Archäologie

Uralter Goldschatz belegt jüdische Präsenz in Jerusalem
Dienstag, 10. September 2013
Bei Ausgrabungen am Jerusalemer Tempelberg hat die Archäologin Dr. Eilat Mazar eine erstaunliche Entdeckung gemacht: Sie fand insgesamt 36 Goldmünzen, goldenen und silbernen Schmuck und ein goldenes Medaillon. Auf letzterem sind eine Menorah (siebenarmiger Leuchter), ein Shofar-Horn (Widderhorn) sowie eine Tora-Rolle abgebildet. Deshalb gehen Wissenschaftler davon aus, dass das Medaillon vermutlich dem Schmuck einer Tora-Rolle diente. Es könnte das älteste Tora-Ornament sein, das je bei Ausgrabungen entdeckt wurde, so die Wissenschaftler der Hebräischen Universität Jerusalem.
Uralte Kupferminen unter Kontrolle von David und Salomo
Donnerstag, 5. September 2013
Jahrelang wurde davon ausgegangen, dass die berühmten Kupferminen im Timna-Park (Foto) in der südisraelischen Wüste von den alten Ägyptern betrieben worden waren. Nun konnten Archäologen jedoch nachweisen, dass die Minen von Edomitern betrieben und den Israeliten überwacht wurden – so wie es auch schon in der Bibel steht. Möglich wurde diese Entdeckung durch moderne Technik. Laut dem Archäologenteam aus Tel Aviv lag der Höhepunkt des Kupferabbaus im zehnten Jahrhundert vor Christus. In dieser Zeit herrschten die Könige David und Salomo. Festgestellt wurde das Dank der C-14-Methode – einer Technologie, die es noch nicht gab, als die Stätte zum ersten Mal untersucht worden war.
Hospital aus der Kreuzfahrerzeit in Jerusalem entdeckt
Dienstag, 6. August 2013
Archäologen haben im Untergrund der Jerusalemer Altstadt ein Hospital aus der Kreuzfahrerzeit 1099 bis 1291 entdeckt. Die mit Fresken ausgemalten Gewölbe waren mit Schutt und Abfall gefüllt. Sie liegen mitten im christlichen Viertel der Altstadt, in einem Bereich, der „Musristan“ genannt wird (persisch für Krankenhaus). Nach Auskunft von Grabungsleiter Amit Re'em von der israelischen Altertumsbehörde stürzte der Hospital-Komplex bei einem Erdbeben im Jahre 1457 ein. Später habe man Teile der Gebäudeüberreste als Stall für Pferde und Kamele genutzt, was Knochenfunde belegten. Bis 2000 war auf dem Gelände ein Frucht- und Gemüsemarkt, seine ruhmreiche Vergangenheit war längst vergessen.
3000 Jahre alte Inschrift gibt Forschern viele Rätsel auf
Freitag, 12. Juli 2013
In der Jerusalemer Davidsstadt ist eine kanaanitische Inschrift gefunden worden. Sie könnte der älteste alphabetische Text aller Zeiten sein. Die Inschrift, eingeritzt in den Rand eines Tonkrugs, stammt nach Ansicht von Archäologen aus dem zehnten Jahrhundert vor Christus. Die Ausgrabungen wurden von Dr. Eilat Mazar (Hebräische Universität Jerusalem) geleitet. Sie unterstrich, dass die Inschrift einzigartig sei. Man habe aber nicht klären können, was sie bedeute.
Palästinenserfamilie bietet Fragmente der Schriftrollen vom Toten Meer an
Dienstag, 28. Mai 2013
Die Entdeckung der antiken Schriftrollen in einer Höhle beim Toten Meer war 1947 eine der größten archäologischen Sensationen des Jahrhunderts. Die sogenannten Qumran-Schriftrollen enthielten biblische Texte, die über Jahrhunderte buchstabengenau überliefert worden waren. Jetzt machen die alten Papyrusrollen erneut Schlagzeilen: Die palästinensische Familie, die die Rollen damals entdeckte, hat offenbar Fragmente davon jahrzehntelang in einem Schweizer Depot gelagert und bietet sie jetzt zum Verkauf an. Das ärgert die israelische Altertumsbehörde, die die gesamten Rollen als ein kulturelles Erbe des jüdischen Staates betrachtet.
Vertuscht Israel einen wichtigen archäologischen Fund?
