Antisemitismus

Staatsanwalt: Aufruf zum Judenmord ist legitime Israel-Kritik
Donnerstag, 12. Februar 2015
Mittlerweile vergeht kaum noch ein Tag ohne neue erschütternde Meldungen über den wachsenden Antisemitismus in Europa. Heute beschäftigt ein Fall aus Österreich die israelische Öffentlichkeit. Dort hatte ein Türke auf Facebook Adolf Hitler mit einem Lob für die Ermordung der Juden zitiert. Er habe damit Israel wegen des Gazakriegs kritisieren wollen, erklärte er zu seiner Rechtfertigung. Die Staatsanwaltschaft Linz stimmte dem zu: „Die Aussagen waren keine Verherrlichung von Hitler, sondern eine Unmutsäußerung gegenüber Israel“, erklärte ein Sprecher der Behörde gegenüber den Oberösterreichischen Nachrichten.
Ausländische Millionen-Zuwendungen an israelkritische Organisationen
Mittwoch, 11. Februar 2015
Wie das Jerusalemer Forschungsinstitut „NGO Monitor“ berichtet, haben ausländische Regierungen eine hohe Summe an NGOs, also Nicht-Regierungs-Organisationen, gespendet, die sich im Heiligen Land mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt beschäftigen. Konkret handelt es sich um rund 24 Millionen Euro, die an 24 NGOs zwischen den Jahren 2012 und 2014 geflossen sind. Das Problem: Viele dieser Organisationen setzen sich für Boykottmaßnahmen gegen den Judenstaat ein.
Kirche von England stutzt anti-israelischem Pfarrer die Flügel
Mittwoch, 11. Februar 2015
Die Diözese Guildford der Kirche von England hat auf die jüngsten antisemitischen Äußerungen des umstrittenen Pfarrers Dr. Stephen Sizer (Foto) reagiert. Der hatte Verschwörungstheorien gegen Juden verbreitet. Nun entschied der zuständige Bischof, dass der israelfeindliche Theologe zwar Gemeindepfarrer bleiben darf. Er darf sich in Zukunft aber nicht mehr öffentlich zum Nahost-Konflikt und zum jüdischen Staat äußern.
Bewährungsstrafen für die Synagogen-Brandstifter in Wuppertal
Montag, 9. Februar 2015
Das Wuppertaler Amtsgericht hat drei Palästinenser zu Bewährungsstrafen verurteilt. Sie hatten im vergangenen Sommer einen Brandanschlag auf die Bergische Synagoge (Foto) in Wuppertal verübt. Zwei Täter im Alter von 24 und 29 Jahren erhielten wegen versuchter schwerer Brandstiftung ein Jahr und drei Monate Haft auf Bewährung. Ein 18-Jähriger wurde nach Jugendstrafrecht zu einer Bewährungsstrafe ohne konkretes Strafmaß verurteilt.
Abbas ordnet Verfahren wegen Mohammed-Zeichnung an
Mittwoch, 4. Februar 2015
Es ist noch nicht einmal einen Monat her, da marschierte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen mit den Staatschefs der westlichen Welt durch Paris. Nach dem islamistischen Attentat auf das Satiremagazin Charlie Hebdo, das Mohammed-Karikaturen veröffentlicht hatte, demonstrierten rund eine Million Menschen gemeinsam für die Pressefreiheit (Foto). Der selbe Mahmud Abbas ordnete nun eine Untersuchung gegen die palästinensische Zeitung Al Hayat al Dschadida an. Der Vorwurf: Abdruck einer Mohammed-Zeichnung.
Leiter der UN-Gaza-Untersuchung wirft das Handtuch
Mittwoch, 4. Februar 2015
Der umstrittene Chef eines Untersuchungsausschusses der Vereinten Nationen (UN) hat seinen Rücktritt erklärt. Der kanadische Jurist William Schabas (64, Foto) war Leiter der Nachforschungen, die angebliche israelische Kriegsverbrechen beim jüngsten Gazakrieg ans Licht bringen sollten. Er kündigte seinen Rücktritt an, nachdem Vorwürfe der Befangenheit gegen ihn laut geworden waren: Schabas hat von der Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) Geld für eine Rechtsberatung angenommen (Israel Heute berichtete).
Pfarrer: Israel steckt hinter Terroranschlag vom 11.September
