei, die jüdischen Stadtteile im Osten Jerusalems – mit Ausnahme von Har Homa - Israel zu überlassen. Dies widerspricht der offiziellen Haltung der Palästinenser, die diese Dokumente sofort und vehement als Fälschung bezeichneten. Den Papieren zufolge hatte der frühere israelische Ministerpräsident Olmert vorgeschlagen, dass Israel 6,8 Prozent des sogenannten Westjordanlandes übernimmt, einschließlich großer Siedlungen, und dafür Ausgleichsflächen an die Palästinenser abgibt. Aus den Unterlagen geht zudem hervor, dass die Palästinenser 2008 Anspruch auf die größte jüdische Siedlung Maale Adumim (Bild) mit über 40.000 Einwohnern erhoben haben. Die Einwohner hätten palästinensische Bürger werden können.
„Provisorisches Palästina“: Lieberman muss zurückrudern
Montag, 24. Januar 2011
Mit seinem Vorschlag, einen palästinensischen Staat mit vorläufigen Grenzen auf knapp der halben Fläche des sogenannten Westjordanlandes zu errichten, hat Israels Außenminister Avigdor Lieberman (Foto) am Wochenende für Schlagzeilen gesorgt. Nach einem Sturm der Entrüstung rudert er nun zurück. Laut seinem Ministerium habe es sich nur um interne Vorschläge gehandelt. Die Tageszeitung „Haaretz“ hatte berichtet, dass Lieberman eine Landkarte für ein provisorisches „Palästina“ entworfen habe. In dieser seien keine jüdischen Siedlungen enthalten, sondern nur Gebiete, die derzeit bereits unter palästinensischer Kontrolle stünden.
Polizei gelingt Schlag gegen Waffenhändler
Montag, 24. Januar 2011
Die israelische Grenzpolizei hat am Montag früh 27 Araber aus dem Norden Israels festgenommen. Sie sollen Waffenhandel in großem Stil betrieben haben. Nach Polizeiangaben wurde vor dem Einsatz vier Monate lang verdeckt ermittelt. Der Waffenhandel sei ausgeklügelt gewesen und mit Hilfe krimineller Elemente aus dem Westjordanland abgewickelt worden. In einer Überraschungsaktion wurden dann die Häuser der Verdächtigen in Nazareth und Umgebung durchsucht.
Ein Kloster ohne Frauen und ohne Äpfel
Montag, 24. Januar 2011
Das griechisch-orthodoxe Mar Saba-Kloster schwebt gleichsam über dem Kidron-Flüsschen, unweit von Bethlehem. Es ist nur über eine enge Zufahrt zu erreichen. Der Tageszeitung Maariv gelang es, von Patriarch Theophilos III. die Erlaubnis zu erhalten, das Kloster besuchen zu dürfen. Fotograf Abir Sultan berichtete anlässlich der jährlichen Gedenkfeier des Klosterpatrons, des Heiligen Saba. Frauen ist der Zutritt untersagt. Das Mar Saba-Kloster verbietet auch, Fleischprodukte und Äpfel hineinzubringen. Das Apfelverbot rührt daher, dass Eva laut Überlieferung im Paradies Adam einen Apfel gab.
Kurznachrichten
Montag, 24. Januar 2011
+++ Die israelische Marine hat sich bei ihrem Einsatz gegen Aktivisten auf dem türkischen Schiff „Mavi Marvara“ rechtmäßig verhalten. Zu diesem Ergebnis ist die israelische Untersuchungskommission in ihrem rund 300-seitigen Bericht gekommen. Die Untersuchung macht auf die extreme Gewaltbereitschaft der so genannten Friedensaktivisten aufmerksam. Wenig überrascht die Reaktion der Türkei, die den israelischen Bericht als nicht objektiv zurückwies. +++ Allein am Sonntag haben 262 Lastwagen mit Nahrungsmitteln, Gas und anderen Gütern über verschiedene israelische Grenzübergange den Gazastreifen erreicht. Das berichtet das israelische Militär. Acht Lastwagen mit Exportartikeln wie Erdbeeren und Blumen hätten den Gazastreifen verlassen.
Siedler-Jugendgruppe von Steinewerfern aus Nablus vertrieben
Sonntag, 23. Januar 2011
Steinwürfe, Armee-Einsatz und vorübergehende Festnahmen: Für eine Gruppe israelischer Jugendlicher endete der Besuch des historischen Joseph-Grabes in Nablus (Foto) ganz anders als erwartet. Am Samstagabend hatte sich die Jugendgruppe, die zur Siedlerbewegung gehört, zu Fuß in Richtung der palästinensischen Stadt aufgemacht. Einige wurden von israelischen Soldaten aufgehalten. 19 Teenager schafften es jedoch, auf Umwegen nach Nablus zu gelangen. Dort seien sie von Steinewerfern empfangen worden. „Die Situation wurde immer gefährlicher. An der Straße, die zum Josephsgrab führt, standen auf beiden Seite große Gruppen von Arabern“, berichtete ein Teilnehmer. Die Jugendlichen flüchteten daraufhin und beklagten sich, dass die Armee sie nicht beschützt habe.
Hisbollah gewinnt im Libanon weiter an Einfluss
Sonntag, 23. Januar 2011
Im Libanon wachsen die Befürchtungen, der Staat könne zu einer Kopie des islamistisch regierten Gazastreifens werden. Die schiitische Terrorgruppe Hisbollah mit ihren Verbündeten verfügt nunmehr über die absolute Mehrheit im Parlament und will den neuen Regierungschef stellen. Dies wird möglich, weil elf Abgeordnete der Sozialistischen Fortschrittspartei des Drusenführers Walid Joumblatt neuerdings die Islamisten unterstützen. Die Hisbollah („Partei Allahs“) hält jetzt 68 der 128 Sitze, das pro-westliche Lager des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Saad Hariri nur 60. Zuvor hatten sich alle Hisbollah-Minister aus dem Kabinett zurückgezogen und damit die Regierungskoalition platzen lassen.
Hunderte von Delfinen leben vor Israels Küste
Sonntag, 23. Januar 2011
Vor der Küste von Tel Aviv und Herzlija ist am Samstag eine Gruppe von 15 Delfinen gesichtet worden. Derartige Beobachtungen häufen sich. Fachleute gehen davon aus, dass sich die Meeres-Säugetiere nunmehr dauerhaft vor der israelischen Küste aufhalten. Viele von ihnen lassen sich eindeutig identifizieren. Nach Angaben der Fachleute wurden im vergangenen Jahr am häufigsten „Ziggi“ und ihr Nachwuchs „Zigmund“ beobachtet. Dr. Aviad Scheinin hat die Delfine im Auftrag der Universität Haifa unter die Lupe genommen. Er geht davon aus, dass mittlerweile 300 bis 400 so genannte Flaschennasen-Delfine vor der israelischen Küste leben.
Hagar Feiner verteidigt ihren Weltmeistertitel im Boxen
Sonntag, 23. Januar 2011
Die 26-jährige Boxerin Hagar Finer hat in der Nacht zum Sonntag ihren Weltmeistertitel des Verbandes WIBF in der Bantam-Gewichtsklasse erfolgreich verteidigt. Die 1,62 große Sportlerin aus Tel Aviv gewann nach Punkten gegen die französische Meisterin, Nadège Szikora. Der Kampf fand in Paris statt. Der Sieg über die zehn Jahre ältere Szikora war umstritten, die Gewinnerin wurde von den französischen Zuschauern ausgebuht.
Sonja Peres gestorben - Israel trauert mit dem Präsidenten
Freitag, 21. Januar 2011

Sonja Peres, die Ehefrau des israelischen Staatspräsidenten, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Sie erlag in ihrem Haus in Tel Aviv im Schlaf einem Herzversagen. Sonja hatte Shimon Peres als Teenager kennengelernt, die beiden waren rund 70 Jahre ein Paar. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu würdigte Sonja Peres als eine bescheidene Frau, die mit ihrer ruhigen, gutherzigen Art ein beispielhaftes Leben geführt habe. Tatsächlich scheute Sonja Peres die Öffentlichkeit. Die gebürtige Polin war 1927 mit ihren Eltern nach Israel gekommen.

Autonomiebehörde: Hamas stiehlt Zivilisten die Medikamente
Freitag, 21. Januar 2011

Der Konflikt zwischen den Palästinensergruppen im Heiligen Land verschärft sich. Die Palästinensische Autonomiebehörde hat die Einfuhr von Medikamenten in den Gazastreifen gestoppt. Sie warf der dort regierenden Terrororganisation Hamas vor, sie stehle die Medikamente, die für die Zivilisten bestimmt seien. Laut Autonomiebehörde verschwindet die Medizin in Lagerhäusern der Hamas. Der Gesundheitsminister der Hamas, Bassam Naid, beschwerte sich öffentlich und machte die Fatah-Palästinenser in Ramallah für die Medikamenten-Knappheit im Gazastreifen verantwortlich.

Parlament würdigt Gründer von „Christen für Israel“
Freitag, 21. Januar 2011

Der Gründer der niederländischen Organisation „Christen für Israel“, Karel van Oordt (82), ist in Jerusalem vom Jüdischen Weltkongress und dem Christlichen Allianz-Ausschuss des israelischen Parlaments geehrt worden. Zuvor hatte ihn Knesset-Sprecher Reuven Rivlin empfangen, der seine Wertschätzung für die Arbeit von „Christen für Israel“ zum Ausdruck brachte. Karel van Oordt nahm die Auszeichnung vom früheren Tourismusminister Benny Elon entgegen, der sich seit vielen Jahren für gute jüdisch-christliche Beziehungen einsetzt.