Montag, 27. Mai 2013
Die israelische Tageszeitung Makor Rishon berichtete, dass in den judäischen Bergen offenbar ein wichtiger archäologischer Fund von der Regierung geheimgehalten wird. Ein Angehöriger der Kfar-Etzion-Feldschule stieß dem Bericht zufolge kürzlich auf eine antike verzierte Säule (Foto: Symbolbild), als er in den judäischen Bergen in eine Höhle einstieg. Säule und Kapitell deuten auf ein königliches Gebäude hin. Lokale Archäologen sagen zur Datierung, es handle sich ganz sicher um die Periode der jüdäischen Könige, wenn nicht sogar die Zeit Davids.
Antike Weinpresse ausgegraben
Mittwoch, 24. April 2013
Überreste einer byzantinischen Weinpresse und eine sehr gut erhaltene Öllampe wurden vor kurzem in der Nähe von Hamei Yo'av ausgegraben. Beim Bau eines öffentlichen Gartens für die Stadt wurde die antike Weinpresse entdeckt, die jetzt in den Garten integriert werden soll. Die Weinpresse breitet sich über eine Fläche von etwa 100 Quadratmetern aus. Sie besteht aus einer großen Presse, auf deren Nord- und Südseite sechs Fächer angelegt sind.
Israel Video des Tages
Donnerstag, 18. April 2013
Ausgrabungen in Israel sind besonders interessant, da man überall auf bedeutende archäologische Fundstücke stoßen kann. Eine Gruppe von Archäologen in Israel gibt auch Touristen die Möglichkeit, an echten Ausgrabungen an einer antiken Stätte teilzunehmen. Hier können Amateure mitarbeiten und die Vergangenheit des Landes hautnah erleben. Für 2-3 Stunden wühlen sie im Sand, zwängen sich durch Höhlen und scheuen keine Mühe, Artefakte zu finden, die die Archäologen einen kleinen Schritt voranbringen können.
Erste messianisch-jüdische Synagoge entdeckt?
Donnerstag, 17. Januar 2013
Ein Team von Archäologen der israelischen Altertumsbehörde hat in einem kleinen Dorf am See Genezareth eine antike Synagoge mit ungewöhnlichen Merkmalen ausgegraben, die augenscheinlich von Jesus und seinen Jüngern besucht worden ist. Die Synagoge wurde in Migdal entdeckt (im neuen Testament als Magdala bezeichnet), das gleich neben Tiberias im Norden am See Genezareth liegt...
Fund aus der Zeit des Ersten Tempels
Mittwoch, 26. Dezember 2012
Archäologen haben nahe Jerusalem einen besonderen Fund entdeckt: Artifakte, die geschätzte 2750 Jahre alt sind und damals für rituelle Kulte benutzt wurden, kurz bevor das judäische Königreich diese Art von Kulten verbot. Die entdeckten Überreste des rituellen Gebäudes mit den damals heiligen Gefäßen sind sehr rar. „Es gibt kaum Funde aus jener Zeit“, erklärten die Verantwortlichen der Ausgrabung mit Blick auf die judäische Zeit des Ersten Tempels. Mehr zu der Ausgrabung in Tel Motza in der nächsten Ausgabe der Israel Heute Zeitschrift!
Universität Tel Aviv entziffert antikes Messsystem
Montag, 26. November 2012
Archäologen und Mathematiker der Universität Tel Aviv haben ein antikes System zur Messung von Rauminhalten entdeckt. Wahrscheinlich war das System vom 14. bis ins 10. Jahrhundert v. Chr. bei den Ägyptern und den Phöniziern in Gebrauch. Es ermöglichte die Bestimmung von Flüssigkeitsmengen in runden Behältern. Anders als unser modernes Messsystem basiert das antike auf Kreisen, nicht auf Würfelformen. Bis zur Entdeckung dieses antiken Systems glaubte man, dass damals Flüssigkeiten nicht akkurat gemessen werden konnten.
Synagoge aus der spätrömischen Zeit entdeckt
Freitag, 6. Juli 2012
Bei Ausgrabungen in Huqoq, Galiäa wurde ein monumentales Synagogengebäude aus dem 4. oder 5. Jahrhundert, der spätrömischen Zeit, entdeckt. Huqoq ist eine antike jüdische Stadt, etwa fünf Kilometer westlich von Kapernaum und Migdal. Ein herausragender Mosaik-Boden wurde bei den Grabungen freigelegt. Die hochwertige Arbeit aus winzigen farbigen Steinen zeigt Samson, der Fackeln zwischen den Schwänzen von Schakalen befestigte, wie im Buch Richter beschrieben. In einem anderen Teil des Mosaiks sind zwei weibliche Gesichter abgebildet und eine runde Medaille mit einer hebräischen Inschrift, die von Belohnungen für gute Taten handelt.