Jerusalem

Verängstigte Jerusalemer meiden öffentliche Verkehrsmittel
Freitag, 16. Oktober 2015
Viele der Terroranschläge der vergangenen zwei Wochen wurden in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an Haltestellen verübt. Ziel der Attacken waren jüdische Passagiere. Das hat mittlerweile zu fast leeren Bussen geführt. Die Buslinie 480 von Tel Aviv nach Jerusalem ist normalerweise während den Stoßzeiten morgens und abends überfüllt. Doch am Donnerstag saßen im 8.30 Uhr-Bus gerade einmal acht Passagiere.
Im Krankenhaus treffen sich Täter und Opfer
Donnerstag, 15. Oktober 2015
In der Notaufnahme des Jerusalemer Hadassah-Krankenhauses hatten Ärzte und Pflegekräfte in den vergangenen Tagen jede Menge Arbeit. Das Großklinikum im Stadtteil Ein Kerem verfügt über die größte Notaufnahme der Hauptstadt. Dort arbeitet nicht nur jüdisches und arabisches Personal zusammen, es werden auch Juden und Araber gleichzeitig behandelt. Was in friedlichen Zeiten problemlos funktioniert, stößt nun an seine Grenzen.
EILMELDUNG: Erneute Messerangriffe in Jerusalem - Polizei erschießt beide Täter
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Ein Terrorist hat am Abend vor dem Zentralen Busbahnhof in Jerusalem auf eine 70 Jahre alte Israelin eingestochen. Er wurde von Grenzpolizisten erschossen. Sein Opfer kam mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus. Der Täter ist nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes Shin Bet ein 23-Jähriger aus Ost-Jerusalem, der von 2012 bis 2015 wegen terroristischer Aktivitäten inhaftiert war. Zuvor hatte ein 20 Jahre alter Palästinenser versucht, am Damaskustor zur Jerusalemer Altstadt (Foto) auf Grenzpolizisten einzustechen. Der Terroranschlag misslang, der Terrorist wurde von der Polizei erschossen. Das Damaskustor am Eingang zum muslimischen Viertel der Altstadt war in den vergangenen Tagen bereits mehrfach Schauplatz von Terroranschlägen.
Soldaten sollen Jerusalem sichern – Ostteil der Hauptstadt teilweise abgeriegelt
Mittwoch, 14. Oktober 2015
Die israelische Armee reagiert auf die Terrorwelle in Jerusalem: Mehrere hundert Soldaten wurden in die Hauptstadt beordert, um die Polizei zu unterstützen. Unter anderem sollen sie in Omnibussen und der Straßenbahn mitfahren und die Haltestellen sichern. An den Verbindungsstraßen zwischen dem arabischen Ostteil Jerusalems und dem Westteil der Stadt werden Kontrollstellen eingerichtet, einige Straßen wurden bereits für Autos und Fußgänger komplett gesperrt. Die Regierung kündigte an, die Wohnhäuser von Terroristen, die tödliche Angriffe verübt haben, rasch abbrechen zu lassen.
UPDATE: Neue Videos zeigen die Brutalität der gestrigen Terrorangriffe in Ra'anana und Pisgat Seev.
Mit Pistole und Messer Blutbad in Stadtbus angerichtet
Dienstag, 13. Oktober 2015
Arabische Terroristen haben heute in Israel ein Blutbad angerichtet. Bei vier Terrorangriffen in Jerusalem und Ra'anana starben drei Israelis, rund 20 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Zwei Täter, beide Araber Anfang 20, überfielen im Jerusalemer Stadtteil East Talpiot einen Stadtbus der Linie 78. Einer schoss auf die Fahrgäste, der andere stach auf sie ein. Für einen etwa 60 Jahre alten Passagier kam jede Hilfe zu spät, ein weiterer (45) erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Es gab 16 Verletzte. Die Täter wurden von der Grenzpolizei niedergeschossen, einer wurde tödlich getroffen.

UPDATE: Das Video einer Überwachungskamera zeigt den heutigen Terrorangriff mit Auto und Axt auf Fußgänger im religiösen Jerusalemer Stadtviertel Mea Shearim.

Video: Überraschungskonzert in Jerusalem
Dienstag, 13. Oktober 2015
Die Jerusalemer Altstadt macht derzeit weltweit Negativ-Schlagzeilen, weil es dort immer wieder zu Terroranschlägen kommt. Um so überraschter waren die Besucher, als sie dort am Sonntag mit Klängen von Beethoven empfangen wurden. Das Raana Symphonie-Orchester gab mitten im jüdischen Viertel ein Konzert mit klassischer Musik. Die Profimusiker setzten so ein Zeichen, dass das jüdische Volk nicht vor dem Terror kapituliert.
Terror gegen Juden geht weiter: Keine Entspannung in Sicht
Montag, 12. Oktober 2015
Messerattacken, Steine, Brandbomben – die Terroranschläge gegen die jüdische Bevölkerung Israels gehen in unverminderter Härte weiter. Nach einem blutigen Wochenende gab es am Montagmorgen ein weiteres Attentat: Beim Löwentor zur Jerusalemer Altstadt stach ein Terrorist auf einen Grenzpolizisten ein. Der blieb unverletzt, weil er eine kugelsichere West trug. Der Angreifer, ein 18-jähriger Araber aus Ostjerusalem, wurde von der Polizei erschossen.