Israel sorgt für Aufsehen in der Computerindustrie
Freitag, 21. Januar 2011

Israelische Neuentwicklungen sorgen weltweit für Aufsehen in der Telekommunikations-Branche. Der Chiphersteller Intel hat jetzt angekündigt, dass sein Entwicklungszentrum in Jerusalem an einem neuen „Cedarview“-Chip arbeitet, der die Notebook-Welt revolutionieren soll. Zudem entwickelt Intel in Israel eine neue Technologie für extrem schnelle Datenleitungen. Sie soll Hochgeschwindigkeits-Verbindungen zwischen einzelnen Computer-Teilen über einen einzigen Draht ermöglichen. Dies würde den Bau von extrem flachen Computern mit weniger Datenleitungen erlauben. Doch nicht nur bei der Neuentwicklung von Geräten gehört Israel zu den führenden Nationen der Erde. Die Software-Entwickler im Heiligen Land arbeiten an Programmen, die weltweit den Alltag verändern können. Jüngstes Beispiel ist ein Miniprogramm, ein sogenanntes App, für das soziale Netzwerk „Facebook“.

Schabbat-Lesung und Kommentar
Freitag, 21. Januar 2011
„JITRO – Jethro“
2. Mose 18,1 bis 20,26; Jesaja 6,1-7; 7,1-6; 9,5-6

Kommentar:

Die Lesung „Jitro“ ist eine der sechs Paraschot, die Personennamen tragen: Noah, (Chaje) Sarah, Jitro, Korach, Balak und Pinhas. Unsere Parascha trägt den Namen eines Heiden, der noch dazu ein Priester Midians war – aber er war auch Moses Schwiegervater. Dieser wichtige Thoraabschnitt, der die Grundlagen jüdischen Glaubens abhandelt, den Kern der Thora, die Gesetzgebung am Berg Sinai mit den Zehn Geboten, trägt den Namen eines Heiden!? Dies weist ein weiteres Mal – so sagen Rabbiner – auf die Verbindlichkeit des Wortes Gottes für alle Völker hin.

Mose erzählt von aller Mühsal und lässt seine Rede enden, indem er dem HERRN Lob und Dank gibt. Lasst auch uns, wenn wir unsere Lebensstationen betrachten, immer mit Dank an Gott enden – egal wie hart sie waren! So tut es auch David in seinen Psalmen.
Opposition mit Duftspray gegen „schmutzige Politik“
Donnerstag, 20. Januar 2011

Nach einer kontroversen Debatte hat das israelische Parlament die Regierungsumbildung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gebilligt. 43 Abgeordnete stimmten dafür, 40 waren dagegen. Das mit neuen Aufgaben betraute Ministerium für innere Sicherheit wird vom bisherigen stellvertretenden Verteidigungsminister und Ex-General Matan Vilnai geleitet. Vilnai hatte am Montag gemeinsam mit Verteidigungsminister Ehud Barak sowie drei weiteren Abgeordneten die sozialdemokratische Arbeitspartei verlassen und eine neue Parlamentsfraktion namens Azmaut (Unabhängigkeit) gegründet.

Von München nach Haifa mit dem Fahrrad unterwegs
Donnerstag, 20. Januar 2011

Der Deutsche Stephan Schuster (45) ist mit dem Fahrrad nach Israel gereist. Anfang September war er in München losgeradelt, nun kam er – nach einer Fahrstrecke von 6600 Kilometern – in Haifa an. Dort besuchte er Verwandte. Die Radtour führte Schuster durch Österreich, die Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Bulgarien, die Türkei, Syrien und Jordanien. Seine größten Befürchtungen hätte er wegen der Strecke durch die Türkei und durch Syrien gehabt, erklärte er nach seiner Ankunft in Israel.

Israelische Landwirte suchen Simmentaler Fleckvieh
Donnerstag, 20. Januar 2011
p>Israelische Landwirte wollen in Deutschland, der Schweiz oder Österreich Simmentaler Fleckvieh kaufen. Diese Rinder sind eine so genannte Zweinutzungsrasse, bei der die Milch- und die Fleischleistung gleichermaßen eine Rolle spielen. Die Rasse geht auf Hausrinder im Simmental im Berner Oberland zurück, das bereits im Mittelalter für seine großwüchsigen und gescheckten Rinder bekannt war. „Diese Kühe sind eine besondere Rasse, die wir nach Israel importieren möchten“, erläuterte der Farmer Amnon gegenüber „israel heute“.
Israel heute TV: Einblicke in alte Templersiedlung
Donnerstag, 20. Januar 2011

Chaim Rosen (Foto) hat das Konzentrationslager Dachau überlebt. Der 89-Jährige lebt seit Jahrzehnten im Kibbutz Netzer Sereni. Dort erinnern alte Gebäude an eine frühere Siedlung der deutschen Templer. Ein Interview mit Chaim Rosen über seine persönliche Lebensgeschichte und die einstige Templersiedlung ist in der aktuellen Ausgabe des „israel heute“-TV-Magazins zu sehen. Außerdem in der Sendung: Sprachunterricht als Integrationsfaktor; eine junge Konditorin aus Israel lernt in Deutschland, wie Schwarzwälder Kirschtorte hergestellt wird; Biblischer Kommentar von Ludwig Schneider: „Warum ausgerechnet Jerusalem?“.

Kurznachrichten
Donnerstag, 20. Januar 2011
Israelische Soldaten haben am Donnerstagvormittag nahe Jenin einen Palästinenser erschossen. Nach Armeeangaben handelte es sich um einen bewaffneten Terroristen, der das Feuer auf die Soldaten eröffnet hatte. +++ Seit vier Tagen ist die Jerusalemer Jaffa-Straße wegen Probefahrten der neuen Straßenbahn (Foto) für allen anderen Verkehr gesperrt. Die Cafés und Restaurants freuen sich über eine Umsatzsteigerung von bis zu 25 Prozent. Sauer sind dagegen die Taxifahrer. Sie haben nach eigenen Angaben 40 Prozent ihrer Kunden im Stadtzentrum eingebüßt. Grund sind die längeren Fahrzeiten.
Russlands Ja zu Palästinenserstaat bringt Israel in Verlegenheit
Mittwoch, 19. Januar 2011

Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat erklärt, dass sein Land einen unabhängigen Palästinenserstaat anerkennt. Bei einem Besuch in Jericho (Bild) sagte Medwedew, bereits 1988 habe Moskau einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 mit der Hauptstadt Ost-Jerusalem anerkannt. An dieser Position habe sich nichts geändert. Der palästinensische Chefunterhändler bei den Friedensgesprächen mit Israel, Saeb Erekat, sprach von einem historischen Ereignis, das die Palästinenser stolz mache. Medwedews Aussagen trafen Israel offenbar unerwartet und bringen die Regierung Netanjahu in Verlegenheit. Seit drei Wochen wird im Außenministerium und in den Borschaften des jüdischen Staates gestreikt. „Wir sind derzeit blind für das, was draußen vor sich geht“, gab ein Diplomat gegenüber israelischen Medien zu.

Jüdische Stätten werden in palästinensischen Schulbüchern islamisch
Mittwoch, 19. Januar 2011

Historische jüdische Stätten werden in palästinensischen Schulbüchern zunehmend als rein muslimisches Erbe dargestellt. So werde beispielsweise Rahels Grab in der Nähe von Bethlehem (Foto) nur noch als „Bilal Ibn Rabah Moschee“ bezeichnet. Darauf hat das jüdische „Institut für die Beobachtung von Frieden und kultureller Toleranz in der Schulbildung“ aufmerksam gemacht. Der Studie zufolge war das Grab Rahels noch 1995 in den Schulbüchern für die sechsten Klassen als „Grab Rahels, Mutter von Joseph und Frau Jakobs“ bezeichnet worden. In der Ausgabe von 2001 für die Klassenstufe sieben ist dann bereits von der Moschee die Rede.

Panzerfeuer gegen Terroristen an der Gaza-Grenze
Mittwoch, 19. Januar 2011

Das Grenzgebiet zum Gazastreifen kommt nicht zur Ruhe: Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben eine Panzergranate auf Terroristen abgefeuert. Die hatten sich dem Sicherheitszaun genährt, um dort eine Bombe anzubringen, so das Militär. Mindestens ein Terrorist sei durch den Beschuss verletzt worden. Bei einem weiteren Vorfall war zuvor ein Sprengkörper explodiert, der gegen israelische Soldaten gerichtet war, die routinemäßig an der Grenze unterwegs waren. Sie kamen mit dem Schrecken davon.

Orthodoxe Christen feiern an der Jordan-Taufstelle
Mittwoch, 19. Januar 2011
Taufstelle Quar el Yahud besucht. Das alljährliche Fest erinnert an die Taufe Jesu durch Johannes den Täufer. An der Feier nahmen Gläubige aus aller Welt teil. Der Patriarch der griechisch-orthodoxen Kirche von Jerusalem, Theophilos III., führte eine Prozession zur Taufstelle. Qasr el Yahud, in der Nähe von Jericho gelegen, gilt neben der Geburtskirche in Bethlehem und der Grabeskirche in Jerusalem als bedeutendste christliche Pilgerstätte im Heiligen Land.
Kurzmeldungen
Mittwoch, 19. Januar 2011

Peter Bürgel, der Oberbürgermeister von Dachau, möchte erstmals eine Gruppe Jugendlicher aus seiner Stadt zu einem Besuch nach Israel bringen. Unter anderem werden die jungen Leute das Mesuah-Institut für Holocauststudien im Kibbuz Tel Jitzhak besuchen. In Dachau war 1933 das erste Konzentrationslager auf deutschem Boden eingerichtet worden. +++ Der scheidende israelische Armeechef Gabi Ashkenasi nimmt Abschied von den Streitkräften und besucht deshalb die einzelnen Truppenteile. Bei einer Luftwaffenvisite flog der Armeechef jetzt in einem F16I-Kampfjet mit. Zuvor hat er sich mit den Angehörigen zweier Flieger getroffen, die bei einem Absturz im November ums Leben gekommen waren.