Montag, 2. Februar 2015
Die Kirche von England hat eine Untersuchung der antisemitischen Angriffe in die Wege geleitet, die Dr. Stephen Sizer geäußert hat. Er ist ein prominenter, aber äußerst umstrittener Theologe. Es scheint, als hätte sich Sizer den Reihen der „Truthers“ angeschlossen – einer Organisation, die behauptet, die Wahrheit in Bezug auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington werde vertuscht. Tatsächlich sei wohl Israel dafür verantwortlich, lässt Palästinenserfreund Sizer durchblicken.
„Sky News“ verbindet Holocaust mit dem Gaza-Krieg
Freitag, 30. Januar 2015
Auf eine ganz besondere Art hat der britische Fernsehsender Sky News an die Judenvernichtung erinnert: Während einer Sendung zur Erinnerung an den Holocaust sendete der Nachrichtenkanal aus London Aufnahmen aus dem jüngsten Gaza-Krieg. Moderator Adam Boulton erklärte den Zuschauern, das Verhalten des Staates Israel gegenüber den Palästinensern habe den Antisemitismus angeheizt. Die israelische Botschaft in Großbritannien hat sich offiziell über die „unakzeptable“ Darstellung beschwert.
Mehrheit der Deutschen will nichts mehr vom Holocaust hören
Dienstag, 27. Januar 2015
Vor 70 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Weltweit erinnern Gedenkveranstaltungen an die industriell organisierte Vernichtung der Juden durch die deutschen Nationalsozialisten. Laut einer repräsentativen Umfrage der Bertelsmann-Stiftung wollen jedoch 81 Prozent der befragten Deutschen die Geschichte der Judenverfolgung „hinter sich lassen“ und sich gegenwärtigen Problemen widmen. Einen regelrechten „Schlussstrich“ wollen sogar 58 Prozent der Befragten ziehen. Ganz anders sieht es in Israel aus: Dort wollen nur 22 Prozent mit der Vergangenheit abschließen.
Führende Evangelikale machen den christlichen Zionismus nieder
Dienstag, 27. Januar 2015
Die Lausanner Bewegung, eine der wichtigsten Gruppierungen der Evangelikalen, hat sich erneut gegen die ihrer Ansicht nach sündige Unterstützung des Staates Israel und des Zionismus durch Christen gewandt. Steve Haas, der Vizepräsident von World Vision USA, schreibt in der jüngsten Ausgabe von Lausanne Global Analysis: „Mehr als 60 Jahre lang haben sich viele Evangelikale an eine sehr enge theologische Sichtweise geklammert, die christliche Theologie mit der politischen Ideologie des Zionismus verband.“
„Unsichtbare Kippa“ als Schutz vor Antisemitismus
Dienstag, 27. Januar 2015
Ein israelischer Friseur hat eine ungewöhnliche Aktion gestartet, um gläubige Juden vor antisemitischen Attacken zu schützen: Er bietet eine „unsichtbare Kippa“ an. Das Gebetskäppchen, das männliche Juden stets tragen und das sie als Juden erkennbar macht, wird bei ihm aus echten Haaren gefertigt. Im Gegensatz zu den üblichen Kippas aus Stoff oder Wolle (Foto) ist dieses Haar-Hütchen kaum zu erkennen. Die „magische Kippa“ ist speziell für europäische Juden gedacht.
Israel-Video des Tages: Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem
Dienstag, 27. Januar 2015

Das Museum zur Geschichte des Holocaust von Yad Vashem in Jerusalem erinnert an die Geschichte der Judenvernichtung in Europa. Unser heutiges Video nimmt sie mit auf einen virtuellen Rundgang durch das Gebäude. Es ist ein prismenartiger, dreieckiger Bau, der einen Berg von der einen Seite bis zur anderen durchdringt und dessen Enden dramatisch ins Freie hinausragen. Anhand von Originalgegenständen, persönlichen Habseligkeiten und Augenzeugenberichten von Überlebenden werden die Erfahrungen der einzelnen Opfer beleuchtet.

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