Palästinenser

Terrorwelle: Netanjahu gerät zunehmend unter Druck
Dienstag, 6. Oktober 2015
Die israelische Regierung hat in der Nacht zum Dienstag die Wohnhäuser von zwei Terroristen im Ostteil Jerusalems zerstört. Sie hatten im vergangenen Jahr Israelis attackiert und waren dabei ums Leben gekommen. Einige tausend Israelis demonstrierten am Abend vor dem Amtssitz von Regierungschef Benjamin Netanjahu und forderten härtere Maßnahmen gegen den Terror (Foto). Bei erneuten Krawallen kamen mindestens zwei Palästinenser ums Leben, darunter ein 13-jähriger Junge.
Terrorwelle: Netanjahu kündigt harte Gegenmaßnahmen an
Montag, 5. Oktober 2015
Nach einer Serie von Terroranschlägen ist die Sicherheitslage in Jerusalem und den Palästinensergebieten angespannt wie seit Jahren nicht mehr. Am Samstagabend griff ein 19-jähriger Palästinenser in der Jerusalemer Altstadt mit einem Messer eine jüdische Familie an, die zum Beten an die Klagemauer wollte. Der Vater (24) und ein zur Hilfe eilender Militärrabbiner (41) starben, die Mutter und ihr Kleinkind wurden verletzt. Wenige Stunden später zog ein junger Palästinenser an einer Tankstelle beim Damaskustor ein Messer und stach auf einen 15-jährigen Juden ein, der überlebte. Beide Angreifer wurden von der Polizei erschossen.
Terroristen erschießen Ehepaar vor den Augen ihrer vier Kinder
Freitag, 2. Oktober 2015
Eine Terrorgruppe, die zum bewaffneten Arm der Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gehört, hat in der Nacht zum Freitag das jüdische Ehepaar Naama und Eitam Henkin (Foto) ermordet. Sie waren zusammen mit ihren vier Kindern in der Nähe der jüdischen Siedlung Itamar in Samaria unterwegs. Vor den Augen ihrer vier Kinder im Alter zwischen vier Monaten und sieben Jahren wurden sie in ihrem Auto erschossen. Die Täter feuerten mit einer Pistole und einem Gewehr auf das Paar. Beide starben noch am Ort des Terroranschlags.
Abbas kündigt Friedensvereinbarungen mit Israel
Donnerstag, 1. Oktober 2015
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat in einer Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York (Foto) erklärt, er wolle die Friedensvereinbarungen mit Israel aufkündigen. Ein konkretes Datum für diesen Schritt nannte er nicht. Der 80-Jährige warf Israel vor, sich nicht an die Friedensverträge zu halten, und bat die internationale Gemeinschaft um Schutz für die Palästinenser. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte, Abbas' „Rede der Lügen stiftet zu Krawallen und Unruhen im Nahen Osten an.“
Arabischer Abgeordneter provoziert Juden auf dem Tempelberg
Donnerstag, 1. Oktober 2015
Knessetabgeordnete des rechten und linken Lagers haben den arabischen Abgeordneten Jamal Zahalka (60, Foto) scharf kritisiert, weil er die Spannungen auf dem Tempelberg noch weiter anheize und Öl ins Feuer gieße. Für einige seiner Äußerungen könnte er sogar strafrechtlich belangt werden. Am Dienstagabend besuchte er die Heilige Stätte. Dort traf er auf eine Gruppe religiöser Juden. Zahalka soll sie angeschrien haben, sie seien „verrückte Verbrecher“, „Faschisten und Rassisten“. Der Abgeordnete forderte sie auf zu verschwinden. Die Polizei stoppte den aufgebrachten Politiker.
Ein großer Tag für die Palästinenser
Mittwoch, 30. September 2015
Bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York dürfen die Palästinenser heute erstmals ihre Flagge hissen. Präsident Mahmud Abbas sieht das als ein „Leuchtfeuer der Hoffnung“ im Kampf für einen unabhängigen Staat. Die Flagge wird von Abbas und Generalsekretär Ban Ki-moon gemeinsam in einer 15-minütigen Zermonie präsentiert. Zuvor wird der Palästinenserpräsident vor der Vollversammlung eine Ansprache halten.
Tödliche Steinwürfe: Vier jugendliche Palästinenser verhaftet
Montag, 28. September 2015
Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet hat vier palästinensische Jugendliche festgenommen, die in Verdacht stehen, am jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana Steine auf das Auto von Alexander Levlovich geworfen zu haben. Der war auf dem Heimweg von einen Neujahrs-Essen. Wegen der Steinwürfe kam sein Wagen von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Masten. Der 64-Jährige wurde so schwer verletzt dass er kurze Zeit später in einem Krankenhaus verstarb.
Iran und Palästinenserpräsident Abbas drohen Israel
Freitag, 25. September 2015
Irans oberster religiöser Führer Ayatollah Ali Khamenei hat Israel für sein „beleidigendes“ Verhalten gegenüber der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem scharf kritisiert. „Die Verbrechen des zionistischen Regimes in Palästina … sind das schlimmste Problem für die Muslime,“ schreibt Khamenei auf seiner Webseite. Das Verhalten Israels gegenüber den Palästinensern sei „das ultimative Maß an Rücksichtslosigkeit und übles Unheil.“
Hebron: Unruhen nach Tod einer Palästinenserin
Donnerstag, 24. September 2015
In Hebron ist es nach der Beerdigung einer jungen Palästinenserin zu Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und israelischen Sicherheitskräften gekommen. Zuvor hatte die 18 Jahre alte Frau nach Militärangaben versucht, an einer Kontrollstelle einen Soldaten zu erstechen. Sie wurde von israelischen Sicherheitskräften angeschossen und starb später im Krankenhaus.
Granate explodiert zu früh und tötet jungen Palästinenser
Dienstag, 22. September 2015
Vor dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ist die Sicherheitslage in Israel extrem angespannt. Nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma'an ist in der Nähe von Hebron am Montagabend ein Palästinenser ums Leben gekommen. Eine Granate, die er gegen israelische Soldaten einsetzen wollte, explodierte, als der junge Mann sie noch in der Hand hielt. Am Dienstag früh versuchte eine Palästinenserin, ebenfalls in der Nähe von Hebron, auf einen israelischen Soldaten einzustechen. Sie erhielt einen Schuss ins Bein.
Anklage: Fünffache Mutter aus Galiläa will zum Islamischen Staat
Montag, 21. September 2015
Einer Akademikerin und Mutter von fünf Kindern aus Galiläa wird vorgeworfen, sie habe versucht, sich dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen. Sie wollte im vergangenen Monat von der Türkei aus nach Syrien einreisen, wurde aber von den türkischen Behörden gestoppt, die sie nach Israel zurück schickten. Ayman K. (44) wurde noch am Flughafen vom Geheimdienst Shin Bet festgenommen. In Haifa wurde am Sonntag Anklage gegen die israelische Araberin erhoben, die in Nazareth geboren wurde und einen Doktortitel in Islamwissenschaften hat.
Familie entkommt Steinewerfern nur knapp
Montag, 21. September 2015
Avi Gamms spricht von einem Wunder: Seine Frau Sara und ihr fünf Monate altes Kind sind bei einem brutalen Überfall völlig unversehrt geblieben. Die beiden Autos, mit denen das jüdische Paar unterwegs war, gerieten am Sonntagmorgen in der Nähe von Jerusalem in einen Steinhagel, für den mindestens 15 maskierte Palästinenser verantwortlich waren.