Armee plant riesige Bunkeranlagen in den Bergen
Dienstag, 18. Januar 2011

Die israelische Armee will Ausrüstung und Munition in speziellen Bunkern lagern, die tief in den Bergen des Heiligen Landes eingegraben werden. Entsprechende Pläne hat jetzt die Tageszeitung „Jerusalem Post“ veröffentlicht. Die Bunker böten Schutz vor Raketeneinschlägen. Die komplexen Bauarbeiten verschlängen viele Millionen Dollar, hieß es. Zunächst soll im kommenden Jahr ein relativ kleiner Bunker in einen Berg gegraben werden. Dieser Schutzraum hat eine Fläche von einigen Tausend Quadratmetern. Falls er sich bewährt, sollen im Lauf der nächsten Jahre mehrere große Anlagen gebaut werden, verteilt über das ganze Land.

Künftiger Armee-Chef wegen Grundstücksgeschäften in Nöten
Dienstag, 18. Januar 2011

Die Ernennung des neuen Generalstabschefs der israelischen Armee, Yoav Galant (52, Bild), scheint gefährdet. Grund sind Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen privaten Grundstücksgeschäften des künftigen Armee-Chefs. Den Stein ins Rollen gebracht hatten die Grünen: Sie warfen Galant vor, er habe einen privaten Parkplatz und zwei Zufahrtswege auf öffentlichem Grund errichtet. Zudem soll der Offizier sein Privatgrundstück widerrechtlich um 350 Quadratmeter erweitert haben. Ein weiterer Vorwurf: Galant sei bei der Vergabe von landwirtschaftlichen Flächen bevorzugt worden.

Palästinenser warnen vor Bau des dritten Tempels
Dienstag, 18. Januar 2011

Palästinensische Medien und Organisationen versuchen mit allen Mitteln, den Bau eines dritten jüdischen Tempels in Jerusalem schon im Vorfeld zu vereiteln. Immer häufiger werden Warnungen veröffentlicht, dass Israel die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelplatz zerstören wolle. Eine palästinensische Zeitung warf jetzt Israel vor, es wolle durch unterirdische Grabungen die Moschee einstürzen lassen. Danach planten die Juden, ihren Tempel auf den Ruinen zu errichten.

Sängerin Paradis bedroht? Konzert in Tel Aviv abgesagt
Dienstag, 18. Januar 2011

Die französische Sängerin Vanessa Paradis (Bild) hat ihren Auftritt in Israel überraschend abgesagt. Sie wollte ursprünglich mit ihrem Partner, dem weltbekannten Schauspieler Johnny Depp, ins Heilige Land reisen. Paradis Agent David Stern begründete die Absage in französischen Medien mit „beruflichen Hintergründen“. Konzertmitarbeiter behaupten allerdings, dass Paradis von radikalen Palästinensern belästigt und bedroht worden sei. Den Quellen zufolge erregte der Besuch die Aufmerksamkeit von Gruppierungen, die Boykotte und Sanktionen gegen Israel unterstützen.

Kurznachrichten
Dienstag, 18. Januar 2011
+++ Das erste Baby, das im israelischen Notlazarett in Haiti zur Welt kam, ist jetzt ein Jahr alt geworden. Die Mutter war bei dem verheerenden Erdbeben im achten Monat schwanger gewesen. Als sie mit Hilfe der israelischen Ärzte einen gesunden Jungen zur Welt brachte, gab sie ihm aus Dankbarkeit den Namen Israel. Der jüdische Staat hatte nach der Katastrophe eine 250-köpfige Helfergruppe nach Haiti geschickt. Bis heute unterstützt Israel die Erdbebenopfer. +++ Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sieht die Spaltung der Arbeiterpartei positiv. Nun seien jene sozialdemokratischen Minister zurückgetreten, die die Palästinenser von direkten Friedensgesprächen mit Israel abgehalten hätten. Wie berichtet, hatte Verteidigungsminister Ehud Barak die Arbeiterpartei verlassen und eine neue Partei gegründet. Während Barak die Regierung Netanjahu weiter unterstützt, haben andere Minister der Arbeiterpartei nunmehr die Koalition verlassen.
Verteidigungsminister Barak gründet neue Partei
Montag, 17. Januar 2011
Ein politisches Erdbeben erschüttert die israelische Politik: Verteidigungsminister Ehud Barak hat am Montag angekündigt, den Vorsitz der Arbeiterpartei abzugeben. Er gründet eine neue Partei mit dem Namen Atzmaut (Unabhängigkeit). Vier Abgeordnete der Arbeiterpartei haben bereits erklärt, ihm zu folgen, darunter der stellvertretende Verteidigungsminister Matan Vilnai. Barak (68) erklärte gegenüber Journalisten, die neue Partei stehe politisch in der Mitte, sei zionistisch und demokratisch.
Computer-Virus angeblich in israelischer Atomanlage getestet
Montag, 17. Januar 2011
Israel hat angeblich das Computervirus „Stuxnet“, der das iranische Atomprogramm schwer geschädigt hat, zwei Jahre lang in einer geheimen Atomanlage bei Dimona in der Negev-Wüste getestet. Das berichtet die Zeitung „New York Times“ unter Berufung auf Geheimdienstkreise. Demnach habe Israel die iranischen Zentrifugen zur Uranaufbereitung virtuell nachgebaut. Um das Stuxnet-Virus auszuprobieren, habe man wissen müssen, wie diese Maschinen darauf reagieren, sagte ein amerikanischer Militärexperte. Irans Präsident Ahmadinedschad hatte im November eingeräumt, dass es Software-Probleme in den Uran-Zentrifugen gegeben habe. Dem Bericht der „New York Times“ zufolge handelt es sich bei „Stuxnet“ um den raffiniertesten Computervirus, der je entwickelt wurde.
Gaza-Terroristen feuern erneut auf den Süden Israels
Montag, 17. Januar 2011
Terroristen aus dem Gazastreifen haben erneut drei Granaten und eine Rakete auf den Süden Israels abgefeuert. Der von der Terrororganisation Hamas angekündigte „Waffenstillstand“ wurde damit durchbrochen. Bei den Angriffen am Sonntagabend und am Montagmorgen wurde niemand verletzt. Nach Militärangaben schlugen die Geschosse auf freiem Feld ein, ohne Schäden zu verursachen. Die Hamas hatte zuvor bekannt gegeben, sie habe klare Anweisungen erteilt, um eine weitere Eskalation an der Grenze zu verhindern und keine israelischen Gegenschläge zu provozieren.
Tel Aviv benennt Stadtbezirk nach Frau aus dem Neuen Testament
Montag, 17. Januar 2011
Die Stadt Tel Aviv nennt einen Stadtbezirk „Tabitha“. Das Komitee für Namensgebung unterstrich, man habe bewusst den Namen einer Frau aus dem Neuen Testament gewählt. Die Gegend im Süden der Mittelmeermetropole, in der Nähe einer russisch-orthodoxen Kirche, werde von vielen christlichen Pilgern besucht. Komitee-Mitglied Gideon Biger erläuterte, man wolle mit diesem Namen deutlich machen, dass Tel Aviv eine weltoffene, nicht ausschließlich jüdische Stadt sei.
Kurznachrichten
Montag, 17. Januar 2011
+++ Vereinzelte Regenschauer in den vergangenen Tagen haben die kritische Wassersituation in Israel nicht entscheidend verbessert. Der Wasserspiegel des Sees Genezareth liegt derzeit bei 213,97 Meter unter dem Meeresspiegel. Damit ist er nur 15 Zentimeter höher als beim Tiefstand im vergangenen Jahr. +++ „Israels geheime Killerkommandos“ heißt die Titelgeschichte in der heutigen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“.
Scheidender Direktor des Mossad von George W. Bush geehrt
Sonntag, 16. Januar 2011
