Unterirdische Mauer verwandelt Terrortunnel in Todesfallen

Donnerstag, 10. August 2017 |  NAI Redaktion

Die Mauer, die den Terrortunnel ein Ende bereiten sollen, werde auf jeden gebaut werden, sagte gestern der Befehlshaber des Südkommandos , General Eyal Zamir auf einer Pressekonferenz an der Grenze zum Gazastreifen, in der er Einzelheiten über das vielleicht größte Projekt der israelischen Armee veröffentlichte.

Schon im vergangenen Jahr wurde mit dem Bau einer unterirdischen Mauer an der nördlichen Grenze des Gazastreifens begonnen. Die sechs Meter hohe Betonmauer wird zig Meter tief in die Erde reichen und soll so die von der Hamas gebauten Terrortunnel nutzlos machen.

Es sei klar, dass der Bau dieser Mauer die Situation an der Grenze zum Gazastreifen total verändern werde, sagte Zamir. Die Terrortunnel würden sich nach Fertigstellung der Schutzmauer in Todesfallen verwandeln. Die Hamas habe sich in den letzten Jahren seit dem Gazakrieg um eine Beruhigung in der Region bemüht, aber weiterhin immer neue Terrortunnel gebaut. Nun sei es möglich, dass der Bau der unterirdischen Mauer die Hamas dazu bewegen könne, eine Auseinandersetzung mit Israel zu beginnen und den Bau der Mauer durch Angriffe zu stören. Auch für diesen Fall sei die israelische Armee vorbereitet.

An der nördlichen Grenze zum Gazastreifen arbeiten seit September 2016 zehn Baumannschaften an der Errichtung der Schutzmauer. Bis November sollen 40 Baumannschaften tätig sein. Die Kosten des Projekts sollen bei ungefähr 4 Milliarden Shekel liegen, rund eine Milliarde Euro. Jeder Meter des Projekts kostet ungefähr 41.5 Millonen Shekel (ca. 10 Millionen Euro). Die Mauer soll innerhalb von 18 Monaten bis zu zwei Jahren fertiggestellt werden.

Neben der unterirdischen Mauer, die auch sechs Meter hoch sein wird, werden auch Sensoren installiert, die Grabungen in der Erde erkennen erkennen,. Nach dem Erkennen eines neuen Tunnels wird das System diesen Tunnel zerstören.

Die Mauer wird ausschließlich auf israelischem Gebiet errichtet werden und bis in das Meer hineinreichen. Vor dem Gazastreifen wird im Meer ein Wellenbrecher gebaut werden.

Bis der Bau dieses Schutzsystems gegen die Terrortunnel fertig sein wird werde die Armee die Region noch stärker bewachen, um die Baustellen vor Angriffen zu schützen, erklärte Zamir.

Ab Dezember werden rund 1000 Arbeiter an 40 Stellen mit dem Bau der Mauer beschäftigt sein. Die israelischen Baufirmen beschäftigen auch Experten aus dem Ausland, alle Arbeiter wurden einer strengen Sicherheitskontrolle unterzogen. Auch alle israelischen Arbeiter, Juden und arabische Israelis wurden untersucht. Palästinensische Arbeiter werden bei dem Bau nicht eingesetzt werden.

Terrortunnel beginnen unter Wonhäusern (Bild: Pressesprecher IDF)

Während der Pressekonferenz wurde auch präsentiert, wie die Hamas immer mehr Tunnel baut. So wurde eine Tunnelanlage gezeigt, die unter zwei sechsstöckigen Häusern beginnen, nur etwas 2 Kilometer von der nördlichen Grenze entfernt. In den Häusern leben Familien mit ihren Kindern. General Zamir warnte, dass diese Häuser wegen der Terrortunnel im Falle einer Auseinandersetzung ein strategisches Ziel der Armee darstellen würden. Eines der Häuser befindet sich nur anderthalb Kilometer Luftlinie vom israelischen Ort Netiv HaAsera entfernt.

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