Freitag, 17. Mai 2013
Aviel Schneider
Theodor Herzl, der sich für eine internationale Unterstützung für seine zionistische Idee bemühte, erhielt eine Audienz bei Papst Pius X (1903 – 1914) und stellte ihm seine Vision für den neuen Judenstaat vor. In seinem Tagebuch erinnert sich Herzl an die Reaktion von Papst Pius X: „Wir werden euch nicht anerkennen können, denn ihr habt unseren Herrn (Jesus) nicht anerkannt. Wir können zwar nicht die Juden aufhalten, nach Palästina zurückzukehren, aber stattdessen werden unsere Priester mit dem Heiligen Taufwasser bereit sein, alle Juden, die zurückkehren zu taufen“. Damit hat Pius X damals die die klassische Kirchentradition gegenüber den Juden zusammengefasst. Juden wurden bestraft, weil sie Jesus als Messias abgelehnt haben. Es ist immer interessant, wie die israelischen Zeitungen über die christliche Kirchengeschichte und die Juden schreiben. Vor wenigen Tagen veröffentlichte der Rabbiner Daniel Rosen in der israelischen Tageszeitung "Haaretz" einen Bericht über seinen christlichen Bruder Josef, Papst Johannes XXIII (Bild).