Der scheidende Direktor des Mossad-Geheimdienstes, Meir Dagan, wurde vom ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush durch einen persönlichen Brief geehrt. Während einer Feier zu Ehren Dagans, die am Donnerstag hinter verschlossenen Türen stattfand, wurde ihm der Brief überreicht. Ehud Olmert las ihn öffentlich vor. „Ich möchte mich bei Ihnen für alles, was Sie getan haben, bedanken. Es war mir eine Ehre, mit Ihnen zusammenzuarbeiten“, schrieb Bush.
Demonstration gegen “Rückgang der Demokratie in Israel”
Sonntag, 16. Januar 2011
Gestern Abend haben sich etwa 10.000 Menschen zu einer Kundgebung im Meir-Park von Tel Aviv versammelt. Grund für den Marsch war ein Protest gegen Eingriffe der Regierung, welche die Demokratie in Israel unterminieren. Auslöser war eine Abstimmung in der Knesset betreffs einer geplanten Untersuchung von linken Parteien und deren Spendeneingängen aus dem Ausland. In der Abstimmung sprachen sich 41 Knessetabgeordnete für die Untersuchung aus, 16 dagegen. Viele israelische, nicht dem Staat unterstellte Organisationen (NGO), wie “Peace Now” oder “Betzelem”, die sich gegen die Siedlungspolitik und den Einsatz des Militärs in Palästinensergebieten einsetzen, erhalten Spenden und Hilfe aus dem Ausland, die ihre Aktivitäten finanzieren und unterstützen. Wie bekannt wurde, kommen diese Spenden auch teilweise aus arabischen Staaten.
Unruhen in Tunesien für Juden derzeit nicht gefährlich
Sonntag, 16. Januar 2011
Die Unruhen in Tunesien wurden in den vergangenen Wochen von Israel genau beobachtet. Bei Ausbruch der blutigen Ausschreitungen machten 20 Israelis auf der Insel Djerba Urlaub. Durch die Hilfe eines Drittlands, vermutlich Deutschland, wurden diese Touristen in Sicherheit gebracht und nach Israel zurückgeflogen. Für die in Tunesien lebenden Juden wird der Regierungssturz des Diktators Zine El Abidine Ben Ali keine negativen Auswirkungen haben.
Militärkonvertierungen sind gültig
Sonntag, 16. Januar 2011
Der ehemalige sefardische Oberrabbiner Israels und geistige Führer der Schass-Partei, Rabbi Yosef, hat vergangenen Freitag entschieden, dass Tausende Übertritte von Soldaten koscher, also gültig sind. Die Übertritte zum Judentum wurden vom Militär in Zusammenarbeit mit dem Oberrabbinat durchgeführt. „Entsprechend meines Wissens, was den Konvertierungsprozess des Militärs, die Lehrer, welche die Soldaten unterrichten, die Rabbiner des Rabbinatsgerichts, die jeden einzelnen Kandidaten prüfen, sowie alle weiteren Menschen, die in den Prozess eingebunden sind, betrifft, habe ich entschieden, dass diese Übertritte den Anforderungen des jüdischen Gesetzes und der Torah gerecht werden und gültig sind“, so Rabbi Yosef.
Kurznachrichten
Sonntag, 16. Januar 2011
+++ Laut israelischem Wetterdienst war das vergangene Jahr 2010 das heißeste Jahr in Israel seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 60 Jahren. Die Durchschnittstemperatur betrug in Israel 22,1 Grad. 1998 waren es 18,7 Grad. +++ Am Freitagmorgen wurde der 89-jährige „Nazi-Jäger“ Tuvia Friedmann in Haifa beigesetzt. Er war auch an der Festnahme Eichmanns beteiligt. Friedmann leitete in Haifa ein Institut zur Dokumentation von Nazi-Kriegsverbrechen.
Handelsabkommen mit Palästinensern müssen überdacht werden
Freitag, 14. Januar 2011
Usi Landau, Minister für nationale Infrastruktur, ist der Meinung, dass die politische Führung Israels die Abkommen mit der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) neu überdenken muss. Angesichts der palästinensischen Aufrufe Israel zu boykottieren, hat sich die Situation in den vergangenen Jahren geändert. In einem Interview mit der Zeitung Arutz Sheva sagte Landau, dass Israel sich nach wie vor an Abkommen über einen Handel ohne Grenzen halte, die Palästinenser jedoch nicht. Ferner plane er, Einspruch gegen die 5.000 neuen von der Regierung ausgestellten Arbeitsgenehmigungen für Palästinenser in Israel zu erheben
Deutscher Unterhändler erreichte keinen Fortschritt wegen Gilad Shalit
Freitag, 14. Januar 2011
Die Eltern des vor fünf Jahren von Hamas-Terroristen verschleppten Gilad Schalit sagten, dass sie allmählich die Hoffnung auf Befreiung ihres Sohnes aufgeben, denn alle Versuche sind bisher gescheitert. Das Internationale Rote Kreuz setzt sich nicht für ihn ein und der deutsche Vermittler Gerhard Conrad, der in den letzten drei Monaten dreimal mit den Hamas-Kidnappern im Gazastreifen verhandelt hat, blieb erfolglos. Gerade diese Woche war Conrad wieder hier und hatte einige neue Vorschläge mitgebracht, aber die Hamas besteht weiterhin darauf, dass Israel alle auf der früher gelieferten Liste befindlichen in Haft befindlichen Palästinenser freiläßt.
Arbeitsmarkt: Erleichterung zur Integration arabischer Akademiker
Freitag, 14. Januar 2011
Die Regierung hat einen Plan zur Erleichterung der Integration arabischer Akademiker in den israelischen Arbeitsmarkt veröffentlicht. Dieser Plan sieht vor, jeder Firma, die bereit ist, einen arabischen Akademiker für mindestens neun Monate einzustellen, eine Prämie in Höhe von 9000 Schekel zu zahlen.
Beitritt zur UNO-Abteilung für Gleichstellung der Geschlechter
Freitag, 14. Januar 2011
Es wird davon ausgegangen, dass das Regierungskabinett am kommenden Sonntag dem Beitritt in die Abteilung der UNO zur Gleichstellung der Geschlechter zustimmt. Dies wird den Staat 3 Mio. Schekel kosten. Die Abgeordnete Gila Gamliel, Vizeministerin im Bereich Weiterbildung von Frauen, Jugend und Studenten, schlug diesen Beitritt vor. Sie geht davon aus, dass eine Mitgliedschaft es dem Staat ermöglicht, besser gegen die politische Ablehnung Israels vorzugehen. Was die Gleichstellung der Frau betrifft, befindet sich Israel unter den führenden Ländern in der Welt.
Kurznachrichten
Freitag, 14. Januar 2011
+++ Das israelische Militär hat gegenüber 200 Soldaten und Offizieren eine Sicherheitswarnung ausgesprochen. Die 200 Namen wurden auf einer britischen Webseite unter Hinweis auf deren Einsatz bei der Operation „Gegossenes Blei“ veröffentlicht und als Kriegsverbrecher bezeichnet. Das Militär rief die Soldaten und Offiziere zur Vorsicht auf. Es könnte nicht ausgeschlossen werden, dass sie nun zu Zielscheiben von anti-israelischen Personen oder Terroristen würden. +++ Der ehemalige Direktor des Sicherheitsdienstes Shin Bet, Jakov Perry, schloss sich der Kadima-Partei an. Er hat noch nicht entschieden, ob er auch als Abgeordneter der Partei kandidieren wird. +++ Im Norden Israels wurde das Militär wegen der Möglichkeit eines libanesischen Bürgerkriegs in Alarmbereitschaft versetzt. Noch besteht jedoch für Israel keine akute Gefahr.
Schabbatlesungen und Kommentar
Freitag, 14. Januar 2011
„BeSCHALACH -– Als er (sie) ziehen lieߓ 2. Mose 13,17 bis 17,16. Prophetenlesung: Richter 4,4 bis 5,31