UPDATE: Am Nachmittag gab es in Jerusalem zwei weitere Messerangriffe. Ein Grenzpolizist wurde von einer jungen Frau angegriffen, er schoss sie nieder. Im Stadtteil Pisgat Zeev wurden zwei jüdische Jugendliche niedergestochen. Einer davon ist ein 13-Jähriger, der mit dem Fahrrad unterwegs war. Er schwebt in akuter Lebensgefahr. Der andere Mann wurde schwer verletzt. Auf die beiden palästinensischen Angreifer wurde geschossen. Einer ist tot, der andere erheblich verletzt. Laut Fernsehberichten sind die beiden Messerstecher sehr jung, Reporter schätzen sie auf 14 bis 16 Jahre.

UPDATE II: Terroranschlag am Abend in einem Omnibus am Stadtrand von Jerusalem: Ein Araber stach auf zwei Israelis ein, die verletzt wurden. Dann versuchte der Täter, einem Soldaten die Waffe zu entreissen. Der Terrorist wurde von Polizisten erschossen.

Video: Bitte weine nicht mehr, Jerusalem!
Montag, 12. Oktober 2015
Unser heutiges Video ist nicht mehr ganz neu, aber brandaktuell. Im Text heißt es, dass in Jerusalem schon zu viele Tränen vergossen wurden, zu viele Freunde verloren wurden. Das Lied beklagt sinnlosen Hass und Terror. „Bitte weine nicht mehr, Jerusalem“, singt Yaakov Shwekey. Er ist ein orthodoxer Jude, der in Mexiko aufwuchs und in Israel sehr beliebt ist. Zusammen mit seiner Frau Jenine engagiert er sich für verschiedene Wohltätigkeitsprojekte. Bemerkenswert ist die Schlussszene seines Musikvideos ...
Polizei will neue Terrorwelle am heutigen „Tag der Wut“ verhindern
Freitag, 9. Oktober 2015
Mehrere tausend Polizisten und Soldaten sollen heute in der Jerusalemer Altstadt und den palästinensischen Autonomiegebieten weitere Terrorangriffe verhindern. Innerhalb von 48 Stunden hatten Palästinenser am Mittwoch und Donnerstag sieben Messerattacken auf Israelis verübt. (Israel Heute berichtete). Zudem gab es unzählige Vorfälle, bei denen Steine und Brandsätze auf jüdische Zivilisten und Sicherheitskräfte geworfen wurden. Die radikal-islamische Hamas hat den heutigen Freitag zum „Tag der Wut“ erklärt. Im ganzen Land werden deshalb neue schwere Krawalle befürchtet. Am Vormittag gab es bereits zwei neue Messerangriffe auf Israelis.
Religiöser Student in Jerusalem von 19-Jährigem niedergestochen
Donnerstag, 8. Oktober 2015
Die Messerattacken in Jerusalem gehen auch am heutigen Donnerstag weiter: Ein 25 Jahre alter religiöser jüdischer Student wurde am Mittag von einem 19 Jahre alten Araber niedergestochen. Der Anschlag ereignete sich an der Straßenbahnhaltestelle Ammunition Hill, unweit des Polizeihauptquartiers. Das Opfer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, wobei nach Augenzeugenberichten das Messer noch in seinem Nacken steckte.
Jerusalemer Schulen streiken: Sorge um Sicherheit
Donnerstag, 8. Oktober 2015
Heute bleiben in Jerusalem zahlreiche weiterführende Schulen geschlossen. Eltern, Schüler und Lehrer streiken, da sie finden, dass die Kinder nicht ausreichend von Wachpersonal beschützt werden. Rund 400 Schulen werden in der israelischen Hauptstadt täglich von Sicherheitskräften bewacht. Doch weniger Etat für die Sicherheitskräfte, dafür steigende Unterrichtsstunden bei den Schülern führen dazu, dass am Nachmittag oft kein Wachpersonal mehr vor Ort ist.
Erneut Messerangriff in Jerusalem: Gewaltspirale dreht sich weiter
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Neuer Terroranschlag in Jerusalem: Eine 18 Jahre alte Palästinenserin hat heute auf einen Juden eingestochen, der in der Nähe des Löwentors in der Altstadt unterwegs war (Bild). Der Mann (36) erlitt zwei Stichwunden im Rücken. Doch er hatte eine Pistole dabei und schoss auf die Terroristin, die lebensgefährlich verletzt wurde. Bei Kiryat Gat wurde am Mittag ein Palästinenser erschossen, der auf einen Soldaten einstach und dessen Waffe rauben wollte. Aus dem ganzen Land werden weiterhin gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften gemeldet.