Kommentar:
Die Lesung BeSchalach berichtet von dem triumphalen Auszug der Söhne Israel (Bene Israel; was oft als Kinder Israel übersetzt wird) und einem der größten Wunder Israels: die Teilung des Schilfmeeres und der Durchzug der Israeliten. Was geschah davor? Kurz nachdem Pharao das Volk Israel hatte ziehen lassen, verhärtete er sein Herz erneut und jagte ihnen nach. Als die Israeliten die herangaloppierenden Pferde wahrnahmen, brach Panik und Angst aus. Gott führte sie – wie auch uns manchmal – in eine Sackgasse!
Araber in Jerusalem bevorzugen Israels Regierung
Donnerstag, 13. Januar 2011
Laut einer Studie von „American Pechter Middle East Polls“ würden die meisten Araber in Ostjerusalem es vorziehen, im Falle einer Teilung Jerusalems weiterhin unter israelischer Herrschaft und mit dem blauen israelischen Personalausweis zu leben. Die Studie wurde im Auftrag des „Rates für auswärtige Angelegenheiten“ (CFR) erstellt. 40% der Araber gaben an, dass sie, sollte Ostjerusalem im Rahmen eines Endabkommens mit den Palästinensern unter arabische Herrschaft gestellt werden, irgendwo an einen anderen Ort in Israel ziehen und ihre israelische Staatsbürgerschaft behalten wollen.
Netanjahu setzt sich für Major Peretz’ Haus ein
Donnerstag, 13. Januar 2011
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu arbeitet hinter den Kulissen daran, das Haus von Major Eliraz Peretz vor dem Abriß zu bewahren. Major Peretz war im März 2010 im Alter von 32 Jahren bei einem Gefecht mit Terroristen am Gazastreifen ums Leben gekommen. Er hinterließ seine Frau Schlomit und vier Kinder im Alter von 2 Monaten bis sechs Jahren. Das Haus befindet sich in der Ortschaft Eli in Samaria, in der dortigen „HaYovel“-Erweiterung. Dort sollen noch zehn weitere Häuser eingeebnet werden, da sie angeblich auf palästinensischem Boden errichtet wurden.
Gesundheitszustand von Katzav sehr schlecht
Donnerstag, 13. Januar 2011
Der Gesundheits- und Gemütszustand des ehemaligen Präsidenten Mosche Katzav ist laut seinem Anwalt, Zion Amir, sehr schlecht. Dies gab er gegenüber den Medien bekannt. Nach der Bekanntgabe des Gerichtsurteils hätte Katzavs Zustand sich deutlich verschlechtert. Heute sollte das Gerichtsurteil mit allen Einzelheiten, die zu Katzavs Verurteilung führten und der ihm zur Last gelegten sexuellen Übergriffe, veröffentlicht werden. Nur die Identität der Klägerin soll unkenntlich gemacht werden. Dieser Bericht beinhaltet alle unter Ausschluss der Öffentlichkeit gemachten Zeugenaussagen.
Libanons Koalition bricht zusammen
Donnerstag, 13. Januar 2011
Die Hisbollah-Terrororganisation und die Islamische Partei, sowie deren Alliierte haben die Beiruter Regierung durch einen Rückzug aus der Koalition zum Zusammenbruch gebracht. Grund für den Rückzug waren Meinungsverschiedenheiten über die Untersuchung des Mordes an Rafik Hariri, dem Vater des libanesischen Ministerpräsidenten Saad Hariri. Saad Hariri traf sich mit US-Präsident Barak Obama in Washington, kurz bevor der Rücktritt der Hisbollah-Minister durch den Energieminister Libanons, Gebran Bassil, bekanntgegeben wurde. Durch diesen Rücktritt entsteht an der Nordgrenze Israels eine gespannte Situation.
Kurznachrichten
Donnerstag, 13. Januar 2011
+++ Die Bevölkerung des israelischen Ferienortes am Roten Meer, Eilat, hat 1.500 rote Fahnen ausgehängt. Sie will damit Israels Regierung auf ihren Notzustand aufmerksam machen: Eilats 60.000 Einwohner werden von über 5.000 illegal eingewanderten und dort vom Staat untergebrachten Afrikanern durch zunehmende Kriminalität drangsaliert. +++ Im palästinensischen Fernsehen werden Werbfilme ausgestrahlt, die dazu aufrufen keine israelischen Produkte zu kaufen. Da dieser Sender jedoch im Rahmen eines Entwicklungsprogramms von der spanischen Regierung finanziert wird, zahlt der spanische Steuerzahler jetzt Hetzkampagnen gegen Israel.
Temporäre Aufenthaltsgenehmigung für Palästinenser aus dem Gaza-Streifen
Mittwoch, 12. Januar 2011
Innenminister Eli Ishai hat einer palästinensischen Familie überraschend eine temporäre Aufenthaltsgenehmigung für Israel erteilt. Ein aus dem Gaza-Streifen stammendes junges Mädchen, ihr Vater und ihr Bruder dürfen nun temporär in Israel bleiben. Maria Iman wurde 2009 bei einem Luftwaffenangriff während der Operation "Gegossenes Blei" durch eine Rakete, die gegen einen Terroristen gerichtet war und versehentlich das Auto der Familie traf, verletzt.
Jaffa-Orangen aus Spanien
Mittwoch, 12. Januar 2011
Ein in England lebender Israeli hat zu seinem großen Erstaunen festgestellt, dass im dortigen Supermarkt Orangen aus Spanien unter dem altbekannten israelischen Markennamen „Jaffa“ angeboten werden. Grund dafür ist ein Abkommen zwischen der Geschäftskette Tesco und der israelischen Firma Jaffa. Tesco bietet nur Jaffa-Orangen an. Da die Orangenernte in Israel jedoch nicht mehr sehr ergiebig ist, wird der Markenname an spanische Orangenanbauer vermietet, die dafür Steuern bzw. Prozente an die israelische Firma Jaffa zahlen müssen.
Netanjahu schließt Vertrag für Löschflugzeuge ab
Mittwoch, 12. Januar 2011
Nach einem Treffen zwischen Ministerpräsident Netanjahu und dem kanadischen Verteidigungsminister Peter Gordon Mackay wurde mit der Planung zur Aufstellung einer landeseigenen Flotte von Löschflugzeugen begonnen. Die beiden besprachen den Kauf von sechs Löschflugzeugen des Typs Bombardier CL 145. Insgesamt werden sich die Kosten für die Flugzeuge auf etwa 200 Mio. US Dollar belaufen.
Stromrechnung für Schalit-Protestzelt
Mittwoch, 12. Januar 2011
Die Eltern des schon seit fast 5 Jahren in den Gazastreifen entführten Soldaten Gilad Shalit haben dieser Tage die erste Stromrechnung für ihr Protestzelt erhalten. Die Summe für die Monate November und Dezember 2010 beträgt mehr als 180 Euro. Sie wird von der Keren Maor Foundation (ein Wohltätigkeitsverein) übernommen. Von ihr wird Schalits Kampagne zur Freilassung ihres Sohnes außerhalb der Residenz des Ministerpräsidenten Netanjahu in Jerusalem mitfinanziert. Noam Shalit sagte gegenüber der Jerusalem Post, dass es ihn nicht überrasche, die Rechnung zu erhalten. Die Energiegesellschaft sei schließlich eine staatliche Firma, die nichts gratis abgeben kann.
Kurznachrichten
Mittwoch, 12. Januar 2011
+++ In Israel leben 153.000 Christen. Das sind 2,1 % von der Gesamtbevölkerung. Die Anzahl der Christen nahm in den letzten Jahren ständig zu. Im Jahr 2000 waren es nur 142.000. 80,4 % der Christen in Israel sind Araber, der Rest besteht hauptsächlich aus russischen und äthiopischen Christen. Das Durchschnittsalter der Christen beträgt 29 Jahre. Eine christliche Familie hat im Durchschnitt 2 Kinder, eine säkular-jüdische Familie hat 2,2 und eine moslemische Familie 2,8 Kinder. +++ 73 % der Israelis besitzen eine Eigentumswohnung. Dementsprechend hoch sind die Mieten, die seit 2009 erneut um 17 % angestiegen sind. So zahlt man heute für eine 3-Zimmerwohnung in einer Mittelklasselage umgerechnet 600 Euro.
Italienischer Astronaut macht Werbung für Tel Aviv – aus dem All
Dienstag, 11. Januar 2011
Paolo Naspoli, ein aus Italien stammender Astronaut der europäischen Raumfahrtbehörde ESA, macht derzeit von der Internationalen Raumstation (ISS) aus Werbung für Tel Aviv. Naspoli machte von einer Reihe von Städten Fotoaufnahmen und stellte diese für seine Freunde bei der ESA und bei Flickr sowie auf seinen eigenen Internetseiten ins Internet. Unter anderem fotografierte er auch Tel Aviv, die Metropole am Mittelmeer. Er stelle seinen Freunden dazu eine Frage: „Dies ist die Hauptstadt des Nahen Ostens. Um welche Stadt handelt es sich?“ Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Hunderte seiner „Begleiter“ erkannten in dem Foto sofort Tel Aviv. Naspoli antwortete mit: „Bravo. Es ist wirklich Tel Aviv!“ Viele Betrachter bezeichnen das Foto als eine sehr gelungene und schöne Aufnahme. Sie können es unter folgendem Link herunterladen www.israelheute.com/portals/2/pdf/ESA_tel_aviv_nite_from_ISS.jpg. Fakt jedoch ist: Der nichtjüdische Astronaut hat mit seiner gelungenen Aufnahme der Stadt Tel Aviv einen gelungenen Marketing-Dienst erwiesen.
Ausführliche Untersuchung zur Karmel-Brandbekämpfung geplant
Dienstag, 11. Januar 2011
Staatskontrolleur Micha Lindenstrauss wird eine ausführliche Untersuchung zur Karmel-Brandbekämpfung durchführen. Der Brand am Karmel war am 2. Dezember 2010 ausgebrochen und forderte 44 Todesopfer. Aus dem Büro von Lindenstrauss wurde mitgeteilt, dass er sich dabei hauptsächlich auf die vier Tage bis zur definitiven Brandlöschung konzentrieren wolle. Weitere Aspekte, welche die Zeit vor und nach dem Brand betreffen, werden, falls nötig, separat untersucht. Vor allem die Vorgänge bezüglich des Kadettenbusses des Gefängnisses möchte er genauer untersuchen. Der Bus war auf dem Weg zum Damon-Gefängnis, um die dort Inhaftierten in Sicherheit zu bringen und wurde durch den Brand völlig zerstört. Fast alle Insassen wurden getötet.
Israel hilft auch weiterhin in Haiti
Dienstag, 11. Januar 2011
Auch ein Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti, welches 250.000 Opfer forderte, setzen die Organisationen „Israid“ und „Tevel BaZedek“ ihre Hilfe vor Ort fort. Zehn Spezialisten, darunter Ärzte, Krankenschwestern, Sozialarbeiter und Fachleute für Landwirtschaft, helfen Tausenden von Hilfsbedürftigen im ganzen Inselgebiet.
Kurznachrichten
Dienstag, 11. Januar 2011
+++ Lohnt es sich, Israels Regierungschef zu sein? Ministerpräsident Netanjahu verdient im Monat rund 9.500 Euro (44.000 NIS) brutto. Davon gehen rund 6.200 Euro (29.000 NIS) Steuern ab. So bleiben ihm monatlich 15.000 NIS netto, das sind umgerechnet nur 3.200 Euro. Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt im Monat 14.000 Euro netto. +++ Die Partei „Israel Beiteinu“ will in der Knesset ein Gesetz durchbringen, wonach israelische Staatsbürger, die sich der Spionage oder des Terrors gegen Israel schuldig gemacht haben, ihre israelische Staatsbürgerschaft verlieren. Hierbei wird es sich hauptsächlich um Araber handeln, die israelische Staatsbürger sind.
Hotel Shepherd teilweise abgerissen
Montag, 10. Januar 2011
Aus dem Büro des Ministerpräsidenten wurde berichtet, dass der teilweise Abriss des Shepherd Hotels im Scheich Jarrach-Viertel in Ostjerusalem am Sonntagmorgen begonnen hat. Alle Arbeiten wurden nach dem israelischen Gesetz und mit Erlaubnis durch Privatfirmen durchgeführt. Die israelische Regierung ist in keinster Weise an dem Vorhaben beteiligt. Man dürfe nicht erwarten, dass der Staat ein Verbot ausspreche, das Juden untersagt, Privateigentum in Jerusalem zu kaufen. Keine wirklich demokratische Regierung würde so etwas tun. Es ist arabischen Einwohnern erlaubt, in jüdischen Vierteln in Jerusalem Wohnungen oder Häuser zu kaufen oder zu mieten. Genauso ist dies auch Juden in Vierteln mit einer arabischen Mehrheit erlaubt. International war Kritik an diesem Bauvorhaben laut geworden.
Ashkenasi befürwortet Friedensgespräche mit Syrien
Montag, 10. Januar 2011
Ashkenasi befürwortet Friedensgespräche mit Syrien Im kommenden Monat wird Generalstabschef Gaby Ashkenasi das Amt an seinen Nachfolger übergeben und seinen Dienst beenden. Mit ihm verlässt einer der stärksten Befürworter der Friedensverhandlungen mit Syrien das Militär. Da Ashkenasi stets Interviews mit den Medien vermeidet, ist kaum bekannt, dass er an die Möglichkeit eines Friedens mit Syrien glaubt und den positiven Effekt, den dies für die Region haben könnte. Ashkenasi zeigt sich besorgt über die politischen Veränderungen im nahen Osten. Die Türkei und der Iran übernehmen schrittweise dominantere Positionen. Beides sind nichtarabische Länder und verdrängen die traditionellen regionalen Supermächte, die bisher das Sagen hatten: Ägypten und Saudi Arabien.
Israelische Akademiker gegen Lehrtätigkeit in Ariel
Montag, 10. Januar 2011
Israelische Akademiker per Petition gegen Lehrtätigkeit 165 israelische Akademiker haben sich vergangenen Sonntag per Petition gegen eine Lehrtätigkeit am Universitätszentrum in Ariel ausgesprochen. Grund dafür sei, dass Ariel auf palästinensischem Gebiet und nicht innerhalb der Grenzen Israels liege. Prof. Nir Gov vom Weizmann-Institut steht hinter dieser Petition. Die unterzeichnenden Akademiker führen Missbehagen an, in einer Siedlung Lehrtätigkeiten auszuüben. Ihr Gewissen und die soziale Verantwortung verbiete ihnen, dort zu arbeiten. Ariel sei auf besetztem palästinensischem Gebiet errichtet. Nur wenige Kilometer von der blühenden Kleinstadt entfernt lebten Palästinenser in Armut und Flüchtlingslagern und unter schwierigen Bedingungen.
Orthodoxe Männer sollen auch dienen
Montag, 10. Januar 2011
Das Kabinett hat einen Beschluss verabschiedet, der vorsieht, dass bis zum Jahr 2015 etwa 65% der sich im dienstfähigen Alter befindlichen jungen orthodoxen Männer verpflichtet werden sollen. Sie sollen entweder zum Militär oder zum Zivildienst eingezogen werden. Benjamin Netanjahu nannte diesen Beschluss eine wichtige Neuerung mit weit reichenden Folgen für die Integration der orthodoxen Bevölkerung.
Kurznachrichten
Montag, 10. Januar 2011
+++ Als Reaktion auf den Beschuss des Südens Israels bombardierte die Luftwaffe in der Nacht zwei Terrorzentren. Eins im nördlichen und eins im südlichen Gazastreifen. Die ansonsten als extrem bekannte Hamas-Führung forderte nun ihre Mitglieder auf, ihre Terroranschläge gegen Israel zu reduzieren, damit Israel nicht gezwungen wird, erneut einen Krieg gegen den Gazastreifen zu führen. +++ Tel Avivs neue 13 Kilometer lange Maut-Stadtautobahn zwischen dem Ben-Gurion-Flughafen und der Stadteinfahrt ist ein Flop. Seit Freitag ist die Straße offiziell eröffnet, wurde jedoch seit Sonntag nur von 900 Fahrzeugen benutzt. Das führte zu noch größeren Staus an der Stadteinfahrt, als gewöhnlich. Die Betreiber rechneten mit 1.500 Benutzern pro Stunde, die bereit sind 1,50 Euro als Maut zu bezahlen.
Mossad-Chef rät von Angriff auf Iran ab
Sonntag, 9. Januar 2011
Laut Auskunft des scheidenden Mossad-Chefs Meir Dagan wird der Iran vor dem Jahr 2015 keine Atombombe besitzen. Sollte der Druck seitens des Westens anhalten, könnte sich dies sogar noch weiter verzögern. Dagan riet ferner, momentan keinen militärischen Angriff gegen die iranischen Atomanlagen zu unternehmen. Dies sei nur die letztmögliche Lösung. Nur wenn Israel angegriffen würde oder einer direkten Gefahr ausgesetzt sei, sollte es zu einem militärischen Einsatz kommen.
Freigelassene Hamas-Terroristen von Israel festgenommen
Sonntag, 9. Januar 2011
Palästinenser-Chef Mahmud Abbas hat die Freilassung von sechs Hamas Terroristen aus einem palästinensischen Gefängnis veranlasst. Angeblich sei ihr Gesundheitszustand nach einem 40-tägigen Hungerstreik angeschlagen. Der Emir von Qatar sowie der Vorsitzende der Islamischen Bewegung im Norden Israels, Scheich Raed Salah, hatten sich für die Freilassung ausgesprochen. Kurze Zeit später wurden die Terroristen vom israelischen Militär festgenommen. Sie waren in verschiedene Terroraktivitäten, in denen Israelis getötet wurden, verwickelt. Bei der Festnahme eines der Terroristen in Hebron wurde der 66-jährige Omar Qawasmeh getötet. Dies wurde seitens Israels sehr bedauert. Hebrons PA Gouverneur Kamel Hmeid liess verlauten, dass die Festnahmen ein Akt des Hasses gegen die PA sind und Israel mit dem Feuer spielt.
US Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords schwer verletzt
Sonntag, 9. Januar 2011
Das jüdisch-amerikanische Kongressmitglied Gabrielle Giffords wurde gestern in Tucson im US Bundesstaat Arizona durch einen gezielten Kopfschuss schwer verletzt. Ein 22-jähriger Attentäter schoss während einer Bürgerversammlung auf die Kongressabgeordnete Giffords und erschoss dabei weitere sechs Menschen, darunter auch ein neunjähriges Kind. Zwölf weitere Menschen wurden verletzt. Ein Krankenhausarzt in Tucson berichtet, dass sich die Abgeordnete nach einem Noteingriff nun in einem kritischen Zustand befindet. Er sei jedoch zuversichtlich, dass sie überlebt. Weitere Ärzte berichten, dass es sich um einen glatten Kopfdurchschuss handelt. Giffords ist eine treue Fürsprecherin Israels und gilt als sichere Pro-Israel-Stimme im US-Abgeordnetenhaus.
Israelischer Soldat durch eigenen Beschuss getötet
Sonntag, 9. Januar 2011
Der israelische Soldat Nadav Rotenberg wurde am Freitagabend an der Grenze zum Gazastreifen durch eigenen Mörsergranatenbeschuss getötet. Ein Offizier wurde mittelschwer und drei weitere Soldaten leicht verletzt. Ein Wachposten hatte verdächtige Palästinenser entdeckt, die scheinbar Bomben am Grenzzaun legen wollten. Eine Einsatzgruppe mit Rotenberg wurde beauftragt, den Vorgang zu überprüfen. Eine weitere Gruppe von Soldaten feuerte zur Unterstützung aus dem Hinterland Mörsergranaten ab. Eine traf aus bisher ungeklärten Gründen die erste Soldatengruppe.
Kurznachrichten
Sonntag, 9. Januar 2011
+++ Nachdem geheime Informationen an die israelische Presse weitergegeben wurden, sucht Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nun nach der undichten Stelle. Dabei setzt er den Geheimdienst sogar auf engste Mitarbeiter an. Die Männer mussten sich auch einem Test mit einem Lügendetektor unterziehen. Geholfen haben die drakonischen Maßnahmen aber offenbar nichts: Nach Angaben des Armeesenders hat der Geheimdienst keine undichte Stelle im Büro des Ministerpräsidenten gefunden. +++ Im letzten Jahr besuchten 40 % mehr ausländische Touristen Jerusalem, als im Vorjahr 2009 und buchten im Durchschnitt je 3,3 Übernachtungen. Jerusalems Hotels waren zu 86 % mit ausländischen und 14 % mit israelischen Gästen belegt. +++ In 56 israelischen Buslinien gilt künftig ein umstrittenes Transportgesetz. Die getrennte Sitzordnung zwischen Männern und Frauen soll einvernehmlich erfolgen. Die umstrittene Geschlechtertrennung auf verschiedenen israelischen Buslinien, die hauptsächlich von orthodoxen Juden genutzt werden, ist vom Obersten Gerichtshof in Jerusalem für zulässig erklärt worden, sofern kein Zwang ausgeübt wird. Dies berichtete die Tageszeitung „Haaretz“. Das Urteil beendet ein seit drei Jahren anhängiges Verfahren.
Ariel Scharon gerät in Vergessenheit
Freitag, 7. Januar 2011
Seit fünf Jahren liegt der ehemalige Ministerpräsident Ariel Sharon im Koma. Vergangenen Dienstag jährte sich der Tag des Schlaganfalls, der ihn aus dem politischen Leben riss. Langsam gerät Scharon selbst in seiner eigenen Partei – Kadima – in Vergessenheit. Der Abgeordnete Shai Hermesh von Kadima, selbst Nachbar und Freund der Familie Scharon, bedauert dies. Sharon liegt noch immer im Sheba-Krankenhaus bei Tel Aviv, wird jedoch regelmäßig für kurze Aufenthalte auf seine Farm gebracht.
Seit 1. Januar: Elf Raketen und Mörsergranaten
Freitag, 7. Januar 2011
Wie das Militär berichtet, wurden aus dem Gazastreifen in der ersten Woche des Jahres mehr als zehn Raketen und Mörsergranaten abgefeuert. Sie trafen Ortschaften im westlichen Negev. Am 1. Januar schlug eine Rakete auf dem Gebiet des Shaar Hanegev mit 6.500 Einwohnern ein. Am 2. Januar schlug eine Rakete im Gebiet des Eshkol-Regionalrates mit etwa 10.000 Einwohnern ein, und am 4. Januar schlug am Strand von Aschkelon mit 13.000 Einwohnern eine Rakete ein. Allein sieben Mörsergranaten wurden am 5. Januar auf den Eshkol-Regionalrat abgeschossen. Gestern ging eine Rakete im Sdot Negev Regionalratsgebiet nieder, in dem ca. 8.000 Menschen leben. Zum Glück wurde niemand verletzt.
Mobbing auf Facebook fordert Vergewaltigungs- und Todesopfer
Freitag, 7. Januar 2011
Laut Meldung der Polizei wurden 15 Jugendliche im Alter von 13-15 Jahren aus dem Landesinneren wegen eines Sexualdelikts verhört. Ein 12-jähriges Mädchen wurde nach eigenen Angaben von den Jugendlichen sexuell missbraucht. Die Jungen gaben zu, Geschlechtsverkehr mit dem Mädchen gehabt zu haben, meinten aber dass sie sich vorher auf Facebook als 17-jährig ausgegeben hatte. Das Verhalten auf Facebook ist auch Thema an der Schule, die von dem 16-jährigen Schüler besucht wurde, der sich am Dienstag nach wiederholtem Mobbing das Leben nahm.
Taufstelle Jesu am Jordan für die Öffentlichkeit freigegeben
Freitag, 7. Januar 2011
Nach 42 Jahren wurde die original Taufstelle Jesu am Jordan bei Quasr el-Yahud für die Öffentlichkeit freigegeben. Bisher war es nur mit einer Sondergenehmigung möglich, dort hin zu gelangen. Die Gegend östlich von Jericho liegt in einer geschlossenen Militärzone. Sie gehört zum direkten Grenzgebiet von Israel und Jordanien, ist jedoch kein palästinensisches Autonomiegebiet. Die Pilger können sowohl von der israelischen als auch der jordanischen Flussseite zur Taufstelle anreisen.
Schabbatlesungen und Kommentar
Freitag, 7. Januar 2011
„BO – Komm!“ 2. Mose 10,1 bis 13,16;
Prophetenlesung: Jeremia 46, 13 26
Kommentar:
Diese Lesung beschreibt die drei letzten Plagen Ägyptens. Der Machtkampf zwischen dem Gott Israels und dem Menschen, dem Gott Pharao, mündet in den triumphalen Auszug der Israeliten aus der Gefangenschaft in die Freiheit! Interessant: Vor der letzten Plage, der „Knock-Out-Plage“, dem Tod aller Erstgeburt, wurde zum ersten Mal das Pessach gefeiert. Hier sehe ich eine Verbindung zum Abendmahl Jesu, Seinem letzten Pessach-Mahl, gefolgt von Seinem Tod am Kreuz – dem Jeschua, Gottes Erstgeborenem. Auf beides folgte der Auszug aus der Welt bzw. die Befreiung aus den Sklaverei der Sünde!
Palästinensische Autonomiebehörde zieht Arbeitsverbot zurück
Donnerstag, 6. Januar 2011
Zu Beginn des Jahres haben Wirtschaftsminister Hassan Abu Libde und Ministerpräsident Salam Fayyad sowie weitere hohe Beamte verlauten lassen, dass Palästinenser in den Siedlungen nicht mehr arbeiten dürfen. Nun soll ein solches Gesetz jedoch in absehbarer Zeit nicht mehr verabschiedet werden. Durch Androhung schwerer Geld- oder sogar Haftstrafen sollten Arbeiter davon abgehalten werden, weiter in den Siedlungen zu arbeiten. Grund für die Kehrtwende der PA ist, dass sie den Arbeitern selbst keine Anstellungsmöglichkeit als Ausgleich anbieten können. Beide Seiten sind von diesem Einsatz der Bauarbeiter in den Siedlungen abhängig. Denn die im Bau eingesetzten Arbeiter sind fast ausschließlich Palästinenser.
Netanjahu erteilt palästinensischen Arbeitern Arbeitserlaubnis
Donnerstag, 6. Januar 2011
Ministerpräsident Netanjahu hat der Bitte des Handels- und Industrieministers Benjamin Ben-Elieser stattgegeben, die Zahl der in Israel arbeitenden Palästinenser aus Judäa und Samaria zu erhöhen. Bereits am Sonntag soll dies der Regierung zur Abstimmung vorgelegt werden. Laut Vorschlag Ben-Eliesers sollen 4.000 Palästinenser für das Bauwesen und 1.250 für die Arbeit in der Landwirtschaft sofortige Einreise- und Arbeitsgenehmigungen erhalten. Ben-Elieser folgt damit der Regierungsentscheidung, dass das Industrie- sowie das Verteidigungsministerium Sorge dafür tragen müssen, 5.000 weitere Genehmigungen zu erteilen. Bisher wurden nur 1.000 Genehmigungen erteilt. „Dies ist ein wichtiger Schritt im Vertrauen zwischen uns und den Palästinensern“, so Ben-Elieser. Die palästinensischen Arbeiter werden dringend für Betonbauarbeiten benötigt.
„Gefüllte Feigen“ zum Nachkochen bei „Israel heute TV“
Donnerstag, 6. Januar 2011
„Wenn ich die israelische Küche definieren müsste, dann würde ich sagen: Sie ist eine Mischung aus allen Produkten, die wir hier in Israel haben. Verschiedene Menschen leben hier, und sie haben alle einen Teil ihrer Kultur mit gebracht. Und das macht unsere neue israelische Küche so interessant“, sagt Chefkoch Yossi Ben-Dayan. Er präsentiert in der aktuellen „Israel heute“-Sendung „Gefüllte Feigen in Rotweinsoße“ – ein Gericht zum Nachkochen. Die Sendung wird von dem christlichen Sender Bibel TV (Satellit, Kabel und DVB-T) europaweit ausgestrahlt. Die Sendezeiten: Heute, Donnerstag, 22 Uhr; Samstag, 8. Januar, 11 Uhr; Sonntag, 9. Januar, 19.30 Uhr; Donnerstag, 13. Januar, 9.30 Uhr.
Kurznachrichten
Donnerstag, 6. Januar 2011
+++ Zehn Tage nach dem Israels Außenminister Lieberman seinem türkischen Amtskollegen Davutoglu öffentlich vorwarf, Lügen über Israel zu verbreiten, forderte Lieberman den türkischen Außenminister nun zu einem ehrlichen Dialog heraus. 63 % der Israelis sind der Meinung, dass die Türkei ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel einfrieren will. +++ Israels Außenminister Lieberman forderte die EU-Staaten auf, eine achtbare Truppe zur ägyptischen Gazagrenze zu entsenden, damit der Waffenschmuggel endlich unterbunden wird. Sobald der Waffenschmuggel aufhört, will Israel seine Grenze zum Gazastreifen weiter öffnen.
Netanjahu forderte von Obama Freilassung Pollards
Mittwoch, 5. Januar 2011
Ministerpräsident Netanjahu hat gestern als erster Ministerpräsident seit Jahren um die Freilassung des israelischen Agenten Jonathan Pollard gebeten. Er verlas gestern einen Brief an US-Präsident Obama, in dem er ihn formell und offiziell um Pollards Freilassung bat. Dieser Brief wurde auch an Obama verschickt. In seiner Rede vor dem israelischen Parlament, der Knesset, erklärte Netanjahu, dass er einer Bitte Pollards von vor etwa drei Wochen nachkomme und die Verhandlungsstrategie um dessen Freilassung ändere. Bisher sei nur hinter den Kulissen mit Kontaktpersonen im Weißen Haus in Washington das Gespräch gesucht worden. Auch berichtete Netanjahu über seine eigenen Versuche in den vergangen 15 Jahren, Jonathan Pollard freizubekommen. Alle Versuche schlugen fehl und nun müsse ein anderer Weg eingeschlagen werden.
Zahl der Sozialfälle drastisch angestiegen
Mittwoch, 5. Januar 2011
Das israelische Zentralamt für Statistik gibt bekannt, dass in Israel jeder fünfte Haushalt Unterstützung vom Staat erhält. Damit haben sich die Sozialfälle in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. Mehr als 433.000 Familien erhielten im Jahr 2009 Sozialhilfe. Obwohl die Zahl gestiegen ist, wurde die Zahl der dafür zuständigen Sozialarbeiter nicht dementsprechend angehoben. Sie kommen mit der Bearbeitung der Anträge kaum nach. Die Probleme sind vielschichtig, berichtet der Minister für Sozialwesen, Isaac Herzog: Kinder in armen Familien, Gewalt in der Familie, Armut und vieles mehr.
The Economist: „2011 wird ein blutiger Krieg in Israel ausbrechen!“
Mittwoch, 5. Januar 2011
„Wenn sich auf der politischen Bühne nichts ändern wird, wird im Jahr 2011 einer der gefährlichsten und zerstörerischsten Kriege im Nahen Osten ausbrechen.“ Diese Analyse hat die anerkannte US-Wochenzeitschrift The Economist über den Nahen Osten geschrieben. Kein Krieg und kein Friede ist normalerweise der Status quo zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn. Aber sobald israelisch-arabische Friedensverhandlungen scheitern, wie es US-Präsident Barack Obama selbst zugab, ist ein Friede noch zerbrechlicher und die Gefahr eines Krieges steigt.
Neun israelische Politiker innerhalb von zehn Jahren verurteilt
Mittwoch, 5. Januar 2011
Die jüngste Sex-Affäre des israelischen Ex-Staatspräsidenten Mosche Katzav zeigt, wie sich Israels Gesellschaft während der letzten Generation verändert hat. Allein in den letzten zehn Jahren wurden neun israelische Politiker zu Gefängnisstrafen verurteilt. Dies bemängeln Rabbiner im ganzen Land. Als Moshe Katzav Ende vergangenen Jahres vom Tel Aviver Gericht in allen Anklagepunkten für schuldig befunden wurde, war in der Bevölkerung eine Betroffenheit spürbar. Katzav muss sich wegen Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Behinderung der Justiz verantworten.
Kurznachrichten
Mittwoch, 5. Januar 2011
+++ Teilweise Sonnenfinsternis: Über Israel sah man gestern in den Vormittagsstunden wie der Mond die Sonne über die Hälfte zudeckte und sie zu einer Sichel formte. +++ Autoverkauf: Im letzten Jahr 2010 wurden in Israel 216.430 Autos verkauft, das waren 25,3 % mehr als im Vorjahr. Von den Automarken war Mazda mit rund 32.000 der Renner, Volkswagen lag mit 11.500 auf dem 5. Platz und danach kam Mercedes mit 10.300.
Dreifaches „Nein“ der Palästinenser stoppt Friedensprozess
Dienstag, 4. Januar 2011
Ein dreifaches „Nein“ der Palästinenser hat nach Angaben von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu den Friedensprozess vorerst gestoppt. Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas habe die Anerkennung Israels als jüdischen Staat abgelehnt; er habe nicht auf das Rückkehr-Recht von Millionen Flüchtlings-Nachfahren von 1948 verzichtet; und auch zu den von Israel verlangten Sicherheitsvereinbarungen habe es ein „Nein“ gegeben. Netanjahu informierte Mitglieder eines Parlamentsausschusses über die aktuelle Lage. Der Regierungschef sagte, die Palästinenser hätten keinerlei Kompromissbereitschaft gezeigt und sich keinen Millimeter bewegt.
„Frau stirbt an Tränengas“ ist laut Militär ein Märchen
Dienstag, 4. Januar 2011
Die Palästinenserin Jawaher Abu Rahma (36) hat bei einer Demonstration in Bilin (Samaria) Tränengas eingeatmet und ist daran gestorben. Mit dieser Meldung wurde Israel in den vergangenen Tagen an den Pranger gestellt. Araber und linke israelische Friedensaktivisten erhoben schwere Vorwürfe gegen das israelische Militär und wurden weltweit von den Medien zitiert. Die Armee hat den Vorfall untersucht – und als Märchen entlarvt. Die Frau hatte demnach nicht einmal an der Demonstration in Bilin teilgenommen. Sie starb im Krankenhaus an einem Krebsleiden.
Israelische Firmen in der Kritik: „Zionistische Seele verkauft“
Dienstag, 4. Januar 2011
Der Streit um den Bau der neuen Palästinenserstadt Rawabi spitzt sich zu. Um im sogenannten Westjordanland eine moderne Infrastruktur für mehr als 25.000 Menschen zu schaffen, hat die Palästinensische Autonomiebehörde mehrere israelische Firmen unter Vertrag genommen. Sie mussten sich dem palästinensischen Boykott von Waren und Dienstleistungen aus den „besetzten Gebieten“ anschließen. Damit dürfen sie für den Bau von Rawabi nichts verwenden, was von Juden aus Judäa, Samaria, den Golanhöhen oder dem Ostteil Jerusalems stammt. Dass sich mehr als 20 israelische Firmen darauf eingelassen haben, sorgt nun für Empörung.
Früchte-Export in den Gazastreifen mit Rekordergebnis
Dienstag, 4. Januar 2011
Israelische Landwirte haben den Verkauf von Früchten in den Gazastreifen im vergangenen Jahr um 25 Prozent gesteigert. Die Verkäufe nach Gaza haben ein Volumen von 100 Millionen Schekel (21,17 Millionen Euro) erreicht und damit das Niveau des Handels mit Ländern wie den Niederlanden, Frankreich und Spanien. Nach Gaza haben die Israelis vor allem Bananen, Äpfel, Mangos und Avokados exportiert. Insgesamt seien 2010 rund 50.000 Tonnen an Früchten in den Gazastreifen geliefert worden. Das gab der Vorsitzende der Vereinigung der Früchteanbauer, Ilan Eshel, bekannt.
Terroranschlag auf Jerusalemer Fußballstadion verhindert
Montag, 3. Januar 2011
Die israelischen Sicherheitsbehörden haben einen Terrorangriff auf das Fußballstadion in Jerusalem verhindert. Zwei dringend Tatverdächtige, ein Palästinenser und ein israelischer Araber, wurden festgenommen. Sie hatten geplant, während eines Spieles eine Rakete in das voll besetzte Teddy-Kollek-Stadium zu feuern. Mit 20.000 Plätzen ist es das größte Stadion in der Hauptstadt. Die beiden hatten die Hügel in der Nähe ausgekundschaftet, um eine günstige Abschussposition zu finden, teilten die Behörden mit. Die beiden mutmaßlichen Terroristen (Foto) wurden bereits im November verhaftet. Der Vorfall wurde aber erst jetzt bekannt, nachdem Anklage erhoben wurde.
Chinesische Studie: Israels Universitäten bei den besten der Welt
Montag, 3. Januar 2011
Die Hebräische Universität in Jerusalem (Foto) zählt zu den besten Hochschulen der Welt. Das hat eine Studie der Universität in Shanghai (China) ergeben. Bewertet wurden unter anderem wissenschaftliche Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, Anzahl der Nobelpreisträger und akademische Leistungen im Verhältnis zur Größe der Einrichtung. Den ersten Platz eroberte erwartungsgemäß die amerikanische Harvard-Universität. Die Hebräische Universität Jerusalem belegte unter 500 Hochschulen den 72. Platz. Bei speziellen Fächern waren die israelischen Unis noch besser platziert: Im Bereich Informatik kam das Weizman-Institut in Rehovot weltweit auf Rang 12.
Futuristisches Video zeigt Jerusalem im Jahr 2111
Montag, 3. Januar 2011
Zwei israelische Studenten, die an der Filmhochschule in Los Angeles studieren, haben mit ihrem Video den Wettbewerb „Jerusalem 2111“ gewonnen. David Gidali und sein Kameramann Itay Gross erhalten 10.000 Dollar. An dem Wettbewerb hatten Filmemacher aus aller Welt teilgenommen. Zur Jury gehörte unter anderem der deutsche Regisseur Wim Wenders. Bei dem Wettbewerb ging es darum, Ideen für das Erscheinungsbild der Hauptstadt in 100 Jahren zu entwickeln.
Statistikbüro gibt neue Bevölkerungszahlen bekannt
Montag, 3. Januar 2011
Das israelische Zentralbüro für Statistik hat zum Jahreswechsel die aktuellen Zahlen zur israelischen Bevölkerungsentwicklung bekannt gegeben. Demnach leben derzeit im Heiligen Land 7,695 Millionen Menschen. Davon sind 5,802 Millionen Juden (75,4 Prozent), 1,573 Millionen sind Araber (20,4 Prozent), die übrigen sind keiner dieser beiden Gruppen zuzurechnen. Im vergangenen Jahr stieg die Bevölkerung um 143.000 Personen oder 1,9 Prozent. Es gab 165.000 Geburten und 40.000 Sterbefälle. Der übrige Bevölkerungszuwachs ergibt sich durch Neueinwanderer.
Kurznachrichten
Montag, 3. Januar 2011
+++ Chile und Uruguay wollen demnächst einen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 offiziell anerkennen. Das hat ein Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde bekannt gegeben. Auch Paraguay werde diesen Schritt in den nächsten Wochen vollziehen. In Ecuador werde demnächst eine palästinensische Botschaft errichtet. Die einseitige Anerkennung „Palästinas“ durch mehrere südamerikanische Staaten wird von Israel und den USA kritisiert. Mehr dazu in der nächsten Ausgabe des „israel heute“-Magazins. +++ Die Solarenergie in Israel soll ausgebaut werden. Die Regierung plant in der Negev-Wüste mehrere neue Sonnenkraftwerke mit einer Kapazität von 50 Megawatt. Bis zum Jahr 2020 sollen zehn Prozent des Gesamtbedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werden.
Zahl der Terroranschläge ist deutlich gesunken
Sonntag, 2. Januar 2011
Die Anschläge auf Israel sind im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück gegangen. Das hat jetzt der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet bekannt gegeben. Demnach gab es 2010 insgesamt 798 Terrorangriffe durch Araber, 2009 waren es 1354. Im abgelaufenen Jahr wurden neun Menschen von Terroristen getötet, sechs weniger als im Jahr davor. Ein starker Rückgang war auch bei der Anzahl der Verletzten zu verzeichnen, von 234 auf 28. Der Bericht hebt hervor, dass es 2010 in Israel keinen einzigen Selbstmordanschlag gab.
Hunderttausende beten für Gesundheit des inhaftierten Jonathan Pollard
Sonntag, 2. Januar 2011
Mehrere hunderttausend Juden haben am Samstag in den Synagogen in Israel und im Ausland für die Gesundheit und die baldige Freilassung von Jonathan Pollard (56, Bild) gebetet. Oberrabbiner Jonah Metzger hatte dafür ein spezielles Gebet geschrieben und bekannt gemacht. Nach jüdischer Tradition wurde auch der Name der Mutter erwähnt. So lautete das Gebet „für Jonathan, Sohn der Malka.“ Rabbi Metzger hatte sich zuvor mit Pollards Ehefrau Esther getroffen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte sich vor wenigen Tagen persönlich an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama gewandt und um die Freilassung Pollards gebeten.
Nach Brand dreier Waggons nun Einschränkungen im Zugverkehr
Sonntag, 2. Januar 2011
Die israelische Eisenbahn hat ihren Zugverkehr stark eingeschränkt. Mehr als ein Drittel der Waggons wurden am Sonntag aus dem Verkehr gezogen, um sie zu untersuchen. Anlass ist der Brand eines Zuges in der vergangenen Woche (Foto), bei dem mehr als 80 Passagiere leicht verletzt wurden. Dem Feuer waren drei Waggons zum Opfer gefallen. Verursacht wurde der Brand offenbar durch den Bruch einer Antriebswelle in der Nähe des Dieseltanks. Um solche Vorfälle künftig auszuschließen, werden nun mechanische Tests durchgeführt.
Israel bombardiert Terrorzentren -– Palästinenser nach Angriff erschossen
Sonntag, 2. Januar 2011
Die Terrororganisation Hamas provoziert Israel mit immer neuen Raketenangriffen aus dem Gazastreifen. Die israelische Armee antwortet jeweils mit Vergeltungsschlägen. In der Nacht zum Sonntag wurden ein Ausbildungslager der Terroristen und eine Waffenfabrik im nördlichen Gazastreifen bombardiert. Dabei gab es nach palästinensischen Angaben zwei Verletzte. Die Luftwaffe bezeichnete den Angriff als Reaktion auf den Beschuss der Kleinstadt Sderot mit Mörsergranaten am Samstagabend. Die Streitkräfte wiesen darauf hin, dass in unmittelbarer Umgebung 6500 Menschen leben, die durch den Beschuss aus dem Gazastreifen akut gefährdet sind.
Kurznachrichten
Sonntag, 2. Januar 2011
Die Verkündung der Strafe im Fall des früheren Staatspräsidenten Moshe Katzav, der am vergangenen Donnerstag von einem Tel Aviver Gericht der Vergewaltigung, sexuellen Belästigung und Behinderung der Justiz für schuldig befunden worden ist, wird Mitte Januar erwartet. +++ Im Norden Israels, genauer in der Gegend um Tiberias, Afula sowie Bet Shean im Jordantal, wurden Anwohner am Sonntag um 6:30 Uhr von einem Erdbeben der Stärke 4.0 geweckt. Es gab weder Schäden noch Verletzte.

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